Guten Morgen Ihr Lieben,
Gina geht es gut und bislang heißt es für mich nun wirklich nur abwarten, was die Blutuntersuchung und die Blasenpunktion in 3 Wochen bzgl. der Nieren ergeben...
Aber ich habe nun gestern herausgefunden, wie knapp das alles mit Gina war, wie kurz ich davor gestanden habe, sie tatsächlich zu verlieren. Das hat mich ganz schön geschockt. Per Zufall kam mir endlich mal ein sehr ausführlicher medizinischer Bericht über Toxoplasmose bei Katzen in die Hände. Da war auch eine CT-Aufnahme drin und, bis auf die ringförmige Abgrenzung der Läsionen, die von der Verkapselung der Zysten stammen, war alles haargenauso. (Die Läsionen sind bei einer CT nicht immer sichtbar). Der dunkle Schatten, der auf Ginas CT zu sehen war, stammt von einem Hirnödem, das in Zusammenhang mit Toxoplasmose, die im Gehirn sitzt, sehr häufig auftritt. Der Arzt sagte damals, es sieht aus wie ein Areal mit geringerer Dichte. Ja, Hirnödeme haben eine geringere Dichte als das umliegende Gewebe. Jetzt weiß ich auch, warum der Tierarzt, der die CT gemacht hat, sich noch eine MRT gewünscht hat... Ohne die Läsionen ist die Diagnose allein aufgrund einer CT nicht gesichert. Grundlegend meinte er ja, dass definitiv ein Befund da ist, er ist nur unklar...
Tja, jedenfalls passt alles zusammen und das Ödem erklärt auch die Anfälle. Da man bei Gina nicht mit Glucocorticoiden oder Diuretika arbeiten kann, ist eine gezielte Behandlung des Ödems nicht möglich, aber immerhin, das Cortison, das sie bekommen hat, ist auch hier hilfreich. Das Schlimme ist, eigentlich müsste nach 4-6 Wochen Behandlung der Toxoplasmose eine neuerliche Aufnahme gemacht werden. Aber ich kann Ginas Nieren und ihrem Kreislauf einfach keine Narkose mehr zumuten.. Ich werde daher den Tierarzt bitten, dass wir rein provisorisch die Behandlung so lange fortführen, wie es vertretbar ist (also länger als 6 Wochen), um eine möglichst hohe Chance zu haben, alle Zysten zu erwischen. Aber das muss ich bei Gelegenheit mit ihm durchsprechen. Wenigstens scheint die Behandlung Wirkung zu zeigen, denn bislang gibt es keine Anzeichen mehr für neuerliche Anfälle.
Oh Mann... Ich muss dem Tierarzt wohl die Füße küssen, dass er an Toxoplasmose gedacht hat. Das ist ja leider nicht selbstverständlich, zumal es über Toxoplasmose bei Katzen nur sehr wenig Informationen gibt, die über "die Infektion verläuft symptomlos" hinaus gehen. Die Behandlung war aber das einzige, das Gina hat retten können, sie wäre sonst jetzt schon tot :-(
Na, daran denke ich jetzt einfach nicht mehr... Gina gehts ja wieder gut, vorerst. Und alles andere wird sich zeigen.
Liebe Grüße