Wenn sich weibliche Katzen von kleinauf kennen (Geschwister sind oder als Babys zusammen aufwachsen) wird es bei Katzen kaum Probleme geben. OK, ein gelegentliches Anfauchen oder mal einen mit der Pfote austeilen kommt vor, ist aber normal. Vorallem wenn beim Fressen die eine der anderen zu nahe kommt, besser immer getrennte Naepfe.
Wenn es weibliche Katzen sind, die sich nicht von kleinauf kennen und erst zusammengekommen sind nachdem sie die sexuelle Reife haben (8 Monate bis 1 Jahr, ist verschieden von Katze zu Katze, weibliche Katzen werden auch eher geschlechtsreif als maennliche) dann kommen mit Sicherheit Probleme (besonders wenn auch noch eine maennliche Katze im Haus sein sollte), die werden sich bekaempfen und zwar mit Zaehnen und Krallen, da fliegen die Fetzen. Im Gegensatz zu Katern laassen diese Kaempfe allerdings nach, bis eine kleinbei gibt, sie gehen sich dann aus dem Weg.
Bei sterilisierte Katzen gibts nur in der Eingewoehnungsphase Reibereien diese lassen allerdings schnell nach, treten danach nicht mehr auf.
Ist eine sterilisiert, die andere nicht, dann kommt es in der Zeit der Rolligkeit zu Kaempfen.
Anders ist das bei Katern.
Kommen diese im Babyalter zusammen gibt es normalerweise, auch nach der sexuellen Reife (Kater sind erst nach einem Jahr sexuell aktiv) gar keine Probleme wenn sie kastriert sind. Auch wenn Kater nicht kastriert und Geschwister sind, von kleinauf immer zusammen waren, bleiben Probleme auch nach der sexuellen Reife in der Regel komplett aus. Ausser das sie alles anpinkeln, aber das ist dein Problem, nicht das des Katers.
Sind sie nicht kastriert und nicht vom Babyalter zusammen, sind Probleme vorprogrammiert, denn jeder Kater wird mit spaetestens einem Jahr anfangen sein Revier zu markieren (alles anpinkeln).
Und Katerpipi riecht fuer dich und mich gleich, sehr streng nach Urin, riecht aber nicht gleich fuer die Kater und dann wird es unausweichliche blutige Kaempfe geben (im Haus und auch draussen). Jeder Kater will den anderen Kater aus seinem Revier haben und geht der andere nicht freiwillig wird nachgeholfen und zwar endlos, Kater hoeren niemals auf den anderen zu bekaempfen, niemals, einer wird frueher oder spaeter nachgeben und ein jaemmerliches Dasein in irgendeiner dunklen Ecke verbringen, staendig in Angst vor seinem staerkeren Gegner.
Abhilfe schafft hier nur Kastration, auch nach einer Kastraton (falls der Kater aelter als 1 Jahr ist) wird er weiterhin alles anpinkeln, dies laesst aber schnell nach und hoert schliesslich ganz auf (1 - 3 Monate, je nach Kater).
Leben 2 Kater in einem Haus, kastriert, gehen sie sich aus dem Weg, Kaempfe finden normalerweise keine mehr statt, gelegentlich gibts einen mit der Pfote, aber nichts Ernsthaftes.
Auch hoert das "auf Tour" gehen komplett auf, also das ein Kater mal 2 oder 3 Tage wegbleibt, die gehen dann nicht mehr weg und bleiben in Sichtweite des eigenen Heims.
Ein Zusammenleben von 2 nicht kastrierten Katern in einem Haus wenn diese sich nicht vor ihrer sexuellen Reife gekannt haben sollten ist praktisch unmoeglich.
Ausser sie sind Geschwister, also von Geburt an immer zusammen, dann bleiben Kaempfe auch nach der sexuellen Reife bei nicht kastrierten Katern in der Regel aus.
Das ist allerdings die einzige Moeglichkeit, nicht kastrierte Kater welche aelter als ein Jahr sind in einem Haus zu halten.
Ist eine Katze weiblich, die andere maennlich, klappt das Zusammenleben hervorragend, egal ob kastriert/sterilisiert oder nicht, auch wenn diese sich von kleinauf kennen oder nicht Eine Eingewoehnungsphase gibts natuerlich immer falls sie nicht von kleinauf zusammen waren, man muss sich erstmal kennenlernen.
Der Kater wird versuchen, die weibliche Katze staendig zu beschnuppern, was diese, ausser in der Zeit ihrer Rolligkeit) nicht will, also gibts eins mit der Pfote, solange bis der Kater damit aufhoert. Das lernt dieser sehr schnell und er haelt gebuehrenden Abstand von dem weiblichen Tier, wer will schon immer eins auf den Deckel bekommen (ja, Katzen sind auch nur Menschen....).
Alles in Allem:
Es ist immer besser Katzen nicht einzeln zu halten, Katzen sind Gesellschaftstiere, sie brauchen die Gegenwart einer anderen Katze (ausser es sind 2 nicht kastrierte Kater welche erst nach der Geschlechtsreife zusammen gekommen sind).
Katzen koennen neurotisch werden wenn sie standig alleine leben, besonders wenn es Katzen sind die niemals aus dem Haus kommen, also niemals andere Katzen sehen.
Wer Problemen aus dem Weg gehen will (soweit als moeglich) sollte (wenigstens) 2 Katzen halten, beide sterilisiert/kastriert. Und falls diese auch noch Geschwister sind welche sich von kleinauf kennen ist das besonders empfehlenswert, denn Katzen leiden, wie alle Tiere, wenn sie von ihrer Mutter und ihren Geschwistern weggenommen werden und in ein neues zuhause kommen. Dieser Trennungsschmerz ist wesentlich geringer wenn 2 Geschwister zusammen bleiben.
Gruss Serpico