Tötungen in der Perrera

Diskutiere Tötungen in der Perrera im Tierschutz Forum im Bereich Katzenfreunde; Ana schickt gerade einen neuen Hilferuf. Es gibt derzeit unglaublich viele neue Katzen in der Perrera, viele sterben, bevor sie sie auch nur...
  • Tötungen in der Perrera Beitrag #61
Ana schickt gerade einen neuen Hilferuf. Es gibt derzeit unglaublich viele neue Katzen in der Perrera, viele sterben, bevor sie sie auch nur fotografieren kann. Unter anderen hat sie heute (am Wochenende darf niemand die Perrera betreten) drei Kätzchen geborgen, wieder Flaschis, zwei davon mit schrecklichen Augenentzündungen. Da sie nicht selbst fressen können, muss sie sie in die Tierklinik bringen; sie weiss nicht, wie sie den Aufenthalt finanzieren soll. Wer ein wenig Geld erübrigen kann, soll dies bitte auf unser Vereinskonto unter dem Stichwort 'Rottigerchen' überweisen. Hier sind Coral, Boris und Bela (ich weiss nicht, wer wer ist...)


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  • Tötungen in der Perrera Beitrag #62
Bin gerade etwas deprimiert. Vor nicht mal zwei Monaten haben wir angefangen mit 7 Katzen auf der Website. Wir haben schon einige vermittelt, am Montag kommen die drei nächsten an, aber es werden immer mehr :cry: Jetzt haben wir schon fast 100 on...
 
  • Tötungen in der Perrera Beitrag #63
Ana hat wieder über 20 neue Katzen geschickt. Sie bittet ganz dringend um Hilfe für Sally:

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Sie schreibt: Sally ist 1-2 Jahren alt. Ich glaube, sie ist ein Mädel. Sie braucht dringend Hilfe, sie ist gerade erst in die Perrera eingeliefert worden und sie ist verzweifelt. Sie frisst nicht und wenn das der Fall ist, erkranken und sterben die Katzen rasch. Sally braucht dringend Paten, die ihr aus der Tötung helfen und sie braucht ein schönes Zuhause!
 
  • Tötungen in der Perrera Beitrag #64
Und schon zu spät, Sally hat das Wochenende nicht überlebt :cry: Ana ist förmlich am Boden zerstört, sie hätte die kleine Maus so gern rausgeholt, aber sie hatte keinen Platz. Und heute wieder viele Neuzugänge, darunter viele Babys und viele kranke Katzen :cry:
 
  • Tötungen in der Perrera Beitrag #65
Das ist das Traurige daran, dass solche schönen, lieben Katzen
sich aufgeben und dann keine Chance haben.

Es tut mir sehr leid um Sally, sie ist jetzt an einem anderen Ort,
an dem sie nicht mehr leiden muss.

Es werden immer mehr und mehr Katzen, die dort Hilfe brauche,
gerade die kranken und die ganz jungen. Jede Hilfe ist aber dann
nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Es muss doch verhindert werden, dass es immer mehr Tiere werden.
Werden weiterhin auch Kastrationen durchgeführt?

Helfen kann man auch von hier aus nur im Einzelfall, aber in der
Vielzahl der Fälle ist man nur noch erschüttert und hilflos.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Tötungen in der Perrera Beitrag #66
DAS IST GRAUENVOLL!!!!!!. Aber ich muß ebenfalls betonen, das unsere Tierheime voll sitzen mit Katzen und deren Kinder hier aus Deutschland, die ebenfalls auf eine Vermittlung warten. Und das "schlimme" ist, das durch sogenannte "schwarze schafe", die die tiere aus dem ausland, ohne impfung und ohne ärztliche versorgung mitbringen, unsere freigänger mit tödlichen krankheiten infizieren können. Damit mein ich nicht Dich! Schatz. Aber es ist so. LG Diana

:cool:KASTRATION ist die einzige Antwort!!!!!!!!!!!!!!!
 
  • Tötungen in der Perrera Beitrag #67
.. wirklich grauenvoll das Ganze - wo doch jedes Individuum Grundrecht auf unversehrtes Leben hat ...

Habt Ihr wenigstens eines der drei Kitten von neulich (Russians "Patenschaft") durchbringen können?

Möglichst aufmunternde Grüße ...
 
  • Tötungen in der Perrera Beitrag #68
Ja, es ist Herbst und die Tierfänger sind wieder unterwegs... :evil:

Ich finde es schwierig, pauschal über 'Auslandskatzen' zu sprechen, denn in jedem Land, in jeder Region ist die Situation unterschiedlich. Unsere Schützlinge stammen aus Jerez de la Frontera in der Provinz Cadiz, und nur über diese Ecke werde ich jetzt hier mal schreiben.

Cadiz ist eine sehr arme Provinz mit einer Arbeitslosenquote von über 30% In der Region gibt es viele Grossgrundbesitzer; hier werden viele Kampfstiere gezüchtet, überhaupt lebt die Region immer noch stark von der Landwirtschaft und der Fischerei, der Tourismus kommt nur schwer in Schwung und wenn dann hauptsächlich in gezüchteten Enklaven wie Novo Sancti Petri. Es kommen auch Golftouristen und alle sind sie weit weg von der Wirklichkeit dieses Landes. Wenn man mit dem Bus durch die Provinz fährt, sieht man mehr davon. Man sieht viele Analphabeten, in kleinen Städtchen und Dörfern sitzen die Arbeitslosen den ganzen Tag vor den Cafés - oft haben sie nur einmal im Jahr Arbeit, zur Erntezeit. Es gibt viele Gitanos, die als minderwertig angesehen werden und die kaum Zugang zum Arbeitsmarkt haben; Wanderarbeiter aus Nordafrika - und einfach sehr wenig Arbeit, denn gerade die Fincas, auf denen die Stiere gezüchtet werden umfassen sehr viel Land und kommen mit sehr wenig Angestellten aus. Als Tourist mag man das malerisch finden, es ist wie in Ägypten: die Zeit scheint still zu stehen.

Tiere haben dort keinen Stellenwert, weder Hunde, noch Katzen, noch Stiere, noch Pferde, es sei denn sie sind wirklich wertvoll. Das sind Gebrauchsgegenstände, und genauso werden sie behandelt. Eine beliebte Art, sich der Galgos, also der Windhunde, zu entledigen, besteht daran, sie an einer dünnen Drahtschlinge aufzuhängen, dass ihre Hinterläufe gerade noch den Boden berühren; die Hunde versuchen verzweifelt, auf den Hinterläufen zu tänzeln um nicht zu ersticken, solange bis sie keine Kraft mehr haben und qualvoll zugrunde gehen. Die Leute schauen dabei zu.

Hunde- und Katzenwelpen werden in Einkaufszentren in Glaskästen zum Verkauf angeboten; billige Quengelware für Kinder, die entsorgt wird, wenn sie lästig oder einfach nur älter wird. Kaum jemand bringt seine Tiere zum Tierarzt - Ana beschreibt die meisten Praxen als zu klein, als dass es auch nur eine Tierarzthelferin gäbe. Da sich die Tierärzte auf eine kleine Klientel stützen müssen, sind sie annähernd so teuer, wie in Deutschland. Die Tiere werden selten kastriert und noch seltener geimpft, und wenn, dann nur einmal. Die einzige wirkliche Tierklinik ist in Sevilla, ca. 100 km entfernt.

An die Katzen, die wild auf dem Land leben ist kaum ein Herankommen, zu weitläufig und dünn besiedelt ist dort alles. Zu den riesigen Latifundien hat man keinen Zutritt, und wer versucht, drauf zu kommen läuft Gefahr, einem wilden Rindvieh oder scharfen Wachhunden gegenüber zu stehen. Selten, dass in der Tötung mal eine Kolonie von wilden Streunern landet.

Die Katzen in den Dörfern, Städten und Touristikzentren werden hingegen regelmässig gefangen und in die Tötungsstationen gebracht. Wenn sie grosses Glück haben, landen sie in Auffangstationen, sogenannten Refugios, wo nicht routinemässig getötet wird, wo aber Futter und Betreuung auch sehr sparsam sind. In der Stadt Cadiz gibt es eines, dank der privaten Initiative eines spanischen Tierarztes, in Jerez gibt es nur zwei Perreras, also Tötungsstationen.

Die Katzen in den Refugios und Perreras werden von spanischen Tierschützern betreut und wenn möglich vermittelt. Diese Katzen, so sie nicht vorzeitig sterben, werden alle kastriert. Ein guter Teil des Geldes, den z.B. wir an Ana schicken, wird dafür verwendet. Unsere Arbeit besteht darin, den Spruch der andalusischen Regierung - o.k., diese Katzen sind überzählig, wir bringen sie alle um - umzuwandeln in: 'Wir lassen sie alle kastrieren, damit sie keine eigenen Nachkommen mehr haben und suchen Familien für sie, damit sie ein würdiges Leben führen können.'

Was wir sonst tun können: in Kindergärten und Schulen gehen und versuchen, die Einstellung der Kinder zu ändern. Versuchen, mithilfe von Spenden verbilligt oder Gratiskastras für Privattiere anzubieten (allerdings spendet dafür kaum jemand). Die eine oder andere Strassenkatze fangen und kastrieren lassen. Touristen sensibilisieren: Hallo, liebe Touristen, die niedlichen Kätzchen in eurem Ferienresort sind nur dazu da, damit ihr sie niedlich findet; sobald die Saison vorbei ist und ihr weg seid, werden Tierfänger gerufen um diese zutraulichen Geschöpfchen in die Tötung zu bringen! Damit nächstes Jahr wieder gaaaanz viel Platz ist für neue niedliche Kätzchen! Die dann dasselbe Schicksal erleiden! Und je mehr ihr die Katzen in euren Touristikzentren füttert, desto schneller vermehren sie sich und desto zutraulicher (auch zu Tierfängern) werden sie! Bitte bedenkt die Konsequenzen eures Handelns!

Wer werden sie nicht alle retten können (aber wenigstens können wir es versuchen), aber jede Katze, die wir retten können ist die Mühe wert.

P.S. Sorry, dass es schon wieder so eine lange Antwort ist.
 
  • Tötungen in der Perrera Beitrag #69
Ich betrachtete all diese Tiere ... die Wegwerfprodukte der menschlichen Gesellschaft.
Ich sah in ihren Augen Liebe und Hoffnung, Angst und Schrecken, Trauer und Verrat.
Und ich war voller Zorn.
„Gott,” sagte ich, „das ist schrecklich!
Warum tust Du nicht etwas?”
Gott war einen Moment lang still, und dann sprach Er sanft.
„Ich habe etwas getan, antwortete Er. „Ich habe Dich geschickt.”
Jim Willms, 1999


Für mich ist Tierschutz nicht auf Grenzen beschränkt.
Tierschutz bedeutet für mich, jedem Tier zu helfen, egal in welchem Land.
Ich finde es schrecklich, das Tiere in Spanien getötet werden, nur weil sie da sind.
 
  • Tötungen in der Perrera Beitrag #70
Ach Michaela, leider kenne ich die Praktiken in den südlichen Ländern nur zu gut bezüglich der Tiere. Es ist einfach nur erschütternd und unendlich traurig, das es in solchen Ländern sooo viele Menschen gibt, denen Tiere nichts Wert sind. Dabei sind gerade die Tiere aus den südlichen Ländern so unfassbar liebevoll.

Ich hoffe sehr, das eines Tage die Menschen so viel Verantwortung für ihr Tier übernehmen, das sie sie zumindest kastrieren lassen. Denn nur so kann man in diesen Ländern wie auch in Deutschland Herr der Lage werden.
 
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