Vom Kopf her ist das mir das irgendwie alles klar. Aber es gibt Tage, da muss ich mich mit Medikamenten vollstopfen um es überhaupt bis zum
Tierarzt zu schaffen. Da ist es schon egal, ob das ein Routinetermin ist oder was akutes!
Und wenn ich das mal erwähnen darf: mein gesundheitlicher Zustand "entgleitet" mir auch. Meinem Magen geht es immer schlechter, ich kriege das Untergewicht nicht mehr in den Griff, Darm spinnt auch wieder (Giardien-Test beim Menschen geht ja leider noch nicht wirklich). Und ich habe weder Zeit noch Nerv, mich DARUM auch noch zu kümmern!
Puuuuh, auch wenn ich mich jetzt gleich mal unbeliebt mache.
Das, was du für die Kätzchen machst, ehrt dich. Ich ziehe meinen Hut vor deiner Aufopferungsbereitschaft und deiner Tierliebe.
Aber.
Und ja, jetzt kommt das Aber.
Aber du siehst selbst, dass nun auch die Zeit kommt, in der du DICH schützen musst. Niemandem, auch den Katzen nicht, ist gedient, wenn du dich aufarbeitest und selbst daran kaputt gehst. Dass dich die Situation überfordert, ist keine Schande.
Du hast 4 kranke Katzen zuhause, die dein Leben auf den Kopf stellen. Damit muss man nicht klarkommen.
Man muss kein Held sein, der stark alles erträgt, was ihm vor den Kopf geknallt wird. Aber was du wohl musst, ist Hilfe annehmen.
Die Katzen bringen dich finanziell und gesundheitlich in einen Bereich, der nicht mehr vertretbar ist. Du setzt deine Existenz aufs Spiel und das ist indiskutabel.
Du hast nicht nur den Katzen gegenüber eine Verantwortung sondern auch dir selbst gegenüber, der du gerecht werden musst.
Und auch wenn dir der Schritt schwerfällt, gib die Katzen ab. Nein, sicher nicht alle. Behalte die Katzen, die dir dein Bauch vorschlägt. Du wolltest zwei Katzen, du hast vier, also gib zwei Katzen ab.
Und es ist egal, ob sich das Tierheim zuständig fühlt oder nicht, bring die Katzen da hin, sei ehrlich und sage, dass du nicht mehr kannst und gehe ohne die Katzen wieder nach Hause.
Sicher hast du ein schlechtes Gewissen, aber warum eigentlich?
Du hast den Katzen jetzt mehr als einmal das Leben gerettet, hast ihnen menschliche Wärme und gute Ernährung angedeihen lassen und nun ist es an der Zeit zurück in dein Leben zu kehren und dich selbst auch wieder in den Blick zu nehmen.
Auch Tierheime arbeiten mit guten Tierärzten zusammen, die weiterhin gesundheitlich auf die Katzen achten werden.
Auch in Tierheimen werden die Katzen gern gehabt, gut gefüttert und wenn die Zeit es her gibt, gestreichelt.
Speziell das Tierheim Dachau macht einen vernünftigen Eindruck. Dort werden auch häufig Tiere vermittelt, wie ich gesehen habe, als ich einen Kratzbaum dort abgegeben habe.
Ich weiß, dass der Schritt dir unglaublich schwerfällt, aber ich denke, dass dir an sich auch klar ist, dass das der einzig richtige Schritt sein kann.
Wenn du möchtest, gehe ich mit dir gemeinsam zum Tierheim und wir geben die Katzen gemeinsam ab.
So einen Schritt brauchst du nicht alleine tun, aber ich wünsche dir wirklich, dass du die helfende Hand siehst und diesen Schritt gehst. Dir zuliebe. Und den Katzen zuliebe.
So, und jetzt hoffe ich, dass mein Kopf dran bleibt.