Es gibt Jolli-News und ich muss euch natürlich daran teilhaben lassen. :mrgreen:
Meine Jolli ist nämlich neuerdings eine Freiluftkatze. Am Balkon.
Übrigens hab ich mir, bevor ich mich dazu entschieden habe den Balkon zu vernetzen, gefühlte 200 Threads zu diesem Thema durchgelesen. Und in allen Threads stand, wie einfach und praktisch das doch sei. Quasi überhaupt kein Problem, selbst für...naja...Grobmotoriker wie mich.
Also habe ich das Netz bestellt. Allein das war ja ein unglaublicher Akt, da sich meine Entscheidungsfreudigkeit prompt verflüchtigt hat, als mir klar wurde, dass es die Netze nicht nur in unterschiedlichen Farben, nein, auch in unterschiedlichen Stärken und vorallem mit unterschiedlich großen Löchern zwischen den Fäden gibt.
Ich habe mich schließendlich für ein weißes Netz entschieden. Jolli zuliebe. Sie sieht ja nicht mal Heizungen oder Türen - also wie soll das dann mit einem durchsichtigen Netz klappen??? Es erschien mir einfach fies, auszunutzen, dass sie, hmmm, naja, einfach gestrickt ist. :mrgreen:
Viele Telefonate und Websites später kam das Netz samt Teleskopstangen (welch irreführender Name, nicht wahr? :shock: ), einem seltsam anmutendem Seil und KEINER Bedienungsanleitung bei mir an.
Aber selbst ist die Frau, mich kann nichts stoppen. Folglich habe ich meine schlechtere Hälfte angewiesen, das unsägliche und vorallem völlig unförmige Netz zu dem werden zu lassen, was ich so häufig in diversen Foren gesehen habe.
Ich habe es auch Jolli gezeigt, denn immerhin muss sie damit zurecht kommen. An ihrem neugierigen Schnuffern in Verbindung mit einem "Murrrr" konnte ich erkennen, dass es ihr, wenn sie schon nicht zufrieden ist, zumindest völlig wurscht ist.
Ein guter Ausgangszustand.
Viele Flüche, die ich hier keinesfalls wiederholen werde, später, hing das Netz an Ort und Stelle. Die Stangen, deren Sinn ich nicht wirklich verstehe, waren angebracht, meine schlechtere Hälfte ziemlich am Ende seiner und meiner Nerven - und meine Katz und ich glücklich am Balkon.
Ich auf dem Stuhl, Jolli auf mir.
Ich habe natürlich angemessen auf sie eingeredet, ihr erklärt, dass Schmetterlinge weniger gefährlich sind, als sie im Fernsehen erscheinen, Motten im Endeffekt nur hässliche Schmetterlinge sind, Hummeln fett und damit ungefährlich sind, Wespen bäh sind (Hierbei habe ich sie auch an ihr unschönes Erlebnis mit der letzten Wespe und dem damit verbunden Tierarztbesuch erinnert), Blätter keine wirkliche Gefahr sind, es keinen Sinn hat den Stuhl anzufressen und vorallem, das Wichtigste, das Netz sie eh vor allem schützt, was ihr unangenehm sein könnte.
Jolli meinte "Murrrr", was ich natürlich (klar!) als Zustimmung gedeutet habe.
Prompt in diesem Moment springt ein Flipp (!!!) AUF (!!!) meine Katze! Ein Grashopser. So ein gemeines Tier. Und natürlich eine böse Überraschung, denn dieses Tier hatte ich nicht bedacht und auch meiner Katze nicht erklärt.
Folglich war ja auch völlig klar, dass sie, angesichts ihrer Unwissenheit und der Dreistigkeit des Untieres, völlig überfordert war. Und sich dazu entschieden hat, dem Flipp diesen Sieg zu gönnen - und zu flüchten. Gegen die Scheibe.
Noch eine Kleinigkeit, die ich vergessen habe, ihr zu erklären. Glastüren.
Viele Bestechungsversuche und eine Dreamypackung später, konnte ich meine wilde Jägerin dann doch noch mal davon überzeugen, dass der Balkon keine Ansammlung bösartiger Wildtiere ist und der Flipp zwar grün, aber nicht bösartig ist.
Und JETZT kann Jolli nichts mehr stoppen. Kein Tier ist zu wild. Höchstens zu groß oder auf ihrer Rückseite, was sie natürlich nicht mitbekommt. Zugegeben ist ihr das dann höchst peinlich. :mrgreen:
Aber ein echter Jäger legt sich ja auch nur mit Beute an, die ihm ins Auge blickt! Keine fiesen Angriffe von hinten!
Aber davon erzähl ich euch das nächste mal. :razz: