@ Borealis:
Und bedeutet die Langhaarigkeit dann z.B. dass Sibirer (sind angeblich die erstem Langhaarigen) und Perser nur M4 haben; Ragdolls dagegen M1, M3, und M4? Und setzen sich da nicht einzelne Allele davon durch die dann das Merkmal "Langhaarigkeit" bewirken dürfen? Oder arbeiten die quasi zusammen?
in allen Rassen, bei denen es langhaarige Katzen gibt, kommt M4 am häufigsten vor, in den meisten wurde kein anderes
Allel gefunden. Da natürlich nicht Tausende von Katzen
untersucht wurden, schließt das nicht aus, dass es weitere, seltene Mutationen gibt. Bei Ragdolls wurden neben M4 noch M1 und M3 gefunden. Andere Untersuchungen bestätigten die Ergebnisse.
Wo das M4 das erste Mal auftrat, wurde bisher nicht herausgefunden, aber nach relativ neuen Untersuchungen sind westeuropäische Hauskatzen, Perser und Sibirer sehr nah verwandt, so dass wahrscheinlich ist, dass das Langhaargen schon vor gezielter Rassezucht in die unterschiedlichsten Regionen importiert wurde und vom ursprünglichen
Träger des Gens keine weiteren Spuren blieben. Sonst könnte man nicht erklären, dass auch ostasiatische Rassen, die mit den in Westeuropa entstandenen Katzenrassen nur wenig verwandt sind, dasselbe Langhaargen besitzen.
Für die Langhaarigkeit ist es egal, in welcher Kombination die
Allele M1-M4 vorhanden sind. Entscheidend ist, dass die Katze
reinerbig für Langhaarigkeit ist.
Ich meinte eigentlich ob dann Ragdolls, beispielsweise, alle drei Allele (M1, M3, M4) besitzen, die müssen ja nicht auf dem gleichen Gen sitzen, oder? Sind ja verschiedene Mutationen. Oder steh ich grade am Schlauch *verwirrt_bin*
an einem Genort kommen immer 2
Allele vor, weil es 2 sich entsprechende
Chromosomen mit den gleichen Genorten gibt. D.h. jede Anweisung für die Ausbildung eines Merkmals kommt bei höheren Organismen immer 2 Mal vor. Eine Ragdoll kann also M1/M1, M3/M4, M1/M4 oder jede Kombination der 3
Allele beistzen, aber nie 3 davon.