Die beste medizin in Deinem fall ist - geduld. und zwar sehr viel geduld.
katzen brauchen mitunter extrem lange sich auf jemanden / eine neue situation etc. einzulassen. wenn ich an die entwicklung damals bei jonah oder auch jetzt bei biene denke werde ich da sehr bestätigt.
es hat z.b. jahre (!!!) gedauert bis jonah zum kuscheln kam, bei biene hat es auch sehr lange (auch fast 1 1/2 jahre) gedauert bis man sie streicheln konnte ohne dass sie sofort abhaut oder zuhaut.
jenachdem was vorgefallen ist - Deine kleine hat definitiv ein männer problem, was auch immer in ihrer kindheit vorgefallen ist - sie hat panische angst und die vergeht nicht von heute auf morgen.
ich weiss es ist nicht einfach für Euch aber mit geduld wird die kleine nach und nach mehr vertrauen fassen. deswegen - das ignorieren sofort aufhören. ich schliesse mich den anderen an, das verwirrt das tier nur noch zusätzlich! und sie weiss auch nicht warum das auf einmal so ist.
statdessen sollte Dein freund immer mehr in ihr leben treten, anfangs beim fressen bereiten nur daneben stehen, dann auch mal den napf füllen während Du danebenstehst und irgendwann das fressen alleine von ihm geben lassen. auch das klo, er hilft beim sauber machen, er macht es mal mit dir daneben und dann auch mal alleine, dann wieder mit Dir usw....
Das ganze wird wirklich langfristig - die katze hat wahrscheinlich ein trauma und verbindet mit männern nur schlimme dinge, wer weiss was man mit ihr alles angestellt hat!
Zusätzlich helfen kann - neben den bachblüten - auch feliway (vom Tierarzt). manche schwören darauf, manche sagen es sei humbug. ich hab es probiert, es hat meiner meinung nach nichts gebracht, aber ich kann auch nicht sagen was gewesen wäre hätte ich es nicht angewandt. feliway verdampft duftstoffe die der katze ein wohlbefinden geben soll. ähnlich wie unsereins sich gut fühlt wenn uns draussen blauer himmel und sonnenschein empfängt.
Hat Dein freudn eine laute stimme? evtl. schmerz der kleinen die tonlage. oder ist er hektisch? auch das macht katzen mitunter zu schaffen?
er sollte auch versuchen mit der kleinen zu reden, leise und beruhigend, sie ansprechen, ihr irgendwas erzählen, aber nicht versuchen sie zu streicheln oder ihr auf die pelle zurücken, dann verbindet sie seine stimme wieder mit etwas unangenehmen.
wir hatten ganz früher mal einen hund der männer gehasst hat. selbst als mein opa (sein herrchen) abends vom kegeln nach hause kam hat sich der hund vor ihn gestellt und gesagt: DU kommst hier nicht rein! erst als meine oma rauskam und zusammen mit meinem opa reinging war die sache ok. mit mir als kleinem jungen hatte er keine probleme, aber männer scheinen ihn richtig gequält zu haben - und sowas merken sich die tiere.
auch bei meiner damaligen freundin war es mit deren hund ein langer prozess. ich kam aus einem raucherhaushalt und von anfang an konnte der hund mich nicht riechen und hat mich angeknurrt. bis ich nach und nach sein bester freund wurde und irgendwann der zeitpunkt kam an dem ICH zuerst begrüsst wurde und dann erst meine freundin.
toitoitoi!