"Die Seychellois sieht aus wie eine Siam [...] mit Bicolor-Fell - und das ist sie im Grunde auch. Bei CFA und TICA wird sie als Orientalisch Kurzhaar [...] und Orientalisch Langhaar [...] eingruppiert, nicht jedoch in Europa.
In den 1980er-Jahren machte sich die englische Genetikerin Patricia Turner" [Anm.: nach der auch meines Wissens das Turner-Blau der siamesischen Augen benannt ist] "zusammen mit der Züchterin Julie Smith daran, Katzen vom orientalischen Typ mit weißem Fell, Farbflecken und einem einfarbigen Schwanz zu züchten. 1988 stellten sie zwei Katzen mit Namen 'Victoria' und 'Félicité' aus.
Oft ist es schwieriger, die Anerkennung für einen neuen Farbschlag innerhalb einer vorhandenen Rasse zu erlangen, als eine neue Rasse registrieren zu lassen. Dass diese Katzen nicht als Siam durchgehen würde, war klar: Siamzüchter hatten Jahrzehnte gebraucht, um das Gen für Spottes auszumerzen. Eine Anerkennung als Orientalisch Kurzhaar war auch ausgeschlossen, denn die GCCF tolerierte nicht einmal Bicolor-Orientalen. Die FIFe gab diesen Katzen schließlich den Namen Seychellois und bezog sich damit auf die Katzen von den Seychellen, die angeblich zu dieser Rasse anregten, folgte aber auch der Tradition, Abkömmlinge der Siam nach Inseln zu benennen, wie etwa die Balinese und Javanese [...]. In England hingegen hat die GCCF das Anerkennungsverfahren für Orientalisch Kurzhaar Bicolor aufgenommen und schließt Farbschläge mit Points ein. [...]"
Interessanterweise steht aber eine Seite weiter: "[...] Wegbegleiterin: Der Name Seychellois wurde für die Orientalisch Kurzhaar Bicolor vorgeschlagen, bevor sie den vorläufigen Status der GCCF erhielt. [...]"
Quelle: Frith-Macdonald, C.: Die Katze.Ein unverzichtbarer Ratgeber für jeden Katzenfreund, Parragon Books Ltd, Realisation der deutschen Ausgabe: trans texas publishing, Köln, o.J., S. 230/231