Hallo zusammen,
nun möchte ich euch von dem Kater erzählen, den ich noch kaum kenne.
Wir werden ihn wohl übernächstes Wochenende zu uns holen.
Er wurde gefunden, war wohl von einem Auto angefahren, sein Becken war gebrochen. Er landete bei meiner Tierärztin, die ihn flickte und auch kastrierte. Paul ist geschätzte 4-5 Jahre alt und rot, ein wunderschönes Tier! Noch etwas mager. Er "wohnt" notgedrungen im OP-Zimmer. Da er am Fenster klebt, ist anzunehmen, dass er Freigänger war.
Er war schon mal vermittelt in einen Haushalt, in dem noch mehr Katzen lebten -das stresste ihn zu sehr, er wurde zurück gebracht. Scheint eher ein Einzelgänger zu sein.
Als wir ihn besuchten, war nach 10 Minuten das Eis gebrochen und er ließ sich kraulen, er ist also recht zugänglich.
Nun sein Problem.
Das gebrochene Becken ist zu eng zusammen gewachsen, so dass der Durchgang für den Darm nur ganz klein ist, etwa so breit wie ein kleiner Finger. Eine weitere OP will die Tierärztin nicht durchführen.
Deshalb muss sein Stuhl flüssig gehalten werden, sonst verstopft er und muss einen Einlauf bekommen, unschöne Sache für das Tier. Er bekommt täglich eine Mischung aus Paraffinöl, Laktulose und ich glaube Wegerichsamen? Provozierter Durchfall sozusagen. Jeden Abend muss getastet werden, ob sich etwas im Darm staut.
Er wird hier Freigänger sein, das hat sich auch die Tierärztin ausdrücklich gewünscht. Er ist wohl kein Kater, der drinne glücklich werden kann, dazu war er zu lang draußen unterwegs.
Wir wohnen in einem ruhigen Wohngebiet am Städtchenrand mit großen Gärten.
Worüber ich mir nun Sorgen mache: dass er täglich mindestens einmal abends heim kommt, damit er seine Mittel bekommt.
Natürlich lassen wir ihn erst raus, wenn er sich hier völlig wohl und sicher fühlt –was meint ihr wie lange kann das dauern? 4 Wochen, 8 Wochen?
Außerdem habe ich die Idee, ihn auf eine Glocke beim Futtergeben zu konditionieren, mit der ich ihn dann evtl. abends "rufen" kann –so eine hell klingende, laute Metallglocke, dachte ich.
Oder habt ihr eine bessere Idee?
Meine größte Sorge ist, dass er streunern geht und seine Medikamente nicht bekommt und dann verstopft…
Entschuldigt den Roman, aber kürzer ging`s irgendwie nicht.
Ich freu mich auf Tipps!
Liebe Grüße
Johanna