Hallo,
im Grunde hat sich noch gar nichts geändert und das wird es auch nicht, wenn nicht "massiv", d. h. mit Auflagen und Nachkontrollen etwas unternommen wird.
Wenn Du das Vet Amt angeschrieben hast, dann rufe bitte an und frage, ob Dein Schreiben eingegangen ist und wie der weitere Verfahrensweg ist. Wenn sie drumherum reden und dich vertrösten wollen, gleich das nächste Schreiben losjagen. Berichte bitte trotzdem dem Tierschutz.
Ich schreibe Dir hier mal etwas, was eigentlich nicht ins Katzen-Forum gehört aber speziell zu dieser Sache.
Wir haben unser Gartengrundstück neben einem unmöglichen Menschen gehabt, der ständig mit seinen 3 Hunden rumgeschrien hat. Er war Alkoholiker aber kein leiser Trinker. Wir haben beobachtet und nie eingegriffen, weil wir nie gesehen haben, daß er seine Hunde schlägt oder nicht füttert. Bis zu dem Tag, wo er nicht mehr auftauchte. Die Hunde haben schöne Zwinger aber sie waren nur eingesperrt und am 3. Tag haben sie regelrecht gejault da drüben. Wir haben erfahren, daß er im Krankenhaus war und die Hunde von seiner 80-jährigen Mutter versorgt werden. Da sie wahrscheinlich Angst vor den Tieren hatte, hat sie das Wasser aus einer Gießkanne auf den Beton gegossen (es war Sommer und jeden Tag sehr warm) und Futter reingeworfen.
Jeden Abend haben wir eine Leiter an den Zaun gestellt, unsere Enkeltochter ist rübergeklettert und sie hat ihnen von uns Futter und Wasser gebracht. Da das aber kein Zustand auf Dauer sein konnte, denn wir durften ja eigentlich gar nicht dort rein, haben wir den Tierschutz verständigt. Ein Mann und eine Frau sind innnerhalb von 2 Stunden dagewesen, d. h. zur alten Mutter und haben mit ihr die Lage begutachtet.
Sie haben auch meinen Mann, der gerade in unserem Grundstück war befragt und festgelegt bzw. angeordnet, daß ab sofort die Hunde besser versorgt werden müssen und daß auch die Zwinger gründlich gereinigt werden sollten. Da sie selbst zugegeben hat, daß sie das nicht mehr kann, haben sie gefragt mit ihrem Einverständnis, ob wir das für den Zeitraum, bis er aus dem Krankenhaus kommt, übernehmen.
Wir haben es getan und hatten eine ganz schöne Aufgabe, denn alle 3 Schäferhunde hatten unwahrscheinlich abgenommen.
Als er aus der Klinik kam, hat er sich sogar bedankt und er war niemanden böse, wegen der Meldung beim Tierschutz.
Nach ca. 4 Monaten ist er verstorben und da ging es wieder los. Alle Hunde sollten ins Tierheim.
Wir hatten uns so an die Hunde gewöhnt und sie liebgewonnen, daß wir sie behalten haben.
Die alte Mutter war heilfroh darüber. Die Schäferhündin hatte damals auch noch Welpen, die wir großgezogen haben und sehr gut vermittelt haben.
Nun haben wir insgesamt 5 große Hunde. Für die Schäferhunde hat sich nichts geändert, sie sind noch in ihrem Garten.
Du siehst, man sollte wirklich nicht zögern. Es geht nun schon lange nicht mehr um deinen Arbeitskollegen, es geht um den Hund.
Den Tierschutz verstehe ich nicht, daß die das abwimmeln und ans Vet Amt übergeben.
Ich weiß, daß es sehr schwer ist, allein aufzustehen und für ein Tier einzutreten aber es wird Dir später viel besser gehen, wenn du siehst, daß es was bewirkt hat.
Vielleicht ist es auch gar nicht gut, einen Termin mit dem Vet Amt zu vereinbaren, nein einfach zur Geschäftszeit hinfahren. Deine Kollegin ist genau die Richtige, da sie es auch gesehen hat also Zeugin ist und auch alles schriftlich belegen kann. Da ihr diese Meldung anonym macht, hat sie doch nichts zu befürchten.
Was ist das denn für eine Hunderasse? Ganz hellhörig werden sie, wenn ihr erzählt, daß er wahrscheinlich schon verhaltensgestört ist und nach Kollegen schnappt, wenn er kurz ausgeführt wird. Denn das kann sogar gefährlich werden.
Also auf geht´s und versucht es nochmal.
Ich drücke euch die Daumen und viel Glück.