Vor der Anschaffung unserer "ersten eigenen Katzen"
informierten wir uns eingehend.
Eigentlich, so erklärte ich meiner besseren Hälfte anfangs
dann, wollte ich "nur mal schauen" gehen, schließlich
haben wir es mit der Anschaffung von Katzen ja nicht eilig.
Und schauen kostet schließlich nichts.
Doch wenn Madame (=moi) sich was
in den Kopf gesetzt hat... :lol:
Fukanos Geschichte:
Fukano bekamen wir im Alter von knapp 15 Wochen von
einer sehr lieben Maine Coon - Züchterin. Er war eins von
sechs Kitten, vier Mädels und zwei Jungen, aus dem Wurf.
Zwei ältere Halbschwestern waren dort auch noch abzugeben.
Eine Maine Coon sollte es also sein. Zumindest die Erstkatze.
Ursprünglich wollte ich lieber ein erwachsenes Tier ("Kitten sind
so anstrengend" :lol

, der Herr bestand aber auf ein Kitten.
Okay.
Ein Kater sollte es sein, darin waren wir uns einig.
Also machte ich mich (mit dem Kopf durch die Wand und das
möglichst zeitnah) auf die Suche nach in meinen Augen
geeigneten Züchtern und vereinbarte bei zwei Züchterinnen
Besuche. Die erste Züchterin war die Fukanos, seine "alte
Mama" also.
Wie oben erwähnt gab es 6 Kitten und zwei Jungkatzen zur
Abgabe. Am liebsten hätte ich Fukanos Mutter eingepackt, ein
Goldstück. ;-)
Fukanos Bruder fällt mir zuerst ins Auge, ebenfalls brown
tabby,
aber mit weißer Stupsnase. Der einzige bereits Vergebene.
Sein kleinstes Schwesterchen ist ein Wirbelwind, aufgedreht,
anhänglich, spielfreudig, lieb, aber für mich zu anstrengend.
Dann sehe ich ihn. Zurückhaltend, mit Sicherheitsabstand, aber
mit großen Augen und neugierigen Blicken beobachtet er, wie
die Fremde mit seinen Geschwistern spielt, tollt, sie durchkrault.
Fukano rechts
Aus der Entfernung hebt er immer wieder die Pfoten, um die
Feder am Ende des Spielseils zu erhaschen, zu putzig. Als ich
auf ihn zugehe, schaut er zwar verunsichert (seine "alte Mama"
erklärte, dass er das größte Sensibelchen sei, das dieses Wurfes
und überhaupt das Sensibelchen all ihrer bisherigen Kitten
schlechthin - bei den Leuten, die vorher da waren und seinen
Bruder ausgesucht haben, hatte er sich versteckt), kommt aber
schließlich langsam und vorsichtig her und legt sich zu mir.
Und schläft eiskalt. :lol:
Das wars. Den wollte ich. Keinen anderen. Anfang der nächsten
Woche wollte ich mit meiner besseren Hälfte nochmals
vorbeischauen. Zwischenzeitlich waren wir auch in der anderen
Cattery, um uns ein wunderschönes black-
silver-
torbie Mädel
anzuschauen. Aber im Kopf war nur Fukano. Und Schatz wusste,
er würde mich nicht mehr davon abbringen. Also besuchten wir
ihn, seine Geschwister und Halbgeschwister, seine Mama, seine
Tante und seinen Papa. Auch Schatz wusste direkt: den wollen
wir. Zehn Minuten später unterschrieben wir den Vertrag.
Es dauerte schließlich zwar noch vier Wochen, bis unser Baby
bei uns einzog (seine alte Mama hat ihn zu uns gebracht und ob
der Anhänglichkeit ihres Hypersensibelchens sich kaum trennen
können), doch hier angekommen, fühlte er sich überraschend
schnell Zuhause (mehr dazu, die Ausführungen sind doch schon
sehr lange, im Thread
Bei Armitage Zuhause... =) ).
Die anhängliche Quatschkatze am ersten Geburtstag
Mayons Geschichte:
Natürlich waren wir uns im Klaren darüber, dass Fukano nicht
lange alleine bleiben soll, sondern nach einer Eingewöhnungszeit
an die neue Umgebung und uns einen Spielkameraden bekommen
soll.
Nun, eine weitere Katze (Maine Coon?) aus einer Cattery oder
eine Katze aus dem Tierschutz? Auf jeden Fall sollte es noch ein
Kater werden.
Und zwar in rot oder weiß (Mayon ist schwarzweiß, so viel zum
Thema "keine Kuhkatze" :lol

.
Tja, die Frage erübrigte sich sehr schnell, als ich im Internet auf
ein Foto von Mayon traf.
Tierhilfe 4 Happy Paws, Sinzig (Bayern).
Ich sah das Foto, schaute Schatz mit großen Funkelaugen an
und zeigte ihm das Bild. "Der isses!" Da wars rum. Wieder. :lol:
Wir setzten uns mit der Tierhilfe in Kontakt. Es stellte sich heraus,
dass es sich um eine Tierschutzorganisation handelt, die Katzen
in Deutschland, aber auch aus dem Ausland vermittelt.
Mayon saß in Portugal in einer Tötungsstation.
Bereits wenige Tage später kam er nach Deutschland.
Wie man ein so liebes Tier in einer Tötungsstation abgeben
kann, ist mir bis heute rätselhaft.
Der junge Langhaarmixmann mit dem süßen schwarzen
Schnäuzchen ist ein Schoßwärmer, eine furchtlose, selbstsichere
liebe Schmusebacke, die seinesgleichen sucht.
Lediglich die Macke, mir sämtliches Gemüse von der Arbeitsplatte,
Toasts aus der Packung oder selbst Grießnockerl aus dem Topf zu
stibitzen und die Beute rotzfrech (!) auf unserem einzigen Teppich
im Wohnzimmer vor unseren Augen zu verspeisen, die werden wir
nicht aus ihm raus bekommen. Aber das nehmen wir gerne in Kauf. ;-)
Wir hätten den beiden wahrscheinlich kaum einen größeren
Gefallen tun können, als sie sich finden zu lassen. Die zwei Kater
sind ein Herz und eine Seele und verstanden sich bereits nach
den ersten paar Tagen nach Mayons Einzug prächtig. Sie toben
viel miteinander, kuscheln und putzen sich gegenseitig und
schlafen immer entweder an Mama oder Papa oder aneinander
gekuschelt.
Ja,
so lässt es sich leben...
Grüße,
Armitage