Hallo,
irgendwann, vor ca. 4,5 Jahren rief mich meine Freundin an, und "verschrieb" mir nach langer, katzenloser Zeit meinen Roger.
Er war ein Notfall, sein Besitzer verstorben. Er war auf einer Pflegestelle und kam überhaupt nicht zurecht.
Er hat die anderen Katzen gebissen und sollte schnellstens weg.
Einzelkatze, reine Wohnungshaltung, Heilige Birma??? Ich habe dann erstmal im I-net geschaut, was das denn für eine Rasse ist.
Meine Freundin: das ist genau die richtige Katze für dich!!
Da mein Mann ja wusste, dass ich Katzen liebe, sagte er schnell: ist o.k.!
Mein Mann und ich fuhren also nach Köln zu dieser Pflegestelle.
Wir rein und ich nur: da gefällt mir keine einzige Katze.
Dann kam Roger zur Tür reingestiefelt. Er schaute mich an und es war um mich geschehen. Mein Mann lachte nur und meinte: alles klar.
Roger kam sofort zu mir und ließ sich streicheln. Als ich aufstand, ist er sofort in die mitgebrachte Transportbox rein. Er fuhr mit uns nach Hause.
Er war und ist bis heute ein superlieber Traumkater.
Er lebte 2,5 Jahre als Einzelkatze bei uns und machte einen sehr zufriedenen Eindruck. (Heute weiß ich es besser)
Im Sommer vor 3 Jahren kam dann Mini.
Mein Mann hatte Nachtschicht und druckste schon 2 Tage komisch rum.
Freitags nach dem Aufstehen kam er dann und meinte: Duuuhuuu, kann man ein kleines Kätzchen, das erst einen Tag alt ist durchbringen???
Er erzählte mir dann, dass in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag eine der verwilderten Katzen auf dem Betriebsgelände in einem Karton ein Junges bekommen hätte.
Genau diesen Karton holten die Mitarbeiter aber aus dem Regal.
Die Mutterkatze ist abgehauen und hat Mini liegen lassen. Die Kollegen haben den Karton ausgeräumt, eine Decke reingelegt und ein Loch reingeschnitten. Dann den Karton wieder ins Regal.
Aber die Katze hatte dann, an einer anderen Stelle, noch 3 Junge zur Welt gebracht und Mini nicht geholt.
Nach einem Tag robbte dieses kleine Wesen im Gang herum und schrie nach seiner Mama.
Ich rief meine Freundin an und schilderte ihr die Situation.
Wir sind sofort losgefahren und haben die kleine geholt. Sie war schon ganz kalt und hatte Fliegenlarven in den Augen. Noch schnell zum Fressnapf und Aufzuchtmilch gekauft und dann zu meiner Freundin.
Unterwegs habe ich die Miez massiert und sie hatte auf jeden Fall die Kraft an meinem Finger zu nuckeln.
Bei meiner Freundin kam sie sofort unter eine Wärmelampe. Sie hat ihr erstes Fläschchen bekommen und dann friedlich gepennt.
Dann haben wir uns 6 Wochen immer abgewechselt, damit wir auch mal nachts schlafen konnten. Mini war eine Kämpfernatur. Sie hatte zwar öfter Verstopfung (heute weiß ich, es lag an der Milch), aber sonst hatten wir keine Probleme. Es war aber trotzdem ein harter Kampf.
Unser Roger hat natürlich komisch geschaut, als dieses kleine quiekende Wesen das erste Mal auf ihn zukam. Mini hat es immer sehr genossen, sich in seinem weichen Fell zu vergraben.
Nach 6 Wochen sollte Mini zu meiner Freundin ziehen. Als sie dann weg war, war Roger so gar nicht froh, wieder alleine zu sein. Er suchte Mini und war komisch.
Nach einer Woche kam Mini wieder zu uns zurück und seitdem sind die beiden ein Herz und eine Seele. Oder
wie mein Mann sagt: der Schöne und das Biest.
So, das war jetzt eine lange Geschichte
Grüße fuzzy