Das Problem besteht darin, dass viele gängige
Coronavirentests "FIP-Tests" genannt werden,
was jene Verständigungsschwierigkeiten zur
Folge hat.
Ein positiver Titer an Coronaviren sagt nur
darüber etwas aus, dass die Katze diese Viren
in erhöhtem Maße in sich trägt.
Man sagt, je höher der Titer, desto kürzer
liegt der letztmalige Kontakt mit dem Virus zurück.
Ein negativer Titer bedeutet demnach nur, dass
die Katze entweder bisher noch keinen Kontakt
mit dem Erreger hatte, oder dass dieser lange
zurück liegt.
Es gibt allerdings keinen Test, der feststellen kann,
ob ein Tier, das Coronaviren in sich trägt, auch
deren Mutation in sich trägt, die die Bauchfell-
entzündung verursacht.
FIP bricht deshalb also lange nicht bei jeder
CoV-positiven Katze aus, sondern entsteht, wenn
die Viren mutieren, in die Blutbahn gelangen und
sich an den großen Fressezellen festsetzen, wo
sie sich vermehren.
Dann entsteht die Peritonitis.
Die feline infektiöse Peritonitis zeichnet sich durch
eine rasche Verschlechterung des Allgemein-
zustandes des Tieres aus.
Bei der trockenen Variante gibt es nur
Ansatzpunkte zur Diagnose FIP durch genaue
Beobachtung des Zustandes des Tieres, bei der
sog. feuchten / nassen Variante gibt es
inzwischen einige Möglichkeiten, FIP ziemlich sicher
auszuschließen oder zu diagnostizieren, wie die
Rivalta-Probe oder der Immunfluoreszenztest, oder
besser beides in Kombination mit den Blutwerten,
die in jedem Fall unerlässlich sind, um andere
Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen und
Verläufen auszuschließen.
Grüße,
Armitage
Edit:
In Wiesloch gesht du zur Klinik? Zum Dr. Walla?
Wo kommst du denn her?