euthanasie! wirklich immer nötig?

Diskutiere euthanasie! wirklich immer nötig? im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Warum? Weil das Tierquälerei ist! Sollte ein Tier nicht sterbenskrank sein, DARF der TA ja gar nicht einschläfern. Ich finde es außerdem...
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #21
meine mona hatte pkd. ich habe ihr am ende morphium gespritzt. sie war sehr abgemagert.
alle aussenstehenden haben mir gesagt, du musst sie erlösen!
als sie eines morgens in ihrem erbrochenen lag und unter sich gelassen hatte, haben wir sie in den garten gebracht und haben den Tierarzt verständigt, zum einschläfern.
ehrlich gesagt bereue ich das bis heute!
warum haben wir nicht einfach weitergemacht, ihr telöffelweise futter angeboten. ihr weiter ihre medis verabreicht?.


Warum? Weil das Tierquälerei ist! Sollte ein Tier nicht sterbenskrank sein, DARF der Tierarzt ja gar nicht einschläfern.
Ich finde es außerdem bedenklich, da menschliche Maßstäbe anzulegen. Daß man sein Tier liebt und ihm/ihr
nur Gutes will, versteht sich von selbst. Aber wegen menschlicher Gefühlsduseleien und momentaner Befindlichkeiten ein Tier weiterleiden lassen, um mit sich selbst im Reinen zu bleiben, ist Augenwischerei.

Ich hätte auch gerne, daß meine Katze 30 Jahre gesund lebt und dann friedlich einschläft!
Das Leben ist aber in diesem Punkt oft sehr brutal.

Ausserdem: Wenn man sich wirklich mit allen Konsequenzen auf ein Tier einläßt, gehört diese letzte
Konsequenz unabdingbar dazu! ( Wobei ich aus dem Bauch raus die Bedenken bei einer Euthanasie zumindest nachvollziehen kann!)

Grüße

Burkhard
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #22
Kein Einfaches Thema. Um mal bei den Tieren zu bleiben:

Ich hatte das Glück und musste diese Entscheidung erst einmal treffen. Felix hatte CNI, die wir gut im Griff hatten.

Vier Wochen bevor wir den Schritt gehen mussten, fing er langsam an sich verändern. Es ist schwer zu beschreiben, mehr ein Bauchgefühl. Mir kam es irgendwie so vor als ob er sich von allem verabschiedet.

Dann, es fing am Samstag an, knickte er beim Laufen mit den Hinterläufen ein. Sonntag gegen Abend wurde es schlimmer, er wollte nicht mehr aufstehen. Montag sind wir zum Tierarzt, Blutbild, Infusion. Felix hat alles über sich ergehen lassen. Die Nierenwerte waren nach wie vor nur leicht erhöht.

Wieder Zuhause hab ich ihn auf eine Decke gelegt, ihn zum Futter und Wasser getragen.

Dienstag stand die nächste Infusion an, er kam nicht mal von der Decke hoch. Futter und Wasser wurde verweigert. So schnell es ging hab ich Feierabend gemacht, zum Glück war mein Mann zu Hause. Felix hatte sich nicht von seiner Decke gerüht. Da er nicht aufs Klo kam hat er sich eingemacht.

Der ganze Kater war ein Häufchen Elend. Der Blick, den er mir zuwarf war ein - ich leide, lass mich gehen.

Leicht ist und die letzte Fahrt nicht gefallen, wir haben bestimmt 30 min. in der Praxis gestanden und uns die Augen ausgeweint bis wir sagen konnten - ok es ist so weit.

Sein Herz war so schwach, die Spritze war kaum angesetzt da ist er schon auf dem Arm meines Mannes eingeschlafen.

Auch wenn es eine der schwersten Entscheidungen war, ich würde es jederzeit wieder tun. In meinen Augen der größte Dienst den wir einem Tier erweisen können.

Leider können wir bei Menschen diese Entscheidung nicht treffen, wenn ich in die Lage komme sind die Gesetze hoffentlich so weit, das mir unnötiges Leiden erspart werden darf.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #23
schmerzen können gelindert werden. z.b. mit morphium.
um Schmerzen zu lindern bedarf es aber auch der Information ob die Linderung erfolgreich ist, und die bekommt man von Tieren leider nicht.
Meine Tiffy hatte ein bösartiges Adenokarzinom, das bereits die Atmung erschwerte und auch Cortison half nicht mehr, hätte ich dem Tier beim ersticken zusehen sollen.?
Human ist für nicht ein leidvolles Leben mit Medis zu verlängern, sondern ein qualitatives Leben zu ermöglichen.
Wenn das nicht mehr gegeben ist, habe ich Pflicht mein Ter nicht leiden zu lassen.
Es braucht Kraft und Mut zu kämpfen, aber auch sich geschlagen zu geben, und eines werde ich niemals zulassen, das mein Tier auch nur einen Tag für mich lebt, wenn dies nicht mehr möglich ist


In todkrankes Tier wird in der Natur kein Morphium suchen, es zieht sich zum Sterben zurück.
Diese Möglichkeit hat es in menschlicher Obhut nicht, aber deshalb habe ich nicht das Recht mit allen Mitteln einen Kampf zu führen, wenn keine Aussicht mehr besteht und mein Tier ihn bei freier Entscheidung niemals führen würde
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #24
Ich hätte auch gerne, daß meine Katze 30 Jahre gesund lebt und dann friedlich einschläft!
Das Leben ist aber in diesem Punkt oft sehr brutal.

Ausserdem: Wenn man sich wirklich mit allen Konsequenzen auf ein Tier einläßt, gehört diese letzte
Konsequenz unabdingbar dazu! ( Wobei ich aus dem Bauch raus die Bedenken bei einer Euthanasie zumindest nachvollziehen kann!)

Grüße

Burkhard
hallo burkhard,
das ist deine meinung. meine ist eine andere.
ich bin nicht realitätsfern! das das leben brutal ist, weiß ich. besonders die finale phase des lebens.
meine konsequenz ist eine andere.
wie ich ja schon geschrieben habe.
liebe grüsse
melanie
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #25
für mich ist die spritze nicht human.
palliative versorgung ist human, für mich.

da ich bisher keinerlei medikamente hatte die schmerzen gelindert haben
würde ich die spritze sofort nehmen wenn es sie gäbe
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #26
ich schreibe mit ruhigem Gewissen ja, denn jede Verlängerung des Leidens ist nur eine Krücke, die manche nutzen um sich nicht entscheiden zu müssen.

Euthansie ist der sanfte Tod und ich werde auch weiterhin diese Entscheidung treffen wenn sie getroffen werden muss.

Wenn Medikation nur noch zur Lebenskrampfverlängerung dient, ist das kein Dienst am Tier.



lg
Verena
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #27
Sorry für OT, aber... VERENA!!! Du bist ja mal wieder da *freu* :-D
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #28
Hm, schwere Frage.

Ich glaube, dass es eigentlich überhaupt kein "natürliches" Sterben mehr gibt, denn wir Menschen haben bereits, egal ob bei Mensch oder Tier, bereits vorher in den Prozess des Lebens eingegriffen und damit den eigentlich Zeitpunkt des Todes verändert.
So ist z. B. das berühmte "Organversagen" häufig die Folge der vorangehenden Schmerztherapie.
So wäre es wohl so, dass sich ein Tier mit starken Schmerzen in der Natur zum Sterben wesentlich früher zurückziehen würde, in unserer Realität jedoch mit Schmerzmitteln am Sterben gehindert wird. Demnach ist bereits hier die Natürlichkeit genommen.

Dass ich mich dann für die Euthanasie entscheide, ist eigentlich nur der folgerichtige Schritt der "Schmerztherapie", da ich dem Tier die eigene Entscheidung des Todeszeitpunktes schon im Vorfeld entrissen habe. Es wird also nur meiner Verantwortung gerecht, wenn ich bis zum Ende weiter behandle.

Auch finde ich hier eine Vermischung von Mensch und Tier schwierig. Ich spreche einem Tier sicher nicht das Denkvermögen ab, aber ich glaube nicht, dass eine Reflexion bzgl. eschatologischen Hoffnungsschüben stattfindet - konkret, ich glaube nicht, dass ein Tier Angst vor dem Tod hat. Es empfindet Schmerz und jener Schmerz soll beendet sein. Der Tod ist dabei, aus meiner Sicht, eine Folge, die das Tier als eben solche Beendigung wahrnimmt.
Es sind wir Menschen, die hier Begriffe wie "Würde" einbringen. Weil wir entscheiden, was würdig ist, also was uns angemessen im Rahmen des Sterbens erscheint.

Ich persönlich habe noch keinen Menschen "in Würde" sterben sehen. Der Tod ist verbunden mit Peinlichkeit, Schmerz, körperlichen Reaktionen, die nicht beherrscht werden können. Und vorallem mit Wissen um das Sterben.
Der Tod ist ein Kampf zwischen Körper und - im Falle des Menschen - Geist. Was nicht heißt, dass ein Tier diesen Lebenswillen nicht besitzt, aber ich glaube, dass das Beenden der Schmerzen ohne Wissen um den Tod eine andere Dimension besitzt.
Jeder Mensch hat Vorstellungen darüber, wie das Sterben sein wird und über das, was danach kommt - auch wenn das ein Nichts ist.
Diese Vorstellungen übertragen wir auf unsere Tiere. Wir sind der Meinung, dass ein Sterben ohne Schmerzen erstrebenswert ist. Dabei sind es die Todesschmerzen, die dem Menschen helfen zu sterben, nämlich den instinktiven Wunsch nachzukommen jene Schmerzen zu beenden. Nicht umsonst flehen Sterbende darum, "dass es aufhört". Dieses "ES" ist der Schmerz.
Genau wie beim Tier auch.
Im Tod sind wir dann eben doch nur haarlose Affen.
Und diese haarlose Affen ertragen den Schmerz des Todes beim geliebten Menschen oder Tier nur schwer. Deshalb definieren sie die Umstände des Todes für andere.
Um es sich leichter zu machen.

Es ist tröstlich, wenn man sich sagen kann, dass jemand "ohne Schmerzen" gestorben ist, dass es "schnell gegangen ist", dass "keine Angst" da war.
Ich will das nicht kleinreden. Es dient und hat damit seine Berechtigung.
Es ist aber nicht die Grundlage darüber zu diskutieren, was würdevoll ist oder was die "richtige" Art zu sterben ist.
Denn vor dieser Diskussion steht dann die Frage danach, was die richtige und würdevolle Art zu leben ist. Wegdämmernd durch Schmerzmittel ist sicher auch nicht das, was man unter einer einzigartigen Seinsbestimmung - und DAS und nur DAS ist Würde - verstehen kann.
Folglich muss ich eigentlich wesentlich früher damit anfangen mich aus dem "Gott spielen" zu verabschieden, wenn ich der Meinung bin, dass der Tod die Natürlichkeit behalten soll, nämlich schon im Moment der Krankheit.
Denn was ist der Tod anderes als eine extreme Form von Krankheit?

Nur leider fehlt dem Tier die Möglichkeit uns das mitzuteilen. Es wird also immer so sein, dass wir zwangsläufig Entscheidungen treffen müssen für das Tier.
Denn auch die Entscheidung das Tier nicht behandeln zu lassen, es nicht einschläfern zu lassen, ist eine Entscheidung. Durch die Übernahme von Verantwortung sind wir zu jeglicher Entscheidung gezwungen.
Diese Entscheidung zu treffen, ist nicht leicht und durch die fehlende Kommunikation wird es nicht einfacher.
Aber im Endeffekt spielt hier auch das eigene Gewissen eine große Rolle.
Der Satz "Ich konnte sie nicht weiter leiden lassen", ist Ausdruck unseres Gewissens und dient uns die eigene Entscheidung zu rechtfertigen.
Damit sage ich nicht, dass die Entscheidung falsch war.
Ich würde sagen, sie war schlichtweg konsequent.


in hospizen und auf palliativ stationen wird würdevoll begleitet. und auch eine grandiose schmerztherapie eingeleitet.

Würdevoll?
Was ist das für dich?
Dass der Mensch im Sterben das Sein, also den Wert nicht verliert, ist klar. Doch was daran macht den Tod würdevoll?
Und WEN begleitet man denn? In den Tod gehen die Menschen allein. Doch der Moment, wo die Angehörigen Trost empfinden lässt, macht es den Sterbenden möglich zu gehen.
Sterbebegleitung heißt eigentlich die Hinterbleibenden (Nö, kein Tippfehler) dazu zu bringen, den geliebten Menschen gehen zu lassen.
Zu verzeihen, zu sprechen um dann miteinander zu schweigen.
Unter anderem. Ich will das hier jetzt nicht ausbreiten, ist ja nicht das Thema.
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #29
yodetta, ich habe nur durch Zufall eben auf deinen Thread gelickt, eigentlich nur um Abzuspannen. Tja, war wohl nicht der richtige Thread :-(. Ist ja aber nicht dein Fehler.
Ich möchte dir nur mal erzählen, was mir in der Nacht zum Donnerstag letzter Woche ergangen ist:
Ich hatte eine (nicht meine) Katze hier, die einen Metallstift in ihr gebrochenes Bein eingesetzt wurde (Cindy..wer sich erinnert).
Am Mittwoch abend stellte ich fest dass es ihr erheblich schlechter ging. Die Besitzerin habe ich sofort angerufen, sie wollte aber erst am nächsten Tag kommen (TÄ). Ich habe sie gefragt ob ich ihr nicht ein Schmerzmittel geben könnte (ein sehr satrkes für den Tiefenschmerz) - ich durfte. Sie lag nur noch auf der Seite und es ging ihr trotz Schmerzmittel stetig schlechter - und ich als Laie, der ich ja nunmal bin, hoffte doch ihr helfen zu können. Dahrer habe ich die TK angerufen und bin hin.
Sie lag bereits im Sterben (ob Blutvergiftung oder was auch immer konnte natürlich nicht bestimmt werden ohne Obduktion).
Als ich in der TK wartete, war sie trotz Schmerzmittel wach, hat sich bewegt, hat einmal gefaucht - als das kam bin ich hinten zum Arzt und habe gefleht er nmuss ihr helfen...ich ahnte schlimmes.
Was soll ich sagen, sie lag wohl scheinbar schon im sterben. Ich war froh ihr den letzten Weg erleichtert haben zu können.
Wenn das schon nzu Hause bei mir der Anfang ihres Todeskampfes war, möchte ich nicht wissen, wie lange sie sich noch hätte gequält.
Nein, defeinitiv ist erlösen in meinen Augen manchmal der bessere Weg und ich hoffe wenn ich mal nicht mehr kann darf ich auch gehen, bevor ich mich stunden-, tage-, wochen-...-lang quälen muss!
Es läuft mir heute noch nach. Ich bin sicher ich habe richtig gehandelt, und der Tierarzt der TK gab mir Recht. Ich bin nur maßlos enttäuscht von der Besitzerin...
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #30
schmerzen können gelindert werden. z.b. mit morphium.
Ich weiß nicht, ich würde sehr gerne ohne Schmerzmittel, die mich umhauen, auskommen. Wenn ich mal wieder so eine Schmerztablette nehmen muß, weil es nicht anders geht, nehme ich sie grundsätzlich abends, weil ich nichts mehr mitbekomme. Das ist nicht das, was ich toll finde. Und am nächsten Tag habe ich statt der Schmerzen die Nebenwirkungen.

ich könnte jetzt fragen, ob es nicht viel schwerer ist, sich gegen die euthanasie zu entscheiden.
das würde nämlich bedeuten das man genau beobachten muß, medis verabreichen muß, das mäulchen befeuchten, usw.! und vorallem muß man das aushalten können und dabei noch ruhig bleiben.
die frage ist, haben wir die zeit dafür? haben wir das geld dafür? HABEN WIR DIE KRAFT?
Wenn ich einen Sinn in einem Kampf sehe, dann habe ich die Zeit und natürlich auch die Kraft dafür. Wegen Geld ist bei mir noch nie ein Tier gegangen, denn lieber verzichte ich auf alles, wenn ich dem Tier damit helfen kann. Meine Katzen, die bisher die Spritze bekommen mußten, haben mir das eindeutig gesagt, dass es soweit ist und ich sie erlösen lassen soll.

Es geht nie darum, ob wir die Kraft haben, sondern ob das Tierchen die Kraft noch hat. Ich würde mir wünschen, sie könnten einfach friedlich einschlafen. Aber das ist leider bei sehr wenigen der Fall.

Ein Tier bis zum letzten Atemzug mit allen möglichen Mittelchen am Leben zu erhalten und es nicht erlösen zu lassen ist in meinen Augen Tierquälerei.


für mich ist die spritze nicht human.
palliative versorgung ist human, für mich.

Nun, wie entscheidest du über die Lebensqualität eines anderen Lebewesens? Wo hört die Lebensqualität einer Katze auf?
Viele Tierhalter vermenschlichen die Tiere - und das ist genau der falsche Weg. Wenn man intensiv mit Tieren lebt, dann kennt man deren Wünsche und auch deren Vorstellung von Lebensqualität und die ist bei den Tieren so individuell wie bei uns Menschen und sie hat ganz andere Schwerpunkte als bei uns.
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #31
Für meine Begriffe hat Eva (streunerhof) den Nagel auf den Kopf getroffen!
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #32
Moin,

ich finde dieses Thema sehr interessant, gerade weil viele doch wieder in die menschliche Richtung abdriften.

Carina (Fundkatze) hat für mich ein wahres Wort geschprochen, ähm geschireben.

Die Natur sieht das eigentlich alles ganz anders vor. Erst wir Menschen haben es für uns so hin gebogen, wie wir es brauchen/wollen.

Nehmen wir doch nur mal das Besispiel eines im Urwald lebenden Affen. Die sind ja sehr schlau und wissen sogar welche Blätter sie gegen Würmer fressen müssen oder welches Pflänzchen für Wunden ist usw.. Sie nutzen Gegenstände um sich das Leben einfacher zu machen.
Aber, bei all ihrer Schlauheit können sie gegen den Tod nichts tun. Sie sterben dann halt, so ist der Lauf des Lebens.
Genau so würde es mit Hund, Katze, Vogel usw. auch passieren, wenn wir Menschen nicht viel früher schon eingreifen würden. Eben bei Krankheiten, wo es ja alle möglichen Mittel gibt.

Was machen denn wir Menschen mit uns? Oh ja, wir nehmen Medikamente, wir transplantieren Organe, wir züchten Ohren, Nasen, Kniescheiben usw., wir bauen Plastikherzen, nur das es uns gut geht. Wir greifen in den Lauf der Dinge ein, mit aller Macht.

Ich habe mehrere Menschen mit Krebs verloren, einen nicht ganz so intensiv, den anderen schon sehr. Es war ein dahinsiechen, kein Leben, nix mit Würde. Übrig blieb eine Hülle mit Knochen, mehr war da nicht mehr. Und ich bin mir sicher, der Eine wäre auch liebendgern früher gegangen, weil es keine Heilung gab. Zumal der Leidensweg bei Krebs schon arg derb ist.

Für mich hoffe ich, dass das in Zukunft einfacher wird, so wie es in vielen Ländern schon ist. Wenn ich gehen will, möchte ich durch eine Spritze sterben oder was auch immer und nicht noch von einer Brücke springen müssen......
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #33
um Schmerzen zu lindern bedarf es aber auch der Information ob die Linderung erfolgreich ist, und die bekommt man von Tieren leider nicht.
Meine Tiffy hatte ein bösartiges Adenokarzinom, das bereits die Atmung erschwerte und auch Cortison half nicht mehr, hätte ich dem Tier beim ersticken zusehen sollen.?
Human ist für nicht ein leidvolles Leben mit Medis zu verlängern, sondern ein qualitatives Leben zu ermöglichen.
Wenn das nicht mehr gegeben ist, habe ich Pflicht mein Ter nicht leiden zu lassen.
Es braucht Kraft und Mut zu kämpfen, aber auch sich geschlagen zu geben, und eines werde ich niemals zulassen, das mein Tier auch nur einen Tag für mich lebt, wenn dies nicht mehr möglich ist


In todkrankes Tier wird in der Natur kein Morphium suchen, es zieht sich zum Sterben zurück.
Diese Möglichkeit hat es in menschlicher Obhut nicht, aber deshalb habe ich nicht das Recht mit allen Mitteln einen Kampf zu führen, wenn keine Aussicht mehr besteht und mein Tier ihn bei freier Entscheidung niemals führen würde
in der regel erkennt man doch ob ein tier schmerzen hat. also die rückmeldung kann man nicht besprechen, aber doch sehen. vielleicht zeigt auch der gesichtsausdruck oder der zu hohe puls das es schmerzen hat.
und wenn man das nicht sieht, woher wollen wir dann wissen ob es sich wirklich quält?
ich möchte mein tier auch nicht für mich am leben erhalten. darum geht es mir in dieser diskusion nicht.

da ich bisher keinerlei medikamente hatte die schmerzen gelindert haben
würde ich die spritze sofort nehmen wenn es sie gäbe
das macht mich wirklich traurig.....:cry:

ich schreibe mit ruhigem Gewissen ja, denn jede Verlängerung des Leidens ist nur eine Krücke, die manche nutzen um sich nicht entscheiden zu müssen.

Euthansie ist der sanfte Tod und ich werde auch weiterhin diese Entscheidung treffen wenn sie getroffen werden muss.

Wenn Medikation nur noch zur Lebenskrampfverlängerung dient, ist das kein Dienst am Tier.



lg
Verena
ich möchte nicht lebensverlängernd wirken. und schon gar nicht aus egoistischen gründen.
ich finde wenn man sich gegen die euthanasie entscheidet ist das sehr wohl auch eine entscheidung.
wer sagt denn das die euthanasie sanft ist?
ich hatte bei mona nicht den eindruck. sie hat bei der beruhigungsspritze laut aufgeschrieen.
ihr herz hat auch nach der zweiten spritze nicht still gestanden.
nein, ganz im gegenteil, für mich war das ein brutaler akt. (was jetzt nichts mit dem handeln des arztes zu tun hat, der war sehr sanft).

So wäre es wohl so, dass sich ein Tier mit starken Schmerzen in der Natur zum Sterben wesentlich früher zurückziehen würde, in unserer Realität jedoch mit Schmerzmitteln am Sterben gehindert wird. Demnach ist bereits hier die Natürlichkeit genommen.

Dass ich mich dann für die Euthanasie entscheide, ist eigentlich nur der folgerichtige Schritt der "Schmerztherapie", da ich dem Tier die eigene Entscheidung des Todeszeitpunktes schon im Vorfeld entrissen habe. Es wird also nur meiner Verantwortung gerecht, wenn ich bis zum Ende weiter behandle.

Auch finde ich hier eine Vermischung von Mensch und Tier schwierig. Ich spreche einem Tier sicher nicht das Denkvermögen ab, aber ich glaube nicht, dass eine Reflexion bzgl. eschatologischen Hoffnungsschüben stattfindet - konkret, ich glaube nicht, dass ein Tier Angst vor dem Tod hat. Es empfindet Schmerz und jener Schmerz soll beendet sein. Der Tod ist dabei, aus meiner Sicht, eine Folge, die das Tier als eben solche Beendigung wahrnimmt.
Es sind wir Menschen, die hier Begriffe wie "Würde" einbringen. Weil wir entscheiden, was würdig ist, also was uns angemessen im Rahmen des Sterbens erscheint.

Ich persönlich habe noch keinen Menschen "in Würde" sterben sehen. Der Tod ist verbunden mit Peinlichkeit, Schmerz, körperlichen Reaktionen, die nicht beherrscht werden können. Und vorallem mit Wissen um das Sterben.
Der Tod ist ein Kampf zwischen Körper und - im Falle des Menschen - Geist. Was nicht heißt, dass ein Tier diesen Lebenswillen nicht besitzt, aber ich glaube, dass das Beenden der Schmerzen ohne Wissen um den Tod eine andere Dimension besitzt.
Jeder Mensch hat Vorstellungen darüber, wie das Sterben sein wird und über das, was danach kommt - auch wenn das ein Nichts ist.
Diese Vorstellungen übertragen wir auf unsere Tiere. Wir sind der Meinung, dass ein Sterben ohne Schmerzen erstrebenswert ist. Dabei sind es die Todesschmerzen, die dem Menschen helfen zu sterben, nämlich den instinktiven Wunsch nachzukommen jene Schmerzen zu beenden. Nicht umsonst flehen Sterbende darum, "dass es aufhört". Dieses "ES" ist der Schmerz.
Genau wie beim Tier auch.
Im Tod sind wir dann eben doch nur haarlose Affen.
Und diese haarlose Affen ertragen den Schmerz des Todes beim geliebten Menschen oder Tier nur schwer. Deshalb definieren sie die Umstände des Todes für andere.
Um es sich leichter zu machen.

Es ist tröstlich, wenn man sich sagen kann, dass jemand "ohne Schmerzen" gestorben ist, dass es "schnell gegangen ist", dass "keine Angst" da war.
Ich will das nicht kleinreden. Es dient und hat damit seine Berechtigung.
Es ist aber nicht die Grundlage darüber zu diskutieren, was würdevoll ist oder was die "richtige" Art zu sterben ist.
Denn vor dieser Diskussion steht dann die Frage danach, was die richtige und würdevolle Art zu leben ist. Wegdämmernd durch Schmerzmittel ist sicher auch nicht das, was man unter einer einzigartigen Seinsbestimmung - und DAS und nur DAS ist Würde - verstehen kann.
Folglich muss ich eigentlich wesentlich früher damit anfangen mich aus dem "Gott spielen" zu verabschieden, wenn ich der Meinung bin, dass der Tod die Natürlichkeit behalten soll, nämlich schon im Moment der Krankheit.
Denn was ist der Tod anderes als eine extreme Form von Krankheit?

Nur leider fehlt dem Tier die Möglichkeit uns das mitzuteilen. Es wird also immer so sein, dass wir zwangsläufig Entscheidungen treffen müssen für das Tier.
Denn auch die Entscheidung das Tier nicht behandeln zu lassen, es nicht einschläfern zu lassen, ist eine Entscheidung. Durch die Übernahme von Verantwortung sind wir zu jeglicher Entscheidung gezwungen.
Diese Entscheidung zu treffen, ist nicht leicht und durch die fehlende Kommunikation wird es nicht einfacher.
Aber im Endeffekt spielt hier auch das eigene Gewissen eine große Rolle.
Der Satz "Ich konnte sie nicht weiter leiden lassen", ist Ausdruck unseres Gewissens und dient uns die eigene Entscheidung zu rechtfertigen.
Damit sage ich nicht, dass die Entscheidung falsch war.
Ich würde sagen, sie war schlichtweg konsequent.




Würdevoll?
Was ist das für dich?
Dass der Mensch im Sterben das Sein, also den Wert nicht verliert, ist klar. Doch was daran macht den Tod würdevoll?
Und WEN begleitet man denn? In den Tod gehen die Menschen allein. Doch der Moment, wo die Angehörigen Trost empfinden lässt, macht es den Sterbenden möglich zu gehen.
Sterbebegleitung heißt eigentlich die Hinterbleibenden (Nö, kein Tippfehler) dazu zu bringen, den geliebten Menschen gehen zu lassen.
Zu verzeihen, zu sprechen um dann miteinander zu schweigen.
Unter anderem. Ich will das hier jetzt nicht ausbreiten, ist ja nicht das Thema.
mit schmerzmitteln hinderst du niemanden am sterben. gerade morphium kann eine atemdepressive wirkung haben....
bis zum ende "weiterbehandeln" deute ich anders.
menschen, die in "würde" sterben? die gibt es. der tod oder der akt des sterbens ist nicht immer grausam. so habe ich gesehen das eine alte dame im kreis ihrer lieben mit einem lächeln eingeschlafen ist. daran war nichts peinliches oder schmerzverzehrtes. jeder stirbt auf seine weise....
den begriff "würde" definiert wahrscheinlich jeder für sich.

der tod ist keine form einer krankheit, sondern für mich, das ende einer krankheit.

der satz: "ich konnte sie nicht länger leiden sehen" ist aber auch ausdruck dafür, das man selbst es nicht mehr aushält. und konsequent ist es dann auch sich gegen die euthanasie zu entscheiden.

was für mich würde ist?
die richtigen zeichen zu erkenn und zu handeln. auf die körperlichen reaktionen bezogen.
dabei zu sein, nach wunsch.
selbstbestimmung. vielleicht ist das das wichtigste.

Nein, defeinitiv ist erlösen in meinen Augen manchmal der bessere Weg und ich hoffe wenn ich mal nicht mehr kann darf ich auch gehen, bevor ich mich stunden-, tage-, wochen-...-lang quälen muss!
Es läuft mir heute noch nach. Ich bin sicher ich habe richtig gehandelt, und der Tierarzt der TK gab mir Recht. Ich bin nur maßlos enttäuscht von der Besitzerin...
das mit "deiner" cindy tut mir sehr leid.
und ja, manchmal ist die euthanasie der bessere weg.

Ich weiß nicht, ich würde sehr gerne ohne Schmerzmittel, die mich umhauen, auskommen. Wenn ich mal wieder so eine Schmerztablette nehmen muß, weil es nicht anders geht, nehme ich sie grundsätzlich abends, weil ich nichts mehr mitbekomme. Das ist nicht das, was ich toll finde. Und am nächsten Tag habe ich statt der Schmerzen die Nebenwirkungen.


Wenn ich einen Sinn in einem Kampf sehe, dann habe ich die Zeit und natürlich auch die Kraft dafür. Wegen Geld ist bei mir noch nie ein Tier gegangen, denn lieber verzichte ich auf alles, wenn ich dem Tier damit helfen kann. Meine Katzen, die bisher die Spritze bekommen mußten, haben mir das eindeutig gesagt, dass es soweit ist und ich sie erlösen lassen soll.

Es geht nie darum, ob wir die Kraft haben, sondern ob das Tierchen die Kraft noch hat. Ich würde mir wünschen, sie könnten einfach friedlich einschlafen. Aber das ist leider bei sehr wenigen der Fall.

Ein Tier bis zum letzten Atemzug mit allen möglichen Mittelchen am Leben zu erhalten und es nicht erlösen zu lassen ist in meinen Augen Tierquälerei.




Nun, wie entscheidest du über die Lebensqualität eines anderen Lebewesens? Wo hört die Lebensqualität einer Katze auf?
Viele Tierhalter vermenschlichen die Tiere - und das ist genau der falsche Weg. Wenn man intensiv mit Tieren lebt, dann kennt man deren Wünsche und auch deren Vorstellung von Lebensqualität und die ist bei den Tieren so individuell wie bei uns Menschen und sie hat ganz andere Schwerpunkte als bei uns.
zum ersten absatz: ich rede doch von der finalen phase. und darin erhält das tier oder der mensch jeden tag die passenden medikamente.
zum zweiten absatz: das deine tiere dir das vermitteln konnten ist beneidenswert. ich konnte das nicht erkennen.
zum vierten absatz: nochmal: ich rede nicht davon ein tier um jeden preis am leben zu erhalten.
sondern vom unterstützen und begleiten.
zum letzten absatz:ich kann nicht über die lebensqualität entscheiden. individuell sind sie mit sicherheit.

Moin,

ich finde dieses Thema sehr interessant, gerade weil viele doch wieder in die menschliche Richtung abdriften.

Carina (Fundkatze) hat für mich ein wahres Wort geschprochen, ähm geschireben.

Die Natur sieht das eigentlich alles ganz anders vor. Erst wir Menschen haben es für uns so hin gebogen, wie wir es brauchen/wollen.

Nehmen wir doch nur mal das Besispiel eines im Urwald lebenden Affen. Die sind ja sehr schlau und wissen sogar welche Blätter sie gegen Würmer fressen müssen oder welches Pflänzchen für Wunden ist usw.. Sie nutzen Gegenstände um sich das Leben einfacher zu machen.
Aber, bei all ihrer Schlauheit können sie gegen den Tod nichts tun. Sie sterben dann halt, so ist der Lauf des Lebens.
Genau so würde es mit Hund, Katze, Vogel usw. auch passieren, wenn wir Menschen nicht viel früher schon eingreifen würden. Eben bei Krankheiten, wo es ja alle möglichen Mittel gibt.

Was machen denn wir Menschen mit uns? Oh ja, wir nehmen Medikamente, wir transplantieren Organe, wir züchten Ohren, Nasen, Kniescheiben usw., wir bauen Plastikherzen, nur das es uns gut geht. Wir greifen in den Lauf der Dinge ein, mit aller Macht.

Ich habe mehrere Menschen mit Krebs verloren, einen nicht ganz so intensiv, den anderen schon sehr. Es war ein dahinsiechen, kein Leben, nix mit Würde. Übrig blieb eine Hülle mit Knochen, mehr war da nicht mehr. Und ich bin mir sicher, der Eine wäre auch liebendgern früher gegangen, weil es keine Heilung gab. Zumal der Leidensweg bei Krebs schon arg derb ist.

Für mich hoffe ich, dass das in Zukunft einfacher wird, so wie es in vielen Ländern schon ist. Wenn ich gehen will, möchte ich durch eine Spritze sterben oder was auch immer und nicht noch von einer Brücke springen müssen......
mir geht es aber doch nicht darum die gesamte medizin in frage zu stellen.
um ehrlich zu sein bin ich ganz froh, nicht im steinzeitalter zu leben.
es gibt heutzutage so gute medikamente die unterstützend wirken....in der finalen phase.

ich kann wirklich kaum glauben, das es hier so viele gibt, die den tod durch eine spritze, dem natürlichen tod, vorziehen.
so stirbt man doch nicht.
 
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  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #34
ich kann wirklich kaum glauben, das es hier so viele gibt, die den tod durch eine spritze, dem natürlichen tod, vorziehen.
so stirbt man doch nicht.

Doch, so kann man sicher besser sterben.

Ich weiß nicht, wieviele Erfahrungen du persönlich schon mit deinem eigenen - möglichen - Tod hast. Ich habe zwei Nahtoderfahrungen und ich WEIß, dass ich - wenn es denn dann mal soweit sein wird - eine Spritze vorziehen würde.
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #35
Doch, so kann man sicher besser sterben.

Ich weiß nicht, wieviele Erfahrungen du persönlich schon mit deinem eigenen - möglichen - Tod hast. Ich habe zwei Nahtoderfahrungen und ich WEIß, dass ich - wenn es denn dann mal soweit sein wird - eine Spritze vorziehen würde.

Ich brauche keine Erfahrung.. Ich muss mir nur Menschen angucken, die an ihr Bett gefesselt sind, durch Maschinen am Leben erhalten werden, gefüttert, gewickelt, gewaschen werden müssen! Das ist für mich kein Leben! Das ist entwürdigend! Und wenn noch Schmerzen dazu kommen sag ich auch ganz klar: Ich würde für mich die Spritze wählen!

Genauso will ich meinen Tieren nicht zumuten Schmerzen ertragen zu müssen, oder vor sich hin dämmern unter Morphium und auf den Tod "warten"..

Darf ich dich fragen was du in Sonics Fall getan hättest?

Hoffe die Verlinkung war ok und ich habe es richtig gemacht! Wenn nicht sagt es bitte, dann lösch ichs sofort!
 
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  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #36
Doch, so kann man sicher besser sterben.

Ich weiß nicht, wieviele Erfahrungen du persönlich schon mit deinem eigenen - möglichen - Tod hast. Ich habe zwei Nahtoderfahrungen und ich WEIß, dass ich - wenn es denn dann mal soweit sein wird - eine Spritze vorziehen würde.
ich persönlich glaube nicht das es sich so besser stirbt. hängt vielleicht mit meinem glauben zusammen.

und ich weiß auch nicht ob das wirklich einfacher ist? ist es überhaubt einfach? sollen wir so sterben?
ich habe keine nahtoderfahrung. gott sei dank.
ich habe nur meine überzeugung und meinen glauben. was das sterben betrifft.
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #37
Siehst du, ich glaube nicht, ich weiß.

Glauben ist schön und gut, spreche ich niemandem ab, ich weiß, dass es Menschen gibt, die ohne Glauben keinen Halt im Leben haben.

Aber wenn ich von irgendetwas spreche, dann weiß ich und glaube nicht.

Ich weiß, dass das der Unterschied zwischen unseren Auffassungen ist.

Wie sagte man immer zu mir: Glauben heißt nicht wissen.

Du glaubst, deine Auffassung ist richtig, ich weiß, dass meine Auffassung richtig ist :wink:
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #38
Ich brauche keine Erfahrung.. Ich muss mir nur Menschen angucken, die an ihr Bett gefesselt sind, durch Maschinen am Leben erhalten werden, gefüttert, gewickelt, gewaschen werden müssen! Das ist für mich kein Leben! Das ist entwürdigend! Und wenn noch Schmerzen dazu kommen sag ich auch ganz klar: Ich würde für mich die Spritze wählen!

Genauso will ich meinen Tieren nicht zumuten Schmerzen ertragen zu müssen, oder vor sich hin dämmern unter Morphium und auf den Tod "warten"..

Darf ich dich fragen was du in Sonics Fall getan hättest?

Hoffe die Verlinkung war ok und ich habe es richtig gemacht! Wenn nicht sagt es bitte, dann lösch ichs sofort!
entwürdigend ist es gewickelt und gewaschen zu werden? nein, das sehe ich anders. dann müssten aber viele menschen die spritze bekommen......die durchaus noch lebensqualität haben....und über lebensqualität zu entscheiden ist ja eh so eine sache.....man kann ja immer nur von seinen eigenen vorstellungen ausgehen. oder versuchen sich in den anderen zu versetzen. im besten fall hat dieser seine wünsche verschriftlicht.
zu sonic kann ich nichts sagen. ich glaube ich hätte auch so entschieden. wenn sie eh schon in narkose lag....
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #39
entwürdigend ist es gewickelt und gewaschen zu werden? nein, das sehe ich anders. dann müssten aber viele menschen die spritze bekommen......die durchaus noch lebensqualität haben....und über lebensqualität zu entscheiden ist ja eh so eine sache.....man kann ja immer nur von seinen eigenen vorstellungen ausgehen. oder versuchen sich in den anderen zu versetzen. im besten fall hat dieser seine wünsche verschriftlicht.
zu sonic kann ich nichts sagen. ich glaube ich hätte auch so entschieden. wenn sie eh schon in narkose lag....

Ich sagte ja: Für mich würde ich das so wählen.. Selbstverständlich kann jeder so wählen wie er es will. Ich will nicht von anderen abhängig sein und meine letzten Tage in einem dämmrigen, muffigen Krankenbett dahinsiechen. Aber das ist meine Entscheidung für mich und mein Leben.
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #40
Siehst du, ich glaube nicht, ich weiß.

Glauben ist schön und gut, spreche ich niemandem ab, ich weiß, dass es Menschen gibt, die ohne Glauben keinen Halt im Leben haben.

Aber wenn ich von irgendetwas spreche, dann weiß ich und glaube nicht.

Ich weiß, dass das der Unterschied zwischen unseren Auffassungen ist.

Wie sagte man immer zu mir: Glauben heißt nicht wissen.

Du glaubst, deine Auffassung ist richtig, ich weiß, dass meine Auffassung richtig ist :wink:
es gibt so viele dinge die ich nicht weiß und nicht wissen kann, weil ich sie beispielsweise noch nicht erlebt habe.
ich kann aber eine meinung dazu haben. und eine innere einstellung.
ich glaube im übrigen nicht das meine auffassung für jeden richtig ist (scheinbar momentan für niemanden der sich hier beteiligt ;-) ).
und deine auffassung ist für dich richtig.
das ist ja eine diskusion. in der soll ja jeder seine eigene einstellung äussern.
 
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euthanasie! wirklich immer nötig?

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