Hallo Karl-Heinz / Gunda,
ich verstehe Dich sehr gut und finde es absolut ok, was Du hier schreibst. Es wird kein Vereinsname genannt. Der wo es ließt und sich erkennt, denkt vielleicht mal drüber nach

Ich selbst bin in 5 umliegenden Tierschutzvereinen Mitglied und unterstütze eine Organisation, die Nutztieren Gnadenhöfe bietet.
Von den Tierschutzvereinen bekomme ich regelmässig Statusreports und einer der Vereine hat sogar eine jährlich erscheinende Tierschutzzeitung. Jedoch unterscheiden sich diese Reports extrem. 4 der Vereine berichten von Erfolgen und veranstalten Bazare und Weihnachtsmärkte, wo man auch Sachspenden geben kann, aber ein Verein (der mit dem höchsten Beitragssatz) verschickt nur Jammernachrichten. In den Reports wird in allen Details beschrieben, wie furchtbar Menschen doch sind und dass es kaum mehr tierliebe Leute gibt, sondern nur noch Assoziale.Noch dazu wurde sich darüber ausgelassen, dass sich der Verein um Streuner kümmern soll und das ginge den Verein doch schon mal gar nichts an. Dieses Gejammere und negative Geschreibe geht über 10 Seiten. Gleichzeitig haben sich in der lokalen Tageszeitung Leserbriefe gehäuft von Bürgern, die diesen Tierschutzverein anprangerten, weil sie Hunde und Katzen bei sich aufnehmen wollten, aber die Tiere nicht bekamen. Ein Bekannter von uns wollte einen kleineren Hund. Er wohnt zwar mitten in der Stadt in einer Mietwohnung, aber nur 20m von seiner Wohnung entfernt ist gleich der große Stadtpark und seine Wohnung hat eine wirklich riesige Dachterrasse und die Wohnung selbst ist auch nicht klein. Er wollte einen KLEINEN Hund, keinen Bernhardiner oder sonstwas, aber die Tierschutzorganisation verweigerte ihm den Hund mit der Begründung, dass grundsätzlich keine Hunde in Stadtwohnungen vermittelt werden, sondern nur in Siedlungen oder kleinere Dörfer.... was ist den das für ein Tierschutz? Im Tierheim-Zwinger hat es der kleine Hund dann besser, oder wie? Einer Familie, die 2 Kätzchen wollten, erging es ähnlich. Hier war die Begründung, dass nur Rassekatzen oder Mischlinge in Wohnungshaltung vermittelt werden, aber keinesfalls Europäisch Kurzhaar. Diese würden nur als Freigänger vermittelt... nach diesen Kriterien dürften Stadtbewohner nur Rassekatzen oder Mischlinge besitzen. Als ersten Schritt habe ich den Verein angeschrieben und um Überdenkung der Vermittlungskriterien gebeten und auch darum, sich die Homepages der umliegenden Nachbarorganisationen anzuschauen. Bis jetzt habe ich keine Antwort vom Verein erhalten.
Ich finde es klasse, dass Ihr Euch um die Geschöpfe kümmert, um die sich der Verein nicht kümmern will.