Mein Austritt aus der Tierhilfe - Gründung eines eigenen kleinen Vereins

Diskutiere Mein Austritt aus der Tierhilfe - Gründung eines eigenen kleinen Vereins im Tierschutz Forum im Bereich Katzenfreunde; Ja, das muß ich leider auch machen lassen. Nämlich dann, wenn das Muttertier zu wild ist. Ob es schön ist und ich es gut finde, steht auf einem...
  • Mein Austritt aus der Tierhilfe - Gründung eines eigenen kleinen Vereins Beitrag #21
Es werden weiterhin Muttertiere (zwar nach Absprache mit dem Tierarzt, aber da findet sich ja immer einer der es macht) bis zum letzten Tag der Tragezeit kastriert und ausgeräumt.

Ja, das muß ich leider auch machen lassen. Nämlich dann, wenn das Muttertier zu wild ist. Ob es schön ist und ich es gut finde, steht auf einem anderen Blatt

Es werden keine Streuner (egal ob wild oder zahm) aufgenommen.

Wilde Streuner irgendwo einzusperren ist Tierquälerei. Sicher gibt es viele Streunerkatzen, die man an das Leben mit Menschen gewöhnen könnte. Nur dauert das manchmal Monate. Monate in denen Plätze durch sie belegt sind und Zeit aufgewendet werden muß. Denn es ist harte Arbeit, solche Tiere zahm zu bekommen.

Es werden keine Kastrationsprojekte unterstützt.

Prinzipiell nicht oder nur nach Kassenlage nicht?

Katzenwelpen werden auch schon nach 8 Wochen abgegeben, auch wenn die Mutter auch im Tierschutz verweilt. Weiterhin werden dort auch leider Tiere in Einzelhaltung abgegeben.
Ich kenne keinen TSV, der es sich leisten kann, Tiere länger als unbedingt nötig zu behalten. Hier in den Tierheimen und Tierhilfen werden die Kitten sogar schon mit 6 Wochen abgegeben. Und Einzelhaltung ist auch keine Frage, Hauptsache, den Katzen geht es dort einigermaßen gut. Denn der Platz wird dringend für die nächsten benötigt.

Gunda, auch Tierschutz ist eine Gradwanderung und erfordert jede Menge Kraft und Diplomatie. Das Geld fließt schon seit Jahren nicht mehr so üppig. Und die Notfellchen werden immer schneller immer mehr. Eigentlich steht der deutsche Tierschutz kurz vor dem Kollaps.

Ich habe z.B. bei einer Kastraaktion mal eben auf die Schnelle 3000 Euro verbraten. Immerhin wurden damit 87 Katzen und Kater kastriert und wenigstens einmal im Leben entwurmt. Davon habe ich 1000 Euro selber getragen, obwohl ich mit den Katzen vorher nichts zu tun hatte. Und wir (eine Gruppe von 4 Leuten) versorgen die Katzen nach wie vor noch mit Futter (aus eigener Tasche).

Es hört sich immer alles so schön an. Vereinsgründung, Gemeinnützigkeit, Spenden. Es steht viel zu viel bürokratischer Aufwand dahinter. Viel Zeit geht dafür verloren und diese Zeit fehlt dann bei den Tieren.
 
  • Mein Austritt aus der Tierhilfe - Gründung eines eigenen kleinen Vereins Beitrag #22
EVA leider sind das Tatsachen und du hast absolut Recht, es ist hier alles überall ziemlich genauso!!!
Deshalb meinte ich ja im anderen Fred das ich leider nicht mit mehr helfen kann als etwas Futter usw.
Denn es müßte noch viel mehr sein aber...

Aber trotzdem wünschen wir Karl-Heinz das er etwas davon mit viel Unterstützung umsetzen kann. Der Weg ist das Ziel und mal schauen.
 
  • Mein Austritt aus der Tierhilfe - Gründung eines eigenen kleinen Vereins Beitrag #23
Ob TSV oder nicht Katzenwelpen unter 12 Wochen weiterzugeben finde ich schlimm, sowie Tiere in Einzelhaltung zu vermitteln wenn es sich um Wohnungskatzen handelt.:sad:
 
  • Mein Austritt aus der Tierhilfe - Gründung eines eigenen kleinen Vereins Beitrag #24
Ob schlimm oder nicht schlimm, das steht leider ausser Frage, man muss echt mal weiter denken. Ich helfe schon seit meinem 12. Lebensjahr mit im örtlichen Tierheim es ist garnicht möglich!
Ich hoffe schon sehr sehr lange das sich da etwas ändert aber ehrlich gesagt die ganzen etlichen Jahre hat sich nichts positives geändert m Gegenteil es ist noch härter geworden als in den 90er Jahren.
Aber wenn wir da mal hinkommen das wäre das Größte!
 
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  • Mein Austritt aus der Tierhilfe - Gründung eines eigenen kleinen Vereins Beitrag #25
Ob schlimm oder nicht schlimm, das steht leider ausser Frage, man muss echt mal weiter denken. Ich helfe schon seit meinem 12. Lebensjahr mit im örtlichen Tierheim es ist garnicht möglich!
Ich hoffe schon sehr sehr lange das sich da etwas ändert aber ehrlich gesagt die ganzen etlichen Jahre hat sich nichts positives geändert m Gegenteil es ist noch härter geworden als in den 90er Jahren.
Aber wenn wir da mal hinkommen das wäre das Größte!

Natürlich ist es möglich, wenn man will. Kitten unter 12 Wochen zu vermitteln ist untragbar und so etwas würde ich NIE unterstützen. *Kopfschüttel*
 
  • Mein Austritt aus der Tierhilfe - Gründung eines eigenen kleinen Vereins Beitrag #26
Nee du hast da ja recht aber es ist halt echt nicht anders möglich alles oft überfüllt, zu teuer oder krank, was hat man da als Tierheim für`ne Chance und so hat die Katze ein Zuhause das ist nunmal da eher entscheidend. Die Zustände sind auch nicht gerade sehr Kittenfreundlich .....
Vielleicht gibts mal irgenwann eine Wende
 
  • Mein Austritt aus der Tierhilfe - Gründung eines eigenen kleinen Vereins Beitrag #27
Nee du hast da ja recht aber es ist halt echt nicht anders möglich alles oft überfüllt, zu teuer oder krank, was hat man da als Tierheim für`ne Chance und so hat die Katze ein Zuhause das ist nunmla da eher entscheiden. Die Zustände sind auch nicht gerade sehr Kittenfreundlich .....

Das mag alles sein, wenn es aber nur noch darum geht Kitten zu jung oder Katzen in reine Wohnungshaltung als Einzeltier so schnell wie möglich abzuschieben, dann hat das nichts mehr mit Tierschutz oder gar Tierliebe zu tun.
Ich diskutiere jetzt auch nicht mehr darüber meine Meinung dazu habe ich gesagt und ich finde sowas untragbar und da wiederhole ich mich so etwas würde und will ich NIE unterstützen.
 
  • Mein Austritt aus der Tierhilfe - Gründung eines eigenen kleinen Vereins Beitrag #28
Du hast schon die richtige Einstellung. Liebe Grüße
 
  • Mein Austritt aus der Tierhilfe - Gründung eines eigenen kleinen Vereins Beitrag #29
Ich denke jeder sollte sich und seinem Tierschutz treu bleiben. Ich mache seit 25 Jahren Tierschutz und war in einigen Vereinen aktiv. In einigen bin ich noch als Mitglied, aus anderen bin ich wieder ausgetreten. Nicht immer im Guten.
Natürlich muß man Kompromisse eingehen in einem Verein, man sollte sich selber und seine Einstellung aber nie verraten.
Vielleicht ist meine eigene Tierschutzeinstellung nicht Vereinskompatibel. Vielleicht nehme ich einige Dinge zu genau aber bevor ich mich verbiege, Kompromisse in der tierärztlichen Behandlung eingehe oder in der Vermittlung bin ich raus aus einem Verein.
Gerade Katzen sind in vielen Tierschutzvereinen die Stiefkinder. Es wird bei den Vermittlungen nicht genau hin gesehen, Einzelvermittlungen sind keine Seltenheit. So kann und werde ich nicht vermitteln. Mir ist es egal wenn Interessenten sauer sind weil sie diese eine Katze, die sie sich in den Kopf gesetzt haben, die aber nicht für sie geeignet ist, nicht bekommen. Wenn ein Verein damit nicht leben kann bin ich raus.

Ich mache zur Zeit Tierschutz mit ein paar Tierschutzkolleginnen die die gleiche Einstellung haben wie ich. Ohne Verein, ohne Vorstände die in vielen Fällen eher ihre Profilneurosen pflegen als Tierschutz zu machen. Das hilft den Tieren deutlich mehr, auch wenn wir alles aus eigener Tasche bezahlen und es natürlich deutlich weniger Tiere sind. Die sind aber gut versorgt und werden vernünftig vermittelt.

Gunda, Du hast es schon richtig gemacht.... Allerdings solltet ihr, zwecks Spendenquittungen, einen e.V. gründen....
 
  • Mein Austritt aus der Tierhilfe - Gründung eines eigenen kleinen Vereins Beitrag #30
Ja, Paule, so seh ich das auch.
 
  • Mein Austritt aus der Tierhilfe - Gründung eines eigenen kleinen Vereins Beitrag #31
Wirklich gut gesagt! Und eine ganz realistische Einstellung!
 
  • Mein Austritt aus der Tierhilfe - Gründung eines eigenen kleinen Vereins Beitrag #32
Jetzt sind wir wieder beim Thema, was wünschenswert wäre im Tierschutz und was tatsächlich machbar ist.

Ich mache das alles ja auch auf eigene Kappe, weil ich eben nicht die Kitten mit 6 oder 8 Wochen abgeben will - weil ich sehr darauf achte, welche Katze wohin kommt, ob alles passt - die Zweitkatze, die Menschen, die Umgebung. Weil ich nicht automatisch jede Katze zur Wohnungskatze machen will oder zum Freigänger, sondern individuell die Plätze suche.
Dafür sitzen aber manche Katzen bei mir auch länger. Aber ich muß es nur vor mir und meinem Geldbeutel verantworten - naja und manchmal vor meinem Mann, denn er muß mithelfen und immer mal sparen.

Wir können aber nur eine begrenzte Zahl Katzen hier unterbringen. Die Katzen sollen als glückliche Miezen umziehen und nicht verstört und verschüchtert sein.
Mir bricht es schon manches Mal das Herz, wenn ich sehe, welchen ich NICHT helfen kann.

Wir sollten alle gemeinsam intensiv an der deutschlandweiten Kastrationspflicht arbeiten.
 
  • Mein Austritt aus der Tierhilfe - Gründung eines eigenen kleinen Vereins Beitrag #33
Ich denke jeder sollte sich und seinem Tierschutz treu bleiben. Ich mache seit 25 Jahren Tierschutz und war in einigen Vereinen aktiv. In einigen bin ich noch als Mitglied, aus anderen bin ich wieder ausgetreten. Nicht immer im Guten.
Natürlich muß man Kompromisse eingehen in einem Verein, man sollte sich selber und seine Einstellung aber nie verraten.
Vielleicht ist meine eigene Tierschutzeinstellung nicht Vereinskompatibel. Vielleicht nehme ich einige Dinge zu genau aber bevor ich mich verbiege, Kompromisse in der tierärztlichen Behandlung eingehe oder in der Vermittlung bin ich raus aus einem Verein.
Gerade Katzen sind in vielen Tierschutzvereinen die Stiefkinder. Es wird bei den Vermittlungen nicht genau hin gesehen, Einzelvermittlungen sind keine Seltenheit. So kann und werde ich nicht vermitteln. Mir ist es egal wenn Interessenten sauer sind weil sie diese eine Katze, die sie sich in den Kopf gesetzt haben, die aber nicht für sie geeignet ist, nicht bekommen. Wenn ein Verein damit nicht leben kann bin ich raus.

Ich mache zur Zeit Tierschutz mit ein paar Tierschutzkolleginnen die die gleiche Einstellung haben wie ich. Ohne Verein, ohne Vorstände die in vielen Fällen eher ihre Profilneurosen pflegen als Tierschutz zu machen. Das hilft den Tieren deutlich mehr, auch wenn wir alles aus eigener Tasche bezahlen und es natürlich deutlich weniger Tiere sind. Die sind aber gut versorgt und werden vernünftig vermittelt.

Gunda, Du hast es schon richtig gemacht.... Allerdings solltet ihr, zwecks Spendenquittungen, einen e.V. gründen....

Danke.... genau das ist meine Einstellung.... Du wohnst in Tecklenburg??? Ist ja nicht wirklich weit von hier. Freue mich immer darüber Menschen kennen zu lernen die Ihrer Einstellung treu bleiben, auch wenn es manchmal schwer ist.

Aber bis jetzt habe ich alles geschafft, zusammen natürlich mit Freunden, was ich erreichen wollte.

Wegen den Spendenquittungen muss ich mich noch schlau machen... aber bis dahin dauert es eh noch ein wenig. Wir wollen das auch nur mit ganz wenigen Leuten machen, denn umso mehr Leute umso mehr Theater
 
  • Mein Austritt aus der Tierhilfe - Gründung eines eigenen kleinen Vereins Beitrag #34
Eva, Du hast Recht. Es ist schwer zu begreifen das man nicht jedes Tier retten kann. Trotzdem muß man es irgendwann einsehen. Das Elend ist so groß, die Hilfe die man bieten kann ist immer nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Aber jedes einzelne gerettete Leben ist es wert.
LIEBER WENIGE GUT VERMITTELT ALS VIELE IHREM SCHICKSAL BEI NEUBESITZERN ÜBERLASSEN VON DENEN MAN NICHT ÜBERZEUGT IST.
Viele begreifen nicht, das man auch nach der Vermittlung immer noch verantwortlich ist für diese Tiere denn man hat sie nun mal in die Obhut der neuen Besitzer gegeben. Sie konnten es nicht selber entscheiden.

Gunda, ja es ist schwer, denn man hat in jeden Verein viel von sich selber rein gesteckt. Die Enttäuschung ist jedes mal groß wenn man feststellt, es passt nicht. Der Tierschutzgedanke ist nicht der eigene.
Gerade bei dem letzten Verein aus dem ich ausgestiegen bin, bei dem ich auch Gründungsmitglied war, ist auch eine fast 20 Jahre alte Freundschaft auf der Strecke geblieben.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Mein Austritt aus der Tierhilfe - Gründung eines eigenen kleinen Vereins Beitrag #35
Wir sollten alle gemeinsam intensiv an der deutschlandweiten Kastrationspflicht arbeiten.

Daran arbeiten wir hier schon lange... in einigen Gebieten geht es ja gut voran. Lemgo, Barntrup, Bremen.... aber hier im Osnabrücker Land tut sich einfach nix.

Wir werden jetzt mal den Weg von Lemgo einschlagen. Mal sehen ob wir so weiter kommen. Die Vereine hier sammeln nur Unterschriften und mehr geschieht nicht. Lemgo hat nicht einmal Unterschriften benötigt sondern nur einen Bürgerantrag.
 
  • Mein Austritt aus der Tierhilfe - Gründung eines eigenen kleinen Vereins Beitrag #36
*DAUMEN HOCH*
 
  • Mein Austritt aus der Tierhilfe - Gründung eines eigenen kleinen Vereins Beitrag #37
Ja Cathrin, das gehört auch dazu.

Ich habe zwar nicht mehr zu allen einen engen Kontakt, aber ich wurde bisher zweimal informiert, als ein ehemaliges Notfellchen gestorben ist. Es war nicht überraschend, beide wurden nur mit Vertrag vermittelt, ohne Schutzgebühr, da krank.

Zu vielen habe ich aber immer noch regelmässig und teilweise sogar engen Kontakt und es haben sich sogar einige Freundschaften dadurch ergeben.

@Gunda: eine bundesweite Kastrapflicht, nicht in einzelnen Gemeinden. Bin hier auch dran und sehe gute Chancen dafür. Aber das sind auch nur Tropfen auf dem heißen Stein.
 
  • Mein Austritt aus der Tierhilfe - Gründung eines eigenen kleinen Vereins Beitrag #38
Bundesweit wird es unter dieser Regierung nicht geben..
 
  • Mein Austritt aus der Tierhilfe - Gründung eines eigenen kleinen Vereins Beitrag #39
So negativ sehe ich das nicht, sind ja bald mal wieder Wahlen.

Das ist z.B. mein Ziel, das ich in diesem Leben noch erreichen möchte. Und ich bereite dafür auch schon etwas vor.
 
  • Mein Austritt aus der Tierhilfe - Gründung eines eigenen kleinen Vereins Beitrag #40
Nicht Flächendeckend aber es geht langsam voran, in Verden und Hildesheim wurden auch gerade wieder ne Kastrapflicht verabschiedet!
 
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