Ein Jahr ist eine sehr lange Zeit. Eine Zeit, in der ich jeden Tag an dich gedacht habe.
Nicht ein Tag verging, an dem ich mich nicht fragte: "Habe ich genug getan? Geht es dir besser? Was würdest du jetzt machen? Wie toll würde dir das wohl gefallen?".
Heute ist einer der Tage, an denen ich besonders an dich denke. Ganz besonders und intensiv.
Nicht ein Tag verging, an dem ich dich nicht unsagbar vermisst habe. An dem ich dich nicht gebraucht hätte. An dem ich mir am Liebsten deine grünen Augen angesehen hätte, um darin zu versinken. An dem ich mich nicht am Liebsten in dein seidenweiches dichtes Fell gekuschelt hätte, um alles um mich herum für einen Moment zu vergessen.
Nicht ein Weinen, bei dem meine Tränen nicht am Besten von dir weggewischt worden wären.
Nicht ein schlechter Gedanke, den du mit deinem zuckersüßen Quatschkopf beiseite geschoben hättest.
Es hat sich so viel verändert in diesem Jahr. Nichts ist so, wie es war. Und das tut weh. Denn eines... Eines hätte ich gerne immer noch: Dich an meiner Seite.
Du, die immer da war, wenn es mir schlecht ging. Du, die immer für einen Lacher gesorgt hat. Du, die immer alles im Griff hatte. Du, die nichts erschüttern konnte. Souverän, sozial, einmalig und wunderbar.
Ich habe so viele Tränen vergossen in diesem Jahr. Die meisten galten dir. Tränen, von denen ich mir jedes Mal erneut wünsche "Baby, könntest du sie nur mit deinen samtigen Pfoten wegstreicheln oder vorsichtig, wie du warst, mit deiner Zunge wegwischen..." .
Mich zerreißt es jedes Mal erneut, wenn ich in Bild von dir sehe. Einfach, weil ich dich so sehr vermisse. Und dennoch möchte ich dich jeden Tag sehen, jeden Tag wissen, dass du noch irgendwo bist.
Niemand kann mir sagen, wie lange es noch dauert, bis es nicht mehr so sehr schmerzt, dass du nicht da bist. Niemand kann mir sagen, wann ich nur noch selten wegen deines Verlustes weinen muss und vielmehr lache, weil ich an dich wundervolles Wesen zurückdenke.
Ich schicke dir dorthin, wo du bist, einen Regenbogen mit einer kleinen Regenwolke. Mit einer Regenwolke, die du so gerne beobachtet hast. In deren Regen du so gerne gesessen hast und darauf gewartet, dass ich zu dir rauskomme und mit dir und den Tröpfchen spiele.
Außerdem schicke ich dir warme Sonne. Sonne, in der du sich stundenlang aalen konntest, die dir auf den Pelz gebrannt ist. So lange, bis ich mir fast die Finger vebrannt habe, als du jedes Mal im Anschluss auf meinen Schoß gesprungen kamst, um dich durchkraulen zu lassen.
Heute werden wir zu deinem Grab fahren. Dort lege ich dir dein liebstes Spielzeug hin. Ich weiß, wie wichtig dir immer das Spielen war. Also bekommst du deine Lieblingssachen.
Stulle, du fehlst einfach. Du fehlst sehr. Und ich kann nichts weiter tun, als an dich zurückdenken.
Ein Gedanke bleibt aber für immer eingebrannt: Dass du für mich immer etwas Besonderes warst und immer sein wird.
Erinnerst du dich?
Ich sah die Sonne versinken tief im Westen,
sah wie das Meer dort den Himmel berührt.
Traf 1000 Leute, die Schlimmsten und die Besten
hab ihre Lieder und Geschichten gehört.
Ich war im Norden, im Osten und im Süden,
sprach mit Träumern von der Wirklichkeit.
Begegnete dem Wahren und den Lügen,
ging manchmal mit und manchmal gegen die Zeit.
Ich war auf den Gipfeln hoher Berge,
sah von oben auf das Land.
Ich kam von der Mündung an die Quelle,
schlief auf Seide und auf Sand.
Doch egal auf welchen Wegen, wem immer ich begegne,
es ist keine wie Du.
Egal wohin ich gehe, wen immer ich dort sehe,
es ist keine wie Du.
In dem Sinne, mein Baby.... Ich liebe dich!