Erbkrankheiten und Nachweisbarkeit

Diskutiere Erbkrankheiten und Nachweisbarkeit im Zucht und Genetik Forum im Bereich Katzenzucht und Nachwuchs; Hallo, ich muß schon wieder nerven ;-) Bei Katzen treten ja auch gewissermaßen Erbkrankheiten und andere Erkrankungen auf. Bei Züchtern steht...
  • Erbkrankheiten und Nachweisbarkeit Beitrag #1
FHM

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Hallo,
ich muß schon wieder nerven ;-)

Bei Katzen treten ja auch gewissermaßen Erbkrankheiten und andere Erkrankungen auf.
Bei Züchtern steht dann immer so etwas wie:

  • PKD-negativ
  • HCM-negativ
  • FIP-, FIV-, FeLV-negativ
  • Die Blutgruppe
  • etc.
HCM - Hypertrophe Kardiomyopathie.
Nachdem was ich gelesen habe, dann ist HCM erst sicher bei Katern ab 2 Jahren und Katzen ab 3-4 Jahren zu diagnostizieren.

PKD - Polyzystische Nierenerkrankung
Wird erst mit ca. 8 Monaten zmit einem 91%ig sichern Test ausgeschlossen. Allerdings scheint es dafür auch einen Gentest zu geben.

FeLV - Leukose
Hier gibt es 2 Testmethoden:

  1. ELISA-Bluttest (Nachweis im Blut)
  2. PCR-Test (Nachweis in der DNA)
Dabei wird gesagt, das der ELISA Test nicht unbedingt aussagekräftig und der PCR-Test doch relativ sicher ist.

FIP - Feline Infektiöse Peritonitis
Auch hier gibt es wieder versch. Messmethoden, mit eine Sensitivität von 33 % - 98 % .
Eine doch recht hohe Spanne.

Warum schreibe ich das?

Wenn HCM bei Katzen erst sicher zwischen 3-4 Jahren diagnostiziert werden kann, dann frage ich mich welchen Aussagewert HCM negativ bei einer Katze hat , die mit 10 oder 12 Monaten gedeckt wurde?

PKD hingegen scheint man gut ausschließen zu können, da dort das Alter recht gering ist.

Bei FIP und FeLV hingegen weiß ich als Käufer ja auch nicht welche Messmethode angewandt wurden. Mit Pech ist es die Messmethode mit einer Sensitivität von 33 % .

Wie kann ich mich denn als Käufer absichern? Gut, den Züchter fragen ist klar, aber denke ich auch das er spätestens bei der FIP Messmethode bzw. dem dezenten Hinweis das er gar nicht sagen kann das seine Katzen HCM-negativ sind (wenn sie zu jung sind), das Gespräch beendet ;-)

Grüße
Frank
 
  • Erbkrankheiten und Nachweisbarkeit Beitrag #2
[*]FIP-, FIV-, FeLV-negativ

FeLV - Leukose
Hier gibt es 2 Testmethoden:

  1. ELISA-Bluttest (Nachweis im Blut)
  2. PCR-Test (Nachweis in der DNA)
Dabei wird gesagt, das der ELISA Test nicht unbedingt aussagekräftig und der PCR-Test doch relativ sicher ist.

FIP - Feline Infektiöse Peritonitis
Auch hier gibt es wieder versch. Messmethoden, mit eine Sensitivität von 33 % - 98 % .
Eine doch recht hohe Spanne.

Das sind keine Erb- sondern Infektionskrankheiten. Wobei man FiP nicht testen kann sondern nur eine Coronatiterbestimmung machen kann. Und die sagt nur aus, dass das Tier Kontakt mit dem Coronavirus hatte, aber nichts über Erkrankung oder künftiger Erkrankung. Corona positiv sind über 80% aller Katzen.

Leukose: am sichersten ist es, wenn im Abstand von vier Wochen zweimal getestet wird.

Über PKD, HCM und auch HD können dir sicher unsere Züchter hier weiterhelfen.
 
  • Erbkrankheiten und Nachweisbarkeit Beitrag #3
Ich weiß das es Infektionserkrankungen sind, deswegen schrieb ich ja oben und andere Erkrankungen ;-)

Wenn FIP nicht testen kann, dann habe ich die Seite wohl falsch verstanden:


Naja, deswegen frage ich ja.

Grüße
Frank
 
  • Erbkrankheiten und Nachweisbarkeit Beitrag #5
  • Erbkrankheiten und Nachweisbarkeit Beitrag #6
  • Erbkrankheiten und Nachweisbarkeit Beitrag #7
Worauf bezieht sich dann im Artikel bei Wikipedia der Absatz Diagnose?

Grüße
Frank
 
  • Erbkrankheiten und Nachweisbarkeit Beitrag #8
Wenn HCM bei Katzen erst sicher zwischen 3-4 Jahren diagnostiziert werden kann, dann frage ich mich welchen Aussagewert HCM negativ bei einer Katze hat , die mit 10 oder 12 Monaten gedeckt wurde?

Frank, bei HCM kommt es darauf an, wie lange der Züchter bereits testen und schallen lässt, ob auch die Vorfahren seiner Zuchttiere regelmässig getestet und geschallt wurden, wenn das erfolgt kann man schon deutlich mehr Vertrauen auf gesunde Tiere haben.
Gleiches gilt auch für PKD

Leukose kann nicht nur getestet werden, es gibt auch einen Impfstoff und von einem Züchter erwarte ich voll geimpfte Tiere.

FIP kann man am lebenden Tier nicht erfolgreich testen und auch der Impfstoff gilt nicht als besonders sicher.
Hier würde ich ganz klar zu grosse Zuchten meiden, vor allem wenn Du den Eindruck hast, dass die Tiere dort nicht stressfrei leben
 
  • Erbkrankheiten und Nachweisbarkeit Beitrag #9
Hallo,
die absolute Sicherheit in Bezug auf Erbkrankheiten gibt es nicht und wird es auch nie geben - auf jeden Fall in absehbarer Zukunft. Trotzdem kann man als Züchter Risiken minimieren, was jedoch weit mehr bedeutet als die paar wenigen Krankheiten, auf die man untersuchen oder genetisch testen kann. Aber selbst das machen schon viele Züchter nicht.

PKD ist relativ sicher um Ultraschall ab 10 Monaten zu diagnostizieren (98%). In verdächtigen Linien in Rassen, die nicht mit Persern verwandt sind, sollte mit 2 Jahren noch einmal ein Ultraschall gemacht werden. Ist eine Katze da frei, dann wird sie keine erbliche PKD bekommen und auch nicht vererben, weil bisher bekannte Formen in einem dominanten Erbgang vererbt werden, d.h. eine Katze mit Krankheitsgen erkrankt auch dran. Für Perser und verwandte Rassen gibt es einen Gentest, dessen Aussagekraft aber eben beschränkt ist, weil es bei anderen Rassen PKD gibt, die auf anderen Genen beruht. Sind 2-3 Generationen als PKD-frei untersucht worden, dann kann man davon ausgehen, dass keine Gefahr in den nachfolgenden Generationen besteht.

HCM ist ein viel größeres Problem, weil man zwar 2-3 Gene kennt, die zu einer HCM führen können, die aber rassespezifisch sind und Genetiker davon ausgehen, dass es Dutzende andere Gene gibt, die auch HCM verursachen können, aber noch nicht identifiziert sind. Dazu kommt, dass sich bei den bereits eingeführten Gentests herausstellte, dass sie keine sichere Voraussage über eine Erkrankung liefern. Fazit: es sollte weiterhin auf jeden Fall per Echokardiogramm untersucht werden. Ein per HCM-Gentest positives Tier würde ich trotzdem nicht in die Zucht nehmen.

Ein weiteres Problem ist, dass sich eine erbliche HCM in sehr unterschiedlichem Alter entwickeln kann und man erst ab 6-7 Jahren ziemlich sicher sein kann, dass eine Katze davon verschont bleibt. Einzige Lösung ist also, dass Züchter ihre Zuchttiere mehrmals bis zum Alter von 6-7 Jahren schallen lassen. Auf jeden Fall aber auch vor dem ersten Zuchteinsatz, denn ein Spezialist kann bereits in diesem Alter erste Auffälligkeiten feststellen. Zur Untersuchung gehört nicht nur ein Doppler-Ultraschall, sondern ein genaues Abhören und ein EKG.

Auch hier gehen Spezialisten davon aus, dass nach 4 Generationen, die sorgfältig untersucht wurden, kein erhöhtes Risiko für HCM besteht.

Dann gibt es noch einige rassespezifische Krankheiten, auf die man untersuchen kann und die weit besser diagnostiziert werden können als HCM.

Mindestens genauso wichtig wie diese Test ist eine Risikoabschätzung aufgrund der Kenntnisse, die man über die Verwandtschaft der Katzen hat und das ist mit das Schwierigste, weil leider nicht alle Stammbäume korrekt sind, Züchter sich nicht für die Nachzucht interessierten oder ihr Wissen nicht mit anderen teilen. Oder man gar nicht an die Züchter rankommt, weil sie nicht mehr züchten. Bei den Hunden nennt man das Zuchtwertschätzung oder Stammbaumanalyse und das ist der eigentliche Sinn von Ahnentafeln. Um eine höhere Sicherheit wenigstens in Sachen Abstammung zu haben, wurden bei einigen Hunderassen ein Abstammungsnachweis durch einen genetischen Fingerabdruck für alle Zuchttiere Pflicht. Meiner Meinung nach sollte das bei allen Katzenzuchtvereinen verpflichtend eingeführt werden.
 
  • Erbkrankheiten und Nachweisbarkeit Beitrag #10
Wenn HCM bei Katzen erst sicher zwischen 3-4 Jahren diagnostiziert werden kann, dann frage ich mich welchen Aussagewert HCM negativ bei einer Katze hat , die mit 10 oder 12 Monaten gedeckt wurde?
Vor einem Jahr lässt kein Züchter seine Tiere eindecken, manche Rassen sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig entwickelt.
Ausserdem verwendet er nur Tiere, deren Eltern nachweislich HCM frei sind. Es gibt für Coonies und Ragdoll sogar einen DNA Test.

Ausserdem gibt es noch eine Reihe anderer katzenspezifischer Erbkrankheiten, mit denen und ihrer Vererbung sich ein seriöser Zücher auseinander setzen sollte.


Spinale Muskelatrophie bei Coonies,
Pyruvat- Kinase-Defizienz bei Abessinier, Somalis und Ocicats,
Glykogenspeicherkrankheit Typ IV bei Norwegern,
Progressive Retina Atrophie bei fast allen Orientalen, wie Abessinier, Somalis, Ocicats, Siam, Bengalen, Balinese, Javanese, Orientalisch Kurzhaar oder Tonkinese,
lysosomalen Speichererkrankung Gangliosidose bei Siam- und Koratkatzen.

Wobei zu sagen ist, dass die Erkrankungen auch rasseübergreifend auftreten können. In der Entwicklung vieler Rassen stecken auch Fremdrassen.
Durch soviele Aspekte, die es zu berücksichtigen gibt,erkennt man, warum Rassekatzenzucht ein grosses Gebiet ist, was man nicht so eben mit Links erlernen kann. Geschweige, warum eine Katze, die nach diesen Überlegungen und Abklärungen in der Zucht eingesetzt wird, keine billigen Kitten produzieren kann.
Und natürlich etwas OT... (wegen dem anderen Thread) warum Zucht nie ein lukratives Gewerbe sein kann.

Aber gesunder Nachwuchs belohnt schliesslich dafür.

Zu den Infektionskrankheiten brauche ich nichts schreiben , oder? Sie kommen normalerweise in einem Züchterhaushalt nicht vor. Und wenn, wird die Zucht bis zur vollkommenen Ausheilung erst einmal ausgesetzt.
 
  • Erbkrankheiten und Nachweisbarkeit Beitrag #11
Vor einem Jahr lässt kein Züchter seine Tiere eindecken, manche Rassen sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig entwickelt.
Ausserdem verwendet er nur Tiere, deren Eltern nachweislich HCM frei sind. Es gibt für Coonies und Ragdoll sogar einen DNA Test.

*Hüstel* da fehlt aber deutlich das 'seriöser Züchter', denn gerade bei Coonies gibt es leider noch zu viele Züchter, die nicht testen oder schallen, oder allen einreden wollen mit heterozygot positiven Tieren könne man durchaus züchten.
 
  • Erbkrankheiten und Nachweisbarkeit Beitrag #12
Vor einem Jahr lässt kein Züchter seine Tiere eindecken, manche Rassen sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig entwickelt. [...]
Und es gibt Rassen, die extrem frühreif sind, so dass man mit einem Jahr schon eine extrem dauerrolllige Katze haben kann (oder eine die schon kräftig unter chem. Hormonen stehen muss ...). SO pauschal würde ich das also nicht sagen :wink:. Sicher sollte man darauf achten, dass das Tier nicht ZU jung ist, aber - wie gesagt - je nach Entwicklungsstand kann man das meiner Meinung nach nicht so pauschal aburteilen.

Ausserdem verwendet er nur Tiere, deren Eltern nachweislich HCM frei sind. [...]
Da man - wie wir eben gesehen haben - erst recht spät sicher sein kann, wirklich HCM-freie Tiere zu haben, halte ich das für eine gewagte Aussage.

Es gibt für Coonies und Ragdoll sogar einen DNA Test. [...]
Den du im Grunde leider in die Tonne treten kannst, was ich zuletzt gelesen habe. Sicher ist es eine Grundlage, aber eben wohl nicht mehr oder? Das Zauberwort heißt doch wohl immer noch 'Schallen'.

Ausserdem gibt es noch eine Reihe anderer katzenspezifischer Erbkrankheiten, mit denen und ihrer Vererbung sich ein seriöser Zücher auseinander setzen sollte. [...] Wobei zu sagen ist, dass die Erkrankungen auch rasseübergreifend auftreten können. In der Entwicklung vieler Rassen stecken auch Fremdrassen.
Durch soviele Aspekte, die es zu berücksichtigen gibt,erkennt man, warum Rassekatzenzucht ein grosses Gebiet ist, was man nicht so eben mit Links erlernen kann. Geschweige, warum eine Katze, die nach diesen Überlegungen und Abklärungen in der Zucht eingesetzt wird, keine billigen Kitten produzieren kann.
Und natürlich etwas OT... (wegen dem anderen Thread) warum Zucht nie ein lukratives Gewerbe sein kann.

Aber gesunder Nachwuchs belohnt schliesslich dafür. [...]
Dem kann ich mich mit vollstem Herzen anschließen!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Erbkrankheiten und Nachweisbarkeit Beitrag #13
Ausserdem verwendet er nur Tiere, deren Eltern nachweislich HCM frei sind. Es gibt für Coonies und Ragdoll sogar einen DNA Test.

Auch wenn auf vielen Homepages damit geworben wird, sagt ein auch bei Maine Coons nicht aus, dass die Katze keine HCM bekommen oder vererben kann. Dazu kommt, dass auch manche im Gentest positive Tiere nie erkrankt sind. Deshalb machen einige Labore machen ihn deshalb nicht mehr.

So - nach längerem Suchen hab ich den Link nun wieder gefunden. In einem fasst der Kardiologe Dr. Kresken das Wesentliche zum Thema HCM zusammen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Erbkrankheiten und Nachweisbarkeit Beitrag #14
Vor einem Jahr lässt kein Züchter seine Tiere eindecken, manche Rassen sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig entwickelt.

... na - da habe ich aber schon eine Menge Züchter gesehen, die das einen Scheiß interessiert.

Ausserdem verwendet er nur Tiere, deren Eltern nachweislich HCM frei sind.

Man - wäre das klasse!!! Leider ist das ein totaler Irrtum. Bei Coonies und inzwischen auch bei Briten wird relativ häufig geschallt. Aber leider insgesamt immer noch bei zu wenigen!! Und wenn, dann ist es leider nur der einmalige Alibi-Schall im Alter von einem Jahr (der wirklich nicht viel aussagt), damit man es schick auf die HP schreiben kann. Züchter zu finden, die konsequent seit Jahren durchschallen, wo dann die Eltern und Großeeltern (und das eben bis zum Alter von 7 Jahren) geschallt werden, kannst du suchen, wie die Stecknadel im Heuhaufen.

Es gibt für Coonies und Ragdoll sogar einen DNA Test.

Der ist nur leider absoluter Müll. Irgendjemand hat den Link zum Kresken-Artikel ja schon gepostet. Wenn man sich überlegt, dass bei Menschen ca. 100 verschiedene Genmutationen HCM auslösen können, kann man sich leicht ausrechnen, was so ein Test bei Katzen aussagt, wo zwei oder Mutationen getestet werden (mehr wurden nämlich noch nicht identifiziert).

Hauptkritikpunkt an dem Test ist, dass es keine konsequente Studie darüber gibt, wieviele Tier, die homozygot getestet werden tatsächlich erkranken - und wieviele Tier, die negativ getestet werden trotzdem erkranken ... Für beides gibt es nachweislich Fälle - aber eben keine konsequente Studie. Vermutlich würde die auch nur bestätigen, dass der Test Mumpitz ist.

Da es nach wie vor kaum Vorschriften von den Vereinen gibt, was die Tests anbelangt, bleibt einem Liebhaber, der ein gesundes Tier kaufen will, nach wie vor nichts anderes übrig, als sich relativ intensiv zu informieren.

Und solange bei den Liebhabern die Geiz-ist-Geil-Mentalität vorherrscht und die Suche nach Infos zu viel Mühe macht ... solange wird es Züchter geben, die sich einen Dreck darum scheren und sich das Geld für die Vorsorge lieber sparen.
 
  • Erbkrankheiten und Nachweisbarkeit Beitrag #15
bleibt einem Liebhaber, der ein gesundes Tier kaufen will, nach wie vor nichts anderes übrig, als sich relativ intensiv zu informieren.
Seht Ihr, das tut er hier ja gerade.

Und wenn Ihr schreibt, dass alles , was ich schrieb, Müll ist, wird er auf gar nix achten und einfach kaufen..irgendwo, da wo es gerade süss rüberkommt.... vielleicht sogar auf dem Markt aus einem Kofferraum heraus.

An Euren Gegenargumenten kann ich so gar nichts finden. Sie sagen einfach nur aus, dass alles relativ ist, was es sowieso auch ist. Denn Gerantie auf ein gesundes Leben kann nur von "oben" kommen.

Ich kenne Duisburg und Dr. Kresken...sehr lange- und nicht nur vom Schall. Natürlich weiss man auch dort, dass nur 1% aller Zücher oder Möchtegernvermehrerzüchter dort einen Termin buchen. Zweifel sollten nicht dazu beitragen, dass man Entwicklungen medizinischer und biologischer Techniken ablehnt. Ein kleines bisschen bieten sie Sicherheit, mehr gibt es eben nicht.
Und?
Deshalb ist es doch trotzdem wünschenswert und wichtig, dass man Menschen, die sich als Halter oder Zücher dafür interessieren, etwas an die Hand gibt. Etwas, was teilweise in Vereinen publiziert wird und Orientierung bietet.

Ich bin nicht blauäugig, nur gerade etwas demotiviert.
Eben dieses Totreden macht Verwirrung bei Käufern. Es gibt zu allem auf der Welt ein Kontra. Aber besser der kleinste DNA Test , als ein wildes Kreuz-und Quereindecken ohne Sinn und Verstand. Letztendlich sagt es ja auch etwas über die Verantwortungsmentalität des Züchers aus.

Fazit: Jeder wie er will!
Ich bin mit meiner Einstellung gut gefahren und meine Tiere und der Nachwuchs haben alles bekommen, damit ihnen ein schönes Leben vergönnt ist. Mehr kann man nicht tun und der Rest ist eben auch Glücksache.
 
  • Erbkrankheiten und Nachweisbarkeit Beitrag #16
Mit er bin ich gemeint? ;-)

Keine Sorge, ich kaufe schon nicht irgendwo, ich lasse mir Zeit und aus dem Kofferaum kaufe ich schon gar nicht ;-)

Ich muß halt nur manche Dinge hinterfragen weil ich ja auch die Zusammenhänge verstehen will. Nicht nur ein, der Test und der Test und da negativ......sondern auch das wie und was sagt es aus.

Auf jeden Fall sehr informativ, danke.

Grüße
Frank
 
  • Erbkrankheiten und Nachweisbarkeit Beitrag #17
Und wenn Ihr schreibt, dass alles , was ich schrieb, Müll ist, wird er auf gar nix achten und einfach kaufen..irgendwo, da wo es gerade süss rüberkommt.... vielleicht sogar auf dem Markt aus einem Kofferraum heraus.

An Euren Gegenargumenten kann ich so gar nichts finden. Sie sagen einfach nur aus, dass alles relativ ist, was es sowieso auch ist. Denn Gerantie auf ein gesundes Leben kann nur von "oben" kommen.

niemand hat geschrieben, dass das, was Du geschrieben hast, Müll ist. Es geht darum, dass so manch ein Züchter mit "HCM- und PKD-frei" auf seiner Homepage wirbt, obwohl nur Gentests gemacht wurden. Viele Kitteninteressenten nehmen das dann wörtlich, weil sie nicht wissen, wie das bewertet werden kann. Angenommen, ein Norwegerzüchter lässt nur genetisch auf PKD und HCM testen und seine Tiere sind frei von den Krankheitsgenen - was sagt das aus? Im Grunde genommen gar nichts, verleitet aber Kitteninteressenten zu dem Glauben, dass der Züchter sich um die Gesundheit seiner Nachzucht bemüht, was aber in Wirklichkeit nicht der Fall ist.


Zweifel sollten nicht dazu beitragen, dass man Entwicklungen medizinischer und biologischer Techniken ablehnt. Ein kleines bisschen bieten sie Sicherheit, mehr gibt es eben nicht.
Und?
Deshalb ist es doch trotzdem wünschenswert und wichtig, dass man Menschen, die sich als Halter oder Zücher dafür interessieren, etwas an die Hand gibt. Etwas, was teilweise in Vereinen publiziert wird und Orientierung bietet.

wo liest Du denn raus, dass hier jemand am Nutzen der technischen Entwicklung zweifelt? Es haben doch alle geschrieben, dass man bei HCM am ehesten durch regelmäßige Ultraschalluntersuchungen von "HCM-frei" sprechen kann. Ebenso bietet der US bei PKD die größte Sicherheit, auch wenn bei Persern und Verwandten der Gentest hilfreich ist. Es reicht nur nicht aus, wenn ein Züchter nur ein Mal auf HCM schallen lässt. Ist zwar besser als gar nicht, aber eben nicht ausreichend.
 
  • Erbkrankheiten und Nachweisbarkeit Beitrag #18
Und wenn Ihr schreibt, dass alles , was ich schrieb, Müll ist, wird er auf gar nix achten und einfach kaufen..irgendwo, da wo es gerade süss rüberkommt.... vielleicht sogar auf dem Markt aus einem Kofferraum heraus.

Ich habe gar nicht gesagt, dass es "Müll" ist - ABER du hast ja so getan, als wäre JEDER Züchter (vermutlich meinst du mit Papieren - in Abgenzung zum Vermehrer) ein wahrer Vorsorge-Freak:

Vor einem Jahr lässt kein Züchter seine Tiere eindecken, manche Rassen sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig entwickelt.
Ausserdem verwendet er nur Tiere, deren Eltern nachweislich HCM frei sind. Es gibt für Coonies und Ragdoll sogar einen DNA Test.

Wie Russian schon oben bemerkte, hast du das auf jeden Fall das Adjektiv "seriös" vor dem Züchter vergessen.

Das jeder, der "ein bischen was macht" besser ist, als einer, der gar nichts macht - naja ... würde ich nicht mal so sehen. Denn oft steckt da dann nur hinter, dass es aussehen soll, "als ob" und für mich ist das oft nichts anderes als der Versuch, Kittenkäufer hinter das Licht zu führen. Denn wie soll ich das sonst werten, wenn einer nur den Gen-Test macht und dann "HCM-frei" auf seine HP schreibt???

So - und wenn sich hier jemand informiert, dann gehört für mich zu Aufklärung, dass man - egal welche Rasse - nur ein Tier von geschallten Elterntieren kaufen sollte, auch wenn das bei einigen Rassen mehr als schwierig sein wird.

So - und dann sollte der Interessent wissen, dass der PKD-Gentest nur für Perser entwickelt wurde - und bei anderen Rassen (z.B. Briten) eine niedrigere Sicherheit bringt, während auch hier der Schall eine 99%ige Sicherheit bietet.


An Euren Gegenargumenten kann ich so gar nichts finden. Sie sagen einfach nur aus, dass alles relativ ist, was es sowieso auch ist.

Ich verstehe jetzt nicht, inweit du hier etwas als Gegenargument interpretierts. Ich wäre die allerletzte, die GEGEN Vorsorgeuntersuchungen ist!!! Nur bin ich absolut gegen ein "Show-Making", wo versucht wird, mit dem geringsten Aufwand so zu tun "als ob" und nix dahinter steht.

Sicherlich gebe ich dir recht, dass ein Züchter, der seine Tiere wenigstens einmal schallen lässt besser ist als einer der es gar nicht tut. Aber entweder hat er nicht kapiert, wie die Krankheit funktioniert (und Blödheit hat für mich in der Zucht nichts zu suchen) ... oder er ist zu geizig weitere Untersuchungen zu bezahlen ... und es reicht ihm einmal auf die HP schreiben zu können "HCM geschallt".

Natürlich weiss man auch dort, dass nur 1% aller Zücher oder Möchtegernvermehrerzüchter dort einen Termin buchen.

Komisch oben hast du noch behauptet: KEIN Züchter würde Tiere verwenden, die nicht geschallt sind ...
 
  • Erbkrankheiten und Nachweisbarkeit Beitrag #19
Ich bin unlängst von einem Liebhaber auf die Thematik angesprochen worden und habe das als Anlass genommen, zu versuchen die Thematik in verständlicher Sprache zusammenzufassen.



Wir sind sehr stolz darauf, dass wir - in Verbindung mit anderen Züchtern, die die Schallergebnisse ihrer Katzen offen gelegt haben in den anerkannten Datenbanken - nun für die aktuelle Nachzucht sehr schöne Stammbäume mit über mehreren Generationen inklusive Nebenlinien normal geschallten Tieren vorlegen können.
 
  • Erbkrankheiten und Nachweisbarkeit Beitrag #20
@kattepukkel´s
In vielen Punkten finde ich deinen Text gut, wichtig und richtig.
Und ich finde es auch wichtig, dass solche Texte auf Züchter HPs veröffentlicht werden.

Der einzige Punkt, dem ich jetzt weniger zustimmen würde, ist jetzt sinngemäß: "die einzigen, die es auf drauf haben sind die zertifizierten Kardiologen".

Dabei hört sich "zertifiziert" so wichtig an ... als wäre es eine Art anerkanntes Zertifikat, eine Qualifikation, eine Zusatzausbildung ... Fakt ist und bleibt, der CC ist ein rein privater Verein, ein Zusammenschluss von Kardiologen, die gemeinsame Regeln und Richtlinien aufgestellt haben.

Keine Frage - die Mitglieder im CC sind sicherlich alle wirklich gut ... ABER der Umkehrschluss, dass alle anderen nichts taugen, den finde gelinde gesagt, etwas krass.

Wirklich überdenken würde ich diesen Satz:
Tierkardiologen ohne Zusatzausbildung für Zuchtuntersuchungen können zwar bestehende HCM bei erkrankten Tieren gut diagnostizieren, es fehlt ihnen aber an der Erfahrung und der Routine, feinste Abweichungen auf welche es bei der Zuchtuntersuchung ankommt, zu erkennen.

Es gibt keine offizielle "Zusatzausbildung für Zuchtuntersuchungen". Ein Kardiologe ist ein Facharzt - und wer sich so nennen darf, ist definitv dafür ausgebildet ein Herz-Ultraschall-Untersuchung durchzuführen. Und zu behaupten, dass einem, der nicht im CC ist, die Erfahrung fehlt ... also ich finde das mehr als vermessen.
 
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