Wenn HCM bei Katzen erst sicher zwischen 3-4 Jahren diagnostiziert werden kann, dann frage ich mich welchen Aussagewert HCM negativ bei einer Katze hat , die mit 10 oder 12 Monaten gedeckt wurde?
Vor einem Jahr lässt kein Züchter seine Tiere eindecken, manche Rassen sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig entwickelt.
Ausserdem verwendet er nur Tiere, deren Eltern nachweislich
HCM frei sind. Es gibt für Coonies und Ragdoll sogar einen DNA Test.
Ausserdem gibt es noch eine Reihe anderer katzenspezifischer Erbkrankheiten, mit denen und ihrer Vererbung sich ein seriöser Zücher auseinander setzen sollte.
Spinale Muskelatrophie bei Coonies,
Pyruvat- Kinase-Defizienz bei Abessinier, Somalis und Ocicats,
Glykogenspeicherkrankheit Typ IV bei Norwegern,
Progressive Retina Atrophie bei fast allen Orientalen, wie Abessinier, Somalis, Ocicats,
Siam, Bengalen, Balinese, Javanese, Orientalisch Kurzhaar oder
Tonkinese,
lysosomalen Speichererkrankung Gangliosidose bei
Siam- und Koratkatzen.
Wobei zu sagen ist, dass die Erkrankungen auch rasseübergreifend auftreten können. In der Entwicklung vieler Rassen stecken auch Fremdrassen.
Durch soviele Aspekte, die es zu berücksichtigen gibt,erkennt man, warum Rassekatzenzucht ein grosses Gebiet ist, was man nicht so eben mit Links erlernen kann. Geschweige, warum eine Katze, die nach diesen Überlegungen und Abklärungen in der Zucht eingesetzt wird, keine billigen Kitten produzieren kann.
Und natürlich etwas OT... (wegen dem anderen Thread) warum Zucht nie ein lukratives Gewerbe sein kann.
Aber gesunder Nachwuchs belohnt schliesslich dafür.
Zu den Infektionskrankheiten brauche ich nichts schreiben , oder? Sie kommen normalerweise in einem Züchterhaushalt nicht vor. Und wenn, wird die Zucht bis zur vollkommenen Ausheilung erst einmal ausgesetzt.