• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Panikattacke

Diskutiere Panikattacke im Sonstige Erkrankungen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo zusammen, wollte mal eine kleine Gedankensammlung zum Thema machen. Steve ist nun seit vier Tagen bei mir, war ein Findling, den ich aus...
  • Panikattacke Beitrag #1
A

a-c-h-i-m

Gast
Hallo zusammen,

wollte mal eine kleine Gedankensammlung zum Thema machen.
Steve ist nun seit vier Tagen bei mir, war ein Findling, den ich aus dem Tierheim uebernommen habe.
20-08-11_1838.jpg

Mittlerweile habe ich eine recht gute Vorstellung davon, warum Steve vor seinem Vorbesitzer fluechtete. Da scheint er immer wieder mal eine gewischt bekommen zu haben.

Steve hat ein augenscheinlich sehr tief verankertes Verhaltensmuster:
Er kratzt sich kurz und heftig; bekommt dann sofort Panik und rennt wie von der Tarantel gestochen so weit wie moeglich davon, um sich zu verstecken. Es scheint bei ihm die Idee zu existieren: Ich darf mich nur ganz kurz kratzen und muss dann zusehen, so schnell wie moeglich weg zu kommen, denn sonst gibt's massiv Aerger.
Nun haette ich mir allerdings keine Katze angeschafft, wenn ich ein Problem damit haette, dass diese sich kratzen muss (manchmal fragt man sich wirklich...). Steve hat einen Kratzbaum, kratzt sich jedoch auch gerne mal unter einem ausziehbaren Sofa. Der Schaumstoff darunter scheint ihm hierfuer ganz gut zu gefallen. Von mir aus darf er diesen Schaumstoff gerne aufarbeiten; wenn er damit fertig ist, kaufe ich einfach nen neuen, zieh' ihn unter den Latten ein und gut isses.

Das Ablaufmuster der Panik ist am Kratzbaum und unter dem Sofa immer gleich:
Steve beginnt, sich sehr heftig zu kratzen und schiesst im naechsten Moment davon. Mit grosser Verzweiflung in irgendein Versteck! Wenn er mich nun gar stehend sieht, steht ihm die pure Panik in seinen riesigen Augen. Wenn er in einem sicheren Versteck ist (das er in dieser Panik nicht immer gleich findet), wartet er kurz. Wenn er findet, die Luft ist rein, rennt er wieder zum Kratzbaum, kratzt da wieder kurz und heftig und rauscht wieder ab. Das wiederholt er so 4-5 Mal.

Mittlerweile habe ich schon herausgefunden, dass ich ihm in dieser Panik begegnen kann, darf aber eben nicht stehen. Auf dem Boden sitzend kann ich Steve mit langsamer Bewegung begegnen, ihn sogar streicheln, was ihn zumindest temporaer aus seiner Panik zurueckholt. Immerhin! Wenn er sich jedoch wieder kratzen moechte, geht die Panik wieder los.
Mir ist klar, dass eine derartig fest verwurzelte, durch Menschen verursachte Stoerung im Verhalten (die ja keineswegs seine Schuld ist, sondern die von jemandem, der sich hoffentlich nicht wundert, dass der Kater voellig verstaendlich das Weite suchte) nicht von heute auf morgen verschwindet. Dennoch wuerden mich Eure Ideen interessieren, wie ich darauf hinwirken kann, dass Steve sich irgendwann mal nicht mehr etappenweise mit Panikunterbrechungen kratzt, sondern ganz in Ruhe und ausfuehrlich und fuer sich die Idee entwickelt: Meinem Menschen ist klar, dass ich eine Katze bin und ich darf mich auch so verhalten.

Vielen Dank für Eure Ideen

Achim
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Panikattacke

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  • Panikattacke Beitrag #2
:-(
Ja, kommt mir verdammt bekannt vor. So ähnlich läuft das bei Jolli auch, allerdings kommen bei ihr die Attacken, wenn sie durch ein Geräusch (Hund, LKW etc.) gestört wird.

Meine Tierpsychologin hat mir aber klipp und klar erklärt, dass ich sie in diesen Momenten ignorieren MUSS, denn wenn ich dann auf sie eingehe und sie "beruhige", also streichle, bestärke ich sie darin, dass es einen Grund gibt, dass sie beruhigt werden muss.
Wenn ich allerdings nicht reagiere, wird auch sie verstehen, dass sie sich völlig umsonst so aufregt und es einfach keinen Grund gibt.

Von daher - ignorieren, wenn sie panikt.
Wenn sie keine Panik kriegt, loben und mit Leckerlis verstärken.

Ist schweinchenhart, aber nach einigen Monaten des Praktizierens kann ich mit Sicherheit sagen, dass die Dame recht hat.

Auch eine Möglichkeit ist die Unterstützung durch Bachblüten. Dazu brauchst Du jedoch einen guten Tierheilpraktiker (Schau net so, ich war auch skeptisch... ;-) ) und eine lange Beratung.
 
  • Panikattacke Beitrag #3
Hallo!

Man ist das traurig, ehrlich. Eine kratzende Katze...wirklich ein Grund um sie loszuwerden...

Ich würde sagen, es ist einfach sehr wichtig Vertrauen aufzubauen und ihn niemals zu schlagen. Oder zu schubsen. Wenn er mal wo kratzt, wo er nicht soll, am besten mit nem Spritzer Wasser oder einem Nein reagieren. Ich würde auch versuchen, nicht auf den Tisch zu hauen.
Ansonsten musst du ihm natürlich irgendwie zeigen, dass du ihm nichts tun wirst wenn er kratzt. Das kann sehr lang dauern. Einfach immer daneben sitzen und schon wenn du siehst, er kratzt gleich, loben und mit netter Stimme sprechen, ganz leise und sanft. Vielleicht auch ein Leckerlie geben, wenn er gekratzt hat. Oder vor seinen Augen eins neben die Kratzstange legen. Das kannst du natürlich nicht immer machen, wenn du keine übergewichtige Katze willst, aber ab und zu.

Okay, ich nehm meinen Kommentar zurück und überlasse es lieber der Tierpsychologin, die wird es besser wissen, sorry.
 
  • Panikattacke Beitrag #4
Hm, vom Prinzip her ist das ja die gleiche Richtung.

Und man muss noch dazu sagen, dass fraglich ist, ob bei jeder Katze das Gleiche hilft. Bei Jolli funktioniert es. Sie hat allerdings auch keinerlei Angst vor Menschen, sondern nur vor Tieren, Draußen-Geräuschen oder Wohnungsgeräuschen.
Es kann sein, dass in Achims Fall tatsächlich die beruhigende Stimme etwas bringt. :)
 
  • Panikattacke Beitrag #5
Der arme Kater!
An die anderen hätte ich jetzt mal die Frage: Kann man da nicht über das Clickern diese negative Erfahrung durch eine positive Besetzung des Kratzens überlagern? Weil hier ja nicht extern eine Panik ausgelöst wird, sondern das Katerchen ja denkt, er macht was verbotenes, was schrecklich bestraft wird. Und dieses "Verboten" muss ja in "erlaubt und gut" umgekehrt werden.

An Achim: Schaumstoff...hab ich auch. Werde die betreffende Couch inzwischen bald erneuern müssen. Du musst aufpassen, dass dein Kater den Schaumstoff nicht frisst. (Meine Couch wurde inzwischen "bandagiert").
 
  • Panikattacke Beitrag #6
Hallo Achim,

sag mal, zuckt vielleicht das Fell von Steve, bevor er sich kratzt?
 
  • Panikattacke Beitrag #7
Hallo zusammen,

@1802: Nun, Steve hatte zu mir von der ersten Minute im Tierheim ein sehr grosses Vertrauen. Als ich mich in seinen Raum setzte, kam er sofort, rieb sein Koepfchen an mir, kletterte an mir herum bis er sich schliesslich an mich legte und kraeftig schnurrend Streicheleinheiten empfing. Also die Substanz zwischen uns beiden stimmte von der ersten Minute an.
Da ich sehr viel Ausdauerport treibe, habe ich einen guten Weg, um meinen Dampf loszuwerden. Dinge wie schlagen, schubsen oder dergleichen sind ganz weit weg von mir; aber traurigerweise muss man solche banalen Selbstverstaendlichkeiten manchen Menschen wirklich extra sagen. Auch ein "Auf-den-Tisch-hauen" wird Steve bei mir nicht erleben, erst recht kein Schreien oder derartiges. Wenn ich wirklich mal sauer bin (was aber in meinem Elternhaus keine einzige unserer Katzen jemals geschafft hat), setze ich mich auf mein Rennrad oder gehe ne Runde joggen. Ich hab nix davon, jemandem physisch oder psychisch weh zu tun - erst recht nicht jemandem, der mir koerperlich unterlegen ist. Auch verhaelt sich Steve insgesamt so, dass es von meiner Seite einfach insgesamt total gut passt und absolut kein Grund zur Kritik da ist. Gut, liegt vielleicht auch daran, dass ich eben von klein auf weiss, was eine Katze bedeutet und mit sich bringt. Mit Steve passt es - nicht nur in der ersten, sondern auch in der zweiten Minute ;) Mir ist es wichtig, eben diesen Stress, den eine Panik ja bedeutet, von ihm zu nehmen.

@Fundkatze und @Jodas Tante:
Okay, insgesamt habe ich bereits gute Erkenntnisse durch Euch gewonnen:
1) In der Panik werde ich Steve ignorieren
2) Ich werde mich tatsaechlich mit ihm an den Kratzbaum setzen (wenn ihm danach ist, kennst ja Katzen ;) und ihm per Leckerli dazu ermutigen, das Kratzen ausfuehrlicher zu gestalten. Steve ist sehr schlank, isst sehr massvoll und ist dazu recht spielfreudig - um Uebergewicht mache ich mir bei der guten Konstellation erst mal keine Sorgen. Habe ihn gestern gewogen und werde das regelmaessig weiter tun.

Das mit dem Kratzen sehe ich generell recht locker: Wenn er den Teppich aufarbeitet, kaufe ich halt irgendwann nen neuen. Wenn er das Sofa zerpflueckt, kommt halt ein neues her. Das geht ja alles nicht von heute auf morgen, sodass man jeden Tag mordsmaessige Ausgaben hat. Ganz ehrlich - unter uns: Wer so (Verzeihung...) bescheuert ist, sich ne 7000-Euro Ledercouch in die Wohnung stellt und denkt, die Katze interessiert das nicht, der hat - fuer mich jedenfalls - einfach einen Schaden! Ich koennte mir durchaus vorstellen, dass der Vorbesitzer von Steve genau so getickt hat.

Wie gesagt: Fuer mich passt der Steve so, wie er ist - die Panik ist halt nicht mehr noetig (er tut's ja m. E. aus ner frueher fuer ihn sehr realen Notwendigkeit heraus).

Schon mal vielen Dank fuer die Ideen!!!

P.S.: Kann mir mal bitte jemand verraten, warum dauernd bei mir Sonderzeichen in kryptische Dinger umgewandelt werden, egal ob ich mit IE, FF oder Chrome da bin?

Hallo Achim,

sag mal, zuckt vielleicht das Fell von Steve, bevor er sich kratzt?

Habe das bis jetzt nicht feststellen koennen. Er wird vor dieser Attacke etwas unruhig; wirkt so, als ob er sich emotional gerade hochschaukelt, um die Aktion durchziehen zu koennen. So 'ne Art Aufbau einer gewissen Grundspannung.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Panikattacke Beitrag #8
Hast du Linux? daran könnte es liegen, das Umlaute "komisch" angezeigt werden.

@Eva, so wie ich das verstanden habe, kratzt Steve nicht SICH selbst, sondern wetzt sich die Krallen und bekommt dann Panik, weil er meint, das ist falsch.
 
  • Panikattacke Beitrag #9
Habe das bis jetzt nicht feststellen koennen. Er wird vor dieser Attacke etwas unruhig; wirkt so, als ob er sich emotional gerade hochschaukelt, um die Aktion durchziehen zu koennen. So 'ne Art Aufbau einer gewissen Grundspannung.

Ok, vielleicht was das vorher die einzige Möglichkeit, Aufmerksamkeit zu bekommen. Am besten ignorierst du ihn in solchen Momenten. Wenn sich aber in ca. einem Vierteljahr nichts geändert hat an diesem Verhalten (so lange solltest du ihm da schon Zeit lassen), dann solltest du, wenn du zu einem Routinebesuch zum Tierarzt mit ihm gehst, das Thema Rolling Skin mal anklingen lassen.
 
  • Panikattacke Beitrag #10
Hast du Linux? daran könnte es liegen, das Umlaute "komisch" angezeigt werden.

@Eva, so wie ich das verstanden habe, kratzt Steve nicht SICH selbst, sondern wetzt sich die Krallen und bekommt dann Panik, weil er meint, das ist falsch.

Gegenwaertig bin ich mit Windows unterwegs. Ubuntu aergert mich derzeit mit seinem verkorksten Unity...

@Streunerhof: Kratzen ist hier nicht gemeint im Sinne von "mich juckt's", sondern kratzen im Sinne von Krallen-schaerfen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Panikattacke Beitrag #11
Das "Katze ignorieren wenn sie panisch reagiert" übe ich hier auch schon eine ganze Weile. Mit mäßigem Erfolg. Aber es ist mir in der Theorie einfach einleuchtend, dass ignorieren Sinn macht.
So wie du schreibst denke ich, du wirst spüren was ihm gerade gut tut. Solange du es eben nicht (unbewußt) noch verstärkst.
Ich hatte mal eine Katze, die wenn sie sich vor Panik unterm Bett verkrochen hat, mit einem Holzprügel von der Besitzerin darunter vorgeholt wurde (also geklappt hat es natürlich nicht). Anschließend hat sie sich mit Tränen in der Stimme bei der Katze entschuldigt...:shock:
Hat ca. ein Jahr gedauert, bis die Maus und ich eine Ebene gefunden hatten, die für uns beide "stimmig" war. Dann hatte ich die tiefste Beziehung zu einer Katze, die ich je erlebt habe.
 
  • Panikattacke Beitrag #12
Das "Katze ignorieren wenn sie panisch reagiert" übe ich hier auch schon eine ganze Weile. Mit mäßigem Erfolg. Aber es ist mir in der Theorie einfach einleuchtend, dass ignorieren Sinn macht.
So wie du schreibst denke ich, du wirst spüren was ihm gerade gut tut. Solange du es eben nicht (unbewußt) noch verstärkst.
Ich hatte mal eine Katze, die wenn sie sich vor Panik unterm Bett verkrochen hat, mit einem Holzprügel von der Besitzerin darunter vorgeholt wurde (also geklappt hat es natürlich nicht). Anschließend hat sie sich mit Tränen in der Stimme bei der Katze entschuldigt...:shock:
Hat ca. ein Jahr gedauert, bis die Maus und ich eine Ebene gefunden hatten, die für uns beide "stimmig" war. Dann hatte ich die tiefste Beziehung zu einer Katze, die ich je erlebt habe.

Auch wenn's Off-Topic ist: Bei der Holzprueglerin geht psychisch so einiges schief, oder?! Aehnlich dem Wesen eines unkontrollierbaren Alkoholikers: Zuerst pruegelt er, danach heult er rum, was er fuer ein armer bemitleidenswerter Wurm ist, der das garantiert nicht wieder tut (und schon gleich gar nicht daran Schuld war, dass er das getan hat). Am Tag drauf wieder das gleiche Szenario. Wuerde mich nicht wundern, wenn die mal gerne a weng tiefer ins Glas (oder die Pillenschachtel) guckt... Wie auch immer: Mich wundert es wirklich immer weniger, dass so manche Katze "ihre Koffer packt" und einfach geht. Was hier in Nuernberg allerdings nicht ganz ungefaehrlich ist. Bin mir mittlerweile relativ sicher, dass Steve getan hat, was fuer ihn der einzige Ausweg war: Gehen und nicht mehr wieder kommen!
 
  • Panikattacke Beitrag #13
@Streunerhof: Kratzen ist hier nicht gemeint im Sinne von "mich juckt's", sondern kratzen im Sinne von Krallen-schaerfen.

Achim, dann meinst Du also er kratzt nicht sich, sondern er kratzt mit den Krallen an einem Ort, der ihm wohl verboten war?, ich hatte verstanden das er sich kratzt
 
  • Panikattacke Beitrag #14
Mich lieߴdie leichte Unruhe vor dem Kratzen an Rolling Skin denken. Dabei ist es egal, ob er sich selber oder etwas anderes kratzt.
 
  • Panikattacke Beitrag #15
Hatte auch verstanden, dass er SICH kratzt?

Die alte Dame wird wohl nicht mehr leben. War ne alte Bauersfrau, die ihre Katzen über alles geliebt hat aber einfach überfordert war :-(
Auch wenns sorry etwas OT ist: das eigentlich erstaunliche war, dass es nur zwei Menschen gab, die die Katze in ihre Nähe gelassen hat: mich und die alte Nachbarin! Da sind Katzen wohl wie Kinder: auch ein "suboptimaler" Dosi ist immer noch besser als keiner.
 
  • Panikattacke Beitrag #16
Achim, dann meinst Du also er kratzt nicht sich, sondern er kratzt mit den Krallen an einem Ort, der ihm wohl verboten war?, ich hatte verstanden das er sich kratzt

Richtig, gemeint ist das Kratzen mit den Krallen an Gegenstaenden.
Ich belege es mal mit einem Foto, in dem er es am Teppichrand gerade tut:
20-08-11_0912.jpg
Da scheint er eben in einem Trauma festzustecken, da er anscheinend sofort heftig bestraft wurde, wenn er mal seine Krallen irgendwo wetzen wollte. Diese Bestrafung scheint er zu erwarten beziehungsweise laesst er es gar nicht mehr zu, ueberhaupt abzuwarten, ob da eine Reaktion von mir kommen wuerde. Die steht fuer ihn fest und deshalb nimmt er reflexartig Reissaus, ohne zu realisieren, dass das fuer mich voellig in Ordnung ist! Ja, Reflex ist in diesem Zusammenhang ein gutes Wort: Das ist ein stark automatisierter Vorgang, in dem er gar nicht mehr prueft, ob sein Verhalten nun bei mir ueberhaupt irgendwas ausloest. Das Krallenwetzen am Sofa, am Teppich, am Kratzbaum ist mir naemlich voellig egal. Ist ja ein ganz normaler Vorgang bei Katzen. Allerdings bekommt er eben dadurch meine Aufmerksamkeit, weil er so panisch herumrennt.
 
  • Panikattacke Beitrag #17
  • Panikattacke Beitrag #18
O.k. das macht das Ganze aber zumindest nachvollziehbarer. Denn die wenigstens Menschen finden Katzenkrallen an Einrichtungsgegenständen in Ordnung. :wink: Da hat wohl jemand ziemlich überreagiert in seinem letzten zu Hause.
Ich würde ihm tatsächlich sehr, sehr zaghaft versuchen beizubringen, dass der Kratzbaum "ihm gehört" und kratzen dort die bestmögliche Variante ist. Auch wenn es Dir egal ist, wo er sonst noch alles sein Unwesen treibt glaube ich irgendwie dass es ihm helfen würde... kann aber auch völlig falsch liegen.
 
  • Panikattacke Beitrag #19
Es gibt Positives zu berichten:
Steve wollte vorhin wieder loslegen, ging unter die Couch und begann sein Rambazamba. Schon mit panikgrossŸen Augen. Habe mich bewussŸt dazugesetzt, ihm dabei ganz offen zugesehen und ihn gelobt, angelaechelt, um ihm zu zeigen: Das ist okay, was Du tust. Nun ja, wie soll man das nun beschreiben: Steve hat mich irritiert (wie ein Eichhoernchen beim... ihr wisst schon ;) angesehen, kam erstaunlich ruhig und gelassen heraus, die Augen wieder normal. Habe ihn an dieser Stelle gelobt und gestreichelt. Da isser ja ohnehin dafuer zu haben. Wenig spaeter nahm er sich nochmals den Kratzbaum vor, auch hier habe ich ihn wieder bestaetigt und gelobt. Erneut keine Panik-Reaktion.
Scheint - zumindest bei Steve - ne gute Idee zu sein, sich rechtzeitig vor dem Panikreflex einzuklinken; ich will nun nicht von einem Wunder oder einer Spontanheilung sprechen, allerdings scheint dieser Weg mit der bewussten Bestaetigung gut zu sein.
Erfahrungsgemaess (sage ich am vierten Tag... alles klar ;) treibt Steve dieses Spielchen so gegen 02.30 Uhr nochmal. Da schlafe ich; kann mich also nicht rechtzeitig einklinken. Da wird er von mir ignoriert werden ;) Mal sehen, was heute Nacht passiert...

So prima, wie Steve sich insgesamt macht, bin ich sehr zuversichtlich, ihm im Laufe der naechsten 1-2 Wochen einen Artgenossen aus dem Tierheim dazuholen zu koennen. Hatte eigentlich erst mit Oktober gerechnet, aber das wird wohl schon bedeutend frueher moeglich sein. Im Tierheim hatte er sich anscheinend mit den zugewiesenen ArtgenossInnen immer gut verstanden. Eine "Diva" hatte er mal mit im Glaskasten, die war wohl nur extrem schwer an andere Katzen zu gewoehnen und als Einzelkatze abzugeben. Aber die war schneller weg, als Steve. Naja, mir nur recht: Ich hab den Hauptgewinn mit Steve gemacht. Und nen zweiten gibt's bald dazu ;)

Danke nochmals an alle fuer die hilfreichen Beitraege!!!
 
  • Panikattacke Beitrag #20
Ich glaube, du tust dem Katerchen gut. Lass ihn sich aber wirklich erst mal eingewöhnen, Sicherheit gewinnen, bevor du einen zweiten dazu holst. Ich glaube, er hatte kein so tolles Zuhause bei seinem Vorbesitzer (ich schimpfe auch immer wie ein Rohrspatz, wenn Joda oder Juanita an den Türen kratzen, oder an der teuren Ledercouch...aber die rennen dann zwar weg, aber mit einem dicken Grinsen im Gesicht, die Mistviecher. Und kommen drei Minuten später - grinsend - wieder. Katzen können nicht grinsen? DOCH, sicher!)
 
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