Das sind genau die Punkte, die er auch aufzählt.
Ursprünglich waren Katzen untereinander territorial und antisozial. Die Anbindung an menschliche Habitate hat aber dazu geführt, dass viele Katzen auf einem Fleck, auch eine Art soziales Miteinander erlernen mussten, um zu überleben. Teilweise funktioniert dieses z.B. in wildlebenden Kolonien sehr gut und sichert sogar das Überleben der Nachkommen.
Es kommt auf Territorialität, Charakter (genetisch/erworben) und frühe Erfahrungen des Tieres an. Katzen haben aufgrund ihrer Geschichte die Anlagen für beides und "können" theoretisch beides; sozial und antisozial.
Was wie stark durchschlägt, ist individuell und hängt von den genannten Faktoren ab.
Es gibt also Katzen, die von einem Artgenossen profitieren aber auch sehr wohl solche, denen man lieber keine Vergesellschaftung aufzwingt.
Wenn man als Katzenfreund gerne mehrere Katzen haben möchte, soll man in seine Überlegungen einbeziehen: Wie territorial ist mein Tier? Wie interagiert es mit Artgenossen drinnen und draussen (wenn es raus darf) und welche "soziale Vorgeschichte" bringt es mit sich.
Etwas anderes ist es bei Kitten. Aber auch Tiere aus einem Wurf können sich "entzweien", je nachdem welcher Charakterzug im Erwachsenenalter durchschlägt, bzw. welche Erfahrungen durchlebt werden.