Die Geschichte vom Verschwinden meines Murmelchens und noch mehr

Diskutiere Die Geschichte vom Verschwinden meines Murmelchens und noch mehr im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Ich Habe gerade eine richtige Gänsehaut! Wenn ich nicht vom guten Ausgang der Geschichte wüsste ... :wink:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
  • Die Geschichte vom Verschwinden meines Murmelchens und noch mehr Beitrag #61
Ich Habe gerade eine richtige Gänsehaut! Wenn ich nicht vom guten Ausgang der Geschichte wüsste ... :wink:
 
  • Die Geschichte vom Verschwinden meines Murmelchens und noch mehr Beitrag #62
Warum habe ich das jetzt erst gesehen??

Wunderbar geschrieben und GsD wissen wir ja, dass es gut ausgegangen ist, sonst würde hier wirklich das Forum geflutet werden...
Es geht einem auch schon so wahnsinnig zu Herzen!!
*sichdenanderenSuchtisanschließt*
 
  • Die Geschichte vom Verschwinden meines Murmelchens und noch mehr Beitrag #63
Danke!

Aber schade eigentlich, daß Ihr wißt, wie es ausgeht; das nimmt doch Einiges an Spannung weg...
 
  • Die Geschichte vom Verschwinden meines Murmelchens und noch mehr Beitrag #64
Danke!

Aber schade eigentlich, daß Ihr wißt, wie es ausgeht; das nimmt doch Einiges an Spannung weg...

Das täuschst Du Dich ;-) Die Spannung ist trotzdem da, Du kannst so gut beschreiben, da taucht man direkt ein und ist mittendrin. Ich bedauere immer zutiefst, wenn schon das Ende da ist und es noch nicht weitergeht ;-) Ich muss es wissen, wie geht es aus... ;-)
 
  • Die Geschichte vom Verschwinden meines Murmelchens und noch mehr Beitrag #65
Ehrlich, ich fiebre auch dem Ende entgegen, da kann ich nochmal so richtig meine Freude und alles wiedergeben!
Aber es war ja noch so viel bis dahin.....
 
  • Die Geschichte vom Verschwinden meines Murmelchens und noch mehr Beitrag #66
  • Die Geschichte vom Verschwinden meines Murmelchens und noch mehr Beitrag #67
für mich nimmt es gar nichts an Spannung weg, ich weiß ja immer noch nicht, wie du deine Kleine zurück bekommen hast ... ich bin total gespannt
 
  • Die Geschichte vom Verschwinden meines Murmelchens und noch mehr Beitrag #68
*Hach* war das schön :) und traurig, aber da ich ja weis das es ein happy end geben wird, ist es nicht so schlimm.

Du schreibst so wunderschön, da vergesse ich alles um mich herum und bin vollkommen in deiner Welt.
 
  • Die Geschichte vom Verschwinden meines Murmelchens und noch mehr Beitrag #69
Also ich muß mich mal kurz entschuldigen, daß es hier nicht weitergeht.
Doch leider hab ich zur Zeit zu viel an Dingen, die mich auf Trab halten, und somit in meiner Schreibwut bremsen.
Aber lange halte ich Euch nicht mehr hin, versprochen!
 
  • Die Geschichte vom Verschwinden meines Murmelchens und noch mehr Beitrag #70
Nur keine Panik! Wir laufen garantiert nicht weg... ;-)

Wenn Geschichten so gut sind, dann wartet man doch gerne!
 
  • Die Geschichte vom Verschwinden meines Murmelchens und noch mehr Beitrag #71
Oh und ich dachte schon es geht weiter.Aber na klar hast du auch andere Dinge um die Ohren.Ich übe mich in Geduld.:-D
 
  • Die Geschichte vom Verschwinden meines Murmelchens und noch mehr Beitrag #72
Wie sagt man so schön gut Ding will weile haben,so heißt es doch oder?Finde deine Geschichte auch klasse!:)
 
  • Die Geschichte vom Verschwinden meines Murmelchens und noch mehr Beitrag #73
Oh und ich dachte schon es geht weiter.Aber na klar hast du auch andere Dinge um die Ohren.Ich übe mich in Geduld.:-D

Sehr vorbildlich. Sich in Geduld üben, ist eine wahre Tugend, meine liebe Karin. ;-)

Martina, mache Dir bitte keinen Stress. Ich glaube, hier haben vielen diesen Thread abonniert und wenn es weitergeht, kriegen wir das sofort mit. ;-) Wir sitzen und warten... gespannt... und geduldig... einige auch weniger geduldig... ;-)
 
  • Die Geschichte vom Verschwinden meines Murmelchens und noch mehr Beitrag #74
  • Die Geschichte vom Verschwinden meines Murmelchens und noch mehr Beitrag #75
Also ICH bin ja eine geduldige Abonnentin, jawohl :mrgreen:
 
  • Die Geschichte vom Verschwinden meines Murmelchens und noch mehr Beitrag #76
  • Die Geschichte vom Verschwinden meines Murmelchens und noch mehr Beitrag #77
So, es gibt endlich wieder was zu Lesen....



Morgens zur Arbeit, mittags schnell Essen kochen, mit meiner Tochter die Hausaufgaben erledigen; dies waren die Dinge, die wichtig waren und durchgezogen werden mußten. Einkaufen, Wäsche waschen und der Rest des Haushaltes beanspruchte nur noch wenig Zeit, und lief so nebenher. Weiterhin fuhr ich automatisiert "meine" Strecke ab, von der ich überzeugt war, daß es sich nur bei dieser um die einzigst Wahre handelte.
Genau so gut hätte ich auch eine andere Strecke wählen können, zum Beispiel bis zum See hinunter, und dann weiter östlich oder westlich. Mein Gefühl sagte mir aber, daß dies die falsche Richtung ist. Somit entschied ich mich die ganzen letzten Wochen Richtung Norden einzuschlagen.
Katzen haben ein Sonarsystem, mit welchem sie ihre Umgebung wahrnehmen können, ohne sie auch nur einmal gesehen zu haben.Das heißt sie orientieren sich an Geräuschen, die ihre Umgebung ausmacht. Dies können unter anderem ein bestimmtes Kirchengeläut einer nahegelegenen Kirche sein, Kindergeschrei einer Schule oder eines Kindergartens, das Rauschen eines Baches und so weiter. Ich kam auch nicht von dem Gedanken weg, daß Murmelchen eben durch dieses System eventuell zu ihrem Geburtshaus getrieben wurde.
Dieses befindet sich allerdings durch die Durchgangsstraße getrennt, im oberen Teil des Dorfes.Trotz dieses Hindernisses, welches sich einer Katze in den Weg stellen muß, schlug ich einem inneren Drang folgend, immer wieder die gleiche Richtung ein.

An diesem Tag zog ich gegen Nachmittag meiner gewohnten Wege, als ich auf der linken Seite der Landstraße liegend, einen alten Geräteschuppen ausmachte. Von Weitem sah ich dort eine Katze umherschleichen. Ich bog schnell in einen Feldweg ein, und folgte diesem bis zum besagten Holzbau. Angrenzend zu diesem befanden sich ein Stapel Obstpaletten, in welchem ich meinte, eine Katze verschwinden zu sehen. Ich lehnte mein Fahrrad an einen Pfosten, und schlich vorsichtig um die
Paletten herum. Tatsächlich; im Innern des Stapels saß eine Katze, die jedoch schwer ausfindig zu machen war.
Nur ein schemenhafter Umriss des Tieres war zu erkennen.
Mit meinen gewohnten Lockrufen versuchte ich die Katze auf mich aufmersam zu machen. Doch selbst das liebste "komm mein Schätzchen", wie auch die Leckerchen, die ich aus meiner Jackentasche hervorkramte, bewegten die Katze dazu, aus ihrem sicheren Versteck hervorzukriechen.
Im Gegenteil; ich hatte das Gefühl, daß sie sich immer mehr in den Stapeln von Obstpaletten zurückzog, so
daß ich keinerlei Möglichkeit sah, sie bis zum Anbruch der Dunkelheit noch zu Gesicht zu bekommen.
Auch meine letzten Versuche sie aus ihrem Versteck zu locken, scheiterten kläglich.
Die Kälte kroch mir in meine Glieder, so daß ich schweren Herzens beschloß, mich auf den Heimweg zu machen.
Doch schon am darauffolgenden Nachmittag sah ich mich wieder an Ort und Stelle. Mit unermüdlichem Blick wanderte ich um die Paletten herum,in der Hoffnung,an den vergangenen Tag anknüpfen zu können. Doch diesmal sah ich noch nicht einmal nur auch einen Schatten einer Katze. Enttäuscht legte ich ein paar Leckerlis an den Rand der Stapel.
An einen Pfosten der Holzscheune brachte ich noch einen Suchzettel mit Heftzwecken an. Vielleicht hatte ich ja das Glück, und es meldete sich ein Obstbauer auf mein Gesuch.

Ich war müde. Müde von der Suche, müde der ewigen Hoffnung. Wie sehr wünschte ich mir meinen Mann herbei, der mich vielleicht in dieser schweren Zeit einmal in die Arme genommen hätte. Mir ein paar Worte des Trostes geschenkt, und mir beigestanden hätte. Doch leider hatte das Schicksal anderes mit uns vor. NÄmlich das der weit auseinander entferneten Beziehung.
Die der immerwährenden Sehnsucht nach dem Anderen, der in den Träumen begegnenden, sich liebenden Menschen.
Als ich ihn kennenlernte, hätte ich niemals auch nur im entferntesten daran gedacht, daß wir irgendwann einmal eine Fernbeziehung führen würden. Für immer und ewig zusammen, alles zusammendurchstehen und erleben. Das war mein Wunsch.
Träume....

Träume, mit denen ich mich zurecht finden mußte, die einmal so
schön begannen....


Die Tür ging auf, und da stand er. So mußte der Engel Gabriel aussehen. Braune, von der Sonne etwas ausgebleichte Haare, die bis auf seine breiten, muskolösen Schultern vielen. Die Augen braun, wie zwei in der Herbstsonne leuchtende Kastanien;
und der Mund, ja solch einen Mund habe ich noch nie, auch bis zum heutigen Tage, gesehen. So schwungvolle, dunkle und unglaublich weich wirkende Lippen, beseelt von einem bezaubernden Lächeln.

Etwas verunsichert stand ich da, in meiner dreckigen, durchlöcherten und
zerfranzten Lieblingsjeans, einem zerknitterten, ollen T-Shirt, stammelte etwas von seinem Bruder, der mir erlaubt hätte hier zu wohnen.
Doch ich würde auch wieder gehen, wenn das sein Zimmer wäre.
Er sagte gar nichts. Konnte er auch nicht, denn er verstand wenig, fast gar kein Deutsch.
Sein Bruder hingegen, der schon lange in der Schweiz lebte, und nun seinen Urlaub in seiner Heimat Tunesien verbrachte, sprach nahezu perfekt. Gepaart mit einem sympatischen Schweizer Dialekt.

Also wollte ich meine soeben ausgepackten Habseligkeiten wieder zusammenräumen, als Mustapha mit seiner Hand andeutete, doch zu bleiben. Na ja,das Haus war gross genug. Irgendwo könnte er sicher noch einen Schlafplatz finden.
Allerdings befanden sich sämtliche übrigen Zimmer im Rohbau ohne Türen,
ausgenommen das, welches mir sein Bruder angeboten hatte...

So begann eine meiner wichtigsten Kapiteln meines Lebens.
Und wo endeten sie? Darauf war ich nicht im Stande zu antworen. Wie denn auch?
Das Leben lenkte mich immerzu in Bahnen, die weder vorhersehbar noch so gewünscht waren.
Und diese Bahn, in der ich mich momentan befand, gefiel mir so gar nicht.
Diese Bahn schien mir regelrecht zu entgleisen. Genau genommen konnte ich mich ab dem Zeitpunkt der Rückkehr aus Tunesien, nicht mit den hiesigen Umständen anfreunden.

Und um mir das Leben hier einigermaßen annehmlich und erträglich zu machen, wollte ich wenigstens ein Kätzchen bei mir haben.Ein Kätzchen, welches ich zu mir nehmen konnte, um meine innere Leere auszufüllen. Das mir ein wenig Wärme spendete, wenn ich mich wieder einmal so verloren fühlte. Und genau dieses kleine Stückchen "Wärme" hat sich eines Tages entschieden, aus der Tür in die weite, kalte Welt hinauszuspazieren, und somit einen leeren Platz zurückzulassen.
Ich war wütend.
Wütend daß mich dieses kleine Etwas einfach so zurücklies.
Wütend, daß es sich dazu entschieden hatte, die umsorgte und sichere Umgebung für ein Stück Abenteuer einzutauschen.
Wie konnte Murmelchen mir das nur antun?
Wie kam ich nur dazu so zu denken? Nein, es war ganz und gar meine eigene Schuld.
Das war schon besser. Auf mich konnte ich ohne schlechtes Gewissen wütend
sein.
Und mit dieser Wut im Bauch trat ich in die Pedale meines Fahrrads, während mir die kalte und feuchte Novemberluft in mein Gesicht schlug.
Erst, als ich einen steilen Berg hinunterraste fiel mir auf, wie weit ich gefahren war. Ich befand mich mitten im großen Waldgebiet. Die Laubbäume trugen immer noch ihr herbstliches Laub, welches sich auf dem weichen, moosigen Boden sammelte.
Ich ließ mein Fahrrad an einem Holzstapel, der sich am Straßenrand befand stehen, und ging geradewegs auf eine kleine Anhöhe. Vielleicht konnte ich mir von hier aus einen Überblick von diesem mir anmutend schönen Waldgebiet machen.
Schnaufend arbeitete ich mich den Berg hinauf, während meine Füße raschelnd durch die Blätter gingen. Alle paar Minuten hielt ich inne, um die Geräusche des Waldes in mich aufzusaugen. Mein Atem stieß zarten Rauch aus, und mir war schon fast unheimlich zumute. Auf dem ersten Hügel angelangt, tat sich vor mir ein Abgrund auf.
Rechts konnte ich durch die Bäume Ackerfelder und widerrum ein kleines Dorf erkennen. Ansonsten führte die Richtung, welche ich eingeschlagen hatte, immer tiefer in den Wald. Ich kehrte zu meinem Ausgangspunkt zurück.
Am Holzstapel war ein alter Mann gerade dabei, etwas Holz auf eine Schubkarre zu laden. Es dämmerte schon, und ich wollte so schnell wie möglich wieder nach Hause.
Auch wenn ich diese Stille und die besondere Stimmung des Waldes um diese Jahreszeit genoß, so wollte ich es nicht riskieren, im Dunkeln so eine weite Strecke, alleine mit dem Fahrrad durch den Wald zu fahren.

Ich setzte mir ein Ziel. das wie folgt aussah;
ich wollte nur noch dieses eine Dorf in meine Suche mit einschließen, und damit wäre dann mein persönlicher Radius beendet. Mehr konnte und wollte ich mir nicht mehr zumuten.

In diesem besagten Dorf sah ich am nächsten Tag, es war ein sonniger, einige Bewohner in ihren Gärten und auf den Höfen arbeiten. Es waren vorwiegend Frauen, welche sehr freundlich und auch hilfsbereit waren. Sie nahmen die Suchzettel entgegen, und versprachen ihre Augen offen zu halten.
Und es war eine Frau, die mich auf einen Milchbauern aufmerksam machte, der etwa einen Kilometer entfernt, seinen Hof bewirtschaftete.
Eigentlich hatte ich mir dieses Dorf als persönliche Grenze gesetzt, doch die Aussage, daß sich dort öfters mal Katzen aus der Umgebung befinden, ließen mich hellhörig werden.
Hätte ich damals gewußt, daß eben diese eine Frau für das verantwortlich war was dann geschah, hätte ich sie schon jetzt umarmen müssen...
 
  • Die Geschichte vom Verschwinden meines Murmelchens und noch mehr Beitrag #78
Nochmal Danke Tina für diese wahre Geschichte,die mich tief berührt.
 
  • Die Geschichte vom Verschwinden meines Murmelchens und noch mehr Beitrag #79
Nochmal Danke Tina für diese wahre Geschichte,die mich tief berührt.

Dem kann ich mir nur anschliessen! Tina, vielen Dank für die Geschichten aus Deinem Leben oder besser gesagt, die Geschichte Deines Lebens! Dich einfach mal in den Arm nehm! "knuddel"
 
  • Die Geschichte vom Verschwinden meines Murmelchens und noch mehr Beitrag #80
Vielen Dank Tina, ich freue mich schon auf die Fortsetzung. Deine Geschichte ist so toll geschrieben, jedes Mal fesselt sie mich so sehr das ich alles um mich herum vergesse und wenn ich fertig gelesen habe bin ich immer noch eine ganze Weile in deiner Welt und male mir aus, wie es wohl weiter geht :-D

LG Julia
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Thema:

Die Geschichte vom Verschwinden meines Murmelchens und noch mehr

Die Geschichte vom Verschwinden meines Murmelchens und noch mehr - Ähnliche Themen

Meine Katze will nicht mehr ins Haus: Hallo zusammen, meine fast 18 jährige Katze will plötzlich nicht mehr ins Haus. Meine MIetz ist vor 10 Jahren eingezogen nachdem sie sich bei den...
Moby: Nach sehr vielen Jahren melde ich mich wieder. Und wieder, um von einem schweren Verlust zu berichten. Gestern nachmittag habe ich meinen...
Unser Balou (Mokwai) ist nicht mehr bei uns: Hallo, Ich bin neu hier und bin auf diese Seite gekommen weil ich im Netz Erklärungen suche für das was passiert ist. Wir (meine Familie und...
Drang nach Freiheit: Hallo zusammen, erstmal DANKE, daß ich hier teilnehmen darf! Ich habe seit ca. 20 Jahren Katzen, die niemand (mehr) will oder aus schlechter...
Katze gestresst von Kinderbesuchen: Hallo liebes Forum, Seit nun knapp 10 Monaten wohnt Lila (15 Jahre) bei uns. Im Haushalt leben außer mir noch mein Mann und unser Sohn (7 Jahre)...
Oben Unten