Wieso züchten???

Diskutiere Wieso züchten??? im Zucht und Genetik Forum im Bereich Katzenzucht und Nachwuchs; Aufmerksam muss ein Züchter schon sein, damit seine Katzen nicht rollen bevor er es entdeckt und der Kater schneller ist:-) Da gibt es aber auch...
  • Wieso züchten??? Beitrag #61
Aber ich frage mich dann immer, wie man es hinbekommt, mit unkastrierten Katern und unkastrierten Kätzinnen zusammen in einem Haushalt zu leben. Da muss man doch blitzschnell sein, wenn man die Anzeichen einer Rolligkeit erkennt... oder nehmen dann alle die Pille Wahrscheinlich... oder?)? :?:
Aufmerksam muss ein Züchter schon sein, damit seine Katzen nicht rollen bevor er es entdeckt und der Kater schneller ist:)
Da gibt es aber auch halt verschiedene Möglichkeiten, z.B. die von Dir erwähnte Pille, wenn eine Katze nicht gedeckt werden soll, oder aber man trennt Kater und Katzen, oder lässt die Kater mit Höschen laufen u.a.
Außerdem gibt es bei mehreren unkastrierten Katern doch (fast) immer Rivalitäten um Terretorium, auch bei reiner Wohnungshaltung, oder nicht? In einem der Katzenbücher, die ich mir gekauft habe, kurz bevor wir Callisto bekamen steht sogar, dass das leben mit einem unkastrierten Kater in der Wohnung fast unmöglich wäre, weil sie ständig markieren. Aber das ist dann ja wohl nicht richtig...!? :)
Katerhaltung ist wirklich nicht ganz einfach, wenn man sogar mehrere potente Kater hat, noch schwieriger.
Aber nicht jeder potente Kater markiert so stark, dass die Wohnung wie ein Raubtierkäfig riecht, und nicht immer streiten sich zwei potente Kater, wenn sie zusammen leben.
Der Züchter muss da entscheiden ob er mit einem markierenden Kater leben kann, wenn er z.B. nur brav in der Toi markiert, und auch ob mehrere Kater so friedlich sind, dass sie ungetrennt zusammen leben können
 
  • Wieso züchten??? Beitrag #62
1.)Ich will dich überhaupt nicht angreifen und denke, dass deine Meinung gewiss berechtigt ist, aber ich würde nie im Leben sagen, dass es besser ist, eine Katze zu kaufen statt zu adoptieren. Meiner Meinung nach zeugt es von großer Tierliebe, eine obdachlose Katze aufzunehmen, die ja schließlich nichts für ihre Vergangenheit kann und mit der man auch keine Vermehrer unterstützt, da man die Katze ja aus dem Heim holt und nicht beim Vermehrer kauft. Meiner Meinung nach ist seriöse Zucht vollkommen in Ordnung, aber nicht besser als Adoption.
2.)Heißt 'Adoptieren' denn nicht, einem heimatlosen Tier oder Kind ein neues zu Hause zu geben?

Putzicat was denkst du was wir züchte so machen, bei uns leben auch andere rassen kasta klar ich nehme auch schwerefälle auf, ich hatte einen Gnadenhof und ich mache es immer noch, auch wenn ich Züchte das eine hat mit anderen nichts zu tun, auch wir Züchter haben ein grosses herz und helfe wo wir können, auch anderen Katzen, ich habe gestern eine Zucht katze bekommen aus denn USA , sie hat im rüdel viel mit gemacht, eine andere katze hat ihr das Rudel ab genommen, sie hat depri und ist nun bei uns und werd auch bei uns bleiben, es gibt für sie kein zurück mehr ins alte rüdel, denkst die züchterin macht so einen weiten weg nach Deutschland weil sie ihre katze nicht helfen will, ich werde mit ihr Arbeiten und mein Rudel hilft mir dabei , damit sie wieder ganz normal leben kann, ich hab auch ein Thema dazu auf gemacht unter Tagebuch , durch lesen , ich könnte ein Buch schreiben über die vielen jahre wo ich mit Katzen arbeite , wir Züchter haben ein Herz glaub mir das mal ,
 
  • Wieso züchten??? Beitrag #63
Danke, russian. Wollte ich nur mal loswerden. ;-)
 
  • Wieso züchten??? Beitrag #64
Putzicat was denkst du was wir züchte so machen, bei uns leben auch andere rassen kasta klar ich nehme auch schwerefälle auf, ich hatte einen Gnadenhof und ich mache es immer noch, auch wenn ich Züchte das eine hat mit anderen nichts zu tun, auch wir Züchter haben ein grosses herz und helfe wo wir können, auch anderen Katzen, ich habe gestern eine Zucht katze bekommen aus denn USA , sie hat im rüdel viel mit gemacht, eine andere katze hat ihr das Rudel ab genommen, sie hat depri und ist nun bei uns und werd auch bei uns bleiben, es gibt für sie kein zurück mehr ins alte rüdel, denkst die züchterin macht so einen weiten weg nach Deutschland weil sie ihre katze nicht helfen will, ich werde mit ihr Arbeiten und mein Rudel hilft mir dabei , damit sie wieder ganz normal leben kann, ich hab auch ein Thema dazu auf gemacht unter Tagebuch , durch lesen , ich könnte ein Buch schreiben über die vielen jahre wo ich mit Katzen arbeite , wir Züchter haben ein Herz glaub mir das mal ,

Glaube ich dir ja! Ich weiß ja, dass seriöse Züchter ihre Tiere lieben, und dass du auch noch so sehr im Tierschutz aktiv bist, finde ich toll! Ich habe meine Meinung zu Züchtern ja inzwischen auch geändert.
 
  • Wieso züchten??? Beitrag #65
Ich persönlich weiß nicht, wie ich zur Zucht stehen soll, da ich einerseits Rassekatzen häufig wunderschön und großartig finde, aber trotzdem finde ich, hat Zucht etwas "Rassistisches" oder ganz korrekt: Speziesistisches (schwieriges Wort :lol:). Das merkt man übrigens auch an diesem Zitat hier (das fett gedruckte):

Ich unterstütze den Tierschutz, wo ich kann. Das ist für mich auch selbstverständlich, aber jemand der nen Dobermann will, wird auch net mit nem Mops nach hause gehen... So doof sich das jetzt auch anhört aber die Tiere müssen ja auch zu mir und meinem Leben passen....


Es ist befremdlich, so etwas über andere Lebewesen zu lesen. So ähnlich hat das sicherlich auch im Sklavenhandel in der Antike geklungen. Bei Menschen ist diese Ära zum Glück (zumindest in Europa) vorbei und beim Menschen ist auch das Zuchtthema ein großes Tabu und wird mit einer geistigen Störung, Ekel und Abstoßung assoziiert. Wieso ist es dann bei anderen Lebewesen erlaubt, toleriert, gebilligt ? Der offensichtliche Sinn der Zucht, der im Interesse des Tieres alleine liegt, ist auf den ersten Blick auch leider nicht ersichtlich. Gesundheitliche Versorgung bitte und gerne, aber als Mensch Zuchtpartner aussuchen, mit den Tieren zu Ausstellungen fahren (Zur-Schaustellung-und-Objektmachung des anderen Lebewesens, wenn auch nur unbewusst) und sie für eigene menschliche Zwecke ("Ich möchte diese Art erhalten, weil ich sie so schön finde") ist mit Respekt anderem Leben gegenüber,geschweige denn mit Tierliebe mMn nicht so einfach in Einklang zu bringen.

Deswegen sehe ich Züchten (ob schwarz oder seriös) schon in einigen Aspekten als eine moralisch skeptische Angelegenheit, vor allem wenn man sich selbst als Tierliebhaber versteht.
 
  • Wieso züchten??? Beitrag #66
Züchten (ob schwarz oder seriös) schon in einigen Aspekten als eine moralisch skeptische Angelegenheit, vor allem wenn man sich selbst als Tierliebhaber versteht.
lol Na, ein Tier überhaupt zu domestizieren und zu kastrieren, damit man als Halter seine Freude daran haben kann, kann man genauso als "moralisch verweflich" betrachten. Auch wenn man sich einbildet, dass man der Katze was gutes tut, wenn man sie mit Glitzer, Plüsch und Kratzbaum in einer Wohnung einsperrt und die Möglichkeit zur Fortpflanzung beraubt, weil man sich gegenseitig Märchen erzählt, in denen potente Katzen leiden, macht es das nicht "moralischer".
 
  • Wieso züchten??? Beitrag #67
Ich verstehe deine Ansicht, ich habe mich so etwas auch schon gefragt. Aber mehr in die Richtung, was wir uns anmaßen, ein anderes Lebewesen so derartig zu kontrollieren und ihm seine Fortpflanzungspartner vorschreiben. Aber letztendlich entscheiden die Katzen, ob sie mit der Wahl einverstanden sind oder nicht. Und Kastration ist auch Kontrolle.

maryjanes, der Unterschied zwischen Zucht und Sklavenhandel ist, dass die Katzen es gut haben und von ihren Menschen geliebt werden. Außerdem, und das ist das wichtigste, die Katzen stört das alles nicht! Sie stört nicht, ob wir lieber Siam oder Perserkatzen haben. Und sie stört auch unser Gerede über Moral nicht.
 
  • Wieso züchten??? Beitrag #68
Es ist befremdlich, so etwas über andere Lebewesen zu lesen. So ähnlich hat das sicherlich auch im Sklavenhandel in der Antike geklungen. Bei Menschen ist diese Ära zum Glück (zumindest in Europa) vorbei und beim Menschen ist auch das Zuchtthema ein großes Tabu und wird mit einer geistigen Störung, Ekel und Abstoßung assoziiert. Wieso ist es dann bei anderen Lebewesen erlaubt, toleriert, gebilligt ? Der offensichtliche Sinn der Zucht, der im Interesse des Tieres alleine liegt, ist auf den ersten Blick auch leider nicht ersichtlich. Gesundheitliche Versorgung bitte und gerne, aber als Mensch Zuchtpartner aussuchen, mit den Tieren zu Ausstellungen fahren (Zur-Schaustellung-und-Objektmachung des anderen Lebewesens, wenn auch nur unbewusst) und sie für eigene menschliche Zwecke ("Ich möchte diese Art erhalten, weil ich sie so schön finde") ist mit Respekt anderem Leben gegenüber,geschweige denn mit Tierliebe mMn nicht so einfach in Einklang zu bringen.

ich finde es sehr befremdlich, wenn Tiere auf dieselbe Stufe wie Menschen gehoben werden. Nicht, weil sie weniger wert sind, sondern weil der Mensch eine völlig andere Verantwortung hat als ein Tier. Wenn mein Hund oder meine Katzen sehen, dass ich krank bin, übersteigt es völlig ihren Horizont, dass ein Arzt helfen könnte. Ebenso werden sie nie und nimmer einsehen, dass Trockenfutter nicht gut für sie ist. Meine Verantwortung aber ist es, dafür zu sorgen, dass es ihnen gut geht, weil ich sie zu mir geholt habe.

Haustiere sind keine Wildtiere, die leben und sterben, wie es in der Natur eben so ist. Ihre natürliche Umgebung ist der Mensch. Meine Katzen würden sich mit jeden dahergelaufenen Kater paaren und sich mit Katzen-AIDS und sonst was anstecken und ihren Kitten alle möglichen Erbkrankheiten weitergeben. Ohne Fürsorge des Menschen würde ein gewisser Prozentsatz (meines Wissens um die 25%) innerhalb von Wochen bis Monaten elendig verrecken. Aber die natürliche Auslese funktioniert in der Umgebung des Menschen nicht besonders gut, deshalb hat man früher aus jedem Wurf nur die 1-2 stärksten am Leben lassen. Heute gibt es jedoch gute Möglichkeit das anders zu machen.

Alles andere ist für mich Verantwortungslosigkeit! Es ist in meinen Augen eine verklärte Naturromantik, wenn man meint, die Verantwortung an die Katzen abgeben zu können. Jedes Kitten hat es verdient, dass es gesund auf die Welt kommt und gute Startbedingungen bekommt. D.h. für mich aber auch, dass der Mensch dafür sorgt, dass sich nur Katzen fortpflanzen dürfen, die kein HCM, PKD und sonst was im Gepäck haben. Aber so viel sind den meisten Katzenliebhabern ihre Hauskätzchen auch wieder nicht wert. Das würde doch nur kosten. Die Folge: kaum eine Rasse leidet so häufig an HCM wie die Hauskatze. [/quote]

Deswegen sehe ich Züchten (ob schwarz oder seriös) schon in einigen Aspekten als eine moralisch skeptische Angelegenheit, vor allem wenn man sich selbst als Tierliebhaber versteht.

Ich züchte, weil ich Tierliebhaber bin!
 
  • Wieso züchten??? Beitrag #69
*Edit* Sehe gerade, dass ich viel zu langsam mit dem Antworten war, daher habe ich einiges jetzt rausgelassen, weil das andere schon geschrieben haben.

[...] Es ist befremdlich, so etwas über andere Lebewesen zu lesen. [...]
Warum? Ich wette, 90% aller Menschen, die sich ihren Partner selber aussuchen dürfen, tut das erst mal übers Optische, sind die in deinen Augen jetzt alle oberflächlich und benehmen sich befremdlich :lol:? Klar, später zählen auch Charakter usw. und sicher spielen die Pheromone ebenfalls eine große Rolle, aber was mich optisch nicht anspricht, dem gebe ich erst mal keine Chance, nicht umsonst heißt es: Der erste Eindruck zählt :wink:.

Und wer einen Dobermann optisch schön findet, seine Art und sein Auftreten, wird sicher keinen Mops wollen . Wenn ich mich vorher über die Rassen/Tiere schlau gemacht habe und mich genau dafür entschieden habe, wieso sollte ich dann plötzlich umschwenken? Sicher ist es etwas anderes, wenn ich ins Tierheim gehe und einfach sage: "Ich lasse den Moment und den Bauch entscheiden.", aber auch dann sollte man sich erst einmal klar machen, was ein großen und was ein kleiner Hund von einem verlangen!

Anders ausgedrückt, wenn ich ein Einfamilienhaus zum Kaufen suche, macht es keinen Sinn, wenn mir mein Makler eine 2-Zimmer-Wohung zur Miete anbietet.

[...] So ähnlich hat das sicherlich auch im Sklavenhandel in der Antike geklungen. [...]
Du vergleichst das Kaufen eines Rassetieres bei einem seriösen Vereinszüchter mit dem Sklavenhandel von Menschen?! Nicht dein Ernst :shock: ...

[...] und beim Menschen ist auch das Zuchtthema ein großes Tabu und wird mit einer geistigen Störung, Ekel und Abstoßung assoziiert. [...]
Das kommt darauf an, was man unter 'Zucht' versteht... Wenn du mal über die PND nachdenkst oder Stammzellenforschung, dann ist das im Grund ja nur ein anderes Wort. Mich stößt das Thema nicht ab, ich habe keinen Ekel davor und ich sehe auch keinen Zusammenhang zu geistigen Störungen, im Gegenteil, genau die sollen damit ja möglichst vermieden werden.

[...] Der offensichtliche Sinn der Zucht, der im Interesse des Tieres alleine liegt, ist auf den ersten Blick auch leider nicht ersichtlich. [...]
Wieso nicht? Ich gebe dir mal ein Beispiel: Siamkatzen haben zu Beginn der Zucht geschielt und hatten einen Knickschwanz. Beides sehr ernste gesundheitliche Probleme und es hat Jahre verantwortlicher Zuchtarbeit gebraucht, diese Dinge auszumerzen. Hätte man die Tiere sich selber überlassen... naja, schau dir mal die Manxkatzen an - das sagt ja schon alles - oder findest du 'gut', was die Katzen da 'gemacht' haben?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Wieso züchten??? Beitrag #70
maryjanes, der Unterschied zwischen Zucht und Sklavenhandel ist, dass die Katzen es gut haben und von ihren Menschen geliebt werden.
Ah bei dem Punkt muss ich dir leider widersprechen. Sklaverei bedeutet, dass Menschen als Eigentum anderer behandelt werden und das sagt ja ersteinmal nichts über den Umgang aus :)
Einer der grundlegenden Unterschiede zwischen Eigentum-Mensch und Eigentum-Tier ist aber, dass das Tier moralische Konzepte nicht kennt. Auch wenn niemand weiß, was und wie genau andere Lebewesen denken, basieren jene Konzepte auf unserer Sprache, die Tiere nunmal faktisch nicht teilen können. Ob die Haltung und/oder Zucht von Tieren nun "moralisch gerechtfertigt" ist oder nicht bleibt jedem selbst zu entscheiden. Vielleicht sollte man aber ersteinmal einen kritischen Blick in die Nutztierwelt werfen, von denen sich vermutlich die meisten hier samt ihren Katzen rein ausbeuterisch nähren (dass es denen gut geht, kann mir nun niemand verklickern) ;-)

Achja, auf der Website des Philosophie-Magazins HOHE LUFT hatte sich Bernd Waß Ende Dezember auch kurz Gedanken darüber gemacht:

Ansonsten schließ ich mich einfach sauier und Silke an.
 
  • Wieso züchten??? Beitrag #71
also jetz muss ich auch mal einen gedankengang einbringen den ich gerade hatte- bitte berichtigt mich gerne, ich find den gedanke gar nicht so toll und würde gern eure meinungen hören..
ich bin ja eigentlich auch gegen vermehrer und für seriöse züchter... nun kam ja schon oft die frage auf, ob züchter nicht auch zum tierleid beitragen etc. ich hab immer gesagt nein, züchter wenn seriös ist ok wegen dem erhalt der rasse...
nun dachte ich mir aber: wo ist denn der erhalt der rasse wenn ein züchter zb 10 würfe bekommt und alle als liebhabertiere abgibt, die kastriert werden...die tragen ja insofern nicht zum erhalt bei da sie ja keine nachkommen zeugen...
also müsste man doch streng genommen (wenn man das tierelend mindern will) nur noch züchten um neue zuchten aufzubauen und ansonsten tiere aus dem Tierheim nehme?!
versteht ihr was ich meine?? ihr dürft mich gerne berichtigen, ich liebe rassekatzen und ich mag seriöse züchter, aber den gedanken bekomm ich grad nicht mehr aus dem kopf...machen wir uns es vielleicht doch etwas einfach wenn wir pro züchter sind?:?:
 
  • Wieso züchten??? Beitrag #72
um eine Rasse zu erhalten, braucht es eine gewisse genetische Vielfalt, d.h. eine gewisse Zahl an nicht oder wenig verwandten Zuchtkatzen. Da es sicher keinen Sinn macht, dass alle in die Zucht gehen, dürfen sich die Liebhaber über die anderen Kitten freuen.
 
  • Wieso züchten??? Beitrag #73
um eine Rasse zu erhalten, braucht es eine gewisse genetische Vielfalt, d.h. eine gewisse Zahl an nicht oder wenig verwandten Zuchtkatzen. Da es sicher keinen Sinn macht, dass alle in die Zucht gehen, dürfen sich die Liebhaber über die anderen Kitten freuen.

ok danke :razz: wie gesagt der gedanke kam mir eben und soooo sehr bewandert bin ich dann in der zucht doch nicht danke:lol:
 
  • Wieso züchten??? Beitrag #74
wo ist denn der erhalt der rasse wenn ein züchter zb 10 würfe bekommt und alle als liebhabertiere abgibt, die kastriert werden...die tragen ja insofern nicht zum erhalt bei da sie ja keine nachkommen zeugen...
also müsste man doch streng genommen (wenn man das tierelend mindern will) nur noch züchten um neue zuchten aufzubauen :?:

Da hast du vollkommen Recht und in meinen Augen ist das auch nicht wirklicht Zucht, sondern Vermehren auf höherem Niveau.
Jeder Wurf in einer Zucht sollte so geplant sein, dass man daraus etwas behalten will, bzw. etwas daraus in die Zucht geht. Das eine - oder die beiden besten Tiere - über die übrigen dürfen sich Liebhaber freuen. OK - jetzt ist es in der Realität nun mal nicht so, dass immer genau das fällt, was wir uns wünschen oder das die Tiere nicht gut genug sind für die eigenen Pläne, dann geht eben alles an Liebhaber.

Aber ein Wurf, der von vornherein darauf angelegt ist, dass alles an Liebhaber verkauft wird, ist in meinen Augen ein überflüssiger Wurf. Ich finde es deshalb auch immer sehr befremdlich, wenn ich auf Züchter HPs lese "wir verkaufen nicht an andere Züchter"

Umgekehrt finde ich es aber genauso schlimm, wenn ein mehr oder weniger ein kompletter Wurf in die Zucht verkauft wird. Da werden im Alter von drei Tagen (oft auch schon vor der Geburt) Kitten reserviert - und so ein ganzer Wurf ist zuchttauglich?? Also, ich mach das ja jetzt erst seit neun Jahren ... aber ich hatte noch nie einen Wurf, von dem jedes Tier für die Zucht gut genug war - und ich bin bis heute nicht in der Lage zu beurteilen, ob ein Kitten zuchttauglich ist oder nicht - wenn ich es mir mit drei Tagen ansehe :mrgreen: ... da muss ich wohl noch etwas üben.

Grüße,
Nic
 
  • Wieso züchten??? Beitrag #75
lol Na, ein Tier überhaupt zu domestizieren und zu kastrieren, damit man als Halter seine Freude daran haben kann, kann man genauso als "moralisch verweflich" betrachten. Auch wenn man sich einbildet, dass man der Katze was gutes tut, wenn man sie mit Glitzer, Plüsch und Kratzbaum in einer Wohnung einsperrt und die Möglichkeit zur Fortpflanzung beraubt, weil man sich gegenseitig Märchen erzählt, in denen potente Katzen leiden, macht es das nicht "moralischer".

ja, genau, da hast du völlig Recht. Das, was du da aufführst und was gemeinhin als "normal" angesehen wird, ist auch speziesistisch und somit mit moralischer Skepsis zu sehen. Bei Katzen ist es aber, soweit ich weiß, ein bisschen anders, weil dies Kulturfolger sind (was die Domestizierung angeht).

maryjanes, der Unterschied zwischen Zucht und Sklavenhandel ist, dass die Katzen es gut haben und von ihren Menschen geliebt werden. Außerdem, und das ist das wichtigste, die Katzen stört das alles nicht! Sie stört nicht, ob wir lieber Siam oder Perserkatzen haben. Und sie stört auch unser Gerede über Moral nicht.

Es gab in der Antike auch einige Sklaven, die es bei ihren Herren gut hatten ;-) Das ist ja die gravierende Ähnlichkeit zu Haustieren: Manche haben es gut (medizinische Versorgung, gutes Futter,...), andere leider nicht (kein gutes Futter, kein Tierarztbesuch, Käfighaltung,wenig Platz, Vernachlässigung), das ist ganz abhängig vom "Hausherren". Ich weiß leider nicht, ob das die Katzen stört. Wenn ich ein Tierliebhaber bin, orientiere ich mich ausschließlich an den natürlichen Bedürfnissen des Tieres und nehme ihn als ein Lebewesen wahr, dem ich Respekt und Würde entgegenbringe. Letztendes frage ich mich, ob Tiere nicht in der Natur am glücklichsten sind. Bei Kulturfolgern (wie der Katze) ist das aber ein bisschen was anderes, da sie ja mehr oder weniger freiwillig zu den Menschen kam (soweit ich weiß - Mittelalter: Ratten und so....wobei bei Wikipedia steht, dass die Katze seit 9500 Jahren als Haustier gehalten wird :lol:).

Warum? Ich wette, 90% aller Menschen, die sich ihren Partner selber aussuchen dürfen, tut das erst mal übers Optische, sind die in deinen Augen jetzt alle oberflächlich und benehmen sich befremdlich :lol:? Klar, später zählen auch Charakter usw. und sicher spielen die Pheromone ebenfalls eine große Rolle, aber was mich optisch nicht anspricht, dem gebe ich erst mal keine Chance, nicht umsonst heißt es: Der erste Eindruck zählt :wink:.

Die Partnersuche beim Menschen läuft mittlerweile freiwillig ab - d.h. du kannst den anderen nicht zwingen, bei dir zu bleiben, wenn er nicht will. Bei einem Tier geht das. Die Rassekatze hat ja keine andere Wahl, als in deinen Haushalt zu ziehen, wenn du das willst ;-)

Mich stößt das Thema nicht ab, ich habe keinen Ekel davor und ich sehe auch keinen Zusammenhang zu geistigen Störungen, im Gegenteil, genau die sollen damit ja möglichst vermieden werden.

Na ja, worauf ich hinaus wollte, war 3. Reich mit der Rassezucht der Deutschen *hust*. Ich würde mal meinen, der Gedanke, Menschen zu züchten, ist schon sehr sehr eigenartig und widerlich.

Wieso nicht? Ich gebe dir mal ein Beispiel: Siamkatzen haben zu Beginn der Zucht geschielt und hatten einen Knickschwanz. Beides sehr ernste gesundheitliche Probleme und es hat Jahre verantwortlicher Zuchtarbeit gebraucht, diese Dinge auszumerzen. Hätte man die Tiere sich selber überlassen... naja, schau dir mal die Manxkatzen an - das sagt ja schon alles - oder findest du 'gut', was die Katzen da 'gemacht' haben?

Haben Wildkatzen, die frei von jeglichem menschlichen Einfluss sind, auch diese Probleme? Soweit ich weiß nicht. Dann ist noch die Frage, ob Schielen und Knickschwanz nicht erst durch den menschlichen Einfluss entstanden sind? :-? Ich glaube nicht, dass sich diese ernsten beeinträchtigten Probleme so ohne Weiteres weitervererbt hätten, da solche Nachkommen gar nicht erst überlebt hätten.

Vielleicht sollte man aber ersteinmal einen kritischen Blick in die Nutztierwelt werfen, von denen sich vermutlich die meisten hier samt ihren Katzen rein ausbeuterisch nähren (dass es denen gut geht, kann mir nun niemand verklickern)

Das ist natürlich ein großer weiterer Aspekt, der mMn noch ein viel größeres Thema diesbezüglich ist als Zucht von Rassetieren.

Zu meinen Gedanken und meinem Einwurf muss man sagen, dass ich mit Antispeziesismus schon sympathisiere (obwohl ich mich selbst nicht so bezeichne) und leider keinerlei Berechtigung dafür finde, ins Tierleben derart einzugreifen und diese zu kontrollieren, wie das heutzutage Gang und Gäbe ist. Bei Kulturfolgern wie der Katze, mag das schon was anderes sein, trotzdem hat "Zucht", finde ich, einen faden Beigeschmack.

Es ist schon so, dass der Mensch Unterschiede zum Tier aufweist und er das einzige Tier ist, das gegenüber anderen Spezies Verantwortung fühlen kann. Diese Verantwortung hat er auch zu tragen, finde ich. Und da ist einzuschließen, dass er im Sinne des Tieres handelt, also auf dessen Bedürfnisse achtet. Ist es aber ein tierliches Bedürfnis/steht es im Interesse des Tieres, das Tier gegen dessen Willen auszustellen und demzufolge einer Erniedrigung preiszugeben, steht es im Bedürfnis und Interesse, seine eigene Linie zu erhalten, weil sie schön aussieht? Ich denke vor allem die letzten beiden Punkte sind eher dem menschlichen Interesse zuzuordnen und demzufolge im Sinne des Tieres zu hinterfragen.

Es mag schon sein, dass seriöse Zucht vielleicht eine gute Sache ist letztlich, trotzdem bleibt bei mir da ein fader, moralischer Beigeschmack, sodass ich das nicht vollkommen gutheißen kann.
 
  • Wieso züchten??? Beitrag #76
Zu den Wildkatzen: Die Manxkatze (ohne Schwanz) und die Nacktkatzen sowie diverse Lockenkatzen und Faltohren sind alles genetische Mutationen, die ohne den Menschen entstanden sind. Wie man bei der Manxkatze sieht, hätten sie auch unter bestimmten Umständen ganz natürlich etabliert werden können. Ob sie trotzdem gesund sind? Nunja, zweifelhaft.

Katzen wurden schon im alten Ägypten gehalten, im Mittelalter waren sie bestimmt keine Neuheit mehr ;-)

Was ist denn mit künstlichen Befruchtungen? Da wird doch auch vorher das beste ausgesucht, um eine möglichst hohe Erfolgschance zu haben, oder nicht? Ist das dann nicht auch schon eine Vorform der Zucht?
 
  • Wieso züchten??? Beitrag #77
Wenn ich ein Tierliebhaber bin, orientiere ich mich ausschließlich an den natürlichen Bedürfnissen des Tieres und nehme ihn als ein Lebewesen wahr, dem ich Respekt und Würde entgegenbringe. Letztendes frage ich mich, ob Tiere nicht in der Natur am glücklichsten sind. Bei Kulturfolgern (wie der Katze) ist das aber ein bisschen was anderes, da sie ja mehr oder weniger freiwillig zu den Menschen kam (soweit ich weiß - Mittelalter: Ratten und so....wobei bei Wikipedia steht, dass die Katze seit 9500 Jahren als Haustier gehalten wird :lol:).

Meiner Meinung nach ist ein Teil des ganzen Problems die im Kopf stattfindende Trennung zwischen Natur und Mensch. Diese Trennung hat mit der Realität aber absolut nichts zutun. Der Mensch ist genauso Teil des Erdorganismus`wie jeder Baum und jede Mikrobe. Das ist ein Gesamtsystem, in dem jedes Lebewesen von allen anderen abhängig ist. Die Evolution hat nicht nur unter gegenseitiger Beeinflussung Pflanzen und Tiere, sondern auch den Mensch hervorgebracht. Dass wir die Fähigkeit zur Reflexion und zum von Instinken losgelösten Handeln haben, ist genauso ein Schritt in der Entwicklung wie die Eroberung des Landes durch die ersten Pflanzen oder Amphibien oder die Entwicklung von Säugetieren. Auch viele hochentwickelten Tier zeigen die Tendenz zu immer weniger instinktgebundenen Verhalten und seelischer Anteilnahme, der Mensch ist allerdings das Lebewesen, das in diesem Prozess am weitesten fortgeschritten ist und die größten Freiheiten hat. Diese Freiheiten bringen ganz neue Anforderungen mit sich, die sicher nicht durch die Einstellung "zurück zur Natur" bewältigt werden können. Auch das Küken kann nicht mehr ins Ei zurück.

Die Rassekatze hat ja keine andere Wahl, als in deinen Haushalt zu ziehen, wenn du das willst ;-)

Auch ein Mensch hat keine Wahl, in welche Familie und in welche Umstände er hineingeboren wird. Mindestens die ersten 15-20 Jahre hat er nur eine scheinbare Wahl, sondern ist durch Familie und Kultur geprägt. Genauso wenig hat ein Freigänger die Wahl, als Wildkatze zu leben. Das kann eine Huaskatze allein aufgrund ihrer genetischen Ausstattung nicht. Eine Wahl zu haben, hat etwas mit bewusster Entscheidung zu tun und dazu sind Menschen erst ab einem bestimmten Alter und Tiere gar nicht fähig. Sie bestimmen ihr Handeln nach momentanen Empfindungen.

Haben Wildkatzen, die frei von jeglichem menschlichen Einfluss sind, auch diese Probleme? Soweit ich weiß nicht. Dann ist noch die Frage, ob Schielen und Knickschwanz nicht erst durch den menschlichen Einfluss entstanden sind? :-? Ich glaube nicht, dass sich diese ernsten beeinträchtigten Probleme so ohne Weiteres weitervererbt hätten, da solche Nachkommen gar nicht erst überlebt hätten.

Durch Zucht entstehen solche Probleme nicht, sondern durch fehlende Selektion. Bei Wildtieren überleben nur sehr wenige Nachkommen bis ins fortpflanzungsfähige Alter und Tiere mit nachteiligen Merkmalen haben keine Chance sich fortzupflanzen. Bei Haustieren muss der Mensch die Selektion übernehmen. Übernimmt er diese Verantwortung nicht richtig, hat das die Probleme zur Folge, unter denen gerade unsere Katzen leiden. Für mich ist es moralisch auf jeden Fall nicht in Ordnung, wenn sich Katzen munter vor sich hin vermehren dürfen und dann sich selbst überlassen werden. Das hat nichts mit Natur zu tun, sondern ist verantwortungslos. Genauso verantwortungslos ist es natürlich, wenn Menschen nach Merkmalen selektieren, die für die Katze von Nachteil ist, wie z.B. eingedrückte Schädelform und Zucht mit Katzen, die Erbkrankheiten tragen, die man mit heutigen Methoden auszüchten könnte.

Bei Kulturfolgern wie der Katze, mag das schon was anderes sein, trotzdem hat "Zucht", finde ich, einen faden Beigeschmack.

dann verrate mir doch mal, wodurch es bei Katzen zu einer Selektion kommen soll, wenn nicht durch bewusste Verpaarung = Zucht?

Ist es aber ein tierliches Bedürfnis/steht es im Interesse des Tieres, das Tier gegen dessen Willen auszustellen und demzufolge einer Erniedrigung preiszugeben, steht es im Bedürfnis und Interesse, seine eigene Linie zu erhalten, weil sie schön aussieht? Ich denke vor allem die letzten beiden Punkte sind eher dem menschlichen Interesse zuzuordnen und demzufolge im Sinne des Tieres zu hinterfragen.

Ich hab absolut kein schlechtes Gewissen, meine Katzen der Erniedrigung preiszugeben, die so manche tierärztliche Untersuchung oder andere Maßnahme mit sich bringt, weil sie und ihre Nachkommen davon auf lange Sicht einen Nutzen haben. Ebenso haben meine Katzen auf lange Sicht einen Nutzen von Promotionveranstaltungen (was Ausstellungen meiner Meinung nach sind), weil sich dadurch leichter geeignete Liebhaber finden lassen, bei denen sie ein schönes Leben haben. Ich könnte meine Katzen natürlich auch verschenken, was jedoch das Problem aufwerfen würde, dass ich mir dann die ganzen Untersuchungen und einiges mehr, was meinen Katzen und ihrem Nachwuchs zugute kommt, nicht leisten könnte. Warum werden denn hierzulande Hauskatzen nicht mit der Sorgfalt gezüchtet wie Rassekatzen von seriösen Züchtern?

Es mag schon sein, dass seriöse Zucht vielleicht eine gute Sache ist letztlich, trotzdem bleibt bei mir da ein fader, moralischer Beigeschmack, sodass ich das nicht vollkommen gutheißen kann.

mich erschreckt da viel mehr, dass die große Masse der Katzen, die geboren werden, nicht das Glück haben, bei einem verantwortungsbewussten Züchter zur Welt zu kommen, und größtenteils absolut miese Startbedingungen haben, weil Menschen sich ihrer Verantwortung nicht bewusst sind.
 
  • Wieso züchten??? Beitrag #78
[...] Wenn ich ein Tierliebhaber bin, orientiere ich mich ausschließlich an den natürlichen Bedürfnissen des Tieres und nehme ihn als ein Lebewesen wahr, dem ich Respekt und Würde entgegenbringe. [...] Es ist schon so, dass der Mensch Unterschiede zum Tier aufweist und er das einzige Tier ist, das gegenüber anderen Spezies Verantwortung fühlen kann. Diese Verantwortung hat er auch zu tragen, finde ich. Und da ist einzuschließen, dass er im Sinne des Tieres handelt, also auf dessen Bedürfnisse achtet. [...]
Würde und Respekt gegenüber den Bedürfnissen eines Tieres und Verantwortung für das Lebewesen übernehmen heißt für dich also ein Kitten als Einzeltier mit noch nicht einmal 10 Wochen ungeimpft vom Muttertier wegzureißen? Ich habe gerade -zugegeben- ein bisschen ein Problem damit, dass du anderen Dinge abverlangst, die du selber in keinster Weise bereit bist, vorzuleben - Züchter sollen x,y und z machen und auf das und jenes achten, worauf hast du bei der Anschaffung deines Tieres geachtet? War dir das Leben deiner Katze so viel Wert, dass du dich im Vorfeld intensiv informiert hast? Versteh mich nicht falsch, wir machen alle Fehler, kein Thema, aber bei dir ist es für das LEBEwesen, für das du Verantwortung übernommen hast, ja schon eher übel gelaufen und sich dann mit dem erhobenen Zeigefinger vor andere zu stellen, finde ich moralisch zumindest hinterfragenswert.

[...] Haben Wildkatzen, die frei von jeglichem menschlichen Einfluss sind, auch diese Probleme? Soweit ich weiß nicht. Dann ist noch die Frage, ob Schielen und Knickschwanz nicht erst durch den menschlichen Einfluss entstanden sind? :-? Ich glaube nicht, dass sich diese ernsten beeinträchtigten Probleme so ohne Weiteres weitervererbt hätten, da solche Nachkommen gar nicht erst überlebt hätten. [...]
Dazu zitiere ich mich mal selber:
[...] naja, schau dir mal die Manxkatzen an - das sagt ja schon alles - oder findest du 'gut', was die Katzen da 'gemacht' haben?


P.S.: Es wäre übrigens sehr lieb, wenn du jedem Zitat auch den Zitierenden lassen würdest, denn sonst ist es fast genau so schwer wie vorher, nachzuvollziehen, woher der Ursprungspost stammt.
 
  • Wieso züchten??? Beitrag #79
@maryjanes

Jetzt hab ich mir auch mal Deine anderen Beiträge durchgelesen und bin doch sehr erstaunt. Nach den Beiträgen hier ging ich von jemanden aus, der sich viele Gedanken um seine Katzen macht, die selbstverständlich aus dem Tierschutz stammen. Wenn ich dann lese, dass Deine eigene Katze als typisches Vermehrerkätzchen aus rein optischen und wohl auch emotionalen Gründen ausgewählt und viel zu früh und dann noch alleine ins Haus geholt wurde und das in einem Alter, in dem der Tierarzt noch nicht einmal impfen wollte, dann klafft für mich Anspruch (vor allem an andere) und Wirklichkeit extrem weit auseinander. Bei einem seriösen Züchter wäre zumindest das so nicht passiert. Der hätte euch beraten und über die Bedürfnisse eines Kätzchens aufgeklärt.

Nach allem, was ich so gelesen habe, gehe ich davon aus, dass Du in einem Alter bist, in dem man noch gar keine eigenen Entscheidungen treffen kann. Ansonsten hätte ich so manches, was Du hier geschrieben hast, vor diesem Hintergrund fast unverschämt gefunden.

Ich kann Dir nur den Rat geben, Dich erst einmal in Katzenhaltung einzulesen und Verantwortung für das Leben Deines Kätzchens zu übernehmen. Das arme Tier ist völlig von Dir und Deinen Eltern abhängig. Sein Leben und seine weitere Entwicklung hängen von euren Entscheidungen ab. Es wäre gut, wenn Du das, was Du hier von anderen erwartest, wenigstens im Ansatz auf Dein eigenes Handeln übertragen würdest.
 
  • Wieso züchten??? Beitrag #80
Ich finde es eigentlich nicht ok, jetzt auf die persönliche Schiene zu fahren. Ja, ich habe diesen Fehler gemacht, versuchte und versuche ihn auszubügeln, unter anderem deswegen bin ich hier, um mich weiterzuinformieren und weitere Fehler zu vermeiden. Selbstverständlicherweise wird sowas nie wieder vorkommen und ich werde auch niemandem dazu raten oder jemanden unterstützen, dasselbe zutun. Ich informiere mich ständig über Tierrechte und Tierschutz und beschäftige mich sehr ausgiebig mit dem Thema, unter anderem mache ich mir eben auch übers Züchten Gedanken. Das heißt noch lange nicht, dass ich deswegen alles richtig mache (ich trinke ja auch noch Milch und kaufe Eier, obwohl ich mir über das Leid rein rational bewusst bin) - aber ich versuche mich partout weiterzuentwickeln und die Problematik zu verinnerlichen, um mich zu verändern (so war das beim Fleisch bei mir). Ich will hier niemanden anprangern und hatte auch schon am Anfang und in anderen Threads gesagt, dass ich dem Züchten gegenüber zwiespältig stehe, da ich Rassekatzen per se sehr schön finde.
Ich mache nicht 100% alles richtig (bemühe mich aber wohl!) und ich sehe das auch nicht als Notwendigkeit an, um über bestimmte Dinge nachzudenken und diese zu reflektieren. Ich habe mich viele Monate mit dem Thema Fleisch beschäftigt, bevor ich aufgehört habe, es zu essen. Es ist ein Prozess, der stattfindet, wenn man sich immer wieder mit diesen Themen konfrontiert.

Nichts anderes tue ich auch hier. Ich habe hier schon gesagt, dass ich mit dem Gedanken von Antispeziesismus sympathisiere und mir Zucht von Tieren dem gegenüber eben aus verschiedenen Gründen widersprüchlich erscheint. Das allein ist auch eine Kritik und Hinterfragung meines eigenen Handelns&Wünschens und ein Versuch, einen festen Standpunkt zu beziehen. Deswegen habe ich das hier eingeworfen und auf eine Diskussion gehofft, die ich bis dato auch sehr interessant und informativ fand.
 
Thema:

Wieso züchten???

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