Ich finde es gut, sich Gedanken darüber zumachen, wie man das Leben für Katzen besser machen kann. Allerdings sollte man dabei auch nicht die Realität außer Acht lassen. Katzen sind keine Wildtiere und überleben auch auf Bauernhöfen, wenn sie nicht zusätzlich gefüttert und tierärztlich behandelt werden, mehr schlecht als recht. Katzen sind domestizierte Tiere, d.h. sie haben sich an ein Leben mit dem Menschen angepasst. Das kann man nicht wegträumen und sie vorstellen, dass die Katze a la warrior cats ein freies Leben führen könnten, wenn man sie nur lassen würde.
Es nützt gar nichts, sich für alle Katzen ein Freigängerleben zu wünschen, wenn die Realitäten völlig andere sind. Vor allem wie willst Du die Masse an Katzen reduzieren, ohne sie zu kastrieren? Durch eine Kastration wird einer Katze ein ganzer Teil ihres natürlichen Verhaltens genommen. Keine Kastration bedeutet unter Freigangbedingungen jährlich 2 Würfe von jeder Kätzin. Wie soll das aussehen, ohne die Mehrzahl der Kitten aktiv (Tötung) oder passiv (nicht drum kümmern) sterben zu lassen?
So siehts aus...ich krieg jetzt noch die Krise , wenn ich daran denke, welche blöden Gespräche über "das ist doch Natur" ich mir hab anhören dürfen, weil meine Nachbarin Suki als Säugling gerettet hat, bevor sie auf der Wiese von den Krähen gefressen wurde und ich sie mit der Flasche aufgezogen hab.
Guckt Euch die Ausgewilderten ausgesetzen Geschöpfe an...allesamt erkrankt an allem möglichem Mist...das ist doch Quälerei...von wegen Natur trallala, Geigen hängen am Himmel...eine Kätzin wirft locker 3 Mal im Jahr...ein Teil der Kitten verreckt, der Rest kommt irgendwie durch und die Kätzinnen werfen wieder 3 mal im Jahr. Dann fangen sich die ersten an über die Katzenflut und die Katzenkacke im Garten zu ärgern und schon liegen die Rattengiftköder aus...auf dem Lande werden sie immer noch anders entsorgt.
Ich sags nochmal:
Willkommen in der Realität !!!
Meine Katzen bleiben drin. Kein Bock auf plattgefahrene Katzenleiche, Giftköder und Schrotkugeln. Nicht zu vergessen Tierfänger...im Saarland verschwinden in letzter Zeit wieder ohne Ende Katzen...merkwürdige Sache.
Mir wurschd ob andere das für Tierquälerei halten...die Halbwertszeit einer lebendigen Katze beträgt hier in der Nachbarschaft im Durchschnitt 2 Jahre...das ist mir echt zu wenig :roll:
Und Peta? Hört mir auf...Guckt mehr Animal planet...da könnt ihr Euch ansehen unter welchen Umständen Tiere eingeschläfert werden im Tierheim...verhaltensgestört und damit dort "unvermittelbar" ist dort schnell das Todesurteil.
Sehr zweischneidiges Schwert.
Die Masse an Katzen in Tierheimen kann nur durch Kastrationspflicht und Aufklärung Aufklärung und wieder Aufklärung gemindert werden...da geht mindestens zweimal im Jahr der Punk ab, wenn wieder Wurfzeit ist...regelmässig Mai und nochmal August September kommen die mit Pflegestellen nicht nach, weil unendlich viele Kitten mit der Flasche gepäppelt werden müssen, weil Mamakatze das entweder nicht packt oder plattgefahren wurde. Der Rest wurde ausgesetzt, weil zu blöd Mamakatze kastrieren zu lassen und die Babys irgendwo aussetzen.
Mir gehts einfach auf den Sack !!!...der gleiche Mist bei den Farbratten...arghhhh
Da kommt man irgendwie nicht dazu ne Katze beim Züchter zu holen...alle meine Tiere sind vom Tierschutz. Die meisten Ratten kommen eher zufällig zu mir, weil wieder irgendwo dringend ein freier Platz für ne arme ausgesetzte, vernachlässigte Ratz gesucht wird...oder ne alte, kranke, aussortierte :roll:
Babys aus Unfallwürfen nehm ich schon gar nicht mehr, weil die sind niedlich, die finden immer nen Platz...ich achte da weder auf Farbe noch Alter.
Ich hätte auch gerne welche vom Züchter, die weniger Tumoranfällig sind, aber mir brichts jedes Mal das Herz, wenn wieder Notfälle aus Tiermessiefällen oder ausgesetzte Tiere inseriert oder bei facebook gepostet werden.
Demnächst sollen zwei Laborratten einziehen in mein Rudel.