Es haben schon viele Leute erkannt, dass es falsch ist, Tiere für Versuche, Fleisch, Milch, usw., alles Dinge, die im Interesse des Menschen stehen, zu missbrauchen.
Ach guck, da ist es wieder das alte Veganer-Vegetarier-Fleischesser Streitthema :roll:
Warum wir Tiere als Haus-und Nutztiere halten?
Weil wir vom "Jäger und Sammler" zum "Ackerbauer und Viehzüchter" wurden. Warum? Damit haben sich Generationen von Forschern beschäftigt.Das ist auch gut zu googlen.
Warum wir es gerade bei der Nutztierzucht und Nutztierhaltung so übertreiben?
Weil wir über 7 Milliarden Menschen auf diesem Planeten sind, Tendenz steigend...wir züchten seit tausenden von Jahren...das war nie ein Problem, wir waren ja auch nur einige Millionen Individuen.
Und es geht wohl kaum darum, ob man heutzutage Tiere aus eigenem Interesse halten darf...es kommen so viele nach, dass man es muss, wenn man nicht die Fähigkeit besitzt sich den armen heimatlosen Geschöpfen zu verschliessen.
Und viele Kätzchen, die als Kitten im
Tierheim landen, stammen aus verwilderten Würfen...also drehen wir uns hier im Kreis.
Die Züchter machen den Braten nicht fett. Es sind die Abermillionen verwilderten Katzen und die Vermehrerwürfe, die uns wirklich Sorgen machen müssen und da kommt man nur mit rigoroser Kastrationspflicht und Vermehr-Verbot bei.
Und ich schreib es nochmal:
Diese Katzen gehören hier nicht in den natürlichen Lebensraum...ob man sich Wildtiere im Haus halten sollte einfach eben mal so? Nein. Aber das tat der Mensch vor tausenden von Jahren auch nicht...das hatte immer einen gewissen Nutzen, sei es für die Jagd oder die Bekämpfung von Schädlingen. Oder es gab einen spirituellen Zusammenhang.
Es ist unser allgemeiner Umgang mit der "Ware" Tier, die das ganze zum moralischen Dilemma macht, nicht die gewissenhafte Zucht. Da habe ich keinesfalls ein schlechtes Gewissen. Aber unsere Sicht auf die Tiere muss dringend überholt werden. Für viele Menschen sind sie immer noch keine mitfühlenden Individuen, die Bedürfnisse haben auch emotionaler und sozialer Art.
Aber ein Leben um jeden Preis in "Freiheit" ist heutzutage keinesfalls lebenswerter als eines in behüteter Umgebung des Menschen.
Das ist wirklich naiv...wären wir mal zwei Drittel weniger Menschen auf der Erde, könnte man sich das überlegen, aber so haben Wildtiere ja schon kaum noch eine Chance auf lange Sicht als Art neben dem Menschen zu bestehen.
wieso der Mensch das bei anderem Leben machen darf
Ob wir das dürfen oder nicht, wer bestimmt das als übergeordnete Instanz?
Es ist nun mal so, dass wir Menschen dazu in der Lage sind, Tiere aber bislang nicht auf diese Idee gekommen sind, warum auch immer hat die Evolution sie noch nicht so weit getrieben, dass sie sich mit solchen Fragen überhaupt beschäftigen können oder wollten. Du sprichst von geologischen Zeiträumen, und dass die Domestikation nur einen kurzen Bruchteil davon ausmacht im gesamten Bestand der Art.
Genauso wird es auch mit dem Menschen sein...wer garantiert denn, dass nicht eine andere Art sich weit über das Verständnis des Menschen hinaus evolutionär bedingt entwickelt, in einem Zeitraum von einigen Millionen Jahren, und wir dann als Fossilien von denen erforscht und nachgezüchtet werden ?
Zitat:
ich wiederhol mich: die natürliche Umgebung der Hauskatze ist der Mensch
Gut, da sind wir wohl nicht auf einen Nenner zu bringen, denn das sehe ich nun mal prinzipiell nicht so.
Ob Du das so siehst oder nicht, inwieweit die heutige Hauskatze in der freien Natur überleben kann, sieht man ja: eher schlecht als recht mit unterirdischer Lebenserwartung, hoffnungslos verinzuchtet, die wilden Katzenarten auch noch verdrängend oder genetisch verwaschend. Es wäre also für mich ein Unding aus verkorksten, naiven Gutmenschen-Träumereien heraus, diese Tiere in die "Freiheit" zu zwingen oder über Generationen in die Freiheit zurück zu züchten. Dann kann man sie auch einfach nicht mehr nachproduzieren und das Problem erledigt sich eines Tages von selbst und die Art stirbt irgendwann aus. Denn alleine aus den natürlichen Vorkommen im fruchtbaren Halbmond wird die Art sicher nicht überleben.Also müsste man der wildlebenden Art genetisch nahe Vertreter nachzüchten um sie auszuwildern und unser Ökosystem würde sich abermals für unsere Eingriff bedanken. Versuch doch mal Kühe oder Hausschweine wieder zurück zu züchten und auszuwildern, wie sollen die hier noch überleben...ich weiß nicht, ob ich über die Idee noch lachen soll. Abgesehen davon dass der freiwillige Domestikationsprozess der wilden Vorfahren unserer zahmen Katzen im fruchtbarfen Halbmond immer noch live zu beobachten ist und nie aufgehört hat.
Ergo:
Der Mensch wird Katzen haben solange er sesshaft bleibt und Vorräte anhäuft und damit Nager anlockt, die wiederum die Katzen anlocken. Und irgendwann, da sie soziale und mitfühlende Tiere sind, legen einige ihre Scheu ab, und lassen sich vom Menschen anfassen, bauen emotionale soziale Bindungen zum Menschen auf, die sie an die nächste Generation weitertragen und schon haben wir sie wieder, die Hauskatze :roll:
Okay, du bist unglücklich damit das Katzen in Wohnungen gehalten werden, quasi nach deiner Auffassung dazu gezwungen werden.
Aber das ist dein Empfinden, wenn es dich so stört dann schaff dir keine Katze an, damit trägst du auch nicht zu dem vermeintlichen Leid bei.
So siehts aus...was nützt denn das hohe Getrabe, wenn man sich selbst nicht dran hält :roll: