kastrierter Kater pisst/markiert überall

Diskutiere kastrierter Kater pisst/markiert überall im Katzenklo Forum im Bereich Katzenfreunde; Es ist zum verzweifeln: mein langjährig kastrierter Kater pisst alles an! Ich kann ihn nicht mehr ins Haus lassen, er nutzt jede Gelegenheit...
  • kastrierter Kater pisst/markiert überall Beitrag #1
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Blanco

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Es ist zum verzweifeln: mein langjährig kastrierter Kater pisst alles an! Ich kann ihn nicht mehr ins Haus lassen, er nutzt jede Gelegenheit, nichts ist vor ihm sicher. Draussen im Garten ist es auch nicht besser, ebenso im Wintergarten und der Veranda und sogar auf der Strasse. Halt überall. Es wird immer schlimmer. Sicher würde es helfen, wenn ich meine anderen Katzen und Kater abschaffen würde (und die aus der Nachbarschaft gleich mit), sodass er weit und breit keine Konkurenz hat - aber das geht ja nicht! Weiss jemand Rat? Meine anderen Kater machen das überhaupt nicht. Nur dieser, er war auch schon von Anfang an schwierig und eher unfreundlich. Damals war ich bei einer Tierheilpraktikerin und er bekam "Nuxvomica", aber es hat nichts geholfen, allerdings war da das Markieren noch längst nicht so schlimm.
Ich bin für jeden Rat dankbar!
 
  • kastrierter Kater pisst/markiert überall Beitrag #2
Herzlich willkommen erstmal.
Was sagt denn der Tierarzt?
 
  • kastrierter Kater pisst/markiert überall Beitrag #3
Hallöchen

Es könnte Protestpinkeln sein.
Aber frage am besten mal deinen Tierarzt es könnte auch
eine Krankheit dahinter stecken.

L.G
 
  • kastrierter Kater pisst/markiert überall Beitrag #4
Urin- und Bluttest ergaben...?
 
  • kastrierter Kater pisst/markiert überall Beitrag #5
Hallo,
im Wesentlichen gibt es eigentlich nur drei Hauptursachen, weswegen Kater in einen derartigen Ausmaß markieren.
Erstens, wenn eine Erkrankung vorliegt, zweitens aus Angst und drittens, weil sie ihre Dominanz damit zum Ausdruck bringen möchten. Da du von deinen Kater schreibst das er bereits "schon von Anfang an schwierig und eher unfreundlich" war, würde ich vom letzten Grund ausgehen. Das Problem ist halt einfach, einen dominanten Kater, welcher der Meinung ist das er der Chef von allen ist und selbst noch über seine Dosis steht, bei einen solchen Kater reicht es eben nicht aus die markierten Bereiche regelmässig sauberzumachen und zu hoffen, daß es irgendwie von selbst aufhöhrt. Du mußt ihm schon zeigen, daß nun du die neue Chefin bist.

Das gesamte Vorgehen ist nicht ganz einfach und dauert natürlich auch seine Zeit. Ausserdem hat ja jede Katze andere Charaktereigenschaften, d.h. man muss die Methode individuell natürlich etwas anpassen. Mal als Bsp., mit Floyd kann man ruhig etwas derber umgehen, dem macht das nicht nur nichts aus, nein der braucht das sogar. Salem dagegen ist ja sowas von feinfühlig. Der wäre sofort beleidigt wenn man zu grob mit ihm umgeht.

Das grösste Problem bei Katzen ist die Tatsache das sich die Katzensprache ganz gewaltig von der Sprache anderer Tiere unterscheidet. Wenn eine Katze an irgendwelchen Stellen markiert, dann heisst das, das sie einerseits damit ihr Revier abgrenzen möchte und andererseits ihre Dominanz gegenüber ihren Dosis und anderen Katzen zum Ausdruck bringen will. Wobei auch die Angst vor anderen Katzen, also Angst vor Konkurenz eine Rolle spielen kann.

Ok. ich schreib mal das prinzipielle Vorgehen stichpunktartig auf.

1. Katze auf frischer Tat ertappen.
2. Katze nehmen und fest anpacken, so das sie sich nicht mehr wehren kann. Das ist ganz wichtig. Bei Floyd mach ich das, indem ich mit einer Hand ihm mittels Babygriff im Nacken packe und mit der anderen Hand das Gewicht etwas stütze. Wichtig ist, das die Katze von vornherein in einer unterlegenen Position ist. Einfach auf dem Arm nehmen reicht leider nicht aus.
3. Mit der Katze zu der betreffenden Stelle gehen und sie ihm zeigen. Also möglichst nahe dranhalten um ihr die Beziehung zwischen dem markieren und dem markierten Ort aufzuzeigen.
4. Der Katze ganz dicht in die Augen schauen und sie mehrmals kräftig anfauchen. (Am besten ist es wenn man das vorher einige male übt ). Dabei aber aufpassen das man ausserhalb der Krallenreichweite ist.
5. Weiterhin so lange in die Augen schauen, bis die Katze von selbst wegschaut. Das ist entscheident. Erst wenn die Miez von selber wegsieht, zeigt sie damit lt. Katzensprache an, das sie aufgibt und unterlegen ist.
6. Wenn die Katze beginnt wegzusehen und herumzustrampeln, kann man sie wieder laufen lassen.
7. Die markierten Stellen säubern. Aufpassen das man möglichst keine salmiakhaltigen Reinigungsmittel nimmt. Diese könnten Katzen sonst erst recht zum markieren animieren.
8. Nun ist es wichtig die betroffenen Stellen selbst zu "markieren". Es reicht dabei aber völlig aus wenn man einen Ersatzstoff nimmt. Bsp. eignet sich Rasierwasser oder Zitronenmelissenöl sehr gut. Ausserdem geht prinzipiell alles was nach Dosi riecht, wie z.B. getragene verschwitzte Unterhemden oder Socken und ähnliche Dinge.

So, das war es prinzipiell erstmal. Dieses Vorgehen muss man nun bei jeden Markierungsversuch der Katze wiederholen. Wie ich schon sagte, man muss sich natürlich individuell auf das jeweilige Tier einstellen. Aber wenn man das richtig und konsequent anwendet wird die Katze dieses Vorgehen nicht als übermässige Gewalt oder ähnliches betrachten sondern als ganz normales Revierverhalten unter Artgenossen einstufen. Die Katzen sind hinterher übrigens sehr viel anhänglicher und verschmuster.

Viele Dosis (ich schliess mich da selbst nicht ganz aus) machen immer wieder den grossen Fehler ihre Katze zu vermenschlichen. Wenn es um Revier- und Dominanzverhalten der Katze geht, dann sind menschliche Emotionen halt absolut fehl am Platz.

Falls es dich interessiert, ich habe unsere Erfahrungen mit dem Thema auf der Homepage zusammengefasst. Vielleicht hilft dir das auch etwas weiter:
 
Zuletzt bearbeitet:
  • kastrierter Kater pisst/markiert überall Beitrag #6
Hallo,
im Wesentlichen gibt es eigentlich nur drei Hauptursachen, weswegen Kater in einen derartigen Ausmaß markieren.
Erstens, wenn eine Erkrankung vorliegt, zweitens aus Angst und drittens, weil sie ihre Dominanz damit zum Ausdruck bringen möchten. Da du von deinen Kater schreibst das er bereits "schon von Anfang an schwierig und eher unfreundlich" war, würde ich vom letzten Grund ausgehen. Das Problem ist halt einfach, einen dominanten Kater, welcher der Meinung ist das er der Chef von allen ist und selbst noch über seine Dosis steht, bei einen solchen Kater reicht es eben nicht aus die markierten Bereiche regelmässig sauberzumachen und zu hoffen, daß es irgendwie von selbst aufhöhrt. Du mußt ihm schon zeigen, daß nun du die neue Chefin bist.

Das gesamte Vorgehen ist nicht ganz einfach und dauert natürlich auch seine Zeit. Ausserdem hat ja jede Katze andere Charaktereigenschaften, d.h. man muss die Methode individuell natürlich etwas anpassen. Mal als Bsp., mit Floyd kann man ruhig etwas derber umgehen, dem macht das nicht nur nichts aus, nein der braucht das sogar. Salem dagegen ist ja sowas von feinfühlig. Der wäre sofort beleidigt wenn man zu grob mit ihm umgeht.

Das grösste Problem bei Katzen ist die Tatsache das sich die Katzensprache ganz gewaltig von der Sprache anderer Tiere unterscheidet. Wenn eine Katze an irgendwelchen Stellen markiert, dann heisst das, das sie einerseits damit ihr Revier abgrenzen möchte und andererseits ihre Dominanz gegenüber ihren Dosis und anderen Katzen zum Ausdruck bringen will. Wobei auch die Angst vor anderen Katzen, also Angst vor Konkurenz eine Rolle spielen kann.

Ok. ich schreib mal das prinzipielle Vorgehen stichpunktartig auf.

1. Katze auf frischer Tat ertappen.
2. Katze nehmen und fest anpacken, so das sie sich nicht mehr wehren kann. Das ist ganz wichtig. Bei Floyd mach ich das, indem ich mit einer Hand ihm mittels Babygriff im Nacken packe und mit der anderen Hand das Gewicht etwas stütze. Wichtig ist, das die Katze von vornherein in einer unterlegenen Position ist. Einfach auf dem Arm nehmen reicht leider nicht aus.
3. Mit der Katze zu der betreffenden Stelle gehen und sie ihm zeigen. Also möglichst nahe dranhalten um ihr die Beziehung zwischen dem markieren und dem markierten Ort aufzuzeigen.
4. Der Katze ganz dicht in die Augen schauen und sie mehrmals kräftig anfauchen. (Am besten ist es wenn man das vorher einige male übt ). Dabei aber aufpassen das man ausserhalb der Krallenreichweite ist.
5. Weiterhin so lange in die Augen schauen, bis die Katze von selbst wegschaut. Das ist entscheident. Erst wenn die Miez von selber wegsieht, zeigt sie damit lt. Katzensprache an, das sie aufgibt und unterlegen ist.
6. Wenn die Katze beginnt wegzusehen und herumzustrampeln, kann man sie wieder laufen lassen.
7. Die markierten Stellen säubern. Aufpassen das man möglichst keine salmiakhaltigen Reinigungsmittel nimmt. Diese könnten Katzen sonst erst recht zum markieren animieren.
8. Nun ist es wichtig die betroffenen Stellen selbst zu "markieren". Es reicht dabei aber völlig aus wenn man einen Ersatzstoff nimmt. Bsp. eignet sich Rasierwasser oder Zitronenmelissenöl sehr gut. Ausserdem geht prinzipiell alles was nach Dosi riecht, wie z.B. getragene verschwitzte Unterhemden oder Socken und ähnliche Dinge.

So, das war es prinzipiell erstmal. Dieses Vorgehen muss man nun bei jeden Markierungsversuch der Katze wiederholen. Wie ich schon sagte, man muss sich natürlich individuell auf das jeweilige Tier einstellen. Aber wenn man das richtig und konsequent anwendet wird die Katze dieses Vorgehen nicht als übermässige Gewalt oder ähnliches betrachten sondern als ganz normales Revierverhalten unter Artgenossen einstufen. Die Katzen sind hinterher übrigens sehr viel anhänglicher und verschmuster.

Viele Dosis (ich schliess mich da selbst nicht ganz aus) machen immer wieder den grossen Fehler ihre Katze zu vermenschlichen. Wenn es um Revier- und Dominanzverhalten der Katze geht, dann sind menschliche Emotionen halt absolut fehl am Platz.

Falls es dich interessiert, ich habe unsere Erfahrungen mit dem Thema auf der Homepage zusammengefasst. Vielleicht hilft dir das auch etwas weiter:
Aber trotzdem vorher zum Tierarzt gehen, ganz wichtig!
 
  • kastrierter Kater pisst/markiert überall Beitrag #7
Vielen Dank für die Tips! Der Kater ist kerngesund, Blutwerte ok, Pipi + AA auch! Der Tierarzt meint, er sei halt ein extremer Macho, eigentlich einer, der als Alleinkater gehalten werden sollte. Ich habe auch schon versucht, jemand zu finden, erfolglos. Alle meine Bekannten haben auch Katzen und es ist ja sowieso schwierig, einen erwachsenen Kater zu vermitteln. Dabei ist er sehr schön, schneeweiss - und das weiss er auch. Er setzt sich vor´s Haus und läst sich gerne von Passanten bewundern.... Er markiert wie ein Hund, nie AUF etwas, immer GEGEN etwas und das so hoch wie möglich! Sicher muss ich konsequenter sein, bisher habe ich immer auf die Stellen gesprüht und geschimpft, ihn aber nur manchmal am Nacken gepackt und Aug in Aug Dominanz gezeigt. Wenn ich das mache, tut er als wolle ich ihn umbringen, aber man merkt, dass er einfach total sauer ist. Leider ist der Bursche vor allem zu unterlegenen Katzen gemein, ich habe eine ältere Katze, die er mobbt und einen jüngeren Kater, dem lauert er auch auf, da weiss er, dass die Angst vor ihm haben und das findet er toll.
Ich werde jetzt auf alle Fälle immer wenn ich ihn erwische Dominanz zeigen, vielleicht bringt das was. Da hilft nur ausprobieren....
 
  • kastrierter Kater pisst/markiert überall Beitrag #8
Ich werde jetzt auf alle Fälle immer wenn ich ihn erwische Dominanz zeigen, vielleicht bringt das was. Da hilft nur ausprobieren....

Und wie genau möchtest Du das anstellen ? Da müsstest Du schon drüber markieren *lach*
Einen erwachsenen Kater packt man nicht am Genick denn es tut IHm weh !!!!! Bitte lass das !!!!!
 
  • kastrierter Kater pisst/markiert überall Beitrag #9
Und wie genau möchtest Du das anstellen ? Da müsstest Du schon drüber markieren *lach*
Habe ich doch bereits geschrieben ...
8. Nun ist es wichtig die betroffenen Stellen selbst zu "markieren". Es reicht dabei aber völlig aus wenn man einen Ersatzstoff nimmt. Bsp. eignet sich Rasierwasser oder Zitronenmelissenöl sehr gut. Ausserdem geht prinzipiell alles was nach Dosi riecht, wie z.B. getragene verschwitzte Unterhemden oder Socken und ähnliche Dinge.
Wobei die Kleidungsstücke keinesfalls erst müffeln müssen. :wink::mrgreen: Da Katzen einen weitaus besseren Geruchssinn als Menschen haben, reichen einmal getragene Kleidungsstücke vollkommen.

Natürlich mußt du darüber "markieren", denn wie ich schon sagte, du mußt dem Kater schon in seiner eigenen Katzensprache sagen was Sache ist. Sonst versteht er es schlichtweg nicht. Versuche dich doch einfach mal in solch einen Kater hineinzuversetzen.

Einen erwachsenen Kater packt man nicht am Genick denn es tut IHm weh !!!!! Bitte lass das !!!!!
Dieser Griff ist nunmal extrem wichtig als Ersatz für den bei Katzen in Dominanzfragen üblichen Nackenbiss. Da kommt man mit höflich "bitte bitte" fragen leider nicht sehr weit. Und natürlich ist es von entscheidenter Bedeutung das man ihm aufzeigt wo seine Grenzen sind und wer der Stärkere ist. Das man dabei natürlich dennoch sehr vorsichtig vorgehen muß ... ich nehme bsw. immer die zweite Hand unter dem Kater als Unterstützung, damit das gesamte Gewicht nicht nur am Nacken hängt ...das ist doch klar. Außerdem habe ich doch auch ganz klar und für jeden deutlich zu lesen geschrieben, daß es natürlich auch auf jeden Kater ankommt, wie man mit ihm umgeht. Aber so wie Blanco geschrieben hat, scheint ihr Kater schon ein recht extremes Beispiel von einen dominanten Katermacho zu sein. Wenn überhaupt bekommt man das nur mit sehr viel Strenge und Konsequenz wieder einigermaßen in den Griff.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • kastrierter Kater pisst/markiert überall Beitrag #10
Also ich finde Deinen Rat ausprobierenswert!!! Mache ich!!! DANKE!!!
Natürlich will ich meinem Kater nicht weh tun, aber ein fester Griff ist bei ihm schon notwendig, der Bursche ist nicht gerade zierlich und nur empfindlich, wenn ihm etwas gegen den Strich geht. Ansonsten hatte ich noch nie einen so "dickfelligen" Kater, aber er will halt alles für sich alleine. Bei mir gibt es zig komfortable Liegeplätze, aber er will immer den, den ein anderer hat und "besetzt" den bei nächster Gelegenheit. Da pinkelt er aber nicht hin, wie gesagt, nie auf etwas, nur gegen etwas. Er markiert sogar, wenn die Nachbarshunde auf der Strasse irgendwohin pinkeln! Ach ja, sein Respekt vor Hunden ist auch gering, er hält sich für schöner, grösser, stärker - halt einfach besser. Vor einiger Zeit hat mich ein entfernterer Nachbar angesprochen als ich aus dem Auto stieg, ob mein Kater vielleicht krank oder verletzt sei, weil er nicht versuchte wegzulaufen. Ein paar Meter weiter lag der Bursche in einem Beet und die Nachbarshunde (2 Englische Bulldoggen!!!) standen sabbernd und ängstlich ca. einen halben Meter davor und warteten darauf, dass Herrchen sie rettete. Manchmal lauert er Hunden wie anderen Katzen auch auf und freut sich, wenn die die Flucht ergreifen. Bei fremden Katzen kann er das gerne machen, bei seinen "Kumpels" und dem Mädchen daheim tun die mir oft echt leid.
 
  • kastrierter Kater pisst/markiert überall Beitrag #11
@Blanco
Ähm ... ich weiß jetzt gar nicht recht wie ich mich ausdrücken soll ... bei deinen Schilderungen ist man hin und hergerissen. Einerseits möchte man aus vollen Halse *cooool* :cool: rufen und fast applaudieren. Andererseits weiß ich natürlich auch was für Probleme solch ein Kater bringen kann.

Was deine Schilderungen bezüglich der Hunde betrifft, bin ich fast geneigt, dies als Übertreibung abzutun, wenn, ja wenn ich nicht vor vielen Jahren bei meiner ersten Katze ähnliche Erfahrungen gemacht hätte. Wenn ich damals in den Garten ging, lief sie mir stets wie ein Hund nebenher. Natürlich kam es oft vor, daß uns Hundehalter entgegenkamen. Meist lief das immer wieder nach dem gleichen Muster ab. Ich fragte höflich den Hundehalter ob er bitte so freundlich wäre und seinen Hund an die Leine zu nehmen. Die Hundehalter entgegneten meist alle ähnlich ... ihre Hunde wären ganz friedlich und würden der kleinen Mieze gewiss nichts antun. Sobald ein gewisser Mindestabstand unterschritten war, griff meine Katze im vollen Galopp an. Sie war zwar durchaus vorsichtig und versuchte ihre Gegner nicht zu unterschätzen. Aber ängstlich war sie eigentlich niemals. Von daher glaube ich dir aufs Wort. Allerdings unterstreicht das die Probleme leider nur noch. Äh ... übrigens ... bei deinen Versuchen ihn zu dominieren solltest du vielleicht dicke Handschuhe und eine dicke Wattejacke anziehen. Nur so als Tipp. ;-):mrgreen:
 
  • kastrierter Kater pisst/markiert überall Beitrag #12
Äh ... übrigens ... bei deinen Versuchen ihn zu dominieren solltest du vielleicht dicke Handschuhe und eine dicke Wattejacke anziehen. Nur so als Tipp. ;-):mrgreen:

Also ich weiss nicht aber irgendwie hinterlässt dieser Tip ein sehr bitteren Beigeschmack für mich.
Ich kenne auch ehrlich gesagt keine Katze die sich das markieren abgewöhnt hat nur beim Versuch die Katze zu dominieren.Überhaupt hab ich noch nie davon gehört das man Katzen dominieren kann,als Besitzer.
Dies mag vielleicht bei einem Hund klappen, aber bei einer Katze?
Ich hätte da echt bedenken ob man das Problem bei dem Versuch, einen Kater zu dominieren, nicht doch schlimmer machen könnte.
Ich würde eher zur Wasserspritzpistole greifen anstatt meinem Kater zu zeigen wer Chef ist.
Ausserdem könnte dies auch sehr nach hinten losgehn.

Geh lieber mit deinem Kater zum Doc und lass das abklären bevor Du irgendwelche Experimente veranstaltest die das Problem eventuell verschlimmern.
 
  • kastrierter Kater pisst/markiert überall Beitrag #13
Also ich weiss nicht aber irgendwie hinterlässt dieser Tip ein sehr bitteren Beigeschmack für mich.
Ich kenne auch ehrlich gesagt keine Katze die sich das markieren abgewöhnt hat nur beim Versuch die Katze zu dominieren.Überhaupt hab ich noch nie davon gehört das man Katzen dominieren kann,als Besitzer.
Dies mag vielleicht bei einem Hund klappen, aber bei einer Katze?
Ich hätte da echt bedenken ob man das Problem bei dem Versuch, einen Kater zu dominieren, nicht doch schlimmer machen könnte.
Ich würde eher zur Wasserspritzpistole greifen anstatt meinem Kater zu zeigen wer Chef ist.
Ausserdem könnte dies auch sehr nach hinten losgehn.

Geh lieber mit deinem Kater zum Doc und lass das abklären bevor Du irgendwelche Experimente veranstaltest die das Problem eventuell verschlimmern.

Also das finde ich auch. Wenn man zu so harten Methoden greift, kann das schnell auf Protest stoßen, vor allem, wenn du nicht da bist. Und du willst ja auch nicht, dass dein Kater sich letztendlich vor dir fürchtet, oder? Am Nackenfell packen und plötzlich böse werden ist ein ziemlicher Vertrauensmissbrauch, würde ich sagen...
 
  • kastrierter Kater pisst/markiert überall Beitrag #14
Zum Tierarzt müssen wir nicht schon wieder, der Kater ist KERNGESUND!!! Und übrigens wohnt die Tierärztin fast neben uns und kennt das Tier täglich auch ausserhalb der Praxis - und ihre Hunde haben auch bereits Erfarungen mit ihm gemacht....
---und Wasserpistole? Interessiert ihn nun wirklich überhaupt nicht! Er macht kurzfristig die Biege und wenn kein Wasserstrahl mehr rauskommt tut er als sei nix gewesen. Wahrscheinlich hofft er, dass es eine andere Katze trifft, denn ich muss ja aufpassen, dass die anderen nicht auch noch unter meinen Aktionen leiden müssen, die haben es mit dem Macho schon schwer genug! Ein junger Kater (1 Jahr) z.B. hält sich meist bei Nachbarn auf, weil er da seine Ruhe hat und kommt nur zum Fressen - und da muss ich aufpassen, dass er das in Ruhe kann bzw. überhaupt zum Fressnapf kommt.
 
  • kastrierter Kater pisst/markiert überall Beitrag #15
Ähm ... sorry, ich bin normaler weise ja wirklich ein höflicher Mensch, aber ich komme langsam nicht umhin zu bitten, daß diejenigen User die wirklich keine Ahnung von der Materie Markieren und alles was damit in Verbindung steht haben, sich wirklich mal zurückhalten. Und ich meine das wirklich ernst.

Wer einige Thread hier im Forum aufmerksam verfolgt hat, bzw. sich möglicherweise auf unserer HP umgesehen hat, der weiß auch das Floyd bis vor einiger Zeit sehr stark markiert hat und auch sonst kein einfacher Kater war. Jedenfalls haben wir uns wirklich intensiv mit dem Thema befasst, Bücher gelesen, im Internet danach recherchiert und auch E-Mails ausgetauscht. Wenn ich etwas schreibe, dann sauge ich mir das nicht etwa aus den Fingern heraus, sondern weil ich mich zumindest intensiv damit beschäftigt haben und auch über einige eigene Erfahrungen verfüge. Ich habe auch kein Problem damit, wenn jemand diese Ratschläge überliest und sie für falsch hält. Aber wenn jemand etwas schreibt dann sollte es schon fundiert sein. Mutmaßungen bringen keinen weiter.

Und ja ... ich habe bisher recht erfolgreich unseren Floyd vom Markieren abgebracht. Von ehemals mehrere Male pro Tag, geschieht es inzwischen nur noch alle 1-2 Monate mal. Und natürlich spielt bei Katzen die Dominanz eine äußerst wichtige Rolle. Nur ist das Katzenverhalten, bzw. die Katzensprache eben für Menschen nicht ganz einfach zu verstehen. Wenn man keine Ahnung hat, läuft man ständig Gefahr genau das Falsche zu tun.

Außerdem sollte man immer daran denken, daß Katzen sehr unterschiedlichen Charakter haben können. Von seinen eigenen Katzen auf andere schließen sollte sich also schon von daher verbieten. Und nicht alle Katzen sind zartbesaitete Geschöpfe die nur zum Kuscheln taugen und hübsch aussehen. Darüber hinaus spreche ich beim Thema Gegenmaßnahmen bei Dominanzverhalten nicht von Gewaltausübung. Ich weiß nicht was einige meinen in meinen Beiträgen herauslesen zu müssen.

Und nochmal ... einen Kater der mehrmals am Tag in einen Bogen von oft über einen halben Meter die halbe Wohnung vollpisst und einen dabei auch noch tief in die Augen sieht, dieser Kater sagt damit aus das er seinen Dosi in absolut und in keiner Weise respektiert. Und da hört der Spass bei der Katzenhaltung ganz einfach auf. Das ist nicht Sinn der Tierhaltung und tut im Ernstfall den Tier selbst nicht gut. Und es steht leider auch fest, daß man solch ein Verhalten nicht ändert indem man neue Katzenklos kauft, irgendwelche Mittelchen versprüht, Bachblüten anwendet oder sanft auf den Kater einredet. Und so wichtig ein Gang zum Tierarzt auch ansonsten sein mag, bei einen derartig Fall von dominanten Markieren, kann auch der Tierarzt nichts machen.
 
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  • kastrierter Kater pisst/markiert überall Beitrag #16
Also ich finde die Tips von aLuckyGuy prima und bin echt dankbar dafür!!! Auf alle Fälle steckt Erfahrung dahinter und das macht mich zuversichtlich. Alle die Mitleid mit dem armen Blanco haben, sollten auch mal an meine anderen, von ihm übelst gemobbten und schikanierten Miezen denken! Es muss was passieren. Eine Freundin von mir musste vor einigen Jahren einen Kater wegen des Markierens einschläfern lassen, er hat die ganze Wohnung vollgespritzt, wenn sie morgends zur Brille griff, schwamm die im Urin, ebenso wie die Obst- und Tablettenschale. So schlimm ist es bei mir nicht, aber es wird Zeit, dass ich ernsthaft was unternehme und ich glaube, pari bieten ist bei so einem Macho schon der richtige Weg. Klar, ich glaube schon, dass sich das Problem lösen würde, würde ich die anderen abschaffen, aber das kommt für mich nicht in Frage.
 
  • kastrierter Kater pisst/markiert überall Beitrag #17
Auch wenn ich mich jetzt in Gefahr begebe, in Deinen Augen
zu denen zu gehören,die von etwas sprechen, wovon sie keine Ahnung haben ,muss ich Dir widersprechen, LuckyGuy.
Eine Kater markiert nicht, um seinen Menschen zu dominieren.
Mit dieser Annahme würdest Du ihm Berechnung unterstellen und erst recht vermenschlichen.
Das markieren kann zwar anderen Katzen gegenüber so eine Art Besitzanspruch untermauern,
aber sicher nicht gegenüber dem Menschen.
Deshalb halt ich deine Vorgehensweise, auch wenn sie bei Dir funktioniert hat, für falsch.
Bei einem kastrierten, gesunden Kater passiert das eher aus Stress oder Angst.
Und ihn fest packen und in die Augen starren, mag vielleicht auf der Mainstreet im Wilden Westen
Sinn machen, aber kaum im Umgang mit Katzen.
Eine normale Katze versteht das als Bestrafung, deren Sinn sie nicht erkennt und nicht wie Du
als eine Möglichkeit ihr den Boss zu zeigen.
Und nochmal ich glaub schon das es bei Dir geklappt hat, aber als Ratschlag würde ich das nicht weitergeben,
sondern eher versuchen den Grund für die Stress oder Angstsituation des jeweiligen Tieres
zu begreifen.
Das markieren in Bezug auf uns Menschen, wird sicher nicht bewusst eingesetzt, sondern ist
eher ein reflexartiger Hilferuf...
 
  • kastrierter Kater pisst/markiert überall Beitrag #18
Eine Kater markiert nicht, um seinen Menschen zu dominieren.
Mit dieser Annahme würdest Du ihm Berechnung unterstellen und erst recht vermenschlichen.
Ich denke, es ist genau umgekehrt. Vor allem sollte man sich im Klaren sein, daß das Markieren im Wesentlichen ein ganz normales Katzenverhalten darstellt. Bsw. markieren viele Freigänger ihr Revier, kann man sehr oft beobachten. Salem bsw. markiert mit hohen Strahl fast den gesamten Zaun und den halben Garten dazu. Anders wird viel eher ein Schuh daraus. Kater markieren um jeden zu zeigen wer in dem Revier der Chef ist. Und leider machen das einige Kater eben auch in der Wohnung. Revier ist für eine Katze Revier, ob nun in der Wohnung oder außerhalb dürfte für Katzen eher unerheblich sein.

Den Unterschied den wir machen, der wird vielen Katzen gar nicht ersichtlich sein. Außerdem macht nicht jede Katze einen Unterschied zwischen Mensch und Artgenossen. Bei Salem kann man denke ich, schon einen gewissen Unterschied im Verhalten erkennen. Bei Floyd dagegen überhaupt nicht. Floyd betrachtet seine Dosis einfach als andere Artgenossen. Für ihn gibt es keinen Unterschied.

Und deshalb markieren Katzen. Weil sie eben nicht berechnend sind und wie Menschen denken, sondern lediglich ihr normales Katzenverhalten anwenden. Und das Katzen aus Dominanzgründen (bsw. Revieransprüche) markieren, kann man überall nachlesen und wenn es sein muß auch selbst beobachten.

Deshalb halt ich deine Vorgehensweise, auch wenn sie bei Dir funktioniert hat, für falsch.
Bei einem kastrierten, gesunden Kater passiert das eher aus Stress oder Angst.
Vielleicht sollte ich noch einmal in aller Deutlichkeit darauf hinweisen, daß diese Vorgehensweise nicht von mir stammt. Ich habe sie selbst nur von anderen gehört. Darüber hinaus soll sie gerade in Züchterkreisen doch recht bekannt sein.

Und ihn fest packen und in die Augen starren, mag vielleicht auf der Mainstreet im Wilden Westen Sinn machen, aber kaum im Umgang mit Katzen.
Ich denke, auch da liegst du falsch. Gerade das "Niederstarren" ist keine Erfindung von "Garfield" sondern bei jeder Katze sehr gut zu beobachten. Deshalb bin ich ja auch der Meinung das Katzen die wahrscheinlich am wenig verstandene Tierart überhaupt ist. Ab und an haben bsw. Salem und Floyd schon mal eine Auseinandersetzung die ausschließlich im "sich gegenseitig tief in die Augen starren" besteht. Nur das eine, sonst gar nichts. Und dennoch schreit Floyd als Unterlegener oft derart tief auf, das man meinen könnte Salem hätte ihm wer weiss was angetan.

Auch das gegenseitige Aufspringen und ins Genick beißen, was oft fälschlicherweise als Sexualakt abgetan wird, ist nichts weiter als Dominanzgehabe. Mit dem Packen des Katers ahmt man lediglich dieses Verhalten nach. Und nochmal ... kann man überall nachlesen.

Eine normale Katze versteht das als Bestrafung, deren Sinn sie nicht erkennt und nicht wie Du
als eine Möglichkeit ihr den Boss zu zeigen.
Nein, ich denke, das ist eine viel zu grobe Verallgemeinerung die man so nicht stehen lassen kann. Wenn überhaupt macht es nur Sinn wie eine Katze zu denken und mittels ihres eigenen Verhaltensrepertoire ihr die Grenzen aufzuzeigen. Denn dann wird es eine Katze am ehesten verstehen.

Und nochmal ich glaub schon das es bei Dir geklappt hat, aber als Ratschlag würde ich das nicht weitergeben, sondern eher versuchen den Grund für die Stress oder Angstsituation des jeweiligen Tieres zu begreifen.
... und auch hier nochmal. Die Methode stammt NICHT von mir. Ich gebe sie nur an dieser Stelle weiter.

Das markieren in Bezug auf uns Menschen, wird sicher nicht bewusst eingesetzt, sondern ist
eher ein reflexartiger Hilferuf...
Wie gesagt, das Markieren ist gerade bei Kater prinzipiell ein ganz normaler Vorgang. Das dieses Verhalten mit den menschlichen Vorstellungen einer Wohnung oft nicht recht im Einklang zu bringen ist, ist wieder ein ganz anderes Problem. Ich habe mal gelesen, daß rund 10 Prozent aller Kater trotz Kastration noch markieren.
 
  • kastrierter Kater pisst/markiert überall Beitrag #19
Wenn die Idee nicht von Dir ist freut mich das;
aber sie ist falsch,
ganz egal von welchen Experten sie kommt.
Katzen kommunizieren mit uns anders,
als mit ihren Artgenossen-
Für Sie sind wir so eine Art Superkatze,
wir sind viel stärker als sie und bestimmen die Regeln.
Und das markieren setzen sie gegen uns ( in der Wohnung) einfach nicht ein weil sie jetzt einen
Machtkampf aufnehmen wollen, sie wissen das sie den verlieren würden.
Nein sie machen das weil irgendwas nicht passt.
Wäre es da nicht gescheiter die Situation zu verbessern,
als mit irgendwelchen Einschüchterungsmethoden zu reagieren ?
 
  • kastrierter Kater pisst/markiert überall Beitrag #20
Also LuckyGuy, diese Methoden mögen ja vielleicht bei Floyd angeschlagen haben, aber mein Kater zum Beispiel würde mich dafür hassen.
Und mal eine kurze Frage am Rande; wann kommst du der Katze mit deinen Methoden an? Aus heiterem Himmel, wenns dir gerade so passt oder wenn sie gerade dabei ist, duftende Markierungen in der Wohnung anzubringen? Letzteres würde ich ja noch verstehen, aber es hört sich hier gerade so an, als würdest du einfach zwischendurch ein paar "dominierende Maßnahmen" ergreifen...
 
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