Ok. ich schreib mal das prinzipielle Vorgehen stichpunktartig auf.
1. Katze auf frischer Tat ertappen.
2. Katze nehmen und fest anpacken, so das sie sich nicht mehr wehren kann. Das ist ganz wichtig. Bei Floyd mach ich das, indem ich mit einer Hand ihm mittels Babygriff im Nacken packe und mit der anderen Hand das Gewicht etwas stütze. Wichtig ist, das die Katze von vornherein in einer unterlegenen Position ist. Einfach auf dem Arm nehmen reicht leider nicht aus.
3. Mit der Katze zu der betreffenden Stelle gehen und sie ihm zeigen. Also möglichst nahe dranhalten um ihr die Beziehung zwischen dem markieren und dem markierten Ort aufzuzeigen.
4. Der Katze ganz dicht in die Augen schauen und sie mehrmals kräftig anfauchen. (Am besten ist es wenn man das vorher einige male übt ). Dabei aber aufpassen das man ausserhalb der Krallenreichweite ist.
5. Weiterhin so lange in die Augen schauen, bis die Katze von selbst wegschaut. Das ist entscheident. Erst wenn die Miez von selber wegsieht, zeigt sie damit lt. Katzensprache an, das sie aufgibt und unterlegen ist.
6. Wenn die Katze beginnt wegzusehen und herumzustrampeln, kann man sie wieder laufen lassen.
7. Die markierten Stellen säubern. Aufpassen das man möglichst keine salmiakhaltigen Reinigungsmittel nimmt. Diese könnten Katzen sonst erst recht zum markieren animieren.
8. Nun ist es wichtig die betroffenen Stellen selbst zu "markieren". Es reicht dabei aber völlig aus wenn man einen Ersatzstoff nimmt. Bsp. eignet sich Rasierwasser oder Zitronenmelissenöl sehr gut. Ausserdem geht prinzipiell alles was nach Dosi riecht, wie z.B. getragene verschwitzte Unterhemden oder Socken und ähnliche Dinge.
So, das war es prinzipiell erstmal. Dieses Vorgehen muss man nun bei jeden Markierungsversuch der Katze wiederholen. Wie ich schon sagte, man muss sich natürlich individuell auf das jeweilige Tier einstellen. Aber wenn man das richtig und konsequent anwendet wird die Katze dieses Vorgehen nicht als übermässige Gewalt oder ähnliches betrachten sondern als ganz normales Revierverhalten unter Artgenossen einstufen. Die Katzen sind hinterher übrigens sehr viel anhänglicher und verschmuster.
Viele Dosis (ich schliess mich da selbst nicht ganz aus) machen immer wieder den grossen Fehler ihre Katze zu vermenschlichen. Wenn es um Revier- und Dominanzverhalten der Katze geht, dann sind menschliche Emotionen halt absolut fehl am Platz.
Falls es dich interessiert, ich habe unsere Erfahrungen mit dem Thema auf der Homepage zusammengefasst. Vielleicht hilft dir das auch etwas weiter:
http://www.frank-peine.de/Katze/salemundfloyd/unsauberkeit.htm