Liebe Kira.Paul,
ich fürchte, derartige Studien wird es so schnell nicht geben. Das hat mit der Finanzierungsfrage zu tun. Die meisten Forschungsprojekte werden nicht durch den Staat oder die Unis selbst finanziert, sondern über die sogenannten Drittmittel. Sprich: Private Auftraggeber, zumeist aus der Wirtschaft.
Im Bereich der Tiermedizin / Tierernährung, rate mal, wer da Interesse an dieser Frage hat und bereit ist, einige Millionen da rein zu stecken? Richtig: Futtermittelhersteller. Sonst juckt das niemanden.
Insofern, mal polemisch gesagt: Welcher Futtermittelhersteller hat denn bitte Interesse daran, eine Vergleichsstudie Industriefutter - Barf zu bekommen, wenn da die Gefahr bestünde, dass rauskommt, dass Barfen gesünder ist? Die die Nachteile von industriell hergestelltem Futter herausstellen kann?
Ich kann dir auch nur sagen: Unsere alten Katzen - der eine ist mit 17 Jahren gestorben, die andere ist inzwischen 19 Jahre, inzwischen zahnlos, zerbrechlich aber putzmunter, hatten keine nennenswerten Probleme. Unser alter Kater wurde aufgrund einer Autoimmunerkrankung, die mit einer Futtermittelallergie einherging, auf Barf umgestellt, und wir hatten diese Erkrankung damit über lange Zeit gut im Griff. Die andere Katze hat in ihrem Leben dreimal den Tierarzt gesehen: Zum Impfen, zur Kastra und vor einigen Jahren, weil ihre Nieren nicht mehr so toll funktionieren (alte Katze halt, aber immerhin lebt sie damit seit drei bis vier Jahren auch noch ziemlich munter). Sonst war sie nie in ihrem Leben krank, und hat außer Homöopathie auch nie Medis bekommen.