Schön und gut, aber wir haben die Verantwortung für unsere Katzen und können
besser abschätzen, ob sie den Gefahren gewachsen sind oder nicht. Die Katzen
wissen nichts über die Gefahren, die von Menschen künstlich geschaffen worden
sind. Sie wurden nie darauf vorbereitet von der Natur!
Zweifellos - und aus menschlicher Sicht ist sicherlich die Vermeidung des Todes als wichtigstes Ziel zu sehen. Aus menschlicher Sicht. Mit menschlichen Gefahren.
Nur wer sagt, dass das Tier nicht die Gefahr wählt, weil es dadurch auch die Freiheit hat?
Mir geht es nicht darum zu sagen, dass wir Menschen die Tiere besser schützen können. Das ist mir auch klar.
Nur ist der Schutz des Tieres wirklich höher anzusiedeln als das Freiheitsbedürfnis und damit ein Leben, das der Art des Tieres entspricht?
In einen naturbelassenen Gebiet ohne Menschen (= das natürliche Lebensumfeld
eines jeden Tieres), ist der Freigang sicher die artgerechteste Haltungsform. So
sieht aber nicht die Realität aus - so sieht für mich kein artgerechtes Leben aus!
Für DICH sieht es nicht so aus - du bist aber ja auch keine Katze.
Es ist einfach so, dass wir Menschen immer nur GLAUBEN zu wissen, was das Tier möchte.
Und es sicher auch in der Natur des Menschen liegt das Wesen der Katze dahingehend zu interpretieren, dass es konform zu unseren Vorstellungen von Leben ist.
Der Mensch hat ein hohes Sicherheitsbedürfnis.
Ob eine Katze das allerdings hat, weiß ich nicht.
Ich denke, es ist auch im Sinne der Katze, nicht qualvoll todgefahren zu werden
oder leidvollst an innerlichen Blutungen wegen einer Vergiftung einzugehen.
Nö, das will sicher kein Lebewesen.
Allerdings glaube ich durchaus, dass es im Sinne der Katze wäre ihrer Art gerecht zu werden.
Da sie ja, wie du schreibst, eh nix von den Gefahren wissen, haben sie logisch keine Angst davor. Da sie auch nicht in Zeitperioden denken, was wir zumindest glauben, haben sie auch kein Bedürfnis nach einem langen Leben, weil Länge keine Bedeutung hat.
Also liegt es in der Art der Katze den Moment zu genießen - ihrer Art entsprechend in der Sonne liegend und Mäuse jagend. ;-)
Ich bestreite wirklich nicht, dass Wohnungshaltung/gesicherter Freigang SICHERER und GESUENDER für die Katze ist. Und vorallem für unsere Nerven.
Aber genau das ist es - für UNS aus Menschensicht.
Ich habe nur ein Problem damit, wenn unser Sicherheitsbedürfnis unter dem Deckmantel des kätzischen Wohlbefindens befriedigt wird.
Klipp und klar - meine Katze darf nicht raus, weil ICH Angst habe, dass sie überfahren wird und ICH Angst vor dem Schmerz habe, den ich dann ertragen müsste. So ehrlich muss ich sein.
Ich übe Macht über das Tier aus und entscheide über das Ergehen des Tieres. Und die Sicherheit steht in dem Fall über der Artgerechtigkeit. Das ist aber auch alles.