Also zum Unterschied Züchter und Vermehrer: Züchter wurde ja schon beschrieben. Im Allgemeinen gehören sie einem Verein an, die Cattery hat einen Namen und die Züchter gehen verantwortungsvoll mit ihren Tieren um. Das heißt, sie sind geimpft, entwurmt, sozialisiert, haben den Tierarzt schon mehrfach gesehen und der Züchter legt wert darauf, in welche Hände seine Tiere kommen. Und das kostet Geld. Klar. Aber dafür kannst Du Dir relativ sicher sein, eine gesunde (vor Überraschungen ist man niemals sicher) Katze mit Stammbaum zu bekommen.
Wenn Dir jemand ne Rassekatze für umme anbietet - uffbasse! Dann ist vielleicht was faul. Entweder, das Tier ist krank, oder es ist jemand, der kein Geld für ne Kastra seiner Tiere ausgeben will. Wenn derjenige Geld haben will und kein Züchter ist, ist es ein Vermehrer, der eben Geld machen will mit den Würfen. Dem sind die Tiere scheißegal, er will Kohle. Und Du hast ein krankes Tier zuhause, trägst tonnenweise Kohle zum Tierarzt (von den Sorgen ganz zu schweigen) und der Vermehrer macht einfach weiter, weil er immer Leute findet (im Sinne von: auf die Gefühle hörend: Was ein liebes Tierchen, dem muß geholfen werden). An der Situation ändert dies aber nichts. Dilemma.
Solange keine Kastrationspflicht für Katzen gesetzlich verankert wird, ist dies ein Faß ohne Boden. Weil mitleidige und unwissende Menschen werden diese Vermehrer immer finden. Versteh´ mich bitte nicht falsch - das ist kein Vorwurf an Dich sondern lediglich an der Sachlage orientiert.
Ich plädiere immer dafür, Tiere aus dem Tierschutz zu holen. Es gibt Katzenschutzvereine und Tierheime, an die man sich wenden kann. Guck mal in Deiner Umgebung, was es da noch gibt. Eigentlich ist momentan Kittenüberfluß.
Klar, hast Du auch bei nem Tierheimtier nie die volle Gewissheit. Wir haben Joy damals zu uns geholt. Sie war mehrmals von der Tierheim-TÄ angeguckt, geimpft, kastriert worden. Vier Monate nach ihrem Einzug die Diagnose Lymphdrüsenkrebs. Die Knubbel unterm Ärmchen hatte sie schon, als wir sie zu uns geholt haben. Ich dachte, das wäre o.k., eben weil die Tierheim-TÄ sie öfters in Händen hatte.
"Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen - man weiß nie, was man bekommt!" Forrest Gump
Von daher kann ich nur sagen: Man muß sich bewußt sein, daß alles passieren kann. Wir tun es für die Liebe zu den Katzen, für die Freude, die sie in unser Leben bringen, für ihr Schnurren und Anschmusen,....
Wir müssen einfach auf alles gefasst sein und uns darauf einlassen. Alle Mühen und Sorgen, die wir mit unseren Schätzchen haben, werden durch ihr Dasein und Beiunssein tausendfach aufgewogen.
Mach´ Dir Gedanken, wie Du Tierarztkosten und dergleichen bezahlen kannst. Du kannst jeden Monat was beiseite legen oder eine Katzenkrankenversicherung abschließen. Und im Fall des Falles - möge er nie eintreten - darauf zurückgreifen und drohst nicht, pleite zu gehen.
Ich finde, das gehört genauso zu verantwortungsvoller Tierhaltung wie gutes Futter, Spiel- und Kratzmöglichkeiten, gewaltfreie Erziehung und dergleichen.
Ich will gar nicht wissen, wieviel Geld wir schon in die Gesundheit unserer Tiere investiert haben. Aber ich kann Dir versichern, wir werden es immer wieder tun. Unsere Mädels haben jetzt ne Krankenversicherung, Leo eine OP-Kostenversicherung und wir drei mopsfidele Mitbewohner, die uns auf Trab halten und glücklich machen. Das ist das Resümee aus zwei Krebserkrankungen mit entsprechender Behandlung in der Vergangenheit.
Und bei alledem sind wir überglücklich und dankbar, daß wir die Drei bei uns haben und noch viel verliebter als am ersten Tag in Erna, Frollein Willi und Leo.
Liebste Grüße,
Sisja und die Maubande
Ach ja: und MITHIBBEL!!!!!!!!!!!!!