Es gibt Grundsätze im Umgang und in der Erziehung von Katzen, Hunden, Kindern, egal was.
Ein Grundsatz ist z.B., dass ein Kind nicht so lange und unter Zwang am Tisch sitzen bleiben muss, bis der Teller leer ist. Hat man früher gemacht, ist aber falsch.
Ein anderer Grundsatz ist, dass man z.B. einen Hund nicht ohne Punkt und Komma voll labert, während man mit ihm arbeitet. Er kann Kommandos nicht aus dem Gelaber rausfiltern und man wird keinen Lernerfolg erzielen.
Ein anderer Grundsatz ist es, dass man Sanktionen, wie das aus dem Zimmer schicken einer Katze, nicht mit auf den Arm nehmen verbindet, sondern sie auf ihren eigenen 4 Beinchen das Feld räumen muss. Weil man sonst mit dem Ar*** einreisst, was man mit den Händen aufbaut.
So einfach ist das. Man muss sich nicht dran halten, man kann einem Kind, einem Hund, einer Katze durchaus auch mit Anlauf Misstrauen einflössen. Wenn man das will.
Ich will das bei meinen Tieren nicht. Und deshalb behandle ich sie so, dass sie verstehen, was ich von ihnen will.
Das Ergebnis ist eine 13-köpfige Friede-Freude-Eierkuchen-Bande, die in schönster Eintracht zusammen lebt, spielt, futtert, schmust.
Die 3-Punkte-Regel entstand im Lauf der Jahre. Und sie wird nicht nur von mir angewendet, sondern auch von vielen anderen Leuten, die mich konsultieren, darunter auch etliche Vereine, die, wenn sie ein schwieriges Tier zu vermitteln haben, die zukünftigen Halter des Tieres an mich verweisen.
Manchmal muss diese Regel etwas adaptiert werden, denn kein Tier ist wie das andere. Was aber immer gleich bleibt, ist, dass das Hochnehmen eines Tieres nicht mit einer Sanktion verbunden wird. Denn das wäre schlicht und einfach grottenfalsch.