. . . . Mikus wünscht sich doch nur eine Kommunikation auf Augenhöhe (und die wird schnell mal ausser Acht gelassen, wenn man selbst anderer Meinung ist, als das Gegenüber

). . . . . - aber die Seite von Mikus ist eben die Realität und die ist eben gemächlich. Es bringt rein garnichts, das frisch geschenkte Vertrauen von Otto sofort auszunutzen, ihn einzupacken und dahin zu karren, wo es ein Chiplesegerät gibt. Im Gegenteil - ich fürchte, damit hätte man Otto auf immer vergrault und wenn er kein Heim hat, wird seine endlose Odyssee weitergehen - nicht sehr wünschenswert, oder?
Meine Frau und ich danken Dir von Herzen für Deinen entspannenden Beitrag.
Wir hatten uns mit dem Thema "Otto" hauptsächlich deswegen gemeldet, um mehr über das spezielle Verhalten, den Charakter solcher Großkatzen in Erfahrung zu bringen. Von der ganz normalen Hauskatze bis hin zum Perser behaupten wir schlicht, uns eigentlich auszukennen. Will sagen, da liegen haufenweise jahrzehntelange Erfahrungen vor. Das ließ ich auch schon mehrmals anklingen. Deshalb nervte es auch ein wenig (inmitten unserer wirklichen Probleme) fortlaufend von einigen Usern hier, über Grundkenntnisse der Katzenhaltung und der damit verbundenen Pflichten "unterrichtet" zu werden.
Wenn Tag für Tag die gleichen Texte wiederholt werden – tja, ich weiß nicht, wen das wohl helfen könnte.
Sehr dankbar nahmen wir hingegen jede vernünftige Art von Ratschlägen auf und . . . folgten so manchem Tipp.
Wieso man hier in der Runde aber offenbar immer wieder der Annahme ist, wir hocken hier taten- und gedankenlos herum und warten, daß sich alles von selbst erledigt, ist uns absolut unverständlich. Es ist doch sonnenklar, daß man sofort nach einem eventuellen Besitzer forscht, wenn einem ein Tier zuläuft.
@ GarNesh - das machen wir im KWer Bereich schon bei Tieren, die man flüchtig sieht und annehmen kann, daß es sich um Streuner handelt. Auf diese Weise konnten wir vor etlichen Wochen mit dafür sorgen, daß ein vor ALDI "abgestellter" kleiner Hund ganz schnell und problemlos in vernünftige Obhut kam.
Nichts dazwischen schieben, was dieses frische und zerbrechliche Vertrauen erschüttert.
Sicher - es mag vielleicht und eventuell irgendwo Leute geben, zu denen Otto gehört, das muss man in Betracht ziehen, und dass die ihn vermissen. Aber weder die haben etwas davon, wenn man von Otto was erzwingt (was vielleicht noch misslingt und er dann flüchtet), noch hat irgendwer sonst was davon, denn dann werden wir Otto wahrscheinlich niemals wieder sehen und er kommt weder zu seiner Familie zurück, noch zu Mikus. Und das ist der Punkt, auf den ich hinaus wollte.
Genau das wäre nun wahrscheinlich beinahe passiert.
Otto, der sonst regelmäßig nach max. 3 Stunden wieder spurlos im Dunkel der Nacht untertaucht, hatte eines Tages entweder die Zeit verpennt oder . . . wollte er womöglich noch mit uns gemeinsam frühstücken???
Doch als wir dann die Situation nutzen wollten und Fenster und Türen schlossen. steigerte sich Otto regelrecht in wilde Panik. Völlig außer sicht kratze er knurrend am Küchenfenster und biß sogar in den Rahmen der Haustür, durch die er ja nachts immer reinkommt. Als wir ihn beruhigen wollten, fauchte er nur und schlug nach uns.
Schon wegen seines zerstörerischen Treibens, ließen wir ihn rasch ins Freie entweichen . . . .
In den darauffolgenden beiden Nächten blieb Otto aus!
Wir ärgerten uns gewaltig, dass wir uns von dem Gedrängel hier in den Beiträgen haben treiben lassen und von allen Ratschlägen der Kompetenten hier (Leiterin des
Tierheim, die Tierärzte der Station hier im Nachbarort und der Verantwortlichen im Ordnungsamt) abgewichen waren.
In der 3. Nacht erschien unser geheimnisvolle Gast endlich wieder. Er schien fürchterlichen Hunger zu haben, denn er verschlang eine Portion, die gewiß einen mittelgroßen Hund satt gemacht hätte. Aber anfassen ließ er sich nicht!
Dabei war es in den Nächten zuvor meiner Frau schon gelungen, ihn – wenn auch immer nur für kurze Zeit – zu bürsten und ganz behutsam die fürchterlich verfilzte Unterwolle wenigstens an Kopf, Hals und Schulter zu entfernen.
Daß man über diese erst einmal missratene Situation nicht vor lauter Freude hüpft und hier ausgelassen postet, dürft wohl jedem einleuchten.
Das zeitliche Geschehen hier vor Ort ist eben – wie Tawlwoot schon sagt – mitunter völlig von all den Beiträgen abweichend.
. . . es geht ja auch nicht um einen explodierten Gasherd, den man sofort austauschen muss, sondern um ein Lebewesen, das von einer langen Reise kommt und erstmal prüfen muss, dass ihm nichts getan wird.
Daher - immer ruhig und gemächlich.
Danke Dir!
Genau das ist auch die Ansicht aller hier in das Thema „Otto“ involvierten Leute.
Inzwischen scheint unser Gast das Vorkommnis so einigermaßen verwunden zu haben. Jedenfalls kommt er relativ regelmäßig wieder zu den gewohnten Zeiten und flegelt sich auch mal in den Katzensessel. Sobald wir jedoch die leicht angelehnte Terrassentür schließen, läuft er sofort zur Haustür, um zu prüfen, ob die auch wie gewohnt einen Spalt breit offen ist . . .