Chico ist heute ausgezogen.
und ich sitze hier und heule.
das ganze hat sich so zugespitzt, das wir die beiden, Emma und Chico nicht mehr zusammenkommen lassen konnten. die situation war nicht auszuhalten.
mal war Emma im grossen wohn+katzen-zimmer, mal Chico. Cleo hat ihn oft besucht, wir sind rein zum beschmusen und bespielen. er wurde immer grätziger. kein wunder, er verstand seine welt nicht mehr.
war Emma "eingesperrt" und er konnte sich im rest der wohnung bewegen hat er sie nur gesucht. jeden platz von ihr abgelaufen, wo sie gesessen hatte flämte er, jedes pipi von ihr wurde "überpullert".
wenn Emma hier rumlief hat sie sich beim kleinsten geräusch geduckt und nach schutz gesucht.
nach langen telefonaten mit seiner pflegemama aus dem katzenschutz, haben wir entschieden, das er dorthin zurück geht.
er ist ein macho und möchte einfach alles für sich allein haben. sein revier, seine dosis.
uns ist entsetzlicherweise erst nachdem er sich hier nicht mehr frei bewegen konnte aufgefallen, wie sehr unsere mädels sich in der zeit die er hier war verändert hatten. plötzlich schlafen sie wieder im bett, kommen kuscheln und schnurren, spielen wie die irren. es ging so schleichend, das er sie überall ein grosses stück verdrängt hatte, das wir das gar nicht so mitbekommen hatten.
auf der einen seite ist da dieses fürchterliches gefühl, ihn im stich gelassen zu haben. auf der anderen seite ist es so schön, die mädels richtig aufblühen zu sehen.
wenn alles gut geht ist er schon ganz bald bei einem älteren ehepaar mit riesen haus und garten.
aber das tröstet mich grad auch nur ein winziges bißchen.