Seidenschnabel,
mir ist zum Glück diese Erfahrung erspart geblieben.
Ich habe eine, der hoffentlich nicht so seltenen Züchterinen, gefunden die mit Wissen, Liebe und Zeit ihre Katzenzucht aufgebaut hat. Allerdings wurden diese Kitten nicht einfach mal so vermittelt, da wurde genau nachgefragt wo sie mal hinkommen. Bis zur letzten Minute wurde die Option offen gehalten, die Kitten wieder mit nach Hause zu nehmen, wenn die Umgebung nicht dem entspricht hat wie berichtet wurde.
Kater Nr. 3 hätte locker das doppelte an Geld eingebracht, er hat alle Voraussetzungen erfüllt um als Zuchtkater verkauft zu werden. Ihr war ein guter Platz wichtiger wie ein hoher Gewinn.
Aber ich habe auch schon andere Zuchten erlebt. Schon beim ersten Schritt in die Wohnung haben sich die Geruchssinne und nicht nur die gesträubt weiter zu gehen.
Vielleicht haben diese Zuchten dazu beigetragen das ich mich informiert habe bevor ich mich für eine Zucht entschieden habe.
Aber wie gesagt, es kann nicht sein das ein Käufer z.B. erstmal das Buch "Basiswissen der Katzenzucht" lesen muss um nicht beduppt zu werden.
Auch wenn es vielleicht ein blödes Beispiel ist, wenn ich mir ein Elektrogerät kaufe möchte ich auch sicher sein das ich nicht, sowie der Stecker in der Dose ist, unter Strom stehe.
Hallo nochmal,
ich hatte mich ja sogar vorab gut informiert und weder bei dem einen noch bei dem anderen roch es. Alles sah bei beiden vollkommen ok aus. Die einen hatten sogar einen eigenen Deckkater da, der wurde für meine Begriffe gut gehalten - alles im grünen Bereich. Und ich wurde auch ausgefragt, was ich ok fand. Aber wenn man
Chlamydien in der Zucht hat, kann man das offenbar verstecken oder, um nicht Böswilligkeit zu unterstellen, verschließt die Augen davor, solange kein Tier offenkundig kranke Augen hat. Und untersucht wurden die Tiere darauf offenbar nicht.
Genauso mit den
Giardien. Gut, da muss man sagen, die kann man sich auch schnell mal anders einfangen. Aber spätestens, wenn ich als Züchter gesagt kriege, das Kitten hat
Giardien und das andere hatte sie nachweislich vorher nicht (dafür gab es nämlich einen Test und außerdem kam es mit der Ansteckungszeit bis zum Ausbruch der Symptome genau hin), dann lasse ich doch Kot meiner Tiere testen und sage nicht, das kann nicht von mir sein, der Tierarzt sagt, alle "sehen gut aus". Als reichte es dabei, ein Tier nur anzusehen.
Zumindest bei den einen denke ich, sie wussten von der Problematik, die sie hatten. Im Nachhinein gibt es dafür Anhaltspunkte. Aber ehrlich, es war gut verborgen, sehr gut verborgen. Wenn man nicht wie ein Paranoiker durchs Leben geht, konnte man damit nicht rechnen. Ein Paranoiker bin ich nicht und will es auch nicht sein, da verliert man dann ja jegliche Freude an seinen und jegliches Vertrauen in seine Mitmenschen. Und nachweisen kann man weder dem einen noch dem anderen Züchter, dass die Tiere schon bei Abgabe krank waren. Deswegen nenne ich auch keine Namen. Sonst bekomme ich noch Ärger mit übler Nachrede.
Hmm, und nun lasse ich es, sonst rege ich mich hier noch über die alten Kamellen sinnlos weiter auf. Ich habe jetzt zwei ganz tolle, liebe Tiere, inzwischen gesund und an denen freue ich mich jeden Tag!
LG Seidenschnabel