Tierliebe...

Diskutiere Tierliebe... im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Was für ein großes Thema und jeder hat Recht. Grundsätzlich stimme ich zu, dass es das Ideale wäre, Katzen hätten Freigang, könnten sich ihre...
  • Tierliebe... Beitrag #101
Was für ein großes Thema und jeder hat Recht. Grundsätzlich stimme ich zu, dass es das Ideale wäre, Katzen hätten Freigang, könnten sich ihre Mäuse und Vögel fangen, sich mit Konkurrenten streiten, Krallen wetzen, ihre Geschäfte in der frischen Erde verrichten und frisches Gras futtern. Es ist auch richtig, dass sich Menschen ein Haustier anschaffen, aus welchen Gründen auch immer. Es haben Leute auch Kinder und kümmern sich nicht richtig. Und ich gehe in den Supermarkt und kaufe billiges Fleisch ohne nachzudenken, wie es "produziert" wurde. Es wäre schön, wir würden in einer Welt leben, in der es weder Umweltverschmutzung aus Gewinnabsicht noch Gewalt gäbe. Es gibt Leute, die kaufen beworbenes Katzenfutter, weil sie den schönen Bildern vertrauen und einfach simpleren Gemüts sind. Andere machen sich die Mühe und versuchen im Rahmen ihrer Möglichkeiten für ein gesundes Katzenleben Sorge zu tragen. Und so kommt es auf den Hintergrund drauf an, wie ich selbst aufgewachsen bin, wie ich lebe, was ich erlebt habe, um dann daraus meine Philosophie zu basteln: Wie geht es einer Katze am Besten. Ich persönlich finde, dass jedes einzelne Bemühen im Rahmen der eigenen Fähigkeiten doch schon dazu führt, das Leben etwas besser zu gestalten, auch wenn es nicht immer perfekt ist. Und diejenigen unter uns, die räudige Streuner in ihre - kleine - Wohnung aufgenommen haben und erlebt haben, dass sich trotz Freiheitsberaubung die Lebensqualität und -erwartung gewaltig verbessert hat, werden das immer befürworten.
Ich glaube es geht darum, dass man versucht, etwas Gutes zu tun. Fehler und Irrungen sind eingeschlossen, wenn man etwas tut. Aber so hilft auch diese Diskussion, darüber nachzudenken, was mache ich eigentlich?
Und diejenigen unter uns, die glauben, eine zweite oder dritte Katze enthebt mich meiner Probleme, können unter Umständen recht schnell die Erfahrung machen, dass es noch mehr Probleme schafft, während es in anderen Fällen die absolute Gold-Lösung war. Wir können nicht schwarzweiß denken. Und manchmal bleiben auch Zweifel, habe ich richtig entschieden pro/contra einer Katzenaufnahme. Und so zieht sich das durch das ganze breite Feld. Pro/contra Impfung. Pro/Contra Futter.
Ich finde es gut, dass diese Diskussion eröffnet wurde.
 
  • Tierliebe...

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  • Tierliebe... Beitrag #102
Was für ein großes Thema und jeder hat Recht. Grundsätzlich stimme ich zu, dass es das Ideale wäre, Katzen hätten Freigang, könnten sich ihre Mäuse und Vögel fangen, sich mit Konkurrenten streiten, Krallen wetzen, ihre Geschäfte in der frischen Erde verrichten und frisches Gras futtern. Es ist auch richtig, dass sich Menschen ein Haustier anschaffen, aus welchen Gründen auch immer. Es haben Leute auch Kinder und kümmern sich nicht richtig. Und ich gehe in den Supermarkt und kaufe billiges Fleisch ohne nachzudenken, wie es "produziert" wurde. Es wäre schön, wir würden in einer Welt leben, in der es weder Umweltverschmutzung aus Gewinnabsicht noch Gewalt gäbe. Es gibt Leute, die kaufen beworbenes Katzenfutter, weil sie den schönen Bildern vertrauen und einfach simpleren Gemüts sind. Andere machen sich die Mühe und versuchen im Rahmen ihrer Möglichkeiten für ein gesundes Katzenleben Sorge zu tragen. Und so kommt es auf den Hintergrund drauf an, wie ich selbst aufgewachsen bin, wie ich lebe, was ich erlebt habe, um dann daraus meine Philosophie zu basteln: Wie geht es einer Katze am Besten. Ich persönlich finde, dass jedes einzelne Bemühen im Rahmen der eigenen Fähigkeiten doch schon dazu führt, das Leben etwas besser zu gestalten, auch wenn es nicht immer perfekt ist. Und diejenigen unter uns, die räudige Streuner in ihre - kleine - Wohnung aufgenommen haben und erlebt haben, dass sich trotz Freiheitsberaubung die Lebensqualität und -erwartung gewaltig verbessert hat, werden das immer befürworten.
Ich glaube es geht darum, dass man versucht, etwas Gutes zu tun. Fehler und Irrungen sind eingeschlossen, wenn man etwas tut. Aber so hilft auch diese Diskussion, darüber nachzudenken, was mache ich eigentlich?
Und diejenigen unter uns, die glauben, eine zweite oder dritte Katze enthebt mich meiner Probleme, können unter Umständen recht schnell die Erfahrung machen, dass es noch mehr Probleme schafft, während es in anderen Fällen die absolute Gold-Lösung war. Wir können nicht schwarzweiß denken. Und manchmal bleiben auch Zweifel, habe ich richtig entschieden pro/contra einer Katzenaufnahme. Und so zieht sich das durch das ganze breite Feld. Pro/contra Impfung. Pro/Contra Futter.
Ich finde es gut, dass diese Diskussion eröffnet wurde.

Stell dir vor, wie ich aufspringe und Beifall klatsche.
Danke für diesen schönen Beitrag!
 
  • Tierliebe... Beitrag #103
So ganz kann ich dem nicht zustimmen...

Denn diese Punkte
[...] Es gibt Leute, die kaufen beworbenes Katzenfutter, weil sie den schönen Bildern vertrauen und einfach simpleren Gemüts sind. Andere machen sich die Mühe und versuchen im Rahmen ihrer Möglichkeiten für ein gesundes Katzenleben Sorge zu tragen. [...] Ich persönlich finde, dass jedes einzelne Bemühen im Rahmen der eigenen Fähigkeiten doch schon dazu führt, das Leben etwas besser zu gestalten, auch wenn es nicht immer perfekt ist. [...] Ich glaube es geht darum, dass man versucht, etwas Gutes zu tun. [...]
sehe ich ein bisschen anders. Natürlich ist es toll, wenn 'man' sich bemüht, aber wenn der 'Rahmen der Fähigkeiten' eben bedeutet, dass man sich ein viel zu junges Kitten in die Einzelhaft holt und es mit schlechtem Supermarktfutter vollstopft, wette ich, dass der Besitzer trotzdem meint, er habe doch etwas Gutes getan/tun wollen. Ich sehe das nicht so und für mich fällt das dann auch nicht mehr unter
[...] Fehler und Irrungen sind eingeschlossen, wenn man etwas tut. [...]

Klar, es gibt immer Abstufungen, niemand kann perfekt sein, alles richtig machen, aber ich finde, eine gewisse Basis darf keinesfalls unterschritten werden und diesen Aspekt vremisse ich bei deiner Aussage
[...] Ich glaube es geht darum, dass man versucht, etwas Gutes zu tun. [...]
auch wenn ich dir grundsätzlich zustimme :wink:.
 
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  • Tierliebe... Beitrag #104
Das Problem ist doch, Einzelhaltung wird doch von der Werbung als gut suggeriert - ich denk da nur an das süße kleine Kitten in der Catsan-Werbung, das da "zuhause ankommt"....
Katzenfutterwerbung, es ist immer nur eine Katze zu sehen....
Ok die Fressnapfwerbung mit den vielen Kitten... die ist genau so krank, da es bedeutet die Altkatze wurde nicht kastriert...
Nicht jeder erkundigt sich, man vertraut auch der Werbung, dem Tierarzt, gibt ja immer noch welche die Einzelhaltung als ok ansehen...
 
  • Tierliebe... Beitrag #105
Wow.. interessanter Thread. Ich habe viel gelernt, denn das Auto als natürlicher evolutionärer Feind der Katze eröffnet mir jetzt einen völlig anderen Blickwinkel :mrgreen:


Ja weil du schreibst du willst ......
Du nimmst Ihnen ja schon die Freiheit sich frei entscheiden zu können, will ich raus oder will ich nicht.
Aha.. und weil du deinem Kater so viel Freiheit (100%?) zugestehst, mutest du ihm jetzt auch 2 Umzüge nacheinander zu, zwischen denen er jetzt eingesperrt wird?
Warum? Wie kann man nur so egoistisch sein! :roll:

Keine Bange, ich verstehe dein Handeln und du bist auch nicht zu beneiden, dass er jetzt in der Wohnung pinkelt.. aber ich mag es nicht, wenn jemand mit Steinen um sich wirft und sich gleichzeitig selbst nicht im geringsten an seine tollen Thesen hält.

Achja, ich bin Teilzeitkontrollfreakegomane, mit einem Freigänger und den anderen im gesicherten Freigang.:twisted:
 
  • Tierliebe... Beitrag #106
...."Klar, es gibt immer Abstufungen, niemand kann perfekt sein, alles richtig machen, aber ich finde, eine gewisse Basis darf keinesfalls unterschritten werden und diesen Aspekt vremisse ich bei deiner Aussage"...

Und wie willst Du das durchsetzen? Es ist doch leider so, dass es eine Tatsache ist, dass nicht jeder sich um eine artgerechte Haltung/Fütterung kümmert. Aber diejenigen, die den Weg in dieses Forum gefunden haben, die möchten etwas ändern, etwas dazulernen. Und wenn ich jemanden überzeugen möchte, dann geht das nur mit viel Geduld und Erklärungen. Und nicht durch Aufschrei "wie entsetzlich ist denn das". Ich kann nicht unisono sagen: Eine Einzelkatze ist Tierquälerei, es muss eine weitere hinzugeholt werden. Was ist, wenn der Geldbeutel so schmal ist, dass die Tierarztkosten nicht getragen werden können? Ich muss schauen, wo kann ich den Fragesteller abholen. Was ist im Rahmen seiner Möglichkeiten? Natürlich kann ich für mich die Entscheidung treffen, wenn ich mir keine zweite Katze leisten kann - Platzmangel, Geldmangel -, habe ich halt keine Katze. Aber ich kann die Entscheidung nicht für andere treffen. Ich kann argumentieren, weshalb etwas nicht optimal ist. Ich kann versuchen, das Verständnis zu wecken für ein Lebewesen und dessen Bedürfnisse. Aber je mehr ich polemisiere, desto mehr verschrecke ich und vergebe mir dadurch die Möglichkeit, doch Einfluss zu nehmen, indem ich erkläre und erkläre und erkläre. Und dann kann ich mich auch darüber freuen, dass z.B. das Verständnis dafür geweckt wurde, dass es nicht eine zickige Katze ist, sondern nur ein gelangweiltes Individuum, das seine überschüssigen Kräfte halt an den Möbelecken auslässt. Oder ein anderer hat sich überzeugen lassen, wenn schon kein Frischfleisch, dann doch wenigstens die auch in Gartencenter erhältlichen hochwertigen Futtersorten.
Die wenigsten studieren vor dem Einzug des neuen Hausgenossen vorher expliziet dessen Bedürfnisse, sondern man wird erst im Laufe der Zeit zu einem mehr oder weniger kenntnisreichen Experten.

Ein gutes Forum ist ein Forum, in dem Fragen beantwortet werden. Ein langweiliges Forum ist, wenn man sich gegenseitig beweihräuchert, wie toll man das und das macht, und auf all die anderen, die es halt nicht so und so machen, herabschaut und verunglimpfend antwortet.
Wenn ich etwas ändern möchte, wenn ich die Menschen sensibilisieren möchte, dann geht das nur mit Geduld und Ruhe, auch wenn sich zeitweise die Fußnägel rollen.
 
  • Tierliebe... Beitrag #107
...."Klar, es gibt immer Abstufungen, niemand kann perfekt sein, alles richtig machen, aber ich finde, eine gewisse Basis darf keinesfalls unterschritten werden und diesen Aspekt vremisse ich bei deiner Aussage"...

Und wie willst Du das durchsetzen? Es ist doch leider so, dass es eine Tatsache ist, dass nicht jeder sich um eine artgerechte Haltung/Fütterung kümmert. Aber diejenigen, die den Weg in dieses Forum gefunden haben, die möchten etwas ändern, etwas dazulernen. Und wenn ich jemanden überzeugen möchte, dann geht das nur mit viel Geduld und Erklärungen. Und nicht durch Aufschrei "wie entsetzlich ist denn das". Ich kann nicht unisono sagen: Eine Einzelkatze ist Tierquälerei, es muss eine weitere hinzugeholt werden. Was ist, wenn der Geldbeutel so schmal ist, dass die Tierarztkosten nicht getragen werden können? Ich muss schauen, wo kann ich den Fragesteller abholen. Was ist im Rahmen seiner Möglichkeiten? Natürlich kann ich für mich die Entscheidung treffen, wenn ich mir keine zweite Katze leisten kann - Platzmangel, Geldmangel -, habe ich halt keine Katze. Aber ich kann die Entscheidung nicht für andere treffen. Ich kann argumentieren, weshalb etwas nicht optimal ist. Ich kann versuchen, das Verständnis zu wecken für ein Lebewesen und dessen Bedürfnisse. Aber je mehr ich polemisiere, desto mehr verschrecke ich und vergebe mir dadurch die Möglichkeit, doch Einfluss zu nehmen, indem ich erkläre und erkläre und erkläre. Und dann kann ich mich auch darüber freuen, dass z.B. das Verständnis dafür geweckt wurde, dass es nicht eine zickige Katze ist, sondern nur ein gelangweiltes Individuum, das seine überschüssigen Kräfte halt an den Möbelecken auslässt. Oder ein anderer hat sich überzeugen lassen, wenn schon kein Frischfleisch, dann doch wenigstens die auch in Gartencenter erhältlichen hochwertigen Futtersorten.
Die wenigsten studieren vor dem Einzug des neuen Hausgenossen vorher expliziet dessen Bedürfnisse, sondern man wird erst im Laufe der Zeit zu einem mehr oder weniger kenntnisreichen Experten.

Ein gutes Forum ist ein Forum, in dem Fragen beantwortet werden. Ein langweiliges Forum ist, wenn man sich gegenseitig beweihräuchert, wie toll man das und das macht, und auf all die anderen, die es halt nicht so und so machen, herabschaut und verunglimpfend antwortet.
Wenn ich etwas ändern möchte, wenn ich die Menschen sensibilisieren möchte, dann geht das nur mit Geduld und Ruhe, auch wenn sich zeitweise die Fußnägel rollen.

Ein gutes Forum weist in meinen Augen in der Hoffnung, dass es der ein oder andere eben doch annimmt, immer und immer wieder auf den Idealzustand hin und sollte sich nicht all zu oft mit 'kleinen Brötchen' und halbgaren "Naja- jetzt ist es eben so"-Ausreden zufrieden geben, denn es sollte für die Katzen immer nur das Beste wollen. Wie man das erreichen kann, das sollte jeder für sich entscheiden - die einen finden es besser, wenn alles in schönen Worten verpackt ist, die anderen meinen, dass man mit Fakten und Sachlichkeit ohne viele Emotionen weiter kommt. Ich denke, wir versuchen immer das Verständnis für das Tier zu wecken, daher sehe ich diesen Punkt durchaus als erfüllt an.

Keiner sagt 'unisono', dass die Haltung nur einer Katze Tierquälerei ist - aber alle, die Ahnung von Katzen haben, sind sich einig, dass dies bei einer Einzelhaft von gesunden, normal entwickelten und aufgewachsenen Kitten der Fall ist - und ja, pauschal.

Dass sich einige Leute nicht besser auf den Einzug des LEBEwesens, für das sie Verantwortung übernehmen, vorbereiten, finde ich durchaus mehr als kritikwürdig und werde das auch weiterhin so äußern.

'Leute da abholen, wo sie sind' ist ja schön und gut, höre ich auch ständig in anderen Bereichen, ist da aber in vielen Fällen ebenso unrealistsich wie hier auch. Ich finde, das kann ein Forum in dieser Größe gar nicht leisten. Und dass jeder, der hier ins Forum kommt, etwas lernen möchte, das sehe ich leider auch nicht wirklich - es gibt genug Fälle, in denen gefragt wurde und man die dazu passenden - keinesfalls unhöflichen (!) - Antworten bekommen hat, diese dem TE aber nicht 'genehm' waren, weil er gar nichts Neues hören wollte, sondern nur seine Fehler abgenickt und 'verziehen' wissen wollte - Absolution für das, was er (wissentlich) falsch macht.

Alle anderen, die wirklich lernen wollen, tun dies in meinen Augen zunehmend erfolgreich.
 
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