Hallo kuemmerling87,
sicher ist jetzt viel auf dich eingeprasselt, aber bitte lies doch mal die Links:
Ich habe 7 Kater und bin sicher kein "normales" Beispiel für einen Mehrkatzenhaushalt ;-) aaaaber auch ich bin ich diese Sache reingewachsen.
Es fing an mit einem Kater der uns zugelaufen ist. Ging weiter mit einem 6 Wochen alten Fundkitten.
Da wären wir bei 2en.
Was da gelernt habe ist - sicher konnte ich mich viel mit dem Knopf beschäftigen, war auch (da ich Urlaub hatte) eine gewisse Zeit 24 Stunden für ihn da. Und das mein ich so. Ich habe mit ihm im Wohnzimmer gewohnt und hatte mich an seinen Schlaf/ Wachrythmus angepasst. Denn der großer war zu dem Zeitpunkt noch Freigänger und nicht sonderlich begeistert von dem Zwerg.
Sicher wäre hier ein zweites Kitten von Vorteil und auch richtig gewesen, nur wenn man innerhalb von ein paar Wochen 2fache Katzeneltern wird, muss man sich erstmal sortieren ;-)
Ich war so froh als der große Kater, also Findus, angefangen hat Lenni (Fundkitten) zu akzeptieren. Er hat ihm viel gezeigt, ihm viel beigebracht und konnte einfach bestimmte Dinge besser mit ihm.
Ich war bei weitem nicht komplett abgemeldet, aber ich habe gesehen wie schön es für Lenni ist endlich jemanden zu haben der so ist wie er.
Das ganze ist nun fast 3 jahre her.
Letztes Jahr bekam ich einen Anruf von meinem
Tierarzt. Wieder ein Fundkitten, ca. 3 Wochen alt. Also nochmal ne ganz andere Hausnummer. Auch dieser Zwerg zog bei uns. Auch hier war sehr, sehr gut zu sehen wie wichtig Kontakt zu Artgenossen ist.
Unseren letzten Neuzugang haben wir im Dezember bekommen. Ein 8 Monate alter Fundkater. Schwer verletzt.
Auch er hat sich großartig in unsere Gruppe gefügt und auch für ihn ist Katzenkontakt sehr wichtig, denn nur so kommt er wieder richtig auf die Beine.
Wir erzählen hier keinen "Schmu", nein. Wir wollen dir auch nichts böses.
Ich denke zum Beispiel nicht das du dein Katerchen nicht gern hast oder dich nicht gut um ihn kümmerst, nur leider ist ein gefüllter Napf, ein sauberes Klo und
Tierarzt- Besuche nicht alles.
Es ist natürlich toll das du dir Gedanken ums Futter gemacht hast - wobei ich nicht Auenland und Orijen füttern würde ;-) aber ich denke übers Futter können wir an anderer Stelle reden.
Es ist auch schön das du so verantwortungsvoll bist und regelmäßig zum
Tierarzt gehst.
Das sind sicher alles Punkte die nicht zu verachten sind, aber es fehlt noch ein ganz wichtiger.
Schau, haben sich deine Bekannten auch so einen Kopf ums Futter gemacht? Gibt es dort auch nur hochwertiges? Wenn ja, ok - dann fehlt wohl auch dort nur der Kumpel.
Wenn nicht - warum dann du? Und warum stellst du dann nicht auch andere Punkte in Frage?
Haben viele Freunde mit Katzen und die haben die Möglichkeit miteinander zu spielen
Haben diese Katzen denn alle Freigang? Oder wollt ihr euch zur "Katzenspielstunde" treffen? Wenn das 2te eintrifft, dann halte ich das für eine schrecklich schlechte Idee. Katzen haben Reviere und man kann nicht ständig ein neues Tier in ein anderes Revier stecken und wieder rausreißen.
Und wie muss es sich für den Zwerg anfühlen? Erst jemand der so ist wie er und dann ist derjenige wieder weg?
Nein, bitte sowas nicht versuchen/ machen.
Lass das ganze auf dich wirken, schau dir deinen Zwerg an und überlege wirklich mit welchem Recht du einem Lebewesen soziale Kontakte vorenthälst.
Ich würde mich freuen wenn du nochmal in dich gehst...