Marek kann weder Prothesen noch die aufzusetzenden Orthesen bekommen. Prothesen gingen nicht, da er keine Kniegelenke hat - die Verlängerung der Beine würde dazu führen, dass er steif stehen würde und nicht mehr beweglich wäre, da eben kein Knickgelenk vorhanden. Die Orthesen sind anzupassen und müßen wie "Socken" auf den Stumpf gesetzt und festgemacht werden. Die derzeitige Behandlung mit dem Verband nur des Vorderstumpfs funktioniert nur, indem ich ihn Wildchenlike mit Handschuhen an unter Gegenwehr ins Handtuch wickle und ihn so festsetze. Er regt such auf und faucht wie verrückt und sobald er mit dem Kopf frei kommt beißt er um sich. Und der Vorderstumpf ist gut zu erreichen - um an die Hinterstümpfe ranzukommen müßte man ihn komplett auf den Rücken drehen... Zum Gesundwerden ist das unerläßlich, aber für den Rest seines Lebens sowas ständig machen? Nein danke. Dazu kommt, dass er auch an dem Verband regelmäßig knabbert und zerrt um ihn abzukriegen - er würde die deutlich schwerer Orthesen kaum akzeptieren.
Er findet sich gut so wie er ist, kann alles, was er können muß, ist komplett selbstständig und wenn man ihn auf Teppich hält geht es ihm mit den Stümpfen gut. Welchen Grund gäbe es dann also ihm derartiges anzutun? Wir Menschen haben ein Bild davon wie etwas sein soll - ist es anders ist es "falsch". Marek hat kein Bild von sich. er findet sich auch mit den kurzen Beinstümpfen toll, der will und braucht keine künstlichen Teile an ihm, die ihm Helfen sollen - helfen bei was? Er kann doch alles.. Warum lassen wir ihn nicht so, wie er ist, wie er sich selbst mag und geben ihn das passende Umfeld statt an ihm herumzudoktorn, damit er wieder in unser Schema passt?
Edit: Er wurde auch bereits zu Anfang von einem Spezialisten untersucht und es wurde eingehend erörtert - mit eben genau dem Ergebns, dem ich vollzustimme