SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier"

Diskutiere SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" im Tierschutz Forum im Bereich Katzenfreunde; Was erwartest du? Hier unterhalten sich die unterschiedlichsten Menschen, von denen ein jeder auch emotional engagiert ist. Und ich glaube auch...
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #61
Was erwartest du? Hier unterhalten sich die unterschiedlichsten Menschen, von denen ein jeder auch emotional engagiert ist.

Und ich glaube auch nicht, dass es "die Lösung" gibt!
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #62
Ich erwarte eigentlich nur,
dass man halbwegs sachlich bleibt.
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #63
MEINEN Lösungsansatz hab ich klar formuliert:
GESICHERTER Freigang oder Wohnungshaltung mit genug Anregung!

Und der "allgemeine Freigang" nur da, wo Ökologie und Verkehrsdichte etc das hergeben!
Die Stellen gibt es hier aufm flachen Mecklenburger Land... da geht das. Wo es aber nicht geht, muss eben der Katzenbesitzer VORHER überlegen: Wie sichere ich den Freigang, wie organisiere ich ihn verträglich für Katze und alle anderen Lebewesen, wie halte ich meine Katze stattdessen.

Und wo Bodenbrüter etc gefährdet sind, müssen die Tiere eben in der Brutzeit auf den Freigang verzichten!

Hier wird so gern über die "Verantwortung, die es bedeutet, ein Tier zu haben" geredet... hier wird jeder angegangen, der diese Verantwortung nicht an- und ernstnimmt! "Verantwortung" ist aber mehr, als nur die Verantwortung gegenüber dem eigenen Haustier!
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #64
Ja, das ist ein Lösungsansatz an die Verantwortlichkeit der Katzenhalter zu appellieren.
Meine vier Katzen leben im "ungesicherten Freigang"!!!
Hier gibt es aber auch keine Bodenbrüter oder ähnliches.
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #65
Hier gibt es nichts bedrohtes. Außerdem ist es reine Natur, dass Katzen mal n Vogel erbeuten. Das gehört dazu.
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #66
Das stimmt Tragetasche,
das ist ist die Natur,
aber wenn zu viele Katzen auf zu wenige
Vögel treffen wird es unfair,
und schadet der Ökologie.

Und wie fair es ist,
haben wir in der Hand.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #67
Ich spüre in deinen Beiträgen schon eine Tendenz. Wie sähe denn dein Lösungsvorschlag aus? Oder habe ich da etwas überlesen, das du bereits gepostet hast?
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #68
Was für eine Tendenz spürst Du ?
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #69
Also ich kann die Aufregung über Katzen als Vogelmörder zumindest für Deutschland nicht verstehen, das mag für solche speziellen Populationen wie auf Neuseeland anders sein.

Ich habe länger überlegt ob ich hier überhaupt schreiben soll, ich kann nur von meinen persönlichen Erfahrungen berichten. Ich betreue im Moment mehrere Futterstellen, wo sich auch viele Vögel aufhalten. An meiner Hauptfutterstelle klauen die Amseln sogar in einem unbeobachteten Moment das Nass- und Trockenfutter der Katzen. Im Sommer haben sie ihre Nester in den Bäumen über der Futterstelle, wenn eine Katze auftaucht gibt eine Amsel Alarm und alle sind auf der Hut.

Auf den Campingplätzen haben die Leute, bei denen ich die Katzen über den Winter füttere, auch überall Vogelfutterstellen eingerichtet. Die Vögel werden oben gefüttert und die Katzen unten auf dem Boden, sie leben dort in Koexistenz und werden kaum Beute der Katzen.

Vor zwei Jahren habe ich noch mitten in der Stadt gewohnt, in einem Haus mit großem Garten. Ich habe dort auch die Vögel im Winter gefüttert und überall Nistkästen aufgehängt. Es gab dort viele Freigängerkatzen, aber wenn eine Katze im Garten auftauchte ging meist ein ohrenbetäubendes Vogelgeschrei los, die Katzen haben sich dann entnervt verzogen. Für Vögel die gerade flügge werden können Katzen schon zur Gefahr werden und ich bin auch schon öfter raus gegangen und habe die Katzen dann verscheucht. In den Gärten sind ja meistens Amseln und Meisen zu finden, die ja nicht selten sind, trotzdem wollte ich nicht dass die Jungvögel den Katzen zum Opfer fallen.

Ich habe es aber auch schon erlebt, dass gerade Amseln ihre Nester so ungeschickt plazieren, dass beim ersten heftigen Wind die jungen Vögel raus fallen. Ich habe sie dann wieder ins Nest gesetzt aber ob sie überlebt haben? Leider musste ich auch einmal hilflos mitansehen, wie Krähen im Garten ein Jungkaninchen nach dem anderen geholt haben und ich konnte nicht helfen, das werde ich nie vergessen.:sad:

Die Katzen sind sicher nicht schuld am Rückgang der seltenen Arten in Deutschland, das ist der Mensch mit seinem Naturbeherrschungswahn. Für seltenere Bodenbrüter wie Lerchen (die es hier seit Jahren durch den Wandel in der Landwirtschaft überhaupt nicht mehr gibt) Kibitze, die hier noch vereinzelt brüten, aber auch selten geworden sind, weil sie keine Feuchtwiesen mehr vorfinden oder andere Bodenbrüter können streunende Katzen durchaus zur Gefahr werden. Im Grunde ist aber auch hier der Mensch für den Rückgang der Arten verantwortlich.

Noch eine kleine Geschichte zum Schluss, ich füttere ja in meiner neuen Wohnung auch die Vögel im Winter und habe festgestellt dass mein Vorrat an Sonnenblumenkernen im Schuppen, den ich als Kellerersatz habe, rapide schwindet. Ich habe dann mal Trockenfutter ausgelegt und es ist eine Mäusefamilie die sich dadurch ihr Überleben im Winter sichert. Jetzt bekommen die von mir auch noch regelmäßiges Futter und meine Vermieterin hat zwei Freigängerkatzen :shock: So viel also zu den Killern mit den Kulleraugen, für mich ein unsäglicher Artikel, aber den Spiegel sehe ich auch schon lange nicht mehr als seriöse Zeitschrift.

Das sind aber nur meine persönlichen Eindrücke und ich habe mir daraus meine Meinung gebildet es kann durchaus auch andere Erfahrungen geben und meine Katzen sind Wohnungskatzen und haben auch schon die ein oder andere unvorsichtige Maus oder Vogel erwischt.
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #70
*unterschreib*...........................

Und wo Bodenbrüter etc gefährdet sind, müssen die Tiere eben in der Brutzeit auf den Freigang verzichten!

Das allerdings kann nur jemand sagen, der keine Freigänger hat. Keine Katzen, die es von klein an kennen, die vielleicht sogar draußen geboren wurden. Eine Freigängerkatze einzusperren, grenzt an Tierquälerei! Die wenigsten lassen sich auch nur zeitweise an absolute Wohnungshaltung gewöhnen, geschweige denn komplett. Selbst wenn man in Urlaub fährt, sagen wir für 1-2 Wochen, kann ein Einsperren schon fatale Folgen haben.........für die Psyche der Katze und dadurch auch für die Wohnung des Menschen! Von Pinkeleien, kratzen und zerstören bis hin zu ständigem Jaulen, Miauen und depressiv werden.
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #71
Dass man Freigänger nicht für einen längeren Zeitraum einsperren kann, ist wohl klar. Das hätte ich auch nie von meinen Nachbarn mit Freigängerkatzen verlangt. So brutal wie es klingt, aber die in der Stadt heimischen Vögel sind überhaupt nicht in ihrer Art gefährdet. Die Jungvögel werden auch oft Opfer von Elstern und Krähen und auch junge Eichhörnchen und Kaninchen werden ab und zu Beute der Katzen.

Etwas ist mir aber noch unklar, wenn man für eine Freigängerkatze ein neues Zuhause sucht muss sie ja auch erst einige Wochen fest gesetzt werden, damit sie ihr neues Zuhause akzeptiert. Das wäre dann ja auch praktisch nicht möglich, wie sind denn da die Erfahrungen?

Für mich haben verwilderte Katzen, die niemand gehören, eigentlich in der Natur nichts zu suchen. Sie sind ehemalige Haustiere, genau wie Hunde, aber die Schuld liegt mal wieder beim Menschen. Deshalb versuche ich ja eine Vermehrung zu verhindern, soweit es meine Möglichkeiten zulassen, denn für mich ist das die einzige Möglichkeit mit diesem Problem umzugehen.
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #72
Dass man Freigänger nicht für einen längeren Zeitraum einsperren kann, ist wohl klar. Das hätte ich auch nie von meinen Nachbarn mit Freigängerkatzen verlangt. So brutal wie es klingt, aber die in der Stadt heimischen Vögel sind überhaupt nicht in ihrer Art gefährdet. Die Jungvögel werden auch oft Opfer von Elstern und Krähen und auch junge Eichhörnchen und Kaninchen werden ab und zu Beute der Katzen.

Etwas ist mir aber noch unklar, wenn man für eine Freigängerkatze ein neues Zuhause sucht muss sie ja auch erst einige Wochen fest gesetzt werden, damit sie ihr neues Zuhause akzeptiert. Das wäre dann ja auch praktisch nicht möglich, wie sind denn da die Erfahrungen?

Für mich haben verwilderte Katzen, die niemand gehören, eigentlich in der Natur nichts zu suchen. Sie sind ehemalige Haustiere, genau wie Hunde, aber die Schuld liegt mal wieder beim Menschen. Deshalb versuche ich ja eine Vermehrung zu verhindern, soweit es meine Möglichkeiten zulassen, denn für mich ist das die einzige Möglichkeit mit diesem Problem umzugehen.
Danke Brigitte! Dafür gibt´s `n Herzchen. ;-)
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #73
Da sind wir glaube ich beim Punkt,
es geht ja nicht um die Freigänger,
die ab und zu einen Vogel töten sondern um die
"wilden" Hauskatzen die töten um zu fressen, und auch zu
überleben.
Für einen Katzenfreund ist es Tierschutz, wenn sie kastriert,
und wieder frei gelassen werden,
für einen Jäger ist das genau das Gegenteil von Tierschutz.
Und irgendwo dazwischen liegt wahrscheinlich die Wahrheit.
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #74
Brigitte, ich meinte auch nicht dich, das war ein Zitat aus einem anderen Post.
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #75
Für einen Katzenfreund ist es Tierschutz, wenn sie kastriert,
und wieder frei gelassen werden,
für einen Jäger ist das genau das Gegenteil von Tierschutz.
Und irgendwo dazwischen liegt wahrscheinlich die Wahrheit.

Was wäre denn dann für einen Jäger Tierschutz? Alles töten was nicht ins Revier passt? Das ist aber eine Diskussion, die ich hier nicht führen möchte, weil ich weiß wie sowas ausartet.
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #76
der jäger schießt die katze, weil sie da, wo der jäger sie schießen darf, nicht hingehört.
aber, die ist auch schwierig zu sehen und zu treffen.
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #77
Etwas ist mir aber noch unklar, wenn man für eine Freigängerkatze ein neues Zuhause sucht muss sie ja auch erst einige Wochen fest gesetzt werden, damit sie ihr neues Zuhause akzeptiert. Das wäre dann ja auch praktisch nicht möglich, wie sind denn da die Erfahrungen?

Das kannst du schlicht mit einigen dieser verwilderten Katzen machen, mit anderen nicht!
Wir haben Fälle, ion denen wir die Katzen kastriert zurücksetzen müssen, weil es schlicht nicht geht, sie zu redomestizieren.

Etwas ganz anderes ist das mit Tieren, die an Menschen gewöhnt sind;
auch, wenn es hier einigen natürlich wieder "ganz furchtbar vorkommt"!
Es ist schlicht eine Frage der Organisation, den Bedürfnissen von Tier UND Umwelt gerecht zu werden, WENN man WILL.

Genau so, wie es eine Frage der Organisation und des Wollens ist, der Problematik der verwilderten Katzen ein großes Stück weit Herr zu werden. Solange jedoch blinde Kommunalpolitiker (in diesem Fall Bürgermeister einer Stadt mit 30000 Einwohnern) sich hinter Sätzen wie "ICH habe noch nie von wilden Katzen hier gehört; bei der Verwaltung hat deshalb niemand angerufen!" (Von derselben Verwaltung wurde einem Anrufer, der melden wollte, beschieden: "Sie haben die Katze gefüttert? Dann ist das keine wilde, sondern IHRE Katze!"), solange jede Kommunalverwaltung ihr eigenes Süppchen ohne klare Vorgaben, was zu tun ist, kochen darf, solange wird mit Artikeln, wie dem, um den es hier geht, den Befürwortern der "einfachen Lösung", den Scharfmachern, in die Hände gespielt und die Situation weiter zugespitzt!

Leider ists ja in diesem Land längst üblich, dass man sich angesichts von Behördenunfähigkeit, mangelndem politischen Willen, eine Sache anzupacken und völliger Teilnahmslosigkeit der gewählten Verantwortungsträger abdreht und abwinkt: "Alles, wie gewohnt!".


Edit:
Verstehen sie aber wenn die meisten Züchter ihre Tier nicht in den ungesicherten Freigang verkaufen, niemand zieht ein Tier liebevoll über Wochen auf um es dann evtl auf der Strasse sterben zu sehen.


Nur, um mal drauf hinzuweisen, wie die, die sich damit auskennen, das mit dem Freigang sehen.....
 
Zuletzt bearbeitet:
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #78
Das trifft leider nicht nur Städte mit 30.000 Einwohnern. Wir haben hier 200.000, geschätzt 10.000 verwilderte Hauskatzen. Aber wir haben hier keine übermäßige Katzenpopulation. Das bildet man sich ein.
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #79
Wieso Mascha04, bis jetzt läuft die Diskussion doch ziemlich
zivilisiert, für einen Jäger oder besser Förster, ist es Tierschutz,
wenn die Ökologie in seinem Revier nicht gefährdet wird.
Und Abschießen ist da bestimmt keine Lösung,
sondern einfach mal erkennen das es dieses Problem gibt.
Und damit meine ich nicht uns, sondern die Gemeinden.
Vielleicht engagieren die sich dann mal mehr für eine
flächendeckende Kastration.
(Der Katzen)
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #80
Sorry, aber der Sinn dieser Aussage erschließt sich mir jetzt überhaupt nicht! :???:
 
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