Hallo raubkatze,
Meine Katze ist nicht arm, weil die zwischen der letzten Geburt und nächsten Deckung über ein 3/4 Jahr liegen. In der VO in den Vereinen steht geschrieben "3 Würfe innerhalb von 2 Jahren" also hat meine Katze es wesentlich besser als bei den Zuchttieren, bei denen der Besi im Verein ist!
Nur eine kleine Frage am Rand, findest du es wirklich ok, wenn deine Katze gerade mal ca 6 Monate 'Pause' zwischen Abgabe der Kleinen (angenommen mit 12 Wochen) und neuem gedeckt werden hat?
Sobald sie wieder trägt zehren die Kleinen doch wieder von ihr... meinst du nicht, dass es sinnvoller wäre ihr eine etwas länger Pause zu gönnen? 6 Monate sind doch 'nichts' nach einer Geburt und 3-4 Monaten Kitten Aufzucht.
Und zu den 3 Würfen in 2 Jahren - das ist das absolute MAXIMUM und nicht das 'Soll' oder der 'Durchschnitt' ...
Das ist doch nur die 'Grundsicherung'.
Wer verantwortungsvoll züchtet, der beobachtet 'seine' Kitten - auch die kastrierten, in ihrer Entwicklung, wie will man sonst sehen ob es Sinn mach die eine oder andere Linie fortzusetzen oder nicht. Doch nicht indem man 3-4 Würfe 'produziert' und auf 'gut Glück' ein Kitten behält und dann damit 'einfach so' weiter macht.
Und vor der ersten Verpaarung macht man sich Gedanken, was man auf lange Sicht erreichen will. Warum man genau diese Katzen verpaart (das hast du ja gemacht) und was das Ziel dieser ersten Verpaarung ist.
Ich kann dir zwar irgendwie glaube ich teils 'gut nachfühlen' wie es dir geht, ich bin auch gerade dabei mit intensiver mit dem Thema Zucht zu beschäftigen und weißt du was, ich muss gerade, sowie es aussieht, meinen ersten 'Wunschkandidaten' ad acta legen weil da einiges nicht passt wie es scheint, leider. Mein Herz sagt 'menno aber das wäre so schön' aber der Kopf bzw das was ich mir nach und nach an Wissen aneigne spricht eindeutig dagegen - mein Fazit: Kopf gewinnt, MUSS gewinnen. Den Katzen zuliebe.
Hier will dir sicher niemand was böses, der Ton ist sicher rau zum Teil, aber ich persönlich bin in den letzten Monate 'in mich gegangen' und so 'weh' es mir (meinem Wunsch und Ego) tut, die Erkenntnis das es noch viel schwieriger ist als ich vermutet habe verfestigt sich mehr und mehr.
Ein wenig trauere ich darüber.. vielleicht sogar ein wenig mehr, aber letztlich ist es doch so: es gibt nichts gutes außer man tut es! Und eins habe ich im Leben gelernt, oft sind die wirklich 'guten' Entscheidungen meist die, die einem nicht leicht fallen.
Es ist wirklich ein schmaler Grad, es erscheint oft so, dass einige 'Altzüchter' keine 'Neuen' wollen, aber wenn man sich dann ein wenig näher mit all dem beschäftigt, erkennt man die Unterschiede - die einen fürchten die Konkurenz beim 'Absatzgeschäft' ABER die anderen - und an die sollte man sich halten - die Sorgen sich um die Gesundheit der Rassen. Und dann muss man sich eben entscheiden, wozu man selbst gehören will... Zu denen die anscheinden gut züchten - oder denen die wirklich den gesunden Fortbestand einer Rasse pflegen wollen. Mit allen Aspekten: Gesundheit, Charakter, Typ und dem gesunden Fortbestand eines Rassestandarts.
So das war mal mein Senf und meine Gedanken und Überlegungen dazu...
Liebe Grüße Zis