Katze liegt im Sterben

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  • Katze liegt im Sterben Beitrag #1
Gitti2061

Gitti2061

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Hallo liebe Freunde,
ich weiß nicht mehr weiter, meine Kelly liegt im Sterben. Unsere Kelly ist fast 18 Jahre und hatte mit 11 Jahren bereits Zucker. Damals lag sie eine Woche mit einer Ketoazedose in der Tierklinik. Doch unsere Kelly hat sich wieder gefangen und wurde wieder gesund. Für ein halbes Jahr mussten wir sie früh und abends spritzen. Dann war der Zucker plötzlich weg. Vor drei Jahren kam er leider wieder zurück. Doch wir kamen gut damit zurecht und Kelly ging es gut. Bis vor zwei Wochen. Ich muss dazu sagen, dass Kelly eine reine Hauskatze ist und bereits mit vier Wochen zu uns kam. Der Bauer wollte sie ertränken, dann kam sie zur SOS-Tierhilfe. Damals hat sie uns ausgesucht und wir nahmen sie mit. Es war Liebe auf den ersten Blick. Kelly war eine liebe und unheimlich dankbare Katze. Sie redete auch ständig mit mir, es war immer ein kleines gurren, wenn sie mit mir sprach. Meine beiden Kinder sind seit drei Jahren ausgezogen und Kelly ist mir geblieben. Auch zu meinem Mann hatte Kelly eine unheimlich starke Beziehung. Kelly war immer da, wenn ich von der Arbeit nachhause kam, sie kam mir entgegen oder saß auf dem Bett und sprach mit mir. Ich war in den letzten 18 Jahren keine Minute wirklich allein, weil sie immer da war, auch wenn mein Mann nicht daheim war. Doch nun zu unserer Leidensgeschichte.

Vor zwei Wochen stelle ich an Kellys hinteren oberen Bauchteil plötzlich eine fast handflächengroße Stelle fest, die sich hart anfühlte. Diese musste sich innerhalb von zwei oder drei Tagen gebildet haben, weil ich sie immer gekrault habe und es mir aufgefallen wäre. Auf jeden FAll haben wir unsere Tierheilpraktikerin angerufen und sie kam vorbei.
Kelly mag keine fremden Menschen und ein Besuch in der Tierklinik ist immer mit sehr viel Stress und anstieg des Zuckers verbunden, darum versuchten wir es erst einmal mit ihr.
Die Tierheilpraktikerin meinte es wäre ein Abszess, dass vom jahrelangen spritzen entstanden sein könnte. Sie sagte es würde aufbrechen und der Eiter müsste unbedingt raus. Sie gab uns Medikamente und es öffnete sich in den darauffolgenden Tagen tatsächlich. Doch es wurde ein immer größeres Loch und es stank abartig was da raus kam.
Kelly ging es plötzlich auch immer schlechter. Als sie nach ein paar Tagen erneut die Wunde besichtigte und spülte, teilte sie uns mit, dass es zu groß sei und es nicht mehr abheilen würde. Komischerweise ging der Zucker auch fast weg. Sie teilte uns so sanft wie möglich mit, dass Kelly nicht mehr zu helfen ist. Von da an ging es ihr täglich schlechter. Sie isst fast nichts mehr und trinkt nur noch. Sie kommt nicht mehr auf das Bett und liegt den ganzen Tag auf einer Decke am Boden. Am Freitag fuhren wir dann doch noch in die Tierklinik, doch dort kam nach einer Untersuchung nur ein noch schlimmeres Ergebnis heraus. Es ist kein Abszess, sondern Krebs bzw. hat sich ein Abszess auf dem Krebsgeschwür gebildet. Es ist bereits so groß, dass eine Operation nicht möglich ist. Die Blutwerte wären gut genug dafür gewesen und Methastasen hat sich auch nicht gehabt.
Sie gaben sie uns wieder mit und sagten wir sollten uns über das Wochenende von ihr verabschieden und ihr dann den Frieden schenken. Jetzt sitze ich den ganzen Tag zu hause und sehe eine Katze der es immer schlechter geht. Heute früh ist mir aufgefallen, dass ihre vorder und auch ihre rechte Hinterpfote ganz angeschwollen sind. Das hat bestimmt auch nichts gutes zu bedeuten. Ansonsten sieht sie uns noch so erwartungsvoll an und schnurrt sogar noch wenn wir sie streicheln. Anfassen dürfen wir sie, außer streicheln, nicht mehr.
Seit Freitag bin ich fix und fertig. Mein Körper schmerzt sosehr, dass ich es fast nicht aushalten kann. Der Gedanke, dass ich morgen oder übermorgen sie einschläfern lassen soll und sie dann für immer weg ist, bricht mir das Herz und nimmt mir den Atem. Mein ganzer Körper ist verkrampft und ich kann nichts mehr essen und schlafen. Ich bin den ganzen Tag nur am weinen. Ich habe das GEfühl, dass ich das nicht schaffe,es ist einfach zu schwer.
Mein Mann will mir zwar helfen, aber er kann es nicht. Schlimm ist auch, dass er morgen unbedingt in die Arbeit muss. Ich habe Gott sei DAnk Urlaub. Aber ich habe das GEfühl, dass ich es allein nicht schaffe. Mein Gott, welch ein Schmerz.
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #2
Liebe Gitti,

genau diesen Leidensweg habe ich letztes Jahr im Sommer mitmachen dürfen. Die Entscheidung mein liebstes Kätzchen gehen zu lassen. Es reißt einem das Herz heraus und die Frage "hätte ich es verhindern können?" schwebte immer im Raum und der Zeitpunkt, sie gehen zu lassen war auch ein Tanz auf dem Drahtseil. Lasse ich sie zu sehr leiden? Sie schnurrt doch noch und kommt schmusen.

Ich habe Rotz und Wasser geheult, aber war froh, diesen Schritt mit ihr gemeinsam gegangen zu sein. Der Zeitpunkt ist immer falsch für einen selbst, für sein geliebtes Tier aber goldrichtig.

LG und fühl dich fest gedrückt
SEL
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #3
Ich weiß auch aus eigener Erfahrung wie weh das tut.
Meine Baby ist in meinen Armen eingeschlafen.
Ich hatte ein furchtbar schlechtes Gewissen und habe auch sehr viel geweint.
Aber letztendlich weiß ich, dass es das Beste für meine Kleine war.
Sie hatte einen Tumor am Herzen.

Wir haben die Möglichkeit unsere Tiere nicht leiden zu lassen.
Kelly ist seit 18 Jahren deine Freundin.
Und aus Liebe lass sie gehen.
Auch wenn es so weh tut und so schwer fällt.
Kannst du niemanden mitnehmen zum Tierarzt der dich danach nach Hause bringt
und noch etwas bei dir bleiben kann?

Ich habe in den Tagen nach Babys Tod immer wieder "Das Testament der Katze" gelesen.
Das hat mir irgendwie geholfen.
Und viel geredet
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #4
Hallo Sel,
vielen Dank für deine tröstenden Worte. Aber du weißt sicherlich, dass der Schmerz trotzdem nicht nachlässt. Ich habe alles noch vor mir und kann jetzt schon nicht mehr.
Ich möchte unbedingt, dass Kelly zu hause in ihrer Umgebung ihren Frieden findet. Darum habe ich einen mobilen Arzt angerufen. Aber er ist erst ab morgen wieder da, nun hoffe ich,
dass es nicht nachts passiert. Meine größte Angst ist, dass ich allein mit Kelly bin und sie sich plötzlich verkrampft oder Erstickungsanfälle bekommt. Das würde ich nicht überleben.
Ich will sie nicht zu früh gehen lassen, aber ich habe auch Angst, dass ich zu lange warte.
Wann ist denn der richtige Moment, keiner kann es sagen, dass macht die Sache so schwer.
:-:)cry: WEnn es dann soweit ist, wird sie bei meinem Bruder im Garten unter einem Bogen begraben. Er hat auch erst vor vier Wochen sein 4 Tier einschläfern lassen müssen und meine Schwägerin weint heute noch. Davor habe ich am meisten Angst, dass dieser entsetzliche Schmerz nicht aufhört und ich nur noch weine und daran zu Grunde gehe.
Meine Mutter meinte heute schon, ich soll mich nicht so hängen lassen, es wäre immerhin keiner meiner Kinder und sie wäre ja auch schon alt. Das mag ja stimmen, aber der Schmerz unterscheidet nicht zwischen Mensch und Tier. Alles was man liebt, schmerzt gleich, wenn man es verliert.

Hallo Feuersturm,

vielen Dank, es ist gut zu wissen, dass es Menschen gibt, die einen verstehen.
Ich wollte dieses Testament lesen, aber ich kam nur zu den ersten Sätzen, dann fing ich sofort zu weinen an. Ich kann es noch nicht lesen. Ich hätte gern ein Bild von kelly eingestellt, doch ich habe noch keines auf meinen PC. Vielleicht kann mir mein Mann dabei helfen. WAnn warst du denn wieder fähig in die ARbeit zu gehen? Ich glaube, ich fang sofort zu weinen an, wenn mich meine Kollegen darauf ansprechen. Und ich glaube auch, dass ich mich nie mehr konzentrieren kann, weil nur noch Kelly in meinen Gedanken ist.
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #5
Der Schmerz wird nie ganz gehen... immer wieder, wenn ich über mein geliebtes Larachen rede, laufen mir die Tränen über die Wangen, und dennoch habe ich ein Lächeln auf den Lippen. Zu früh, zu spät... der Zeitpunkt ist schwer herauszufinden und ich denke, er ist bereits gut gewählt. Deine Angst kann ich gut nachvollziehen - ich hätte es auch nicht gut verdaut, meine Lara eines morgens zu finden.

Deine Ma meint es sicherlich nicht böse, ist aber mindestens genauso stoffelig wie meine... niemand kann die Liebe zu deinem Tier so nachvollziehen wie du - nicht mal jemand, der selber ein Tier hat.

Genieße die übrige Zeit, verabschiede dich ausgiebig und vermeide einen weiteren Leidensweg - für dich und deine Katze.

LG
SEL
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #6
Liebe Gitti!
Solche Worte habe ich auch von meiner Mutter gehört! Ich habe es gehasst! :twisted:
"Wenn Du Dich jetzt schon um ein Tier so anstellst, was willst Du dann erstmal machen wenn ein Mensch stirbt?":twisted:
In dem Moment stellt sich die Frage nicht! Mein über alles geliebtes Tier leidet!
Ich kann Dich verstehen und weiss wie Du fühlst. Es tut körperlich weh. Man meint es nicht ertragen zu können.
Aber Du kannst! Für Dein Tierchen musst Du stark sein! Es spürt wenn Du leidest.
Du hast Deiner Katze 18 Jahre ein glückliches Zuhause und glückliches Leben geschenkt. Du hast ihr Liebe gegeben und sie hat sich wohl gefühlt. Und nur das zählt. Du wirst sie auf ihrem letzten Weg begleiten. Du schaffst das! Ganz bestimmt.
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #7
Ich habe noch eine Frage an Euch!
Habt ihr eigentlich noch eine Katze oder gleich wieder eine geholt.
Ich kann es mir nicht vorstellen jemals wieder eine neue Katze zu holen. Es wäre für mich wie ein Betrug an Kelly. Niemand kann sie ersetzen und ich möchte sie als einzige Liebe in meinem Herzen lassen. Und zweitens, möchte ich niemals mehr diesen unsagbaren Schmerz ein zweites Mal durchmachen müssen. Aber vor der Einsamkeit habe ich entsetzliche Angst.
Aber mein Mann würde es eh nicht mehr zulassen.

Hallo Krabbentier,

deine Worte haben mich zu Tränen gerührt. Soviele Menschen die mich verstehen und das gleiche durchgemacht haben. Es tut gut. Manchmal denke ich, ich bin viel zu weich und wünschte mir eine Elefantenhaut. Ich weiß, dass ich jetzt nur an Kelly denken darf, aber ich dachte immer sie würde mir irgendwie ein Zeichen geben, wenn sie nicht mehr will. Aber vielleicht kommt das ja noch! Ich hoffe wirklich, dass ich das alles schaffe, auch wenn ich mir das zur Zeit nicht vorstellen kann.

"Wer über alle Maßen liebt, der leidet auch über alle Maßen"
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #8
Nun diese Frage stellst Du Dir viel zu früh. Du brauchst erst einmal Zeit um zu trauern.
Ich persönlich könnte nicht ohne eine Katze leben. Diese Leere, kein Schnurren mehr, kein Trink- und Wassernapf mehr in der Küche und und und. Das könnte ich nicht ertragen.
Es wird eine Weile dauern, wie lange hängt von dem jeweiligen Menschen ab. Und auch der Schmerz der Trennung gehört dazu. Wenn Du das Testament einer Katze liest, wirst Du verstehen, was ich meine. Manchmal spielt auch das Schicksal eine Rolle, welches Dir ein Wesen über den Weg schickt, was Dich braucht.
Gehe erstmal den Weg mit Deiner Katze und trauere um Dein Tier. Alles weitere wird man sehen.
Und solltest Du Dich wieder für eine Katze entscheiden. Es wird eine andere, eine neue Liebe sein, die da wächst. Diese eine Liebe, die Du für Deine Katze hattest, die ist immer für sie da. Aber die neue, andere Liebe wird kommen.......
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #9
Dann google doch mal und lies das testament der Katze.


Mein Johnny war nach Babys Tod so traurig.
Er ist ein sensibles Tier.
Ich hatte schon angst dass er auch stirbt.
Da hatte sich die Frage von allein gelöst.
Benny und Tinkabell sind eingezogen und ich hatte mein Katerchen wieder.


Du ersetzt Kelly ja nicht.
Du lässt jemanden Nachfolgen.
Das ist was anderes.
Ihr Platz in deinem Herzen wird ewig bestehen.
Aber vielleicht gebt ihr ja einem anderen Tier die Chance geliebt zu werden.
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #10
Jetzt hast Du mich auch zum weinen gebracht! Weil ich mit Dir fühle!
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #11
Ich habe seit Januar wieder zwei kleine Mädels, denn ein Leben ohne Katze konnte ich mir einfach nicht vorstellen. Sie können meine Lara niemals ersetzen, genauso wenig kann eine andere Katze die beiden ersetzen, denn jede Katze für sich eine eigenständige Persönlichkeit, die man liebt und schätzt. Du allein wählst den Zeitpunkt, in dem du wieder bereit bist, dein Herz an eine Katze zu verschenken... egal ob es in einem Monat, in einem Jahr, in 10 oder nie sein wird - es wird aber deine Entscheidung sein, die dir niemand nehmen kann.
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #12
Liebe Gitti,

auch ich fühle mit Dir. Viele Wochen habe ich damals um meine Katze gebangt, mich gefragt wann der richtige Zeitpunkt ist. Bis sie mir sehr deutlich gesagt hat, dass sie jetzt nicht mehr möchte. Ich habe den Termin, der am Vormittag war nochmal auf Abend verschoben weil ich vor Erschöpfung verschlafen hatte und noch nicht bereit war. Wir haben den Nachmittag dann gemeinsam im Garten verbracht. So schwach sie war ist sie doch in der Sonne fast nochmal aufgeblüht....

Der Schmerz ist für Außenstehende wohl kaum zu begreifen.... da ich mir teilweise die Schuld an ihrer Erkrankung gab war es für mich jahrelang nicht möglich, wieder eine Katzen zu haben. Denn das wollte ich nicht nochmal erleben.

Auch wenn ich es selbst nicht recht begreife, möchte ich doch noch etwas erzählen... Im vorletzten Winter waren meine beiden jetzigen Katzen so krank, dass ich bei Beiden dachte, sie überleben die Nacht nicht. Erst wollte ich panisch zum Tierarzt (der nichts hätte tun können, da waren wir erst). Dann hab ich bei ihnen gelegen und habe ihnen gesagt, dass sie gehen dürfen wenn sie es möchten. Am nächsten morgen ging es uns allen zum Glück besser. Ich kann es nicht erklären, aber es war für mich eine große Erfahrung, dass ich in dem Moment allen Schmerz, Angst, Schuld loslassen konnte und bereit gewesen wäre, sie gehen zu lassen.....

Fühl Dich mal lieb umarmt.
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #13
Ich habe die Frage eigentlich nur gestellt, weil ich wissen wollte, ob noch andere Katzen da sind, die einen trösten, oder wie in meinem Fall nur eine einzige. Ich glaube, mit zwei oder drei Katzen kommt man besser klar wenn eine geht, weil die anderen noch da sind.
<Meine Mama hat es sicherlich nicht böse gemeint, was sie gesagt hat. Aber es sind eben Menschen die diese Liebe für ein Tier nicht verstehen können, weil sie nie eins gehabt haben. Aber auch da gibt es unterschiede. Mein Mann nimmt das alles viel besser auf und kann sein tägliches Leben fortführen. Obwohl er sie auch geliebt hat. Und ich bin völlig am Ende.:cry: Das seltsame ist, dass ich mich zur Zeit besser fühle, wenn ich Menschen um mich herum habe. Aber sie flüchten alle, wenn sie mich sehen und lassen mich erst recht allein.
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #14
Klar ist es besser, wenn man Jemanden um sich hat. Man wird trotz allem abgelenkt.
Auch noch ein Wort zum "Arbeiten gehen": ich habe auch einmal einen schweren Schicksalsschlag erlitten. Der Tag war ein Samstag. Ich war fest überzeugt, dass ich es montags nicht schaffe, arbeiten zu gehen. Und was soll ich sagen, es war das Beste, was ich tun konnte. Meine Kolleginnen waren sehr nett, auch mein Chef. Es hat mich abgelenkt und mir dabei geholfen, dass das 'andere' in den Hintergrund trat. Mir hat die Arbeit sehr geholfen und ich war froh, dass ich sie hatte.
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #15
Liebe Gitti.
Ich habe diesen unerträglichen Schmerz schon 4 mal mitgemacht. Ja es waren immer noch andere Katzen hier aber darum ist es nicht weniger schmerzhaft.
Als mein letzter Kater starb (er lag ohne jede Vorahnung ) tot im Bett, das war das Schlimmste was man sich vorstellen kann.
Damals habe ich auch gesagt diesen Scchmerz will ich nie mehr erleben. Nach 6 wochen bin ich ohne Katze fast krank geworden. Jetzt habe ich wieder drei und bin glücklich mit ihnen. Meine 4 Sternenkätzchen sind immer in meinem Herzen und ich werde sie nie, nie vergessen.
Genieße die letzten Stunden mit deinem Liebling und zeige ihr immerwieder wie sehr du sie liebtst.
Ich nehme dich mal ganz lieb in den Arm und wünsche dir sehr viel Kraft.

Traurige Grüße Kathi.
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #16
es tut mir sehr Leid für dich, ich weiß wie du dich fühlst. Im Nov. 12 mussten wir die gleiche Entscheidung treffen. Mein Mann war der Meinung unsere Kitty wäre noch nicht bereit zum sterben, aber ich habe es gemerkt. Sie hat dann von heute zu morgen aufgehört zu fressen und auch nichts mehr getrunken. Wir haben dann Sonntags den Tierarzt angerufen und haben noch am gleichen Tag einen Termin bekommen. Der Tierarzt hat uns sehr geholfen. Mein Mann hat dann auch gesagt, es ist Zeit sie gehen zu lassen. Sie schlief in unseren Armen ein. Wir haben sie dann bei uns zu Hause auf ihrer Decke liegen gelassen und ein paar Kerzen angezündet. Als es dunkel wurde haben wir sie dann beerdigt.
Mein wollte auch erst keine Katze mehr haben, aber nach 5 Wochen holten wir unsere Nikky. Es war wieder Freude in unserem Haus. Wir liebten Nikky genau so wie Kitty. Leider haben wir Nikky mit nicht einmal 5 Monaten an den Virus FIP verloren. Ich dachte ich überstehe es nicht, aber der Schmerz lässt nach, auch wenn immer wieder mal Tage kommen, wo man in ein tiefes Loch fällt. Hier im Forum zu schreiben, Trost zu bekommen und anderen bei zu stehen, hat mir geholfen über die schlimmsten Stunden hinweg zu kommen. Vielleicht hilft dir es auch. Ich drück dich und bin in Gedanken bei dir. Du wirst bestimmt merken, wenn es für deine Süße Zeit ist, sie gehen zu lassen. LG
 

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  • Katze liegt im Sterben Beitrag #17
Hallo Gitti,

als ich deine Zeilen las, kamen bei mir die Erinnerungen an meine verstorbene Katze Blacky (EKH) hoch und mir liefen die Tränen. Das, was dir jetzt bevorsteht, habe ich (haben wir) im letzten Jahr Anfang September durchgemacht.

Es fing eigentlich schon zur Jahreswende 2011/2012 an. Meine damals fast 16jährige Katze litt seit 2009 an einer Schilddrüsenüberfunktion, die wir eigentlich mit Medikamenten ganz gut im Griff hatten. Durch die Knallerei an Silvester stellte sie komplett das Fressen und Trinken ein. Der Tierarzt meinte, dass man darüber nachdenken sollte, ob man sie nicht erlöst. Normalerweise leben Katzen lt. Studie mit einer Schilddrüsenüberfunktion max. 21 Monate. Unsere Blacky lebte damit schon länger. Eine Möglichkeit sah er noch: wir sollten das Medikament alle 2 Tage spritzen. Das klappte ganz gut, unsere Blacky erholte sich und frass auch wieder.

Anfang September 2012 bemerkten wir, dass Blacky einige Tropfen Wasser verlor, wenn sie auf ihrem Lieblingshandtuch im Bad lag, welches sie sich gleich nach dem Einzug bei meinem Partner angeeignet hatte. Der Tierarzt stellte eine Blasenentzündung fest und gab uns Medikamente mit. Da ich Blacky bei meinem Partner in guten Handen wusste, ging ich am nächsten Tag wieder arbeiten. Mittags bekam ich eine SMS, ich sollte sofort nach Hause kommen, Blacky würde nur noch röcheln und wir sollten zum Tierarzt kommen. Mein Chef war so kulant und ich durfte nach Hause. Dort angekommen ging ich sofort ins Bad. Blacky lag auf der Seite und röchelte nur noch. Ich nahm sie in die Arme und streichelte sie. In meinen Armen ist sie dann eingeschlafen. Als wenn sie gewartet hat, bis ich nach Hause kam. Wir waren nur noch traurig und fanden keine Worte. Meine Mutter kam auch, um sich von Blacky zu verabschieden und tröstete uns. Arbeiten konnte ich am nächsten Tag natürlich nicht, da ich die ganze Nacht geweint hatte.

Einen Garten haben wir leider nicht, wo wir Blacky begraben konnten. Deshalb haben wir sie in einem Tierkrematorium einäschern lassen. Die Asche wurde auf deren Wiese verstreut.

Für uns stand aber fest, dass wir nicht ohne eine Katze leben wollten. Eine Katze aus dem Tierheim wollte ich nicht. Ich wusste, dass ich mich dort nicht entscheiden kann und alle mitnehmen würde. Soviel Platz haben wir aber nicht. Deshalb durchforsteten wir das Internet nach einem kleinen Stubentiger und so fanden wir Karlo und Kiki. Mein Partner wollte unbedingt Kiki und ich Karlo. Wir riefen bei der Züchterin an und vereinbarten einen Besuchstermin. Die Züchterin hatte auch noch Jungtiere von ihren British Kurzhaar. Aber wir wollten unbedingt Wuschelkatzen. Wir konnten uns nicht einigen, ob wir Kiki oder Karlo mitnehmen würden. So nahmen wir dann beide als Geschwisterpaar mit.

Selbstverständlich mussten wir einige "Umräumaktionen" in der Wohnung machen. Die beiden zeigten uns sämtliche Gefahrenquellen für kleine Stubentiger. Mittlerweile sind sie mächtig gewachsen und haben ihren ersten Geburtstag bei uns gefeiert.

Blacky vermissen wir immer noch. Aber die Zeit und die beiden Rabauken heilen die Wunden.
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #18
Liebe Kathie,
auch dir vielen Dank für deine Worte.
Ich bin immer noch wie gelehmt. Gerade war ich wieder bei meiner Katze. Sie fängt plötzlich zum miauen an und ich weiß nicht was sie will. Es ist so schwer, so schwer. Ich habe gehört, dass Katzen den Schmerz sehr lange geheim halten können, bis man es merkt.
Das Schmerzmittel aus der Klinik verträgt sie nicht, das hat sie sofort wieder erbrochen.
Nun bekommt sie ein Hömopathisches Mittel (Schlangengift) das aber natürlich nicht so stark ist. Auch diese Nacht werde ich bestimmt wieder keinen Schlaf finden.
Kelly sitzt nun in ihrer Lieblingskiste. Ich habe einmal eine Avonschachtel in den Gang gestellt, weil ich sie wegwerfen wollte. Kelly hat sich sofort hineingesetzt und seit fast drei Jahren ist es nachts ihre Schlafstelle. In dieser Kiste werden wir sie auch beerdigen.
Ich danke allen, die mir heute geholfen haben und tröstende Worte gesagt haben.
Es tut wirklich gut, nicht allein mit seinem Kummer zu sein.
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #19
Liebe Gitti,

wir alle leiden mit Dir. :-(

Ich musste bereits zweimal einen geliebten Kater beim Tierarzt gehen lassen. Das letze Mal am 12.06.2012 Shanks, er war schwer herzkrank und drohte zu ersticken. Wir wussten schon seit April, dass dieser Tag unweigerlich näher rückt und haben jeden Tag mit ihm genossen. Ich hatte immer die Hoffnung, dass er friedlich zu Hause einschlafen würde. Leider kam es anders. Wir haben ihn (im strömendem Regen) im Garten begraben.

Da wir schon lange wussten, dass er sterben würde haben wir uns frühzeitig zusammengesetzt und beschlossen einer neuen Fellnase ein zu Hause zu geben. Mein Vater ist schon 75 und schwer an Parkinson erkrankt, er kam mit dem Tod von Shanks überhaupt nicht klar, eigentlich wir alle nicht. Am nächsten Tag sind wir ins Tierheim gefahren. "Nur zum Gucken". Meine Mutter (73) hatte alle Katzenutensilien gesäubert und stehengelassen. Die Transportbox hatte sie mit einer neuen Decke ausgelegt und hielt sie während der Fahrt fest umklammert. Was soll ich sagen wir haben bereits am 13.06. einen Notfallkater aus dem Tierheim mitgenommen. Die gleichen Leute, die uns vorher wegen der hohen Tierarztkosten und dem "Theater" um Shanks für verrückt erklärt hatten (Ihr seid doch bekloppt, ist doch nur ne Katze) haben uns anschließend Pietätlosigkeit vorgeworfen.

Das Testament einer Katze, dass Feuersturm bereits erwähnt hat, hat mir damals sehr geholfen. Trotzdem hatte ich lange Schuldgefühle. Einmal weil ich ihn gehen lassen musste und weil wir so schnell einen anderen Kater genommen haben. Rocky war auch nie als Ersatz für Shanks gedacht, aber er hat uns sehr geholfen, den Schmerz erträglich zu machen.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft. Hier ist immer jemand da, wenn Du Dir den Kummer von der Seele schreiben willst.

LG
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #20
Oh Tinaho, wie Recht Du doch hast! Ich könnte auch niemals ohne Katze leben. Ob ich mir direkt am nächsten Tag eine andere Katze holen würde, weiss ich nicht. Aber lange würde es bestimmt nicht dauern.
Ich behaupte mal, dass ich keine andere Katze so lieben könnte wie Krabbe. Aber wie ich schon schrieb, es kann eine andere Liebe werden, als die zu dem ersten Tier.
Und ja, wann immer Du möchtest, kannst Du hier schreiben, ich denke da genauso wie Tinaho, irgend jemanden wirst Du bestimmt finden, der antwortet.
Nochmal ganz liebe Grüsse und viel Kraft wünsche ich Dir!
 
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Katze liegt im Sterben

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