Hey...
ich hab (leider) ähnliches mit einem mir sehr nahestehenden Menschen erlebt.
Dieser kam auch ins Krankenhaus und ich habe die Lage falsch eingeschätzt, und mich nicht mehr verabschiedet, und so vieles nicht mehr gesagt.....
Und mir auch wahnsinnig viele Vorwürfe gemacht - ABER: Du kannst nix dafür.
Wenn Du auch nur geahnt hättest, wie die Sache läuft, hättest Du Dich anders verhalten.
Dein Schatz war beim Arzt, in der Klinik, in guten Händen, die wissen, was sie tun, und wussten es auch nicht, sonst hätten sie Dich sicher drauf hingewiesen, dass es gut wäre, ihn zu erlösen, und hätten Dich hingerufen. Haben sie nicht - also konntest Du das doch nicht wissen.....
Ich bin mir sicher, er wusste, dass Du ihm helfen wolltest, als Du ihn zum Arzt gebracht hast.
Ich bin mir auch sicher, er wusste jede Sekunde, dass er geliebt wird. Tiere spüren sowas. Und (leider) können wir nunmal nicht 24/7 bei ihnen sein....
Und (gottseidank) können wir nicht hellsehen, und nicht in sie hineinsehen....
Ich verstehe Deinen Schmerz sehr gut, und ich verstehe auch, dass Du gern "die Schuld" auf Dich nehmen willst - aber in dem Fall gibt es keine wirkliche "Schuld" - es war ein tragischer Unfall, es waren tragische Folgen, aber ich bin ganz, ganz sicher, dass Dein Katerle eines Tages an der Regenbogenbrücke auf Dich warten wird, und Dir rein garnichts übel nehmen wird.....Du hast ihm 8 Jahre lang ein schönes Leben bereitet, ihn geliebt, geherzt, gestreichelt, umsorgt...was ist das schon gegen ein paar Minuten, in denen Du nicht da warst ?
Ich hab schon viele Tiere vieler Arten gehabt und schon einige verloren – und dabei festgestellt, dass die Tiere sich meist Momente „zum Gehen“ „aussuchen“ wo das Herrchen/das Frauchen grade nicht zugegen sind. Man sitzt stundenlang mit dem Tier auf dem Schoß, streichelt es, redet lieb mit ihm und versucht, ihm den Abschied leicht zu machen, weil man spürt, dass es bald soweit sein könnte – verlässt für zwei Minuten das Zimmer und kommt zurück um herauszufinden, das das Tier in genau DIESEN Minuten den Weg über die Regenbogenbrücke angetreten hat…
Vielleicht wollen Tiere garnicht immer Abschied nehmen – sondern vielleicht wollen sie uns aufgeweckt, neugierig und vorwitzig in Erinnerung bleiben, wie wir sie doch die meiste Zeit ihres Lebens kannten und nicht müde, mut- und kraftlos….
Ich weiss nicht, ob Dich das trösten kann - vielleicht kann das nur die Zeit, aber fühl Dich wenigstens mal gedrückt und verstanden....