Wie komme ich mit eigenen Vorwürfen zurecht?

Diskutiere Wie komme ich mit eigenen Vorwürfen zurecht? im Regenbogenbrücke Forum im Bereich Katzenfreunde; auch wenn Du mir's übelnimmst, aber das ist , glaube ich wirklich zu weit gedacht - oder auch zu menschlich gedacht. Er hat sicherlich nicht...
  • Wie komme ich mit eigenen Vorwürfen zurecht? Beitrag #21
auch wenn Du mir's übelnimmst, aber das ist , glaube ich wirklich zu weit gedacht - oder auch zu menschlich gedacht.
Er hat sicherlich nicht "absichtlich" aufgegeben, oder weil er resigniert hat.
Er hat gekämpft, sicher hart gekämpft, aber dann letztendlich doch verloren, weil sein kleiner Körper nicht mehr mitmachen konnte.
Aber sicher nicht, weil Du ihn ein paar Tage nicht sehen konntest - weisst Du so ein kleiner Kater hat auch einen Selbsterhaltungstrieb - und wir Katzenhalter wissen doch im Grunde unseres Herzens alle, dass es wir es zwar so haben wollten, aber es durchaus kein Weltuntergang ist, wenn mal jemand anderes die Dose aufmacht - und es wurde sich ja gut um ihn gekümmert in der Klinik - und ich bin ganz, ganz sicher, dass Tiere das auch spüren, ob man sie jetzt "sitzenlässt" oder ob sie in der Klinik sein müssen, weil es da Menschen gibt, die sich besser um sie kümmern können als "Herrchen" oder "Frauchen".
Ich denke, so wie sich das alles liest, daß der Brocken, den das Schicksal Deinem Katerle da zu bewältigen gegeben hat (was auch immer passsiert ist) einfach zu groß für den kleinen Kämpfer war.
Aber was ich an der Stelle ganz vorsichtig auch mal anschneiden möchte ist - wer weiss, was ihm erspart geblieben ist, wer weiss, was da hätte noch kommen können....
Es ist ein Fluch und ein Segen zugleich, dass wir nicht wissen, was "gewesen wäre wenn".
Es ist SO schlimm, wenn so ein Begleiter auf einmal fehlt, aber da hätte so vieles kommen und passieren können - Du wirst kaputtgehen, wenn Du das alles durchgrübelst (und frag bitte nicht, woher ich das weiß...*seufz*)
 
  • Wie komme ich mit eigenen Vorwürfen zurecht? Beitrag #22
weißt du, letzten endes können wir einfach nicht perfekt in unsere fellnasen reinschaun. keiner kann das.
er weiß das du ihn liebst. ich wiederhole das auch immer wieder gerne :)...er WEISS das du ihn liebst und du alles getan hast das er gesund wird. am ende weißt du einfach nicht wieso und warum!!!!

sei traurig und weine...aber denk an die vielen dinge die er dir "geschenkt" hat. Das ist wichtig. und deine tochter brauch dich sehr.
 
  • Wie komme ich mit eigenen Vorwürfen zurecht? Beitrag #23
Nein Smee ich nehme dir das nicht übel. Deswegen hab ich es ja so geschrieben, weil ich nicht weiß ob es richtig oder falsch ist. Nur eins muss ich sagen und zwar war er für mich auch mehr als eine Katze schwer zu beschreiben, aber wie eben mein bester Freund nur ohne das Gerede dafür viel geschnurre und kuscheln.
Mei die Ärzte haben eben nur gesagt, dass er sogar mit dieser Riesen Wunde (ich weiß leider nicht wo er die her hatte) überleben kann und auch, natürlich nach sehr langer Genesungszeit, wieder raus darf.
 
  • Wie komme ich mit eigenen Vorwürfen zurecht? Beitrag #24
smee hat recht wenn sie sagt das wir ja auch nicht wissen was sonst passiert wäre und wie. auch wenn du das bestimmt nicht hören willst. und versteh uns nicht falsch wir wollen sicher nichts böses.

kleines beispiel. wäre maya nicht kastriert worden und sie hätte die kitten ausgetragen wäre die wahrscheinlichkeit gewesen das sie qualvoll bei der geburt stirbt wesentlich höher gewesen. sie war sehr zierlich und klein...so hat sie von ihrem tod an sich nichts mitbekommen und sie musste sich nicht quälen.

trotzdem sind die vorwürfe ja da das das ALLES überhaupt nicht hätte sein müssen WENN ich auf meinen freund doch nur gehört hätte.

wie man es dreht und wendet, der tod ist in jeder hinsicht nie was tolles für die die zurückbleiben. aber in manchen fällen ist die last die das tier (in deinem fall) vielleicht doch zu hoch gewesen.

unser problem ist das wir gerade in solchen situation die katzis viel zu sehr vermenschlichen.
 
  • Wie komme ich mit eigenen Vorwürfen zurecht? Beitrag #25
Ja Willy-Maya wiederhole das gerne öfters ;) denn das hilft ungemein es von anderen zu hören, die ihn natürlich nicht gekannt haben, aber denen man öfter mal mehr anvertrauen kann als seiner eigenen Familie oder freunden
 
  • Wie komme ich mit eigenen Vorwürfen zurecht? Beitrag #26
Auf gar keinen Fall bist Du melodramatisch. Garry war ein Familienmitglied, es ist vollkommen klar, dass Du trauerst. Und leider ist es wohl auch üblich, sich Vorwürfe zu machen. Es geht hier fast allen so, einschließlich mir. Unser Tino ist vor Weihnachten mit nur 7 Jahren gestorben. Er starb zwar im Korb auf meinem Schoß, aber vorher musste er 48 Stunden in einer Tierklinik ausharren - allein ohne uns. Ich bin vor Selbstvorwürfen fast irre geworden. Jeden Abend im Bett sah ich ihn wieder vor mir und fing an zu weinen.

Die Vorwürfe kann man nicht wegdrängen - ist zumindest meine Erfahrung. Ich habe viel geredet und mich auch hier ausgetauscht. Das hat schon mal viel geholfen. Und ich habe Tinos Leben als Tagebuch aufgeschrieben. So konnte ich meine Erinnerungen gut "verwalten". Letztendlich habe ich mich hingesetzt und überlegt: Wenn Du eine neue Katze hast, der dasselbe passiert, wie würdest Du dann handeln? Ich habe festgestellt - nahezu genauso. Und das hat mich ruhiger werden lassen. Genauso wie Du haben wir alles für unseren Schatz getan. Wir haben den Ärzten vertraut (ok, das würde ich z.B. zukünftig nicht mehr unbedarft tun - aber vor bösen Überraschungen ist man nie gefeit und wenn man noch so sorgfältig alles durchdenkt) und immer das Beste für Tino gewollt. Wir haben Tino nicht sich selbst überlassen, sondern ihm jede Hilfe ermöglicht, zu der wir fähig waren.

Du hast für Garry auch alles getan. Und Du hast Garry nicht gleichgültig irgendwo abgegeben, sondern das Beste gewollt. Du hast nichts falsch gemacht! Und Garry wusste, dass er bis zum Schluss geliebt wurde.

Übrigens glaube auch ich, dass es unseren Lieblingen mitunter sogar leichter fällt, zu gehen, wenn sie allein sind. Sie lieben uns schließlich genauso wie wir sie. Und sie bekommen mit, wenn wir aufgeregt oder traurig sind. Bestimmt ist Garry ganz sanft entschlafen. Und ganz bestimmt hat er als letzten Gedanken mitgenommen, dass ihr ihn umsorgt und gepflegt habt.

Oh und ich würde mir keine Vorwürfe machen, dass Ihr ihn raus gelassen habt (ich weiß, dass sagt sich so leicht). Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Tiere selbst ganz genau wissen, was sie sich zumuten können. Garry wäre nicht raus gegangen, wenn es ihm schlecht getan hätte.

Nun bleibt mir nur noch, Dich fest zu drücken. Deine Trauer wird Zeit brauchen. Nimm sie Dir, Du hast das Recht, ausgiebig um Garry zu trauern.

Liebe Grüße,
Sandra
 
  • Wie komme ich mit eigenen Vorwürfen zurecht? Beitrag #27
Und natürlich kann es sein, dass was schlimmeres gekommen waere, aber das stand ja irgendwie nie zur Debatte. Es hieß von beiden Tierärzten (auch von dem ich nicht so begeistert war) dass er es auf jeden fall schafft und überlebt... Aber ich nehme es euch auch gar nicht übel wenn ihr so ehrlich zu mir seid. Manchmal braucht man das auch, egal wie hart und schmerzlich das für Den Moment ist und gerade in einer "frischen" Situation

Danke dir Sandra. Wegen dem rausgehen war es ja eben leider so, dass ich ihn nicht mehr rausgelassen habe, weil ich wegen der Verletzung Angst hatte, dass sie sich doch entzündet, oder er mit der Nachbarskatze kämpft.

Noch ein Vorwurf mehr! Vielleicht sollte ich auch jeden einzelnen Vorwurf mal aufschreiben um dann zu versuchen diese zu zerschlagen
 
  • Wie komme ich mit eigenen Vorwürfen zurecht? Beitrag #28
meine gedanken sind ganz doll bei dir!!!!!
ER weiß das du ihn liebst :)...glaub mir. das hat er immer gewußt. und hier kannst du alles raus lassen was dich bedrückt...

aber versuche diese vorwürfe los zu werden. damit hilfst du weder dir...noch deiner tochter. und dein süßer kater kommt leider nicht zurück.

ich hab die schlimmen tage oft weinen, schluchzend gesagt "ich will meine maya wieder haben". mich hat es jedesmal durchgeschüttelt wenn ich wieder nen heulkrampf hatte. aber glaub mir, es wird vorüber gehen. dies zeit wird kommen. und so blöd das jetzt klingt, da kannst du dir selber helfen in dem du sagst, du bist nicht schuld. und das bist du wirklich nicht. du weißt nicht was mit ihm war. nicht 100%ig. niemand weiß das. und du hast ALLES getan was du tun konntest. wirklich!!!...

er hat dir soviel in den ganzen jahren an freude geschenkt und war immer an deiner seite. aber vielleicht war es zeit für ihn. und wie smee schon sagt, was wäre wenn gewesen. du weißt ja nicht was auf den racker sonst noch zugekommen wäre.

lass dich nochmal feste drücken
 
  • Wie komme ich mit eigenen Vorwürfen zurecht? Beitrag #29
*schnief* danke dir!! Ja genauso geht es mir seit Dienstag, dass ich heule und Sage, dass ich ihn wieder haben will!! Gestern bin ich mit dem Auto durch die Gegend gefahren und habe ein trauriges Lied gehört und plötzlich hat es mich so gebeutelt dass ich anhalten musste...
Und ich hab dann nur einmal laut geschrien und gesagt, dass ich ihn wieder haben möchte ;(
Das leben kann echt so ein A******** sein!!!

Im großen und ganzen wusste ich ja was mit ihm war. Ich meine die haben beim zweien Tierarzt gesagt, dass durch das Antibiotika die Niere jetz leicht geschädigt waere und er durch die Infusionen jetzt erstmal aufgepäppelt wird. Und dann am Montag hatte er keinen Appetit mehr und der Darm war voll und auf einmal sind die nierenwerte so in den Keller gegangen dass er daran gestorben ist. Der Arzt meinte er musste nicht Leiden, da er wohl unter einem toxischem Schock stand und deshalb eingeschlafen ist. Und schließlich und endlich hat auch dieser Arzt gesagt, dass die letzte Antibiotika Spritze nicht mehr nötig gewesen waere. Aber klar das bring mir meinen garry auch nicht mehr zurück
 
  • Wie komme ich mit eigenen Vorwürfen zurecht? Beitrag #30
sorry musste zu ner besprechung bei meiner chefin,

also was ich getan habe is traurige lieder zu vermeiden. ich hab mir auch ein paar tage keine bilder von maya angeschaut oder sonstiges. weil ich weiß das mich das nur noch mehr quält als es sonst schon der fall ist. das habe ich also völlig abgestellt. ganz langsam tast ich mich da wieder vor. seid montag versuch ich es immer mal wieder mir bilder anzuschauen von ihr. immer nur kurz und nur eins. dann mal zwei...dann mal drei. nur langsam steigern. nicht alles auf einmal. das tut deinem herzen nicht gut sonst. also behaupte ich mal. ich kann dir auch nur sagen wie es bei mir ist. ich fahr auch viel auto, arbeitsbedingt. und immer wenn ein langsames lied kommt mach ich leise. heute geht es etwas. manche kann ich noch nicht hören.

immer einen schritt nach dem andern. irgendwann wirst du das wieder können und nicht gleich weinen. aber diese krämpfe kenn ich. sie werden weniger. sie werden wirklich weniger. gib dir etwas zeit. und ich finds auch nicht richtig wenn das der arzt sagt wegen der spritze. das muss einfach nicht sein. aber mach dir keine vorwürfe. ich bete es immer wieder runter für dich.
du hast ihm doch nicht die spritze verabreichen lassen weil du ihm was böses willst!!!!! du wolltest das er wieder gesund wird und ganz der alte. du hattest keine böse absichten.
 
  • Wie komme ich mit eigenen Vorwürfen zurecht? Beitrag #31
Ich spiele in diesem Thread mal ein bisschen "die Böse mit dem mahnenden Zeigefinger"....

Denn...auch wenn das jetzt nicht ist, was man hören will, aber genausowenig wie Willy-Maya gewusst hätte, dass Ihre Süße die Kastra überlebt hätte, wenn sie nicht tragend gewesen wäre, wissen wir ob Gerry nicht doch noch eine furchtbar fiese Infektion bekommen hätte, ohne diese weitere Spritze.
Und auch wenn das Ärzte (ganz allgemein, ob nun die für Tiere oder Zweibeiner) hinterher immer gaaanz genau wissen, was "man hätte tun sollen" - ich für meinen Teil glaube, dass die das auch nicht immer so genau wissen, wie sie es behaupten....und dafür habe ich in meinem Leben an Tieren und Menschen schon viel zuviele Beweise gesehen (sogar an mir selbst).

Ich weiss nicht, ob Euch das hilft, aber ich glaube (und bin durch viele Erlebnisse mit dem Tod oder "kleinen Wundern") für mich inzwischen zu dem Schluss gekommen, dass es sowas wie ein Schicksal gibt - und wenn die Zeit gekommen ist, die Erde zu verlassen wird man das höchstens aufschieben, nicht aber ändern können....

Und das Leben bietet viele, viele, viele Möglichkeiten - wählt man eine davon aus, heisst das aber noch lang nicht, dass eine andere an ein anderes Ziel geführt hätte...falls ihr versteht, was ich meine....

Dazu passt auch wieder das Gedicht vom geliehenen Kätzchen....

Die Süßen haben einfach nicht mehr länger bei uns sein dürfen - vielleicht, ja vielleicht erfahren wir den Grund dafür, wenn wir eines Tages selbst über die Regenbogenbrücke gehen müssen - vorher können wir nur mutmaßen, spekulieren und uns innerlich noch so lang zerfleischen, wir können den Tod geliebter Gefährten nur akzeptieren, aber ich glaube niemals verstehen.
Das klingt zunächst mal resigniert, aber ich denke, das kann auch eine Hilfe sein.... Man muss lernen, anzunehmen, dass es einfach so ist - sich immer und immer wieder bewusst machen, dass man alles so gut gemacht hat, wie man konnte - man konnte nicht alle Wege gehen, sondern nur den einen - und diesen hat man so sorgfältig ausgewählt, wie man das konnte....sich Gedanken gemacht, gehofft, gebangt - alles, so sehr wie man es konnte.....

Mehr kann man nicht tun... es geht einfach nicht....

Und ich bin mir sicher, die Fellnasen wissen das. Ich bin mir sicher Gerry und Maya sind derzeit nicht begeistert, dass ihr Euch solche Vorwürfe macht, weil sie wussten, dass ihr da seid...dass ihr sie liebt, und dass ihr tut, was ihr könnt....
Dass ihr traurig seid, können sie ganz sicher verstehen, auch wenn ich denke, dass sie viel lieber wollten, dass ihr Euch an all das Schöne, fröhliche und liebevolle erinnert, dass ihr zusammen hattet...
 
  • Wie komme ich mit eigenen Vorwürfen zurecht? Beitrag #32
Das kann ich nur unterschreiben und gleichzeitig danke sagen.

ich bin langsam soweit ihren tot so anzunehmen. und es tut gut hier das los zu werden und leute wie euch zu haben die soviel geduld aufweisen und immer wieder schreiben und ermutigen.

DANKE DAFÜR!!!!
 
  • Wie komme ich mit eigenen Vorwürfen zurecht? Beitrag #33
Ach herrje, da ging mein Zuspruch ja voll nach hinten los :-(.

Ansonsten gebe ich Smee74 Recht. So hart es auch klingt, Garrys Zeit war wohl leider abgelaufen. So wie Mayas oder Tinos. Bei Tino bin ich inzwischen überzeugt, dass er ohnehin gestorben wäre - egal, was wir gemacht hätten. Und wahrscheinlich war es bei Garry nicht anders. Du hast Garry unterstützt bis zuletzt - es sollte trotzdem nicht sein. Hättest Du ihn anders unterstützt - es hätte sicher genauso wenig sein sollen. Und ganz sicher würdest Du dir jetzt auch Vorwürfe machen - nur andere.

Ich glaube, wir werden uns immer Vorwürfe machen, weil wir immer das Gefühl haben, nicht genug getan zu haben. Aber letztendlich waren wir machtlos. Wir sollten eines hoch halten: Wir haben unseren Lieben ein super tolles Leben geboten. Sie waren geliebt und umsorgt - das wird manch einem Geschöpf nicht gegönnt. Und das zählt. Garry hatte super Glück, so ein tolles Zuhause zu haben!!!
 
  • Wie komme ich mit eigenen Vorwürfen zurecht? Beitrag #34
Nein lovely cat der Zuspruch ging nicht nach hinten los. Und ich sag auch danke, dass ihr mir hier Tipps gebt. Ich werde bestimmt die nächsten Tage nochmal von vorne anfangen und rumheulen.
Ich denke Smee, dass es sowas wie Schicksal gibt ja das stimmt, allerdings glaubt man da natürlich nie daran wenn es um einen Geliebten Menschen oder wie in unserem Fall, um ein Tier geht.
Garry hatte eine schöne zeit ja das stimmt und ih habe meiner Tochter vorher erzählt, das er in der Schwangerschaft sich anstatt auf meinen Bauch immer in meine Arme gekuschelt hat.

Vielleicht werde ich es auch irgendwann so auffassen, aber momentan sehe ich es noch eher als sinnlos und vielleicht bin ih da auch zu verbohrt ich denke nicht, dass er so oder so gestorben waere. :( aber ist natürlich als Außenstehender immer schwierig die Situation einzuschätzen, deswegen bin ich ja auch froh über das was ihr schreibt.
Wenn mich nur diese Weinkrämpfe nicht immer so unerwartet treffen Wuerden waere es noch ein Stück besser!
Ich meine klar es ist jetzt erst 2 Tage her und wird vermutlich lange lange zeit dauern bis es nicht mehr allzu weh tut. Würdet ihr denn im Garten einen Platz machen (auch wenn er nicht hier ist) als seine "Grabstelle" quasi?? Hat euch so etwas geholfen?? Oder am besten alles verbannen?
 
  • Wie komme ich mit eigenen Vorwürfen zurecht? Beitrag #35
Ich bin kein Freund von verbannen. Aber das ist auch nur bei mir so. Ich weiß ehrlich gesagt nicht welche Variante am besten für dich ist. Aber Smee hat wirklich recht auch wenn man das jetzt so frisch nicht erkennen kann oder will. Ich find die Idee mit dem Brief richtig gut. Einfach alles aufschreiben was einen bedrückt. An deinen garry gerichtet. Vielleicht hilft dir das beim trauern etwas
 
  • Wie komme ich mit eigenen Vorwürfen zurecht? Beitrag #36
Ich habe hier jetzt nicht alles durchgelesen und spreche einfach mal aus eigener Erfahrung.

Meine Katze war sehr krank. Mir wurde wenig Hoffnung gemacht, dass eine weitere OP noch was bringt. Trotzdem wollte ich diese weitere OP, da ich doch wusste, dass meine Katze eine Kämpfernatur ist.

Sie hat sich morgens ganz merwürdig verhalten, als wollte sie Abschied nehmen. Ich habe mir da noch nichts weiter dabei gedacht.
Dann brachte ich sie zum Tierarzt und musste leider weiter zur Arbeit. Ich sagte ihr, wie zuvor bei den OP´s schon, dass sie keine Angst haben muss und ich sie bald wieder abhole.

Während der Arbeit kamen mehrere Anrufe vom Tierarzt. Der letzte Anruf war, dass sie meine geliebte Katze nicht mehr aus der Narkose zurückgeholt haben weil die Krankheit bereits zu schlimm war und sie nur noch Schmerzen gehabt hätte.

Ich habe mir Vorwürfe gemacht, dass ich ihr ein Versprechen gegeben habe welches ich nicht halten konnte.

Eine liebe Bekannte sagte dann zu mir, dass ich mir keine Vorwürfe machen brauche. Denn meine Katze ist friedlich eingeschlafen und denkt nicht an das Versprechen was ich ihr gegeben habe. Sie ist einfach nur froh, endlich keine Schmerzen mehr zu haben und wird es mir nicht nachtragen, dass ich nicht bei ihr war.
Denn in dem Moment wo ich sie beim Tierarzt gelassen habe, wusste sie, dass ich trotzdem immer in ihrer Nähe bin.

Mir hat es unglaublich viel geholfen, was meine Bekannte zu mir sagte. Denn ich kam deshalb damit klar, weil ich wusste, dass mein Tier weiß, dass ich ihm nur helfen wollte.
 
  • Wie komme ich mit eigenen Vorwürfen zurecht? Beitrag #37
Am 20. August letzten Jahres ist mein Charly gestorben. Zwei Monate zuvor habe ich ihn noch beim Tierarzt untersuchen lassen und es war alles in Ordnung...
An diesem Tag kam Charly die Wiese runter gerannt. Kurze Zeit später fand ich ihn hechelnd im Flur. Es war kurz nach 12:00 und die Tierärztin hatte Mittagspause. Ich habe neben Charly gehockt, ein letztes Mau und dann war er tot. Ja, ich bin bei ihm gewesen. Aber ich habe mir trotzdem Vorwürfe gemacht, weil ich ihn nicht retten konnte. Er ist innerhalb von 15 Minuten gestorben.
Es gibt für jedes Lebewesen, einen Zeitpunkt, an dem es gehen muss. Und dieser Zeitpunkt ist vorbestimmt. Wir haben es nicht in der Hand, diesen Zeitpunkt hinaus zu zögern. Auch wenn wir das gerne tun würden. Es hat lange gedauert, bis ich an die schöne Zeit denken konnte, in der Charly drei Jahre bei mir gelebt hat.
Ich möchte damit sagen, das ihr euch keine Vorwürfe machen braucht. Gebt euch Zeit, eure Trauer zu verarbeiten.
 
  • Wie komme ich mit eigenen Vorwürfen zurecht? Beitrag #38
Morgen meine Lieben,

Tag 4 beginnt und es tut nach wie vor sehr weh. Gestern war ich auf dem David garrett Konzert und habe garry gesagt dass es nur für ihn ist und ob er oben im katzenhimmel glücklich ist. Ich hoffe es sehr für ihn. Nichts destotrotz Wache ich in der früh auf und erinnere mich an den Anruf und an den leblosen Körper als wir noch einmal hingefahren sind und schwups sind die ganzen Vorwürfe wieder da. Es ist echt schlimm!! Am Dienstag bin ich bei meiner Psychologin vielleicht kann die schadensbegrenzung machen (ich bin nicht wegen meinem Kater da sondern wegen den ganzen Sachen die die letzen 1 1/2 Jahre passiert sind) werde da dann auch mal berichten was sie sagt. Ich fühle mich hier momentan gar nicht mehr wohl in der Wohnung in die ich ja gezogen bin, damit garry seinen Freilauf hat und meine kleine und ich einen Garten. Und das Land, so blöd es klingt, wurde ihm zum Verhängnis. In München gibt es natürlich keine Pflüge und Mähmaschinen und sonst was...
 
  • Wie komme ich mit eigenen Vorwürfen zurecht? Beitrag #39
Guten Morgen,

das mit dem Konzert war doch mal ein Anfang.... :)
Und ich bin sicher, dass die kleine Fellnase da oben glücklich ist...

Den Ansatz mit der Psychologin finde ich gut - sicher kann sie Dir noch mehr "Werkzeuge" mitgeben, die Dir helfen können, als wir das hier vermögen.

Dass Du Dich momentan in den Erinnerungen nicht so wohlfühlst, ist ziemlich normal - schließlich fehlt "in Deiner Welt" momentan was, was wichtig war.
Hier kann es Dir helfen, was umzugestalten...Möbel umstellen, was neu streichen, umdekorieren oder so.

In München gibt's zwar keine Landmaschinen, aber Autos und viele, viele andere Gefahren.
Es liegt nicht daran, dass Du aufs Land gezogen bist....ich meine, immerhin hat Dein Katerle so die Natur kennenlernen dürfen - richtig jagen, Felder riechen, über unbebaute Flächen streifen.....ich bin sicher, er hat das genossen.

Schau - egal was Du machst, es gibt immer Punkte, die Du Dir vorwerfen könntest...schau mich an...ich hab vor Jahren meine allererste Katze verloren, weil sie jemand mutwillig (also absichtlich) überfahren hat.
Damit mir das nicht nochmal passiert, weil ich mir damals solche Vorwürfe gemacht hab (a la "hätte ich sie bloß nicht rausgelassen") hab ich mich diesmal für Katzen entschieden, die das Leben als reine Stubentiger gewohnt sind, und keinen Freigang haben müssen.
Jetzt hadere ich mit mir, und hab ihnen gegenüber ein schlechtes Gewissen, weil ein noch so großer Balkon ja die Freiheit eigentlich nicht ersetzen kann...)
Merkst Du was ? Beide Male so gehandelt, dass ich nur das Beste für die Tiere wollte, aber beide Male findet man ein Haar in der Suppe.....

Alles hat zwei Seiten, man kann es nicht perfekt machen...wirklich nicht....man kann es so gut machen, wie man vermag, aber es gibt immer Punkte, wo man sich hinterher sagt " ach hätte ich doch".... aber was man nicht weiss, ist was passiert wäre, wenn man "hätte" - vielleicht wäre meine Katze krank geworden, wenn ich sie damals nicht rausgelassen hätte, und vielleicht würden die beiden heute von Nachbarshund zerfleischt, wenn ich sie doch rausließe.......man kann immer nur eine Entscheidung zur gleichen Zeit treffen, und deren Konsequenz erleben, bei den anderen Entscheidungen kann man nur sagen "hätte ich doch" aber man weiss nie, was dann gewesen wäre.....

Für Dein Kind ist ein Leben mit Garten und auf dem Land bestimmt nicht schlecht, und das Land ist sicher nicht dran schuld, was Deinem Kater passiert ist....versuch Dich mit den Blumen, Bäumen, Schmetterlingen und den anderen schönen Dingen, die das Landleben bietet, zu versöhnen ....es wird Dir gut tun :)
 
  • Wie komme ich mit eigenen Vorwürfen zurecht? Beitrag #40
Ich stimme smee voll und ganz zu.
 
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