Hallo ihr Lieben...
ich habe gerade diesen Post entdeckt...und sitze hier mit Tränen in den Augen...:sad:
...ihr alle beschreibt hier beinahe exakt meine Gefühle, die ich im September 2011 hatte, als ich meine über alles geliebte Katze Leia einschläfern lassen musste...ihre Nierenwerte waren so dermaßen schlecht...über zwei Wochen war ich jeden Tag beim Tierarzt, weil ich hoffte, wir würden das irgendwie in den Griff kriegen, es kamen auch in der Zeit immer wieder kleine Momente, in denen es ihr besser ging und ich wieder Hoffnug schöpfte...aber kurz danach ging es immer wieder schlechter...ich habe mich quasi 2 Wochen lang von ihr verabschiedet, Gott angefleht, dass er sie erlösen möge und ich nicht den Zeitpunkt bestimmen muss, wann sie sterben soll...wer möchte sich denn schon zum Henker seines Tieres machen??
Letztendlich konnte ich es nicht mehr ertragen und als dann die Tierärztin auch der Meinung war, es hätte wohl keinen Zweck mehr, weil es eigentlich keine Hoffnung mehr gibt, habe ich mich dann auch noch gleich direkt in der Praxis dazu entschlossen, dem ein Ende zu machen...:-(
Dann bekam meine Katze zuerst die Betäubungsspritze, von der sie sich gleich erbrochen hat...und nun muss ich immer dran denken, dass das womöglich das letzte war, das sie vom Leben mitbekommen hat und da leide ich bis heute drunter...von einigen Bekannten, die auch ihr Tier einschläfern lassen mussten, hatte ich das anders gehört, die sind einfach friedlich eingeschlafen und haben dann die letzte erlösende Spritze bekommen...ich habe meine Katze zwar noch die ganze Zeit gestreichelt, bis sie keine Reflexe mehr hatte und die letzte Spritze bekommen sollte, nur weiß ich nicht, ob sie das überhaupt noch mitbekommen hat...:sad:
Was auch schlimm ist, was ihr auch hier schon erwähnt habt, das die Mitmenschen oft kein Verständnis haben für die Trauer...man darf in deren Augen einfach nicht um ein Tier weinen...um Menschen ja, aber doch nicht um ein Tier...kann man sich doch einfach ein neues holen...:sad::-x
Das Ganze ist wie gesagt schon beinahe zwei Jahre her...anfangs habe ich sehr, sehr viel geweint...ich habe sie überall auf ihren Lieblingsplätzen liegen sehen...alles, was mich aber an ihre Krankheit und die letzten zwei Wochen vor ihren Tod erinnert hat, habe ich aber noch am gleichen Tag, an dem sie eingeschläfert worden ist, aus meinen Blickfeld geräumt, z.B. die Transportkiste, mit der ich sie die zwei Wochen jeden Tag zum Tierarzt gefahren hatte...auch die Medikamente, was ich noch da hatte...selbst die Badezimmermatte, auf der sie kurz vor ihren Tod oft gelegen hatte (das hatte sie nie vorher, als sie noch gesund war, gemacht!) habe ich aussortiert...ich konnte diese Matte nicht mehr anschauen, weil ich sie da immer Gedanken krank drauf gesehen habe...:sad:
Ich weine heutzutage eigentlich nicht mehr...ich denke heute immer in liebevoller Erinnerung an sie zurück...hilfreich ist mir da auch, dass sie bei uns im Garten begraben ist, ich habe ihr einen Gedenkstein machen lassen, mit einem Foto von ihr...hat mir in der Trauer sehr geholfen...das Grab schön zu halten war etwas, was ich noch für sie tun konnte...in der ersten Zeit bin ich mehrmals am Tag dort hingegangen, habe mit ihr gesprochen...das tat sehr gut...wie gesagt, die Tränen wurden mit der Zeit weniger...dachte ich bis jetzt eigentlich, denn ich muss ehrlich gestehen, das sie jetzt beim Lesen dieses Threads wieder liefen...so ganz wird es niemals vergehen, aber ich kann sagen, die schönen Erinnerungen machen es besser mit der Zeit...und es hat mir auch geholfen, dass ich noch zwei andere Katzen hatte zu dem Zeitpunkt, u.a. ihren Bruder, die haben mich unheimlich getröstet...
...also Kopf hoch, ihr alle, die ihr um eure Lieblinge weint, denkt immer dran, dass sie in der Zeit, in der ihr sie bei euch gehabt, euer Leben verschönert haben und das sie sich auch glücklich waren, dass sie Euch hatten...:smile: