Es gibt 2 Methoden der Katzenerziehung:
Die eine ist durch "Nein", anbrüllen, sich aufregen, Wasserspritzen, sich ärgern, sauer werden, noch mehr brüllen, noch Wasserspritze, zwischendurch resignieren, dann wieder NEIN, sich aufregen, Wasserspritze usw.
Oder: durch die Methode positive Bestärkung des gewünschten Verhaltens nebst ignorieren des ungewünschten Verhaltens. Dabei wird die Katze durch Belohnung darauf konditioniert das zu tun, was man von ihr möchte anstatt das, was man nicht von ihr möchte. Man kannn einer Katze durch clickern allerlei tolle Kunststücke beibringen, warum nicht auch ihr durch diese Methode das "Kunststück" was darf ich und was nicht beibringen? Ganz ohne aufregen, ohne Wasserflasche, ohne Streß, sondern mit Spaß und guter Laune und ein bißchen Geduld.
Die Aufregmethode kann je nach Sensibilität der Katze entweder dazu führen, daß sie immer mehr für das Nein usw. abhärtet und sich eventuell sogar nen Spaß draus macht (negative Aufmerksamkeit ist immer noch besser als gar keine und Langeweile - dann ist wenigstens was los) oder eben bei sensiblen Katzen kann es ins umgedrehte gehen und sie bekommen Angst vor dem Menschen. Ich habe als Pflegis in der Regel Scheue oder Angstkatzen, auch traumatisierte Katzen und biege sie (wieder) gerade, daß sie ihre Angst verlieren - erzieht man deine solche Katze dann in ihrem neuen zu Hause auf die "harte Tour" wird recht fix alle Arbeit von mir hinfällig sein und die Katz hockt demnäxt nur noch in einem Versteck.
Ich kann verstehen, daß man mal genervt ist und das man dann auch mal ungewollt heftiger reagiert als eigentlich nötig - wir sind alle nur Menschen - aber ich kann nicht verstehen, daß man das dann verteidigt statt sich hinterher die Mühe zu machen zu überlegen, wie man solche Situationen n Zukunft besser meistern oder sogar vermeiden kann. Fehler macht jeder - die Frage ist nur, ob man bereit ist daraus zu lernen...
Für alle die lernen wollen möchte ich eine Buchempfehlung da laßen:
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