Mein Klitzekleines Mädchen, meine Stellinka
Heute Morgen kam die Zeitung mal wieder sehr pünktlich, so das ich schon um 2.00 Uhr mit dem verteilen beginnen konnte. Während des Verteilens bekam ich auch wieder Geschenke, die Leser an ihren Briefkästen befestigt hatten. Unter anderem waren auch drei bunt bemalte Eier dabei. Ich glaube der Leser ist beim falschen Fest. Aber egal, es zählt nicht die Höhe des Betrages, welches der Gegenstand der mir geschenkt wird gekostet hat, sondern nur die Geste. Andere Katzen habe ich nicht gesehen, obwohl ich momentan die dreifache Anzahl an Leckerlis dabei habe.
Als ich um 5.30 Uhr wieder nach Hause kam wurde mir beim Gehen durch den Rosenbogen die Mütze vom Kopf geklaut. Es war Peter der auf dem Rosenbogen war. Ich hatte ihn gar nicht gesehen in der Dunkelheit. Beim Nachbarn war das Außenlicht nicht an. Das reicht auch bei mir. Nur heute nicht. Bei mir geht das Außenlicht erst an, wenn man die Hausecke erreicht hat. Paula war im Bett bei mir. Beide bekamen erst mal ihre Leckerlis und was zu Futtern. Als ich ins Bett ging waren beide draußen. Peter ist irgendwann während ich am Schlafen war zu mir gekommen. Nachdem deine Dosine heute von der Dialyse wieder gekommen ist, das Taxi hat sie bis zu dem Laden gebracht wo ich schon gewartet habe, sind wir beide Einkaufen gegangen. Natürlich wurde auch eine Besonderheit für die drei Katzen gekauft. Was es ist, verate ich noch nicht.
Mein Klitzekleines Mädchen, meine kleine Stella
Weißt du was heute für ein Tag ist?
Heute hast du für mich Geburtstag!
Denn genau vor drei Jahren bist du am 23.12.2010 zu uns ins Haus gekommen. Zwar nicht freiwillig, aber du hättest ja auch wieder gehen können. Denn am 24. stand die Terrassentür im Wohnzimmer, wo du auf dem Schrank gesessen hast, weit auf und kein Mensch oder Tier außer dir war im Wohnzimmer. Aber du bist geblieben. Du hast dich wohl schon damals entschieden bei uns zu bleiben. Wundervolle Jahre haben wir verbracht und du wurdest immer mehr meine Katze. Vielleicht lag es daran, das ich dich als erster auf dem Arm hatte. Das war am 23. Als ich dich an dem Tag auf dem Arm hatte, merkte ich deinen Herzschlag. Du musst große Angst gehabt haben. Trotzdem bist du geblieben. Leider musstest du mich vor 141 Tagen, nachdem du 954 Tage bei mir warst, uns verlassen. Warum erfahre ich wohl erst, wenn ich zu dir über die Regenbogenbrücke kommen werde.
Mein klitzekleines Mädchen, meine Stellinka
Ein Nachwort an alle Leser hier:
Eigentlich wollte ich heute das letzte Mal an Stella schreiben. Aber irgendwas sagt tief in mir das ich weiterschreiben soll. Was ich auch machen werde. Obwohl es mir Heute sehr schwer fällt zu Schreiben. Immer wieder sehe ich die kleine Stella vor mir, wie ich sie zum ersten Mal auf dem Arm habe. Wie ängstlich sie war. Wie sie, nachdem ich sie im Wohnzimmer auf einen Sessel gesetzt habe, auf den Wohnzimmerschrank flüchtete. Und wie glücklich ich war, das sie am 24. Uns nicht verlassen hat. Nein sie blieb und schlich sich in mein Herz das sie bis heute noch genauso besetzt hält wie vor langer Zeit. Natürlich habe ich auch Luna in mein Herz geschlossen. Auch Paula und Peter! Wenn einer von den dreien mal nicht kommt, werde ich fast verrückt vor Angst es könnte ihnen was passiert sein. Wobei Luna, warum auch immer, schon lange nicht mehr das Haus verlässt. Nur Paula und Peter gehen raus, wobei ich noch nicht heraus gefunden habe wo Paula hingeht. Peter geht immer zu seiner Freundin, aber wenn ich ihn rufe, kommt er nach ein paar Augenblicken. Bei Paula dauert es länger. Heute Abend habe ich Peter auch gesucht. Er war verschwunden. Als ich nochmals draußen nachgeschaut habe, habe ich ihn gefunden. Er saß hinter meinem PKW und hat auf mich gewartet. Vermutlich hat er nicht mitbekommen das ich die Letzten Teile des Einkaufs schon im Haus hatte.
Ja, ich trauere noch immer um meine Stella und solange wie ich trauere, werde ich weiter an sie schreiben.
Ich bedanke mich bei allen die hier bisher mitgelesen haben und mir Trost zugesprochen haben. Ich weiß , es ist sehr ungewöhnlich so lange zu Trauern, aber es ist nun mal so. Nehmt es mir von daher bitte nicht krumm, das ich weiter an Stella schreibe.
Ich wünsche euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein frohes neues Jahr.
Gruß Helmut