Ich hab jetzt hier den ersten Teil
meiner einen Geschichte für meinen Neffen Jakob

er hatte seine Spielzeugschildkröte verloren und war so traurig. Hier der Anfang
Eine Schildkröte auf Reisen
Lieber Jakob,
stell Dir mal vor, was heute morgen los war! Als ich aus dem Haus ging, um zur Arbeit zu fahren, sah ich das hier:
Eine kleine Schildkröte, die versuchte, an meiner Tür hochzuklettern, um an die Klingeln zu kommen – hier siehst Du es noch mal (Schildkröte ganz unten):
Ich hab mich schnell hingesetzt, um mit ihr zu sprechen:
Und da erzählte sie mir dies:
Vor ca. drei Wochen war sie im Dresdner Zoo von einer lieben Familie aufgenommen worden. Sie war bei dem kleinen Jungen – Jakob, also DU ! – gewesen und sie hatten zusammen gespielt! Und plötzlich seist Du weg gewesen und sie sei ganz mutterseelenallein auf einer Art Karussell auf einem Platz gewesen.
Sie hat dann nach Dir gerufen, aber Du warst schon weit weg.
Und plötzlich kam ein Mann, der sie einfach mitgenommen hat! Es war ein Geschäftsreisender, der seiner kleinen Tochter genau so eine Schildkröte mitbringen wollte. Er dachte, die Schildkröte sei herrenlos und gehöre niemandem. Leider konnte er die Schildkrötensprache nicht verstehen und hat daher nicht gemerkt, dass die Schildkröte ihm immer wieder sagte, dass sie doch schon ein Zuhause habe und nur darauf wartete, abgeholt zu werden…
Der Mann ging direkt nach seinem Besuch im Zoo zum Dresdner Bahnhof und setzte sich in einen Zug nach Berlin. Die Schildkröte hat immer mal wieder den Kopf aus der Jackentasche des Mannes herausgestreckt, und sah die vorbeifliegende Landschaft. Das gefiel ihr sehr gut!
Und in Berlin hat sie sich gedacht, es wäre doch toll, allein auf Reisen zu gehen.
Deshalb ist sie einfach dem Mann aus der Tasche herausgeklettert und hat sich einer Reisegruppe angeschlossen, die auf dem Weg nach Paris war.
Das war ein großes Abenteuer. Die Schildkröte musste auch immer aufpassen, dass sie beim Umsteigen nicht verloren ging! Zum Glück verstand sie die Ansagen, die die Bahnhofsangestellten machten, immer ganz gut. Und sie blieb möglichst in der Nähe der Leute, deren Reiseziel auch Paris war.
Nach einer langen, ermüdenden Reise kam die Schildkröte in Paris an. Dort stolperte sie aus dem Zug, und wäre fast von den vielen Leuten zertreten worden! Mit letzter Kraft konnte sie sich auf ein Abstellgleis retten, welches zum Glück nur selten befahren war. Dort wartete sie ab, bis im Bahnhof (sie war auf dem Gare du Nord angekommen) Ruhe einkehrte. Das war spät in der Nacht, es war dunkel und still. Dann erst traute sie sich aus ihrem Versteck heraus und ging als erstes auf die Suche nach etwas zu essen – denn mittlerweile knurrte ihr sehr der Magen.
Gerade hatte sie ein weggeworfenes, angebissenes Brot mit einem Salatblatt erspäht, das ihr sehr appetitlich vorkam, da sauste etwas auf sie nieder! PATSCH!!!! machte es, und sie konnte sich nicht mehr bewegen, denn irgendetwas ganz Großes hielt sie fest! Als erstes zog sie sich also in ihren Panzer zurück – da war sie ganz sicher drin. Dann guckte sie aber doch ein bisschen, was da denn draußen los war, und wer sie da festhielt – und guckte mitten hinein in die grünen Augen eines riesigen Katers!
Fortsetzung folgt 
aber erst morgen!