Blackpack: Was machen deine beiden eigentlich? Sind Sie nun wieder zu Hause? Das stell ich mir wahnsinnig aufregend vor, wenn man mit dem Freigang anfängt.
die machen mich fertig.
bzw. eigentlich nur die kleine, beim grossen mach ich mir weit weniger sorgen, der hat sicher ein gutes stück mehr als 4 kilos, ist mittlerweile total zutraulig zumindest bei mir (kommt auch regelmässig auf den schoss und kann sogar schon beinah "klettig" werden), reagiert wenn man ihn mit namen ruft usw...
wenn ich hier schreibe dass ich die kleine schon 5 tage nach kastration rausgelassen hab im neuen zuhause nach nur 5 wochen eingewöhnung reissen die mir den kopf runter. und ich hätt sie schon früher rausgelassen, aber nicht bei feuchtkaltem wetter mit einen halbherunterhängenden verband am bauch. also erst am samstag.
unverantwortlich sowas.
ABER: das sind wildlinge, streuer-kinder, eingefangen von einer katzenhilfsorganisation, mutter wurde kastriert und wieder in die freiheit gesetzt weil unsozialisierbar, kinder kamen auf pflegestelle, und dort durften sie auch raus, so lange wie bei uns waren die noch nie eingesperrt. die haben gelitten unterm eingesperrtsein, beide. für mich war klar dass ich nur auf eines warten muss, nämlich auf die kastration der kleinen (die vom tierarzt nach hinten raus geschoben wurde, weil sie so klein war und immernoch ist) und dass sie danach sofort rausdürfen.
und wenn du mich fragst ob psyche oder körper wichtiger ist, werd ich dir immer sagen dass die psyche wichtiger ist.
nur hätt ich MICH am liebsten schon an tag1 erschossen.
katerle geht, kommt wieder, geht wieder, kommt wieder, geht wieder, kommt wieder - da hab ich mir null kopf gemacht ausser dass ich froh war dass ich urlaub hab um das zu beobachten.
katze geht. kommt nicht wieder.
katze ging um 14:15 uhr.
katze kam wieder um 0:15 uhr.
satte 10 stunden.
bei eiseskälte. winzigkleines katzending. zwar top erholt von der kastra, aber doch mit teilrasiertem bäuchlein. ich hab mich in grund und boden geschämt wie ich so verantwortungslos sein konnte.
tag2.
ich lass sie raus nach morgenfütterung (spät, weil wir ja urlaub haben) weil sie rauswollen. sie sollen raus dürfen wenn sie wollen, das ist ja der witz am freigängertum.
katze ging um 9:20 uhr.
katze kam wieder um 20:45.
rund 11,5 stunden.
tag3 (heute):
katze: kein bock rauszugehen. trotz sonnenschein und deutlich milderen temperaturen. hängt oben in höhle ab weit ab von uns (während wir hier im EG aber auch grossreinemachen fürs grosse weihnachtsessen mit der verwandtschaft dieser tage, kann man ihr nicht übelnehmen dass sie dann lieber nicht gesellschaft leistet sondern oben in der höhle abhängt).
katerle zwischendurch mal für 'n stündchen oder so raus (kann auch länger gewesen sein, bei ihm macht man sich ja keine sorgen).
mein fazit:
die principessa hat ihr revier jetzt vermutlich genug erkundet und schmiedet pläne.
und ja klar, es gibt auch genug zu erkunden. hätten wir nicht diese super-lage hätten wir uns garkeine katzen zugelegt. ich hab nur nicht gedacht dass mir das so an die nieren geht mit dem ersten freigang.
ich wusste von der pflegemama dass er eher ein stubenhocker ist und sie eher ein ********rle.
aber was einem so alles einfällt was dann eben doch nicht ganz so toll an der lage ist (ich wohn im haus meiner grosseltern und kenn die lage sehr, sehr gut), das ist schon erstaunlich.
und wieviel gedanken man sich plötzlich drüber macht dass es vielleicht bei der pflegemama weniger verkehr gegeben haben könnte (mitten in einer schwäbischen kleinstadt) als bei uns hier (am rand einer kleinstadt).
psycho hoch zehn.
und indiana hat recht:
wahrscheinlich hast du am meisten stress mit dem transport.
so wie ich mit dem freigang der missis. die ist übrigens wie immer total cool und hängt grad auf der fraglichen fensterbank ab. ohne rumzunölen dass sie jetzt rauswöllte.
kapier einer die katzen.