Prey-Barf - Wie funktioniert es?

Diskutiere Prey-Barf - Wie funktioniert es? im Rohfleischfütterung Forum im Bereich Katzenfutter; Hallo! Mich interessiert die Prey-methode sehr. Allerdings habe ich zu wenig Infos .... noch sieht es für mich wie "Hexenwerk" aus .... eben...
  • Prey-Barf - Wie funktioniert es? Beitrag #1
Schweden-Tiger

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Hallo!

Mich interessiert die Prey-methode sehr. Allerdings habe ich zu wenig Infos .... noch sieht es für mich wie "Hexenwerk" aus .... eben genauso wie ich zu Anfang das "Kalki-Barf" gesehen habe, bevor ich genug Infos hatte.

Über Prey-Barf findet man so einiges im Netz .... nur leider auf englisch oder bei Facebook. und mein englisch ist mehr als mies und auf Facebook möchte ich mich nicht anmelden.

Ich möchte hier BITTE keine Diskussion wie gut/böse irgendeine Art des barfens ist! Ich möchte KEINE Stichelein oder so oder gar sich ein User hier genötigt fühlt sich zu rechtfertigen! Ich möchte gerne hier die Infos sammeln und verstehen! Bitte akzepiert andere Meinungen und dass der eine oder andere die eine oder andere Art zu füttern für sich und seine Katzen für besser hält.

Auf was für Verhältnisse muss ich achten?
Was für Innereien darf/soll/muss ich verfüttern?
Warum wird welche Fleischart/Innerei verfüttert?
Was wird bei Prey-Barf als Supplemet bezeichnet?
Was muss ich bei Mäkelein beachten?
Kann ich mit Prey auch auf Krankheiten eingehen?
Kann ich Prey-Barf und Kalki-Barf "mischen? (Eine Mahlzeit so und die nächste ander?)

Mag mir (und vielleicht noch anderen) helfen?
 
  • Prey-Barf - Wie funktioniert es? Beitrag #2
Auf was für Verhältnisse muss ich achten?

Die Zusammensetzung des Futters bei Katzen ist beim Frankenprey 85/5/10 bis 83/7/10 – also
85-83% Muskelfleisch (incl. Fett), 5-7% reine Knochen, 10% Innereien, davon die Hälfte Leber. Wenn man keine reinen, sondern fleischige Knochen füttert, nimmt man etwa 20-30%.


Was für Innereien darf/soll/muss ich verfüttern?

Es sollen 10% Innereien gefüttert werden, die Hälfte davon Leber. Die andere Hälfte mixe ich meistens aus Niere und Milz, wenn ich nicht an Milz komme, nehme ich die komplette andere Hälfte Niere und tu dafür etwas Lunge in den Muskelfleischanteil, fürs Eisen. Ansonsten gäbe es da noch Hirn, Augen und Thymus (Bries). Das habe ich aber bisher nicht gefüttert.

Warum wird welche Fleischart/Innerei verfüttert?

Hier ist die Liste bei mir noch nicht ganz vollständig, da müsste evtl. ein erfahrenerer Preyer ran. Bisher weiß ich: Knochen für Calcium, Blut für Eisen und Taurin, Haut für Fett (oder direkt Fettabschnitte pur nehmen) Herzen für Taurin, Lunge für Eisen und zum Strecken, Milz für Eisen.

Was wird bei Prey-Barf als Supplemet bezeichnet?

Supplement ist alles, was nicht naturbelassen ist, also jegliche Art von Pulvern und Zusätzen, die nicht in Fleisch, Blut etc. drin sind. Taurin wird jedoch auch unter Preyern gern hinzugegeben, da hier der Bedarf bei Katzen sehr hoch ist.

Was muss ich bei Mäkelein beachten?

Hier gilt das gleiche wie beim Dosenfutter: Jeder, wie er für richtig hält. Entweder stehen lassen, bis es gefressen wird, oder ständige Alternativen anbieten, oder aber tricksen, zB Leber pürieren und als Soße dazugeben, Fleisch oder Knochen wolfen und nach und nach an Stücke heranführen...

Kann ich mit Prey auch auf Krankheiten eingehen?

In gewisser Weise und bei manchen Krankheiten ja, es ist allerdings nicht für jede Krankheit geeignet.

Kann ich Prey-Barf und Kalki-Barf "mischen? (Eine Mahlzeit so und die nächste ander?)

Ich wüsste nicht, was dagegen sprechen sollte. Also ja, meiner Meinung nach :-D
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Prey-Barf - Wie funktioniert es? Beitrag #3
Super, danke auch von mir für die Erklärungen :)

Könnt ihr noch was zum Thema "schlachtwarm" sagen? Ich hab jetzt von @Tragetasche ein paarmal gelesen, dass sie nur(?) ganz frisches, nicht abgehangenes Fleisch verfüttert ... was ist, wenn man an solches nicht rankommt? Kann man das mit Zusätzen ausgleichen, oder sollte man dann auf (Franken-)Prey-Barf lieber verzichten?
Ach ja, und wenn schlachtwarm, kann/darf man das dann trotzdem einfrieren, oder stellt man immer alles frisch zusammen?
 
  • Prey-Barf - Wie funktioniert es? Beitrag #4
Und könnte mir jemand Beispiele nennen, wie man auf welche Krankheit eingehen kann? Ich habe ja bekanntermaßen eher so die Invaliden beheimatet.
 
  • Prey-Barf - Wie funktioniert es? Beitrag #5
Supplement ist alles, was nicht naturbelassen ist, also jegliche Art von Pulvern und Zusätzen, die nicht in Fleisch, Blut etc. drin sind. Taurin wird jedoch auch unter Preyern gern hinzugegeben, da hier der Bedarf bei Katzen sehr hoch ist.

Ich sehe beim "Kalki-Barf" z.B. Fisch und Leber auch als Suppi. Wird das bei Prey anders gesehen? Oder nur anders benannt?

Die Zusammensetzung des Futters bei Katzen ist beim Frankenprey 85/5/10 bis 83/7/10 – also
85-83% Muskelfleisch (incl. Fett), 5-7% reine Knochen, 10% Innereien, davon die Hälfte Leber. Wenn man keine reinen, sondern fleißige Knochen füttert, nimmt man etwa 20-30%.

Also wird hier nur auf "allgemeine Verhältnisse" geachtet? und nicht speziel auf Ca/P oder Mg/P oder K/Na?

In gewisser Weise und bei manchen Krankheiten ja, es ist allerdings nicht für jede Krankheit geeignet.

Das klingt so, wie beim Kalki-Barf. Also geht manches, aber nicht alles ;-) Sind das die selben Krankheiten (z.B. Nierenprobleme, Schilddrüse)? Sind es mehr oder weniger Krankheiten?

Ich wüsste nicht, was dagegen sprechen sollte. Also ja, meiner Meinung nach :grin:

Naja, ich dachte an ähnliche Probleme wie bei der Mischung von Dose und Barf .... also ggf DF oder "Grummelbauch" und Pupseritis. Ja, in beidem ist fast nur Fleisch, aber die Suppi könnte ja "irgendwas" bei der Verdauung beeinflussen.

Äh ... was ist Frankenprey? Und was ist normes Prey? :oops:
 
  • Prey-Barf - Wie funktioniert es? Beitrag #6
Ich sehe beim "Kalki-Barf" z.B. Fisch und Leber auch als Suppi. Wird das bei Prey anders gesehen? Oder nur anders benannt?

Innereien, Knochen und Blut sind quasi die "natürliche supplemente" mit denen Preyer arbeiten :-D

Also wird hier nur auf "allgemeine Verhältnisse" geachtet? und nicht speziel auf Ca/P oder Mg/P oder K/Na?

Ja. Grundsatz des Frankenprey ist, dass die Bedürfnisse der Tiere hier nicht durch genaue Berechnungen, sondern durch möglichst viel Abwechslung im Futter erfüllt werden.

Das klingt so, wie beim Kalki-Barf. Also geht manches, aber nicht alles ;-) Sind das die selben Krankheiten (z.B. Nierenprobleme, Schilddrüse)? Sind es mehr oder weniger Krankheiten?

Habe die Frage (ebenso wie die oben noch unbeantworteten) weitergeleitet und sind in bearbeitung :-D

Naja, ich dachte an ähnliche Probleme wie bei der Mischung von Dose und Barf .... also ggf DF oder "Grummelbauch" und Pupseritis. Ja, in beidem ist fast nur Fleisch, aber die Suppi könnte ja "irgendwas" bei der Verdauung beeinflussen.

Soweit ich weiß nicht, in der fb-Gruppe machen das ein paar Leute so, da hat es nie Verdauungsprobleme gegeben - im Grunde sind diese Fütterungsarten ja sehr verwandt.

Äh ... was ist Frankenprey? Und was ist normes Prey? :oops:

Normales Prey hieße, komplett unbehandelte, ganze Beutetiere zu füttern. Da das sich nicht jeder leisten, lagern oder wie auch immer kann, greifen viele auf Frankenprey zurück, wo man sich - eben wie Frankenstein - das Tier selbst zusammenbastelt.


Zu der Frage mit dem abgehangen habe ich folgende Antwort bekommen: Man kann das abgehangene Fleisch ebenso ausgleichen, eben durch die Innereien, Knochen und Blut, wodurch die Nährstoffe ersetzt werden. Soweit ich weiß, tut es dem Fleisch, wenn man es "schlachtwarm" bekommt, auch keinen Abbruch, wenn man es einfriert.

Die Frage welches Fleisch und welche Innereien wofür verfüttert werden wird hier am Beispiel Rind gezeigt:


So, wie gesagt, zu den Krankheiten komme ich wenn ich die Antwort bekomme :-D
Ich hoffe sonst hab ich jetzt erstmal alles abgedeckt und nichts vergessen....
 
  • Prey-Barf - Wie funktioniert es? Beitrag #7
Ich schließe mich auch gleich mal mit ein paar Fragen an.

Bei fleischigen Knochen ist es mir klar, aber wie muss ich mir das mit den reinen Knochen vorstellen? Also gänzlich ohne Fleisch und am Stück? Fressen das die Katzen tatsächlich? Gewolft soll ja nicht sein, wenn ich das richtig mitbekommen habe? Dann ist man bei der Art der Knochen aber auch sehr eingeschränkt oder?

Warum wird das mit der Lunge gemacht, denn diese liefert im Schnitt ja jetzt nicht so viel mehr Eisen, als die meisten Milz- und Nierensorten. Mal die Lammmilz außen vor, die ich allerdings seit Monaten vergeblich versuche zu bekommen. Aber um Lammmilz auszugleichen müsste man sowieso entsprechend mit Schweinelunge arbeiten. Warum dann nicht einfach etwas mehr Blut verwenden? Wieviel Blut wird eigentlich zugesetzt? Wird bei hellem und dunklem Fleisch ein Unterschied gemacht?
 
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  • Prey-Barf - Wie funktioniert es? Beitrag #8
Was mich noch interessiert:

Wenn man vorher schon mal Kalkibarf oder eben per Berechnung gefüttert hat, was gibt einem die Gewissheit, dass "nur Fleisch mit Knochen und Blut" ausreicht?

Das ist keinesfalls böse gemeint. Aber habt ihr da wirklich keinerlei Bedenken?

Gibt übrigens jemand von euch Pankreas oder Schlund?
 
  • Prey-Barf - Wie funktioniert es? Beitrag #9
Und ich hab auch noch gleich eine Frage zu den Nieren. Fressen die Katzen die so problemlos mit? Werden die vorher gewässert oder spült das zu viele Nährstoffe heraus?

Ich kann mir nämlich gut vorstellen, dass meine beiden dann die Nase rümpfen und abdrehen. :roll:
 
  • Prey-Barf - Wie funktioniert es? Beitrag #10
Normales Prey hieße, komplett unbehandelte, ganze Beutetiere zu füttern. Da das sich nicht jeder leisten, lagern oder wie auch immer kann, greifen viele auf Frankenprey zurück, wo man sich - eben wie Frankenstein - das Tier selbst zusammenbastelt.

Also verfüttere ich Frankensteins Monster .... sorry, das konnte ich mir gerade nicht verkneifen :mrgreen: (Kommt Frankenprey wirklich von Frankensteins Monster? :shock: )

Also ist es doch dem Kalki-Barf sehr ähnlich. Ich gucke was ich für Fleisch habe. Dann gucke ich, was meine Miez braucht und supplementiere das dann durch anderes Fleisch, Knochen und Innereien. Aber ich rechne nicht, sondern überschlage das nur grob. Habe ich das ungefähr so richtig verstanden?

Kann ich dann eigentlich "nur" reine Rezepte machen? Oder kann ich dann auch verschiedene Tiere mischen? Und muss dann eben anders rechnen ....
 
  • Prey-Barf - Wie funktioniert es? Beitrag #11
Bei fleischigen Knochen ist es mir klar, aber wie muss ich mir das mit den reinen Knochen vorstellen? Also gänzlich ohne Fleisch und am Stück? Fressen das die Katzen tatsächlich? Gewolft soll ja nicht sein, wenn ich das richtig mitbekommen habe? Dann ist man bei der Art der Knochen aber auch sehr eingeschränkt oder?

Bei Knochen ist gewolft okay, wenn ich das richtig verstanden habe, wenn auch nicht das optimum. Es scheint tatsächlich Katzen zu geben, die die puren Knochen fressen :-D
Ich persönlich nehme für gewöhnlich fleischige Knochen, aus zB Hänchen- Puten- oder Entenhälsen, Hähnchenflügeln oder -bollen.

Warum wird das mit der Lunge gemacht, denn diese liefert im Schnitt ja jetzt nicht so viel mehr Eisen, als die meisten Milz- und Nierensorten. Mal die Lammmilz außen vor, die ich allerdings seit Monaten vergeblich versuche zu bekommen.

Das ist richtig, daher gibt man Lunge auch eigentlich nur, wenn man zB an Milz gerade nicht herankommt und vielleicht gerade kein Blut dabei hat. Ich zB fütter sehr wenig Blut (Abmachung mit meinem Freund) und gebe eben deshalb etwas mehr Eisenhaltiges Fleisch und Innereien, ebenso wie Taurin dazu.
Und Lunge stopft sehr, wenn also ein Tierchen abnehmen soll wird sie oft zum Strecken benutzt.

Warum dann nicht einfach etwas mehr Blut verwenden?

Das wäre ebenso möglich, würde dann unter die Rubrik "Abwechslung" fallen :-D

Wieviel Blut wird eigentlich zugesetzt? Wird bei hellem und dunklem Fleisch ein Unterschied gemacht?

Soweit ich weiß etwa 50g Pro Kilo, und ich glaube, da wird kein Unterschied gemacht.


Ich habe jetzt auch eine Antwort auf die Frage zu den Krankheiten, speziell für Nieren- und Schilddrüsenerkrankungen:

"Niere kommt auf die blutwerte an aber da ist prey sehr sehr sinnvoll.
bei schilddrüsenunterfunktion auch da brchts keine große anpassung sie bekommt ja vermutlich medis. Wichtig ist das keine körperteile gefüttert werden die noch schilddrüsenhormone enthalten. Blut zufüttern fürs jod wäre sicher sinnvoll."
(Quelle: Judith Tubbesing )
"Weil bei nierenproblemen hochwertige proteine wichtig sind. Das sind im falle eines carnivoren tierische. Pflanzliche sachen sind schwer bis gar nicht verdaulich taxieren also die organe und auch die niere zusätzlich.
Wenig hilfreich. Ein nierenkrankes tier,sofern noch nicht im endstadium braucht moderate mengen hochwertiges eiweiß auch hochwertige fette und die sind wie gesagt für fleischfresser nur im tier zu finden.
Je nach blutwerten muss man evtl etwas anpassen in bezug auf knochen und organe. Aber wie gesagt das kommt auf die blutwerte an."
(Quelle: Judith Tubbesing )
 
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  • Prey-Barf - Wie funktioniert es? Beitrag #12
Zu der Frage mit dem abgehangen habe ich folgende Antwort bekommen: Man kann das abgehangene Fleisch ebenso ausgleichen, eben durch die Innereien, Knochen und Blut, wodurch die Nährstoffe ersetzt werden.
Das hab ich nicht verstanden ... heißt das, man füttert bei abgehangenem Fleisch mehr Innereien, Knochen und Blut? Blut leuchtet mir ja ein (weil beim Abhängen Blut verlorengeht), aber wieso Innereien und Knochen? Was genau gleichen die dann aus? Und wieviel mehr muss man dann füttern?
(Ich will Frankenprey wirklich gern mit in mein Sortiment aufnehmen, aber schlachtwarmes Fleisch krieg ich beim besten Willen nicht ohne eine halbtägige Odyssee her, außer alle paar Wochen mal etwas Rind von meinem Blutlieferanten ...)
 
  • Prey-Barf - Wie funktioniert es? Beitrag #13
Also verfüttere ich Frankensteins Monster .... sorry, das konnte ich mir gerade nicht verkneifen :mrgreen: (Kommt Frankenprey wirklich von Frankensteins Monster? :shock: )

So jedenfalls wurde es mir erklärt, ob der Name tatsächlich daher kommt kann ich nicht mit Sicherheit sagen, könnte es mir aber vorstellen :mrgreen:

Also ist es doch dem Kalki-Barf sehr ähnlich. Ich gucke was ich für Fleisch habe. Dann gucke ich, was meine Miez braucht und supplementiere das dann durch anderes Fleisch, Knochen und Innereien. Aber ich rechne nicht, sondern überschlage das nur grob. Habe ich das ungefähr so richtig verstanden?

Ja. Das trifft es ziemlich genau :-D
Also man rechnet natürlich auch, wie viel Fleisch etc. man braucht, aber eben nur nach den Rubriken, nicht auf Kommastellen genau nach den Inhaltsstoffen^^

Kann ich dann eigentlich "nur" reine Rezepte machen? Oder kann ich dann auch verschiedene Tiere mischen? Und muss dann eben anders rechnen ....

Kannst du auch mischen. Hatte bei meinem ersten Rezept zB Hühnerhälse und -fleisch, aber Rinderleber und -niere^^

Das hab ich nicht verstanden ... heißt das, man füttert bei abgehangenem Fleisch mehr Innereien, Knochen und Blut? Blut leuchtet mir ja ein (weil beim Abhängen Blut verlorengeht), aber wieso Innereien und Knochen? Was genau gleichen die dann aus? Und wieviel mehr muss man dann füttern?
(Ich will Frankenprey wirklich gern mit in mein Sortiment aufnehmen, aber schlachtwarmes Fleisch krieg ich beim besten Willen nicht ohne eine halbtägige Odyssee her, außer alle paar Wochen mal etwas Rind von meinem Blutlieferanten ...)

Also ich weiß ehrlich gesagt nicht genau was für Stoffe genau dem abgehangenen Fleisch fehlen, aber ja, in etwa versucht man, diese Mängel auszugleichen, indem man eben mehr füttert, was diese Stoffe hat. Am Beispiel Blut würde ich in diesem Fall zB statt 50g pro Kilo vielleicht 100g dazumischen.
 
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  • Prey-Barf - Wie funktioniert es? Beitrag #14
So jedenfalls wurde es mir erklärt, ob der Name tatsächlich daher kommt kann ich nicht mit Sicherheit sagen, könnte es mir aber vorstellen :mrgreen:
Das stimmt tatsächlich. Allgemein ist nach meinen Informationen "to franken" oder "to frankenstein" ein auch sonst gern genommener amerikanischer Slang-Ausdruck für "etwas aus mehreren unterschiedlichen Quellen zusammenstückeln".
 
  • Prey-Barf - Wie funktioniert es? Beitrag #15
Das ist richtig, daher gibt man Lunge auch eigentlich nur, wenn man zB an Milz gerade nicht herankommt und vielleicht gerade kein Blut dabei hat. Ich zB fütter sehr wenig Blut (Abmachung mit meinem Freund) und gebe eben deshalb etwas mehr Eisenhaltiges Fleisch und Innereien, ebenso wie Taurin dazu.
Und Lunge stopft sehr, wenn also ein Tierchen abnehmen soll wird sie oft zum Strecken benutzt.

Aber bis auf Lammmilz und vielleicht noch Schweinemilz liefert doch keine Milzsorte besonders viel Eisen oder? Da Lunge wenig Energie liefert, würden meine Tiere auf Dauer einfach mehr davon fressen. Ich rationiere ja keine Mengen.

"Niere kommt auf die blutwerte an aber da ist prey sehr sehr sinnvoll.
bei schilddrüsenunterfunktion auch da brchts keine große anpassung sie bekommt ja vermutlich medis. Wichtig ist das keine körperteile gefüttert werden die noch schilddrüsenhormone enthalten. Blut zufüttern fürs jod wäre sicher sinnvoll."

Wie kann ich denn eine Phosphorreduktion beim Frankenprey erreichen? Oder sind dann Eierschalen erlaubt?

Die Medikamente sind ja aber auf eine ähnlich hohe Jodzufuhr im Futter ausgelegt, wenn ich die nicht anpasse fährt diese doch Achterbahn oder? Eine Unterfunktion ist ja auch nicht erwünscht.

Wenig hilfreich. Ein nierenkrankes tier,sofern noch nicht im endstadium braucht moderate mengen hochwertiges eiweiß auch hochwertige fette und die sind wie gesagt für fleischfresser nur im tier zu finden.
Je nach blutwerten muss man evtl etwas anpassen in bezug auf knochen und organe. Aber wie gesagt das kommt auf die blutwerte an."

Das mit den moderaten Eiweißmengen ist meines Wissens nach sehr umstritten. Bei der tierischen Herkunft sind wir aber wieder beeinander, da geht es ja um die biologische Wertigkeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Prey-Barf - Wie funktioniert es? Beitrag #16
Das mit den moderaten Eiweißmengen ist meines Wissens nach sehr umstritten. Bei der tierischen Herkunft sind wir aber wieder beeinander.
Joah, aber das spricht ja jetzt für (oder gegen) keine bestimmte Barf-Variante, nur für Barf/Fleischfütterung allgemein ...

Also ich weiß ehrlich gesagt nicht genau was für Stoffe genau dem abgehangenen Fleisch fehlen, aber ja, in etwa versucht man, diese Mängel auszugleichen, indem man eben mehr füttert, was diese Stoffe hat.
Wär nett, wenn du noch in Erfahrung bringen könntest, was es dabei mit Knochen und Innereien auf sich hat - also was die an abgehangenem Fleisch ausgleichen sollen :) (Du weißt, ich bin Kalki-Barfer, ich hab's gern etwas genauer, bevor ich einfach irgendwas ins Futter stopfe ...)

Am Beispiel Blut würde ich in diesem Fall zB statt 50g pro Kilo vielleicht 100g dazumischen.
Naja, da kann ich vielleicht mit meinem Kalki-Barf-Wissen aushelfen ... das sagt, dass auch bei weißem abgehangenem Fleisch 80 g pro kg schon gut ausreichen, um den Eisenbedarf zu decken ;)
 
  • Prey-Barf - Wie funktioniert es? Beitrag #17
Joah, aber das spricht ja jetzt für (oder gegen) keine bestimmte Barf-Variante, nur für Barf/Fleischfütterung allgemein ...

Naja bei den Nieren wäre mir das Thema Phosphor wichtig. Ich sehe durch die Knochen im Frankenprey eben keine Möglichkeit optimal darauf zu reagieren.
 
  • Prey-Barf - Wie funktioniert es? Beitrag #18
Aber bis auf Lammmilz und vielleicht noch Schweinemilz liefert doch keine Milzsorte besonders viel Eisen oder? Da Lunge wenig Energie liefert, würden meine Tiere auf Dauer einfach mehr davon fressen. Ich rationiere ja keine Mengen.

Da wäre es dann in deinem Fall vermutlich sinnvoller, tatsächlich lieber mit mehr Blut als mit Lunge arbeiten :-D
Milz liefert soweit ich weiß nicht besonders viel Eisen, aber mehr als zB Niere. Der Eisenwert soll dann eben durch das Zusammenspiel von Blut und Milz erreicht werden-

Wie kann ich denn eine Phosphorreduktion beim Frankenprey erreichen? Oder sind dann Eierschalen erlaubt?

Die Medikamente sind ja aber auf eine ähnlich hohe Jodzufuhr im Futter ausgelegt, wenn ich die nicht anpasse fährt diese doch Achterbahn oder? Eine Unterfunktion ist ja auch nicht erwünscht.

Hab das mal so weitergeleitet ;-)
 
  • Prey-Barf - Wie funktioniert es? Beitrag #19
Ich lese immer wieder, dass das zerschneiden und vor allem das Wolfen viele Nährstoffe zerstört. Das ist mir ja auch klar und logisch. Aber heißt das, dass ich dann EIN Stück Fleisch, EIN Stück Leber, EINEN Knochen und so in den Napf nache? Und eben nicht klein schneide bzw die (Geflügel-)Knochen nicht zerhacke?

Abgehandenes Fleisch hat auch nicht so viele Nährstoffe/Vitamine wie schlachtwarmes Fleisch. Auch das ist logisch. Aber wie ist das, wenn ich es einfriere und ggf 6 Wochen im Froster habe? denn so lange ist teilweise ja ein Kalki-Rezept im Froster.
 
  • Prey-Barf - Wie funktioniert es? Beitrag #20
(....)
Ich habe jetzt auch eine Antwort auf die Frage zu den Krankheiten, speziell für Nieren- und Schilddrüsenerkrankungen:

"Niere kommt auf die blutwerte an aber da ist prey sehr sehr sinnvoll.
bei schilddrüsenunterfunktion auch da brchts keine große anpassung sie bekommt ja vermutlich medis. Wichtig ist das keine körperteile gefüttert werden die noch schilddrüsenhormone enthalten. Blut zufüttern fürs jod wäre sicher sinnvoll."

"Weil bei nierenproblemen hochwertige proteine wichtig sind. Das sind im falle eines carnivoren tierische. Pflanzliche sachen sind schwer bis gar nicht verdaulich taxieren also die organe und auch die niere zusätzlich.
Wenig hilfreich. Ein nierenkrankes tier,sofern noch nicht im endstadium braucht moderate mengen hochwertiges eiweiß auch hochwertige fette und die sind wie gesagt für fleischfresser nur im tier zu finden.
Je nach blutwerten muss man evtl etwas anpassen in bezug auf knochen und organe. Aber wie gesagt das kommt auf die blutwerte an."

Es geht bei den allerwenigsten Katzen um eine Unterfunktion. Haben das Hundeleute geschrieben? Bei Hunden ist eine Unterfunktion wegen frei schnauze Fütterung nämlich gar nicht so selten (vor allem wenn man es nicht richtig macht).
Oder hat sich da nur jemand verschrieben? Denn bei einer Unterfunktion gibt man ja extra hör hinzu (zb in Form von kehlkopf).

Ich hatte es ja auch im anderen thread geschrieben: normales Fleisch und Blut reicht eben nicht aus. Durch einen konstanten Jodwert braucht es auch keine Medikamente.

Wieso ist preybarf bei Nierenproblemen sinnvoll? Inwieweit kann man darauf eingehen? Hochwertiges Protein kann man ja auch anders in die Katz bekommen.

Wie soll man bei einem erhöhten Phosphorwert das preybarf anpassen? Wie das Verhältnis verändern? Eben das WIE interessiert mich.
 
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