Aber: Stiftung Warentest hat nicht wissenschaftlich untersucht.
Stiftung Warentest hat lediglich im Labor den Anteil Trockenmasse/Feuchtigkeit, Rohfett, Rohasche, Rohprotein, Rohfaser, Gesamtzucker, Kochsalz, Vitamin A und E, Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Zink, Kupfer, Eisen, Selen, Vitamin D3 und D2, L-Tryptophan, Aminosäuren, das Fettsäurespektrum und Zucker/Stärke untersuchen lassen.
Dann noch die Schadstoffe Blei, Kadmium, Quecksilber und Arsen.
Und 3 Experten haben die Einhaltung der Kennzeichnungsvorschriften und die Werbeaussagen beurteilt.
Wenn du das dann wissenschaftlich nennen willst.
Wenn ein Labor eine Blutprobe von mir untersucht, nenne ich das auch nicht eine wissenschaftliche Arbeit.
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Okay, da hast Du recht. Aber die Untersuchung war unabhängig. Und das ist wichtig in meinen Augen.
Hier haben sie nochmal auf häufig gestellte Fragen reagiert. Nicht zum Überzeugen gepostet, einfach für den, den es interessiert:
Katzenfutter: Leser fragen, test.de antwortet
Das Interesse am aktuellen Katzenfutter-Test der Stiftung Warentest ist groß. Über test.de erreichen uns viele Nachfragen zu den Ergebnissen. Die sechs am häufigsten gestellten Fragen haben wir hier für Sie noch einmal zusammengefasst und geben Antworten.
Deklaration und Zusatzstoffe
Wie wichtig ist der Fleischanteil im Katzenfutter?
Ein hoher Fleischanteil im Futter garantiert nicht automatisch einen ausgewogenen Nährstoffgehalt und damit eine gute ernährungsphysiologische Qualität des Futters. Fehlen wichtige Nährstoffe, sind sie überdosiert oder stehen in einem ungünstigen Verhältnis zueinander, kann das Futter auch trotz eines hohen Fleischanteils für die Katze nicht ausgewogen sein. Bei den Angaben zum Fleischanteil haben wir die Deklaration der Produkte bewertet. Wird zum Beispiel ein Bestandteil wie Huhn ausgelobt, müssen mindestens 4 % des gesamten Fleischanteils vom Huhn stammen. Das bedeutet aber nicht, dass das Produkt auch insgesamt nur 4 % Fleisch enthält.
Übrigens: Bei Kitekat finden sich in der Tabelle unter den nachgewiesenen Tierarten Huhn, Rind und Schwein. Dabei kann es sich auch um Wildschwein handeln. Die Deklaration „Mit Geflügel und Wild“ ist demnach nicht zu beanstanden.
Was lässt sich zu Lockstoffen und Zucker sagen?
Es liegen keine wissenschaftlichen Belege dafür vor, dass Katzen auf bestimmte Zusatzstoffe im Futter reagieren, sich davon anlocken lassen oder sogar süchtig danach werden. Auch Zucker steht in diesem Zusammenhang in Verruf. Katzen können ihn aber nicht schmecken. Im Katzenfutter verarbeitet wird Zucker vor allem, weil die Hersteller uns Menschen damit ansprechen wollen: Zucker oder Zuckercouleur lässt das Katzenfutter ansprechender aussehen, es erhält eine schönere Farbe oder Konsistenz – und wird von Tierhaltern deshalb bevorzugt gekauft. Aromastoffe sind futtermittelrechtlich zugelassen. Aromafreies Futter ließe sich nur im Labor herstellen, Katzen würden es aber kaum fressen.
Veränderte Rezepturen
Warum erhalten einige Futter heute andere Noten als im Katzenfuttertest von 2008?
Im Test von 2008 haben wir von einigen Futterherstellern zum Teil andere Sorten getestet, oder die Hersteller haben im Laufe der Zeit ihre Rezepturen verändert. Anhand der drei Testsieger von 2008 wird deutlich, dass die Ergebnisse von damals nicht mehr für das Futter von heute gelten. Das Futter von Animonda schnitt 2008 sehr gut ab. Wir testeten damals die Sorte „Vom Feinsten Classic mit Geflügel und Kalb“. Dieses Mal war von Animonda die Sorte „Carni Adult Rind und Huhn“ im Test. Das Ergebnis fiel deutlich schlechter aus. Beim Futter von IAMS, das 2008 der Testsieger war, hat der Hersteller bei der Sorte „Adult 1+ in Sauce mit viel Huhn“ inzwischen die Zusammensetzung verändert. Auch das Bio-Futter von Yarrah wird inzwischen nach neuem Rezept hergestellt. Beide Produkte kommen im aktuellen Test deutlich schlechter weg als 2008.
Beziehen sich die Testergebnisse nur auf die getesteten Geschmackssorten?
Ja, unsere Testergebnisse beziehen sich nur auf diejenigen Geschmackssorten der Futter, die wir ins Labor geschickt haben. Die Ergebnisse sind nicht verallgemeinerbar. Sie sagen nichts über die Qualität anderer Geschmackssorten desselben Herstellers aus.
Nicht immer ist drin, was draufsteht
Worauf sollten Katzenhalter beim Kauf von Katzenfutter achten?
Anhand der Deklaration ist nicht erkennbar, wie ein Katzenfutter tatsächlich zusammengesetzt ist. Nicht immer enthalten die Futter, was die Hersteller versprechen. Deshalb hat die Stiftung Warentest insgesamt 33 Futter genau untersucht. Bei den sieben als sehr gut und gut bewerteten Futtern können Katzenhalter davon ausgehen, dass ihre Tiere damit langfristig gesund bleiben. Unsere Marktauswahl umfasst sowohl sehr günstige Katzenfutter vom Discounter als auch etwas teurere Markenprodukte. Der Preis sagt dabei nichts über die Qualität eines Futters aus. Viele der Futter sind deutschlandweit erhältlich.
Wonach wurden die Futter überhaupt beurteilt?
In unserer Untersuchung lag unser Hauptaugenmerk auf der Frage, ob Hauskatzen mit den angebotenen Katzenfuttern ausgewogen ernährt werden. Der Fokus lag etwa auf den für die Katzen wichtigen Nährstoffen, die sie selbst nicht bilden können und daher über das Futter aufnehmen müssen. Dazu gehören unter anderem Taurin, Arachidonsäure und Vitamin A. Eine wichtige Rolle bei einer ausgewogenen Ernährung spielt auch die Versorgung der Tiere mit Proteinen, Mineralstoffen, Spurenelementen und ungesättigten Fettsäuren. Ein hoher Gehalt an Fleisch ist nicht unbedingt ein Garant dafür, dass die Katze auch ernährungsphysiologisch optimal versorgt ist. Beurteilt haben wir zudem die Fütterungsempfehlungen der Hersteller. Häufig ergab unsere Untersuchung in diesem Punkt, dass die Futterhersteller zu große Portionen empfehlen – davon können Katzen langfristig dick und schlimmstenfalls sogar krank werden.