Katzen fühlen sich ohne Artgenossen am wohlsten?!?

Diskutiere Katzen fühlen sich ohne Artgenossen am wohlsten?!? im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Hmm also ich finde es gibt keine generelle Antwort. Es ist nur so, dass ich einfach nicht glaube, dass Katzen generell lieber alleine wären...
  • Katzen fühlen sich ohne Artgenossen am wohlsten?!? Beitrag #41
Hmm also ich finde es gibt keine generelle Antwort. Es ist nur so, dass ich einfach nicht glaube, dass Katzen generell lieber alleine wären. Kitten sowieso nicht!
Das es in größeren Gruppen gerade in Wohnungshaltung schon mal schwieriger werden kann, kann durchaus sein. Aber ich denke wenn man soziale Tiere zusammen hält gibt es eher kleinere Streitigkeiten, weniger Mobbing. Sollte das der Fall sein muss man sicher überlegen sich ggf von einem Tier zu trennen oder zumindest andere Lösungen überlegen.

Aber die meisten haben in der Wohnung ja eher 2-4 Katzen und bis auf in Einzelfällen Fühlen sich diese Katzen sicher wohler als alleine.

Also meine Kater lieben sich, es sind Wurfgeschwister. Und wenn ich die trennen würde oder gar einzeln halten wären sie tod unglücklich!

Bei Chica meiner Katze weiß ich nicht hundert pro ob sie auch alleine glücklich sein würde, aber unglücklich ist sie jetzt sicher auch nicht.

Der Artikel vermittelt echt, das Katzen grundsätzlich alleine leben sollten und das ist Quatsch!
Die sollen sich mal hier den Thread gegen Einzelhaltung angucke und die ganzen Bilder!

Es ist bei Menschen doch auch so das es mal Streit gibt und trotzdem möchte man deswegen nicht als einsamer Mensch leben ohne andere Menschen.
Klar, Katzen können sich den Partner in der Regel nicht selber aussuchen, aber wenn man Kitten zusammen aufwachsen lässt oder geeignete Tiere zusammensetzt dann ist es sicher besser als die Tiere alleine zu lassen.
 
  • Katzen fühlen sich ohne Artgenossen am wohlsten?!? Beitrag #42
Vielleicht spricht sie aus Erfahrung?
Arbeitet sie als Katzenpsychologin? Ich habe jetzt nicht gesehen, was sie macht.

Kennt jemand von Euch Vicky Halls die Katzenflüsterin?
Sie schreibt in ihrem Buch auch, dass es in (gerade großen Gruppen) fast immer zu Problemen kommt. Sie beschreibt sehr viele Beispiele.

Auf keinen Fall möchte ich jetzt für die Kitteneinzelhaltung plädieren (!!!), aber unter Erwachsenen Tieren kommt es wohl tatsächlich häufig zu Problemen.
Bestimmt bekommen wir so einiges an Mobbing gar nicht mit, weil wir eben die Sprache der Katze nicht gut genug verstehen.
Hier im Forum lese ich auch selten, dass sich die Katzenpartner wirklich lieben. Die meisten akzeptieren sich.

Wie seht ihr das?:)

Liebe Grüße
Melanie

Ich glaube nicht, dass das nur Einzelfälle sind.
Ich glaube vielmehr, dass wir oft nicht die richtige Wahl des kätzischen Partners treffen.

Sie beschreibt manchmal größere Gruppen und dann auch wieder nur zwei Tiere, die sich angefeindet haben im Laufe der Jahre.
Hauptsächlich ist das wohl in der reinen Wohnungshaltung passiert. Also eher auf engerem Raum.
Aber auch einige Freigänger waren arg gestresst, wenn sich die Nachbarskatze gezeigt hat.

Wie unterschiedlich das ist.

Also wie gesagt, ich selbst habe auch drei Kater.
Von denen lieben sich aber auch nur die Oris so wirklich.
Der Ragdollkater wird akzeptiert.

Damals hatte ich zwei Perserdamen. Als die eine dann verstorben ist, habe ich die andere kaum wiedererkannt, so sehr ist sie aufgeblüht.

Mein Schwager hatte auch zwei BKH's, ein Geschwisterpärchen.
Seitdem der Kater verstorben ist, ist die Katze nicht wiederzuerkennen. Sie wirkt wesentlich "glücklicher". Geht sogar in den Garten.

Pauschalisieren kann man wohl nichts, wenn es um Katzen geht.

LG
Melanie

Das sind aber keine Argumente dafür, Katzen als Einzeltiere zu halten! Es sind eher Argumente dafür, dass man den richtigen Partner finden muss und vor allem ein Gefühl dafür zu entwickeln, inwiefern sich die Katze wohl fühlt.

Ich finde dennoch, dass die gute Frau ziemlich verallgemeinert. Genauso, wie hier im Forum manchmal total pauschalisiert wird bei anderen Dingen. Da stimme ich dir zu.

Aber nochmal - der Artikel transportiert ein völlig falsches Bild der Katzenhaltung. Das finde ich nicht gut und da sollte sich die Frau Dr. zurücknehmen und einfach gar nichts sagen, wenn sowas dabei raus kommt :roll:


---

Dreiergruppen sind übrigens immer schwierig. Bei Menschen wie auch bei Katzen. Ist bei uns genauso. Einer ist immer das sprichwörtliche dritte Rad am Wagen. Bei uns ist es oft Einstein, manchmal aber auch Study. Lediglich Cookie ist immer dabei (wahrscheinlich auch seinem Status als Alphatier geschuldet)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Katzen fühlen sich ohne Artgenossen am wohlsten?!? Beitrag #43
Nach der Antwort der Dame bin ich auch der meinung das sie einfach nur eine bestimmtes Spektrum an Erfahrung gesammelt hat, was ihr diese Annahme der Einzelhaltung suggeriert.

Als Tierverhaltenstherapeut bekommt man ja nicht die guten Fälle, die Gruppen wo es funktioniert, zu Gesicht, sondern vorallem all die Fälle wo es in die Hose ging weil:

1. die falschen Partner ausgewählt wurden
2. vielleicht alle/manche Tiere in der Gruppe potent waren
3. man versuchte einen jahrelangen Einzelgänger doch noch zu vergesellschaften, und das zu schnell oder mit dem falschen Partner

Ich bin definitiv der Meinung das keine Katze als Einzeltier gehalten werden sollte, schon gar nicht von klein auf!
Die bereits verkorksten Einzeltiere sind da natürlich auch ausgenommen, aber mit diesem Artikel arbeitet man völlig gegen die Ursachen, die sie ankreidet für die Zukunft gesehen!

Der breiten Masse zu sagen, man solle Kitten allein halten...unglaublich.... irgendwann gibt es nur noch verkorkste arme Einzeltiere die gar nicht mehr fähig sind auf ihre Artgenossen einzugehen. :cry:

Und vorneweg: Lieber lebe ich mit einem Menschen den ich nur akzeptiere als völlig ohne einen Menschen in meinem Leben und ich denke auch Katzen wäre ein "ich akzeptier dich" Partner lieber als völlige Einsamkeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Katzen fühlen sich ohne Artgenossen am wohlsten?!? Beitrag #44
Ich finde, man kann gar nicht verallgemeinern oder pauschalisieren, wenn es um Katzen geht.:)
Wenn ich schreibe, dies und das machen meine Katzen nie, dann kommen mind. 10 Beiträge von Besitzern die schreiben, dass ihre Katzen dies und das IMMER machen.:lol:

Genau, wir sollten den richtigen Partner aussuchen. Nur wie ist das zu schaffen, wenn wir die Katzensprache nicht verstehen und unser Tier somit völlig falsch beschreiben?

Ich wollte jetzt hier auch nichts lostreten.:)
Das passte nur gerade so gut zu dem Buch, welches ich wieder gelesen habe.
Ich glaube wirklich, dass es in größeren Gruppen in Wohnungshaltung oft zu Problemen kommt.

LG
Melanie
 
  • Katzen fühlen sich ohne Artgenossen am wohlsten?!? Beitrag #45
Nur wie ist das zu schaffen, wenn wir die Katzensprache nicht verstehen und unser Tier somit völlig falsch beschreiben?

Nicht nach dem ersten Partner aufgeben!
Einen anderen Charakter versuchen!

Wir Menschen finden doch auch nicht beim ersten mal den Partner fürs Leben.
 
  • Katzen fühlen sich ohne Artgenossen am wohlsten?!? Beitrag #46
Nicht nach dem ersten Partner aufgeben!
Einen anderen Charakter versuchen!

Wir Menschen finden doch auch nicht beim ersten mal den Partner fürs Leben.

Ich mag den Vergleich zu uns Menschen nicht.
Katzen sind Tiere und keine kleinen Menschen, mit all unseren Emotionen.

Das mit der richtigen Partnerwahl ist tatsächlich schwierig. So entstehen dann die "Wanderpokale", die eben nicht "gepasst" haben.
 
  • Katzen fühlen sich ohne Artgenossen am wohlsten?!? Beitrag #47
Jaja die lieben guten Menschen vom Tierschutz ge ;)
also ich kann auch dagegen sprechen das es gut sein soll eine Katze alleine zu halten... :shock:

Ich hatte meine Katze auch ein Jahr lang alleine gehalten und am Anfang ist es ihr noch gut gegangen aber dann musste ich leider mehr arbeiten und Sie hat mir nur noch leid getan wenn Sie allein war und keinen zum spielen oder unterhalten hatte klar habe ich mit ihr auch oft geredet aber das ist ja nicht das gleiche, also habe ich eine Katze aus dem Tierheim dazugeholt und seitdem geht es ihr blendend Sie ist nicht mehr so aufgedreht am Abend und ist auch freundlicher zu meinem Besuch der kommt ;-) und so habe ich ja auch was gutes getan für die arme Molly aus dem Tierheim (die davor leider kein schönes Zuhause hatte) und meine Maus hat auch was davon. :roll::roll::roll:
 
  • Katzen fühlen sich ohne Artgenossen am wohlsten?!? Beitrag #48
Ich finde, man kann gar nicht verallgemeinern oder pauschalisieren, wenn es um Katzen geht.:)
Wenn ich schreibe, dies und das machen meine Katzen nie, dann kommen mind. 10 Beiträge von Besitzern die schreiben, dass ihre Katzen dies und das IMMER machen.:lol: [...]

Das sehe ich auch so. Katzen sind viel zu große Individualisten, als das man für alle Katzen allgemeingültige Regeln aufstellen könnte.

[...] Genau, wir sollten den richtigen Partner aussuchen. Nur wie ist das zu schaffen, wenn wir die Katzensprache nicht verstehen und unser Tier somit völlig falsch beschreiben? [...]

Melli, man kann es eben nur so gut machen, wie man es eben kann (ergibt das Sinn? Bin mir gerade unsicher :)). Es ist nicht einfach und es besteht ganz sicher die Gefahr, dass man mit der Wahl auch falsch liegen kann, auch wenn man sich noch so bemüht hat, aber das kann doch nicht Anlass sein zu sagen, man lässt es einfach ganz und hält Katzen von vornherein alleine, gerade bei der wachsenden Zahl an reinen Wohnungskatzen, denn damit hat man dann ganz sicher eine falsche Entscheidung getroffen. Ein Lebewesen, dass hochentwickelte Fähigkeiten zur Kommunikation mit Artgenossen besitzt, eine ganze Reihe von Deeskalationsmaßnahmen beherrscht und auch in der freien Natur sehr wohl in Gruppen lebt, wenn das Nahrungsangebot stimmt, dass kann man nicht einfach vollständig von diesen trennen.

[...]Ich wollte jetzt hier auch nichts lostreten.:)
Das passte nur gerade so gut zu dem Buch, welches ich wieder gelesen habe.
Ich glaube wirklich, dass es in größeren Gruppen in Wohnungshaltung oft zu Problemen kommt.
[...]

Also zunächst einmal finde ich, du trittst hier gar nichts los. Es hat durchaus auch seine Berechtigung auch mal die kritische Seite der Mehrkatzenhaltung zu beleuchten, und es ist ja durchaus wahr, dass es gerade in größeren Gruppen gerne mal zu Stress kommt.
Nur wie oben schon gesagt, bin ich der Meinung dass man nur weil es bei Mehrkatzenhaltung zwischen einzelnen Tieren zu Stress kommen kann, die Antwort nicht sein kann, die Tiere alleine zu halten. Schon gar nicht als pauschale Aussage.
Nicht immer ist, wenn eine Seite einer Situation problematisch sein kann, das genaue Gegenteil davon das Richtige ;-).

Ich mag den Vergleich zu uns Menschen nicht.
Katzen sind Tiere und keine kleinen Menschen, mit all unseren Emotionen. [...]

Ja, der Vergleich Mensch - Katze ist immer ein bisschen schwierig. Dennoch bin ich in diesem Fall der Meinung, dass man ihn durchaus anbringen kann, denn auch wenn Katzen keine kleinen Menschen sind, so sind ihr emotionalen Fähigkeiten doch um einiges besser entwickelt, als es wohl viele Menschen wahr haben wollen und es ist auch durchaus so, dass man einfach Pech haben kann und zwei Katzen können sich partout nicht riechen, kommen aber beide mit anderen Katzen gut aus.

[...] Das mit der richtigen Partnerwahl ist tatsächlich schwierig. So entstehen dann die "Wanderpokale", die eben nicht "gepasst" haben.

Das ist schwierig, da gebe ich dir Recht. Und es ist auch sicher für den Katzenliebhaber nicht angenehm sich wieder von einem Tier zu trennen und sich einzugestehen, dass es einfach nicht gepasst hat. Nur, was hat man denn für eine Wahl, wenn es wirklich nicht passen sollte?
Die hier in dem Artikel Vorgeschlagene, es am Besten gar nicht erst zu versuchen, ist auf jeden Fall nicht meine Wahl, denn mit dieser Art der Vermeidung von Problemen im Mehrkatzenhaushalt, schaffe ich mir nur neue Probleme, die das Potential haben ein glückliches Katzenleben gänzlich zu verhindern.

Manchmal gibt es einfach keine perfekte Lösung, auch wenn wir das gerne hätten. Aber die Rückgabe einer Katze, oder die besonnene Weitervermittlung, ist für mich auf jeden Fall eine bessere Alternative, als es gar nicht erst zu versuchen.

Was ich weiß ist, dass ich meinen Katzen mit Einzelhaltung etwas Schlimmes antun würde. Sie brauchen sich und sie suchen freiwillig die Nähe der anderen Katzen. Das sich eine mal absondert und ihre Ruhe haben will kommt zwar vor, aber dann eigentlich für max. zwei Stunden, bevor man sich wieder zur Gruppe gesellt.
Obwohl sie ein ganzen Haus zur Verfügung haben sind sie die meiste Zeit in einem Raum anzutreffen, und das ist durchaus NICHT immer der Raum, in dem auch wir uns aufhalten ;-).
Hab ich wohl Glück gehabt - oder gut gewählt ;-).

Mein Resümee: die kritischen Seiten der Mehrkatzenhaltung beleuchten und ansprechen: ja. Daraus den Schluss ziehen, dass man Katzen am besten alleine halten sollte: ein ganz klares NEIN!
 
  • Katzen fühlen sich ohne Artgenossen am wohlsten?!? Beitrag #49
Super geschrieben! *Herzchen verteil*
 
  • Katzen fühlen sich ohne Artgenossen am wohlsten?!? Beitrag #50
Könnte man da nicht vielleicht einen Gegenbericht in die Zeitung setzen? Zusammen mit einem Foto von einer Katzen-Kuschelgruppe? Vielleicht kann man hier ja einen Spendenaufruf starten der das ganze finanziert?
 
  • Katzen fühlen sich ohne Artgenossen am wohlsten?!? Beitrag #51
Es wird schon einen guten Grund dafür geben, dass sowohl seriöse Züchter als auch seriöse Tierschutzorganisationen ihre Kitten nur (mindestens) zu zweit abgeben.

Meine sind auch aus einem Tierheim/Tierschutz und die Abnahme zweier Kitten (in dem Fall Geschwister) war Grundvoraussetzung (der wir natürlich gerne nachgekommen sind).
Bei uns klappt es aber auch gut *auf Holz klopf* ;-)

Aber dass dies nicht immer so ist, wissen ja die meisten von uns.

Da stimme ich dann auch Yodetta zu, dass ja WIR den Partner/Spielgefährten für die Katze auswählen und nicht das Tier selbst es macht.

Und auch wenn ich der gleichen Meinung bin, dass Katzen und Menschen nicht wirklich miteinander zu vergleichen sind, kann ich mir durchaus vorstellen, dass Katzen nicht immer dieselbe Wahl wie wir treffen würden.
Auch Zugehörigkeit zu einer Familie (Geschwistertiere oder Mutter-/Vatertier + Sohn/Tochter) muss nicht immer funktionieren. Habe da auch in der eigenen Familie bzw. im Freundeskreis so manches Beispiel.
Ist bei uns Menschen (hach, schon wieder der "Menschenvergleich") doch auch nicht anders.
Und dabei spielt es auch keine Rolle, ob "Lastrami" oder "Rassekatze".
Zwei (angebliche) gemütliche BKH Bärchen, die bis auf's Blut streiten oder zwei Bombay's die nach anfänglichen Gezänkt sehr gut miteinander auskommen und Lastramis die lieb miteiander kuscheln und sehr aneinander hängen. Kenne ich alles.

Trotz allem bin ich auch für mindestens zwei Katzen (in Wohnungshaltung sowieso) - auch Streit gehört zum Leben, auch zum kätzischen Dasein. Und bevor eine Katze nur noch Menschensprache hört und niemand ihr die Öhrchen ausschleckt oder am Katzenpopo schnüffelt :mrgreen: ist ein vielleicht nicht ganz so geliebter Spielgefährte wohl das kleinere Übel.
Ich persönlich hätte bei nur einer Katze ein ständig schlechtes Gewissen, dass ihr etwas sehr wesentliches und wichtiges vorenthalte. Nämlich das Zusammenleben mit einem Artgenossen.
Wir "Dosis " sind insofern in der Pflicht, dass wir eben nicht sofort aufgeben wenn zwei Katzen mal nicht so "miteinander können", denn so entstehen leider die oben genannten "Wanderpokale".
Es lohnt auf jeden Fall am kätzischen Miteinander zu arbeiten und die Miezen zu unterstützen so gut man kann.
 
  • Katzen fühlen sich ohne Artgenossen am wohlsten?!? Beitrag #52
Immer wenn ich lese, dass Katzen alleine glücklicher sind, muss ich an meinen alten Familenkater denken, den wir hatten, als ich ein Kind war. Er ist als Kitten aus dem Tierheim alleine bei uns eingezogen. Als er nach der Kastration endlich die große weite Welt draußen erkunden durfte, brachte er kurze Zeit später eine streunende Katze mit nach Hause, die dann schließlich auch bei uns eingezogen ist. Er hat sich also quasi selbst gegen die Einzelhaltung entschieden.

Auch wenn ich mir meine beiden Kleinen anschaue, bezweifle ich, dass sie alleine glücklicher wären. Nachdem Amiro anfang des Jahres zu Schurke gezogen ist, laufen die beiden eigentlich nur im Doppelpack durch die Wohnung, wenn nicht gerade einer schläft. Sie sitzen zusammen vor dem Fenster und beobachten Autos und Vögel, lauern gemeinsam vor der Schlafzimmertür um heimlich reinzuhuschen, futtern häufig lieber aus einem Napf, anstatt jeweils den eigenen zu benutzen und gehen hin und wieder sogar gemeinsam aufs Klo, obwohl zwei separate Toiletten zur Verfügung stehen. Aber die wären bestimmt alleine viel glücklicher. Ja ne, is klar. oO

PS: Ich würde mich auch über die Antwort der Frau Doktor via PN freuen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Katzen fühlen sich ohne Artgenossen am wohlsten?!? Beitrag #53
Melli, man kann es eben nur so gut machen, wie man es eben kann (ergibt das Sinn? Bin mir gerade unsicher :)). Es ist nicht einfach und es besteht ganz sicher die Gefahr, dass man mit der Wahl auch falsch liegen kann, auch wenn man sich noch so bemüht hat, aber das kann doch nicht Anlass sein zu sagen, man lässt es einfach ganz und hält Katzen von vornherein alleine, gerade bei der wachsenden Zahl an reinen Wohnungskatzen, denn damit hat man dann ganz sicher eine falsche Entscheidung getroffen. Ein Lebewesen, dass hochentwickelte Fähigkeiten zur Kommunikation mit Artgenossen besitzt, eine ganze Reihe von Deeskalationsmaßnahmen beherrscht und auch in der freien Natur sehr wohl in Gruppen lebt, wenn das Nahrungsangebot stimmt, dass kann man nicht einfach vollständig von diesen trennen.

Huhu!:)
Ja, es ergibt Sinn und ich habe auch verstanden, wie Du das meinst.:)

Was die richtige Wahl des Katzenpartners betrifft, gebe ich mal folgendes Beispiel:
Ich habe eine erwachsene Katze und denke mir nun, dass meine Katze einen Kumpel benötigt.
Ich kann doch jetzt die Katze nur so beschreiben, wie sie sich mir gegenüber verhält. Ob sie nun dominant, eher devot oder total sozial anderen Katzen gegenüber ist, kann ich doch gar nicht wissen. Katzen "sprechen" mit uns Menschen doch ganz anders.

Ich finde auch nicht, dass Katzen in Einzelhaltung gehören und schon gar keine Kitten. Nur um das nochmal zu sagen.:)

Also zunächst einmal finde ich, du trittst hier gar nichts los. Es hat durchaus auch seine Berechtigung auch mal die kritische Seite der Mehrkatzenhaltung zu beleuchten, und es ist ja durchaus wahr, dass es gerade in größeren Gruppen gerne mal zu Stress kommt.
Nur wie oben schon gesagt, bin ich der Meinung dass man nur weil es bei Mehrkatzenhaltung zwischen einzelnen Tieren zu Stress kommen kann, die Antwort nicht sein kann, die Tiere alleine zu halten. Schon gar nicht als pauschale Aussage.
Nicht immer ist, wenn eine Seite einer Situation problematisch sein kann, das genaue Gegenteil davon das Richtige ;-).
Das sehe ich auch so.:)
Jedoch glaube ich auch, dass umso größer die Gruppe (in der Wohnungshaltung ist) desto größer ist die Gefahr, dass es Stress gibt und nicht jede Katze zeigt diesen ganz deutlich durch z.B. pinkeln. Einige leiden still, nehmen sich zurück und blühen dann auf, wenn der "Feind" verstorben oder ausgezogen ist.
Das lebenslange, stille Leiden, stelle ich mir übrigens ganz schlimm vor, aber da vermenschliche ich jetzt bestimmt!

Ja, der Vergleich Mensch - Katze ist immer ein bisschen schwierig. Dennoch bin ich in diesem Fall der Meinung, dass man ihn durchaus anbringen kann, denn auch wenn Katzen keine kleinen Menschen sind, so sind ihr emotionalen Fähigkeiten doch um einiges besser entwickelt, als es wohl viele Menschen wahr haben wollen und es ist auch durchaus so, dass man einfach Pech haben kann und zwei Katzen können sich partout nicht riechen, kommen aber beide mit anderen Katzen gut aus.
ICH finde, dass man Katzen mit Menschen überhaupt nicht vergleichen kann.:)
Auch wenn sie emotionale Fähigkeiten haben.

Ja, damit hast Du auch Recht. Man kann einfach Pech haben mit der Wahl.
Ich selbst mußte ja auch schon einen Kater wieder zur Züchterin zurückbringen, aber dieser ist wohl jetzt in einer anderen Katzengruppe sehr glücklich.:)

Die hier in dem Artikel Vorgeschlagene, es am Besten gar nicht erst zu versuchen, ist auf jeden Fall nicht meine Wahl, denn mit dieser Art der Vermeidung von Problemen im Mehrkatzenhaushalt, schaffe ich mir nur neue Probleme, die das Potential haben ein glückliches Katzenleben gänzlich zu verhindern.
Meine Wahl ist das auch nicht.
Vielleicht sollte man einfach nur mal überlegen ob man wirklich 7 oder 8 Katzen auf 50 qm setzt.
(nur als Beispiel)

Was ich weiß ist, dass ich meinen Katzen mit Einzelhaltung etwas Schlimmes antun würde. Sie brauchen sich und sie suchen freiwillig die Nähe der anderen Katzen. Das sich eine mal absondert und ihre Ruhe haben will kommt zwar vor, aber dann eigentlich für max. zwei Stunden, bevor man sich wieder zur Gruppe gesellt.
Obwohl sie ein ganzen Haus zur Verfügung haben sind sie die meiste Zeit in einem Raum anzutreffen, und das ist durchaus NICHT immer der Raum, in dem auch wir uns aufhalten ;-).
Genau. Meinen Oris würde ich gar etwas grausames antun.;-)
Und das von Dir beschriebene Verhalten, kann ich hier auch beobachten.

Mein Resümee: die kritischen Seiten der Mehrkatzenhaltung beleuchten und ansprechen: ja. Daraus den Schluss ziehen, dass man Katzen am besten alleine halten sollte: ein ganz klares NEIN!
DAS ist der Plan. Einfach mal kritisch zu beleuchten und ich bin froh, dass Du mich auch genauso verstanden hast.:)

Durch diese Diskussion wird ja nun auch wieder sehr deutlich, wie wichtig der richtige Katzenpartner ist.:)

Thesy, Du hast auch toll geantwortet!

Liebe Grüße
Melanie
 
  • Katzen fühlen sich ohne Artgenossen am wohlsten?!? Beitrag #54
Ich kann euch auch nur zustimmen. Meiner Meinung nach ist die Dame zum Teil auch deswegen zu ihrer Ansicht gekommen, weil einen Tiertherapeuten holt man ja nur ins Haus wenn es Probleme gibt, nicht wenn es funktioniert, daher kennt sie ja hauptsächlich nur Fälle wo es nicht harmonisiert.

Man kann gar nicht oft genug betonen, wie wichtig es ist, die Tiere passend zueinander auszuwählen, da werden die meisten Fehler gemacht und bei der Zusammenführung.

Aber auch wenn man alles bedenkt, kann es vorkommen, dass die Tiere sich einfach nicht mögen. So wie auch wir auf Menschen treffen, mit denen kann man einfach nicht, aber dass sind doch eher Ausnahmen, oder nicht? Notfalls muss man dann zum Wohle der Katzen wirklich mal ein Tier wieder abgeben, bevor die ein lebenlang unglücklich sind, dass will ja auch keiner.

Vorallem sehe ich in dem Artikel die große Gefahr, dass die Leute dann wieder besten Gewissens sich Einzelkitten ins Haus holen und die allein in der Wohnung halten und das arme Tier dann stundenlang allein daheim sitzt und wenn es sich abends freut, wenn Dosine von der Arbeit heimkommt, denken die nur, was habe ich für eine tolle Katze und die ist ja so glücklich bei mir. :-(
 
  • Katzen fühlen sich ohne Artgenossen am wohlsten?!? Beitrag #55
Ich kann euch auch nur zustimmen. Meiner Meinung nach ist die Dame zum Teil auch deswegen zu ihrer Ansicht gekommen, weil einen Tiertherapeuten holt man ja nur ins Haus wenn es Probleme gibt, nicht wenn es funktioniert, daher kennt sie ja hauptsächlich nur Fälle wo es nicht harmonisiert.

Das glaube ich auch, dass sie aus dem Grund zu ihrer Ansicht gekommen ist. Das schreibt auch Vicky Halls, dass es so ist. Sie würde schließlich die Scherben aufsammeln.
Ich glaube auch, dass es diesen "Job" gar nicht geben würde, wenn immer alles so toll in dem Mehrkatzenhaushalt laufen würde.
Das zeigt ja auch, dass es wirklich viele Probleme gibt. Schließlich leben diese Leute von diesem Job.


Man kann gar nicht oft genug betonen, wie wichtig es ist, die Tiere passend zueinander auszuwählen, da werden die meisten Fehler gemacht und bei der Zusammenführung.
DAS ist der Punkt.

Aber auch wenn man alles bedenkt, kann es vorkommen, dass die Tiere sich einfach nicht mögen. So wie auch wir auf Menschen treffen, mit denen kann man einfach nicht, aber dass sind doch eher Ausnahmen, oder nicht? Notfalls muss man dann zum Wohle der Katzen wirklich mal ein Tier wieder abgeben, bevor die ein lebenlang unglücklich sind, dass will ja auch keiner.
Ob das wirklich Ausnahmen sind?
Ich bin mir nicht sicher.
Auch Geschwister, die zusammen aufwachsen, können im Laufe der Jahre große Schwierigkeiten bekommen.
Das ist ein sehr interessantes Thema, finde ich.
Vicky Halls schreibt, dass Katzen zwischen dem achten Monat und dem vierten Lebensjahr (wenn ich das jetzt richtig im Kopf habe) ihre soziale Reife voll entwickeln und in dieser Zeit würde sich zeigen, ob sie nun harmonieren oder nicht.

Das Geschwisterpärchen (Katze und Kater), meines Schwagers, hat sich im Kittenalter super miteinander verstanden. Sie haben getobt und gekuschelt. Im Laufe der Zeit haben sie sich aber nur noch geduldet. Der Kater hatte ganz klar das sagen und hat die Katze sogar aus dem eigenen Garten vertrieben.

Und dann kann man sich ja die Frage stellen, ob wir das überhaupt beeinflussen können.
Wir holen uns zwei Kitten (möglichst gleichgeschlechtlich), sie verstehen sich blendend und nach zwei/drei Jahren kracht es und zwar so, dass einer nur noch leidet.
Genau, und dann muß oder müsste man sich von einem Tier trennen.
Holt man dann in jedem Fall ein anderes zweites Tier dazu?

Vorallem sehe ich in dem Artikel die große Gefahr, dass die Leute dann wieder besten Gewissens sich Einzelkitten ins Haus holen und die allein in der Wohnung halten und das arme Tier dann stundenlang allein daheim sitzt und wenn es sich abends freut, wenn Dosine von der Arbeit heimkommt, denken die nur, was habe ich für eine tolle Katze und die ist ja so glücklich bei mir. :-(
Ja, diese Gefahr sehe ich auch.:-(
Und ganau dabei entstehen auch Verhaltensauffälligkeiten wie,
pinkeln an ungeeigneten Orten, die Wohnung zerstören, Aggressionen auch gegen den Halter oder auch Depressionen und und und...

Puh! Das ist wirklich nicht so leicht.
 
  • Katzen fühlen sich ohne Artgenossen am wohlsten?!? Beitrag #56
So lang Menschen die Katzen mit Menschenaugen betrachten und nicht sich auf Katzensicht begeben, so lang wird es das Problem geben, daß man das Verhalten falsch interpretiert...

Die Menschen machen die Fehler - das Tier muß es ausbaden... und das auf allen Ebenen und in jeder Hinsicht....
 
  • Katzen fühlen sich ohne Artgenossen am wohlsten?!? Beitrag #57
So lang Menschen die Katzen mit Menschenaugen betrachten und nicht sich auf Katzensicht begeben, so lang wird es das Problem geben, daß man das Verhalten falsch interpretiert...

Das denke ich in gewisser Hinsicht auch.
Jedoch können wir uns doch gar nicht wirklich auf Katzensicht begeben, weil wir oft gar nicht wissen, was sie uns sagen wollen. Denn sich auf Katzensicht zu begeben würde bedeuten, dass wir unsere Katze hundertprozentig verstehen, oder nicht?
Und da kommt dann das vermenschlichen ins Spiel.
"Ach, bestimmt macht er das jetzt aus dem und dem Grund"
Wir interpretieren und zwar mit unserer menschlichen Logik. Mehr nicht.
 
  • Katzen fühlen sich ohne Artgenossen am wohlsten?!? Beitrag #58
Allerdings denke ich auch, dass die meisten Katzen sich in kleineren Gruppen wohler fühlen als in großen Gruppen und natürlich kommt es auch auf den Platz an der ihnen zur Verfügung steht, den Schnitt der Wohnung, die katzengerechte Einrichtung usw.

Katzen sind zwar keine Einzelgänger, aber auch keine Rudeltiere, also ich denke, dass die meisten Katzen sich mit 2-3 Artgenossen wohler fühlen als mit 10 nur mal so als Beispiel, aber dass ist alles von sovielen Faktoren abhängig, dass darf man auf keinen Fall so pauschalisieren, wie es in dem Artikel rüber gekommen ist, schon gleich im Titel.
 
  • Katzen fühlen sich ohne Artgenossen am wohlsten?!? Beitrag #59
Die Oris sind vielleicht Rudeltiere!:mrgreen:

Ich kann das unterschreiben, was Du schreibst!:)
 
  • Katzen fühlen sich ohne Artgenossen am wohlsten?!? Beitrag #60
Das Geschwisterpärchen (Katze und Kater), meines Schwagers, hat sich im Kittenalter super miteinander verstanden. Sie haben getobt und gekuschelt. Im Laufe der Zeit haben sie sich aber nur noch geduldet. Der Kater hatte ganz klar das sagen und hat die Katze sogar aus dem eigenen Garten vertrieben.

Wobei hier auch wieder Kater und Kätzin, ja schon zu Problemen führen kann aber muss nicht, bei meiner Schwester klappt es wunderbar, Kater und Kätzin, nicht aus einem Wurf ca. 1 Woche Altersunterschied, die werden jetzt 4 Jahre.

Es gibt natürlich auch dominante Katzen, da wird es dann schon wieder schwieriger mit der Vergesellschaftung, die müssen auch gut ausgelastet und beschäftigt werden, damit die dann Langeweile nicht an anderen Katzen auslassen.

Die Oris sind vielleicht Rudeltiere!:mrgreen:

Hast du auch wieder recht, ich habe noch nie soviele Gruppenbilder von kuschelnden Katzen wie bei Orientalen gesehen. Die sind auch von der Rasse her sehr körperbetont im Umgang miteinander und ausgeprägtes Sozialverhalten. Wobei ich sie aber auch ohne sie abwerten zu wollen und gar nicht negativ gesehen, für so etwas wie die "rassistisch" halte, da ich schon so öfters von Problemen gehört habe, Orientalen mit Nicht-Orientalen, aber Orientalen untereinander klappt meisten. Anderen Katzen denke ich mal sind die einfach zu körperbetont, zu gesprächig, zu temperamentvoll usw.
 
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