Das mit dem Clicker-Training ist wirklich eine gute Idee. In der neuen Wohnung darf er erst einziehen, wenn sie komplett fertig ist, um ihm den Streß so gering wie möglich zu halten. Dann können wir auch konsequent handeln, wenn er an die Wände geht und ihm Belohnung geben, wenn er den Baum benutzt.
Das ist eine gute Idee. Eine neue Wohnung ist auch super für einen Neuanfang!
Es klingt zwar blöd, aber es erweist sich immer als hilfreich, wenn man es dem Tierchen vormacht. So habe ich es mit meiner Jelly gemacht. Sie kratzte an meiner Couch, seit sie das erste Pfötchen in meine Wohnung gesetzt hat. *seufz* Bei meiner ersten Katze, die auch immer alles zerkratzte, machte ich es falsch, indem ich geschimpft habe. Sie ist dann geflüchtet, aber das Kratzen hat sie trotzdem nicht unterlassen. Bei Jelly wusste ich es dann besser: Ein bestimmtes, aber nicht zuuuu böses "Nein", dann die Katze geschnappt, vor den Kratzbaum gesetzt und mit meinen eigenen Fingern daran rumgekratzt. Sie hat es dann tatsächlich nach ein paar Malen nachgemacht und wurde dafür natürlich ganz, ganz doll belohnt!

Es braucht wirklich etwas Zeit und vor allem Konsequenz, aber es lohnt sich absolut. Jelly geht gar nicht mehr ans Sofa, sondern lässt ihre Kratzwut am Kratzbaum aus. :mrgreen:
Kann man ihm denn nach 5 Jahren noch abgewöhnen, nicht an die Wände zu gehen? Hatten schon überlegt, die Wände hüfthoch mit Teppich zu "tapizieren", nur dann wird ihm das an die Wände kratzen nur noch schmackhafter gemacht...
Ja, das kann man auf jeden Fall.
Was den Teppich angeht: Da müsst ihr euch natürlich entscheiden. Entweder ihr tapeziert Teppich dahin und er DARF dann da kratzen (was er liebend gerne tun wird), oder aber ihr zieht euer Programm durch und gewöhnt es ihm ab.
Das Kratzen hat er bereits gemacht, als wir ihn bekommen haben. Vergesellschaftung mit den anderen jeweils 2 Wochen. Dann war es uns zu riskant, dass sie sich gegenseitig verletzen.
Woher kam das Katerchen denn eigentlich? Vielleicht war seine Vergangenheit nicht ganz so rosig und es zeigt sich dann durch diese Verhaltensauffälligkeiten. Also nicht, dass Kratzen an sich super auffällig wäre, aber wenn es so extrem ist, wie ihr es beschreibt... pheww.
Ich muss den anderen aber zustimmen: 2 Wochen sind für eine Vergesellschaftung so gut wie nichts. Als ich meine Misto und Jelly zusammengebracht habe, wusste ich genau, es würde gut ausgehen. Misto tut niemandem etwas an und Jelly war noch so klein, für die war das alles eh easy peasy. Trotzdem war auch da nach 2 Wochen noch nicht alles super; die Tiere müssen sich eben aneinander gewöhnen. Das gilt dann erst recht für ein kleines Problemkaterchen...